Mittwoch, 30. September 2015

Auf Abwegen und hohen Hacken

Völlig ungeeignetes Schuhwerk

Eigentlich wollte ich gar nicht bis in den Wald gehen und eigentlich wollte ich auch gar nicht an den Strand. Deshalb hatte ich ausnahmsweise meine blauen Stiefeletten angezogen, als der Hund raus wollte. Tja, und dann war der schöne Platz an der Wiese, der das Ziel des Ausflugs war, von doofen Anglern besetzt.

Also ging es doch in den Wald. Nun ja, das bescherte mir dann eine Schuhputz-Session. Aber immerhin weiß ich nun, dass ich mit Absätzen auf Baumstämmen balancieren kann. Und dass Wildleder und Strandschlick eine ziemlich hartnäckige Mischung ergeben.


Egal, der Hund hatte Spaß. Ich auch. Ach ja, für alle, die sich fragen, ob der Hund auch einen Namen hat. Hat er. Beziehungsweise sie. Sie heißt Fine. Aber wenn ich sauer auf sie bin, dann nenne ich sie Hund.












Kaschmirpullover: COS
Hemd: H&M Trend
Jeans: 7 for all mankind
Schuhe: Keine Ahnung

Liebe Grüße
Fran


Riesige Strickjacken und so

Wollmonster im Grünen

Sagte ich schon, dass ich riesige Strickjacken liebe? Diese hier ist die jüngste im Schrank. Groß, weich und kuschelig - Anforderungen erfüllt. Genauso gern wie die Strickjacke habe ich die Jeans. Im Büro trage ich sie zur Zeit meist mit Stiefeletten, aber Hundespaziergänge mit Absätzen sind suboptimal.

Zumal der Hund unwegsames Gelände liebt. Und gerne mal einen kleinen Ausflug zu unseren Nachbarn macht, denn dort wohnen seine liebreizenden Labrador-Freunde. Und zu diesen Nachbarn führt ein wunderhübscher, naja Weg wäre übertrieben. Ein Marsch am Feldrand halt. Ein schneller Marsch. Denn trifft Hund seine Freunde nicht an, geht er auf Wanderschaft durchs Dorf. Immerhin lernt man auf diese Weise viele Menschen kennen, in deren Gärten man ihn sucht.

Aber zurück zu den Stiefeletten. Die werden schnell gegen Sneaker eingetauscht und los gehts. Bei strahlender Herbstsonne liebe ich diese Spaziergänge. Im November nicht mehr so sehr... Als Sommerkind plädiere ich ja sowieso dafür, den Spätherbst nebst Winter komplett abzuschaffen und vom Oktober gleich in den Mai zu wechseln.











Strickjacke: Cubus
Jeans, Top & Schuhe: Zara

Liebe Grüße
Fran

Labels: Outfit, Herbst

London: Sky Garden

London aus der Vogelperspektive


Einmal im Jahr fliege ich mit meiner Freundin für ein paar Tage nach London. Das ist schon seit vielen Jahren Tradition. Nachdem abzusehen war, dass das in diesem Jahr nicht klappt, schenkte mir mein Mann kurzerhand ein paar Tage London zum Geburtstag. Mit ihm als Reisebegleitung. So ließ sich dann auch diese blöde 50 verkraften.

Auf dem Programm stand einmal London von oben. Erste Möglichkeit: Das London Eye. Das hatten wir anlässlich einer Familientour zu den olympischen Spielen vor einigen Jahren aber schon. Möglichkeit zwei wäre das Shard. Aber ganz ehrlich: Fast 30 Pfund, um die Aussicht zu genießen? Och nö. Möglichkeit drei ist neu und umsonst: Sky Garden. Darauf bin ich auch eher zufällig gestoßen, aber in Sachen Aussicht ist das Gebäude, das die Briten wenig liebevoll das „Walkie Talkie“ nennen, kaum zu schlagen. Zwischen St. Pauls und Tower kommt einem beides wie hingeworfenes Spielzeug vor - wer schon mal um die Kirche und den Tower gelaufen ist, weiß, wie riesig beide sind.

Um raufzukommen ist eine vorherige Anmeldung (online) erforderlich. Keine Angst, die wollen zwar alle möglichen Daten, darunter auch die Ausweisnummer, aber der Spaß ist tatsächlich kostenlos. Zwei Haken allerdings gibt es: Die Tickets sind immer nur für eine bstimmte Zeit im Voraus buchbar und heiß begehrt. Man bekommt ein Zeitfenster, das man unbedingt beachten sollte. Wer zu spät kommt, guckt in die Röhre. Lediglich wer einen Platz im Restaurant reserviert, darf ohne vorherige Buchung nach oben.

Weitere Tipps zum Thema London für umme: Die teuren Tickets für die Westminster Cathedral und St. Pauls kann man sich getrost sparen, wenn man einen Gottesdienst besucht. Am besten einen, in dem ein Chor singt. Dann gibt es die großartige Akustik ebenfalls gratis dazu.

Und die allerbeste Idee ist es, sich beim Candle Light Service zur Weihnachtszeit in Westminster auf die Plätze für die Familienangehörigen der Chorknaben zu schummeln, möglichst britisch zu gucken, und dann im Chorgestühl Platz nehmen zu dürfen, in dem auch unser Liesbeth schon saß. Hach, alle anderen Touris sind rausgeflogen. Meine Freundin und ich nicht <fett grins>.

Bevor das hier textlich ausufert, gibt es aber jetzt was zu gucken!



Der Blick hinauf: Ganz schön hoch, das Ding.



Im Fahrstuhl: Ab in den 35. Stock.



Angekommen. In Richtung Themse gibt es eine große Aussichtsterrasse. Und die Preise für einen Tea oder ein Croissant sind absolut zivil.



Überall Grünzeug. Aber es heißt ja auch Sky Garden.


Winzig: Der Tower.


Die weltschönste Brücke. Im Dockland Museum gibt es übrigens ein Modell der Brücke, wie sie vor einigen Hundert Jahren aussah. Tolles Modell, tolles Museum. Absolut empfehlenswert.


The Shard gleich gegenüber.


Der Blick Richtung London Eye und House of Parliament.



Liebe Grüße
Fran



50 - und jetzt?

Wie dieser Blog entstand

Als ich kurz vor meinem letzten Geburtstag der besten Freundin der Welt mein Leid über diese verflixte Zahl klagte, entstand nach zwei Litern Tee, tonnenweise Gurkensandwiches und Scones und zwei Flaschen Wein die Idee zu diesem Blog.

Bis vor einigen Jahren war Mode mir schlichtweg egal. Kleidung hatte bequem zu sein, das reichte schon. Doch dann änderte sich das. Ich begann, Modeblogs zu lesen und Mode als spannende Beschäftigung und riesige Spielwiese zu sehen. Die allermeisten Blogs allerdings beschäftigen sich eher mit der Altersgruppe 16-30. Ältere Blogger waren rar gesät und sind es immer noch.

Die Idee, selbst zu bloggen, kam schon vor einiger Zeit. Gründe, sie nicht zu realisieren, gab es viele. Zu wenig Zeit - Job, Kinder, Haus und Garten lassen wenig übrig. Zu viel Öffentlichkeit - "darf" ich als jemand, der beruflich gar nicht selten im Kreuzfeuer stehe, etwas so Oberflächliches wie einen Modeblog schreiben oder beschneide ich damit meine Seriösität?

Ja, ich darf. Es geht also los. Ich bin gespannt.

Und damit es heute nicht nur langweilige Texte zu lesen gibt, ist hier das erste Outfit.
Tadaa: That`s me.


Meine Lieblingsfarben im ganzen Jahr: Schwarz, weiß und grau. Das Tuch gilt schon als echter Farbtupfer ;-). Und einer der wenigen Gründe für mich, sich auf den Herbst zu freuen ist der, dass ich wieder Lederhosen und Strickjacken tragen kann. Die Strickjacken besonders gern oversized. Wollmonster nennt meine Familie die Sammlung liebevoll. Weiße Blusen beziehungsweise Hemden gehören ebenfalls zu meinen Lieblingsstücken im Kleiderschrank. Vermutlich bin ich die Frau mit den meisten weißen Blusen westlich des Mississippi...






Ich sitze übrigens normalerweise nicht auf Straßen herum. Aber meine fotografierende Tochter fand es cool und hat mich sozusagen gezwungen. Und die Bilder sind in der Tat ganz witzig geworden.


Strickjacke: H&M Trend
Bluse: H&M
Hose: Zara
Schuhe: Adidas
Tuch: Fendi

Liebe Grüße
Fran


Labels: Outfit, Herbst