Sonntag, 31. Januar 2016

Und sonst so? KW 4

Nachdem der Wochenrückblick am vergangenen Sonntag ausgefallen ist, weil ich anstatt zu schreiben  Barcelona genossen habe, wartet heute nicht nur ein Blick auf die letzten zwei Wochen, sondern auch auf den ganzen Monat. Keine Angst, ich halte es kurz :-)





Wenn ich mir die Fotos aus Barcelona so anschaue, packt mich schon wieder das Fernweh. Und dabei sind die Urlaubspläne für dieses Jahr noch seeeehr vage im Hause W. Aus unerfindlichen Gründen haben hier alle bereits ihre Flüge gebucht - nur ich nicht. Für da Män geht es schon in zwei Wochen nach Paris, Kind klein startet Ende des Monats eine Woche zum Skifahren nach Österreich und Kind, groß, darf sich auf Süditalien Ende August freuen. Da kam die Idee meiner besten Freundin, im Frühling noch ein paar Tage nach London zu fahren, gerade zur rechten Zeit. Zudem die gute Liesbeth ja ihren 90. Geburtstag feiert. Inklusive großer Party rund um den Buckingham Palace. Sie wird uns allerdings wohl wie in den Vorjahren nicht zum Tee bitten. Püh, muss sie ja nicht. London hat noch andere Höhepunkte.





Erzählte ich schon, dass uns vor Jahren beim Adventssingen in Westminster die Ordner für die Angehörigen - und nein, ich will das Wort Großmütter jetzt nicht hören - eines Chorknaben hielten und uns nicht aus dem reservierten Bereich jagten wie alle anderen Touristen? Mit ernster Mine, abschätzigen Blicken auf die mit Kameras bewaffneten Touristen und perfekter Haltung kamen wir in den Genuss von Plätzen im vordersten Chorgestühl und eines ergreifenden candle-light-service.

Also London im Frühjahr. Ob ich den Rest der Familie im weiteren Verlauf des Jahres noch einmal zu Barcelona bequatschen kann? Mal sehen. Ich gebe mein Bestes. Ansonsten wird noch über Irland, Südengland, Lissabon oder Andalusien durchs Haus. Eine Einigung auf ein gemeinsames Ziel liegt noch in weiter Ferne, schätze ich.





Eine riesige Freude hat mir übrigens der Gewinn von Sabine "Bling Bling over 50" beschert. Sie hat nicht nur das wunderbare Parfum verlost, das die Töchter gleich zu entführen versuchten, sondern eine tolles Armband dazugelegt, das in Nullkommanix zum meinem Favoriten avancierte. Liebe Sabine, ganz ganz herzlichen Dank dafür :-)

A propos Riesenfreude: Der Post zum Thema Instagram entwickelte sich innerhalb von zwei Tagen zum meistgeklickten Post auf dem Blog. Die Reaktionen waren durchaus kontrovers. Finde ich gut. Und bevor mich jemand völlig falsch versteht: Ich habe kein Problem mit Instagram im Allgemeinen. Ich treibe mich da selbst rum. Und wer weiß, vielleicht mache ich irgendwann ein Foto von meinem weißen Schreibtisch. Ich muss nur erst die passende Duftkerze kaufen ;-). Und entgegen der Annahme vieler ist mein Leben auch nicht abscheulich oder grauenhaft grau. Es ist einfach nur nicht durchdesignt. Ich mag es trotzdem :-) Und ich mag auch Bilder, die nicht durchdesignt sind, sondern das Leben so zeigen, wie es ist. Bunt, chaotisch und nach aktuellen Instagram-Maßstäben nicht vorzeigbar.

Der Wochenrückblick ist diesmal auch ein Monatsrückblick. Und da schaue ich doch auch mal auf meine Vorsätze, die jetzt einen Monat alt sind. Eingehalten? Über Bord gegangen?

Punkt 1: Mehr Zeit für mich. Hat prima geklappt. Wobei ich das erste Buch 2016 noch nicht fertig gelesen habe. Da fehlen noch ungefähr 200 Seiten. Aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich diese Seiten durch das Korrekturlesen wett gemacht habe. Außerdem ist ja heute vielleicht noch Zeit. Wobei nach dem Sonntagsdienst noch Kino angesagt ist. Los odiosos ocho (das klingt viiiiel schöner als The hateful eight) ist angesagt. Tarantino-Fans hier?

Punkt 2: Mehr Sport. Klappt ganz gut. Nur das Laufen stand wegen viel zu kalt, viel zu glatt und viel zu erkältet hintenan. Schauen wir mal, ob ich im Februar aufholen kann. Dreimal pro Woche Sport habe ich auf jeden Fall spielend geschafft. Das Mitzählen auf Instagram habe ich übrigens nicht aufgegeben, weil ich zur Couch potatoe mutierte, sondern weil man mir bedeutete, dass das Sport-Foto doch nun wirklich zu hässlich ist. Wenn ich es irgendwann mal schaffe, mache ich ein schöneres. Bis dahin zähle ich einfach selbst :-)





Punkt 3: Die to-do-Listen. Mein Kalender sieht zwar inzwischen wild aus, aber es klappt. Warum ich meinen Kram besser in den Griff bekomme, wenn ich ihn aufschreibe, ist mir zwar ein Rätsel. Aber vor allem bei wirklich unbeliebten Aufgaben wie Steuern, Fahrkostenabrechnungen, Haushaltskram etc. hilft der niedergeschriebene Tritt in den Hintern bei mir Wunder.

Für die kommende Woche freue ich mich ganz besonders auf Elas Schrankmonster-Aktion. Ich sollte langsam mal zu Potte kommen, dann klappt das auch mit meine ersten Schrankmonster, das eigentlich morgen online gehen soll. Dafür sind die Bitterkalt-Aufnahmen längst im Kasten. Im Moment ist es ja auch eher nicht bitterkalt. Und ich wäre durchaus dankbar, wenn die Kälte nicht zurückkommt.

Liebe Grüße
Fran


Freitag, 29. Januar 2016

Barcelona!

Das sangen vor fast 30 Jahren Freddie Mercury und Montserrat Caballé und ich kannte den Song schon, als er in der Top 10 war... Heute isses ein betagter Oldie. Tja. Aber die Stadt, die ist kein Oldie. Die ist alt und neu und einfach umwerfend. Ungefähr fünf Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal da war. Und seitdem bin ich sieben Mal da gewesen. Mal nur für ein paar Tage, mal für zwei Wochen. Und wenn alles so läuft wie ich das gern hätte, dann lebe ich ihn 15 Jahren dort. Hach. Ich liebe Barcelona. Die Stadt hat alles, was ich zum Glücklichsein brauche. Meer und Berge. Eine unglaublich schöne Altstadt. Gaudí. Ein grandioses Klima. Bäckereien, in die ich am liebsten einziehen würde. Nur catalá muss ich noch lernen. In Barcelona spricht man nämlich nicht spanisch - das wäre zu einfach, das habe ich mal studiert - sondern catalá. Und Barcelona gehört auch nicht zu Spanien, sondern Barcelona ist Katalonien. Und sagt einem Katalanen nie, er sei Spanier.




Nachdem wir das Gepäck im Hotelzimmer abgeliefert hatten und einen Blick aus dem Fenster auf die große Grille geworfen hatten, die am Haus gegenüber prangte, musste ich erstmal ans Wasser. Der kilometerlange Strand in Barcelona entstand übrigens erst in Vorbereitung auf die olympischen Spiele. Vorher war hier ein Industriegebiet mit vielen Werften. Und zwischen Industriebrache und Wasser lebten andalusische Arbeiter in ärmlichen Hütten. Heute ist da Sandstrand und eine lange Standpromenade, an der man einfach nur sitzen und Leute gucken kann. Ich liebe das.




Selbst am Strand findet sich Kunst. Barcelona ist nicht umsonst Design-Hauptstadt. Hier war der Künstler übrigens nicht betrunken, sondern das Werk soll die Chiringuitos genannten, alten Strandbars, die längst von modernen Bars abgelöst sind, symbolisieren. Das Ding ist ein beliebter Treffpunkt. Im Sommer allerdings ist der Strand in Barceloneta einfach nur voll. Grauenhaft voll. 




Kunst findet sich auch auf dem Weg vom Strand im alten Fischerviertel Barcelona in Richtung Altstadt. Ich mag dieses grinsende Viech, das am alten Hafen auf die Fußgänger runterguckt. Wer nicht so gern Kunst guckt, sieht einfach zur Seite und sieht entweder die Altstadt oder das Mastengewirr der Boote, die im alten Sporboothafen liegen.




So langsam meldet sich der kleine Hunger. Für den gibt es in Barcelona Tapas. Leckere Kleinigkeiten. Und weil ich gerade fleischlos unterwegs sind, futtere ich patatas bravas und schicke natürlich ein Foto an die lieben Kinderlein, die zuhause geblieben sind. Die lieben patatas bravas. Und werden neidisch.




Nach einer kleinen Stärkung geht es ins gotische Viertel. Das besteht aus lauter kleinen Gassen. Damit sich die Bauernkarren vor ein paar hundert Jahren im Gassengewirr nicht verirren, haben die Stadtväter diese netten Schilder angebracht. Das obere Schild verbietet die Durchfahrt mit einem Karren, das untere weist den Weg zum Ausgang aus der Altstadt. Man kann da nämlich unglaublich gut im Kreis laufen und nach einer Viertelstunden nicht mehr wissen, wo man ist. Eigenhändig diverse Male ausprobiert :-)










Wer den Weg durch die Altstadt findet, landet entweder an den Ramblas, der Kathedrale oder am Arc de Triomf. Ich bevorzuge letzteren. Wenn ich den sehe, habe ich das Gefühl, angekommen zu sein. Ich kann da stundenlang sitzen und dem Treiben zusehen. Hierher zieht es mich immer wieder.




Nach einer kleinen Pause geht es weiter. Auf dem Plan steht diesmal ein Musterbeispiel des Jugendstils, das Hospital de la Santa Freu i Sant Pau. Ja, das ist tatsächlich ein Krankenhaus. Gebaut wurde es zwischen 1902 und 1930 von Luis Domènech i Montaner, der das alte Krankenhaus im Raval - da ist ein Teil der Altstadt, den ihr demnächst zu sehen bekommt - ersetzen wollte. Denn in den dunklen, eher schmuddeligen Gassen der Altstadt wurde es schlicht und einfach viel zu eng.

Das Sant Pau besteht aus vielen Pavillons, die durch unterirdische Gänge miteinander verbunden sind. Bis vor wenigen Jahren wurden hier noch Patienten behandelt. Inzwischen ist es Weltkulturerbe und es wird eifrig restauriert. Das Sant Pau ist im Gegensatz zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten in Barcelona noch nicht völlig überlaufen. Wer sich schonmal mit Tausenden anderer Touristen durch den Parc Guell oder die Sagrada Familie geschleppt hat, wird wissen, was ich meine. Für alle anderen: Am besten, man ist bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten spätestens morgens um zehn vor Ort. Andernfalls reiht man sich in lange Warteschlangen ein und tritt sich gegenseitig auf die Füße.











Und ja, es war tatsächlich so warm, dass man im T-Shirt herumlaufen konnte. Zumindest am Nachmittag. Das tat so unglaublich gut nach den letzten Winterwochen und ich habe es sehr genossen. In Norddeutschland würde das als formidabler Frühlingstag durchgehen....

Nach so viel Jugendstil durfte es wieder etwas mehr Leben sein, also zurück zur Placa de Catalunya, dem Verkehrsknotenpunkt im Herzen Barcelonas. Da gibt es neben Tausenden von Tauben ein paar nette Brunnen und unglaublich viele Menschen. Einmal die Prachtmeile, den Passeig de Gracia, hochlaufen und schon wieder begegnet man dem berühmtesten Sohn der Stadt, Gaudí, der sich hier in ein paar unglaublichen Häusern verewigt hat.









Ich grinse derweil wie ein Honigkuchenpferd, weil ich trotz acht Stunden Fußmarsch kreuz und quer durch die Stadt einfach nur happy bin. Seitdem ich das erste Mal in Barcelona war, bin ich in diese Stadt verliebt. Barcelona von oben, eine Bergtour mitten in der Stadt und noch viel mehr gibt es dann das nächste Mal.

Liebe Grüße
Fran




















Mittwoch, 27. Januar 2016

Ich packe meinen Koffer :-)



Der Kurztripp nach Barcelona ist leider vorbei. Wunderschön war es :-) Ich liebe diese Stadt seitdem ich das erste Mal da war und es zieht mich immer wieder hin. Und weil heutzutage fast jede Fluggesellschaft in ihrem Basis-Tarif ausschließlich Handgepäck vorsieht und ich mit dieser Version des Fliegens wie ihr wisst viele lustige Erinnerungen verbinde, gab es auch diesmal die Herausforderung: Vier Tage mit Handgepäck.

Bei den ersten Städtetrips hatte ich regelmäßig viel zu viel Kleidung dabei. Und zu viele Schuhe, die im ungünstigsten Fall auch noch unbequem waren. Inzwischen habe ich dazugelernt. Allerdings brauche ich eine ganze Menge Zeit zum Packen. Bei Hauruck-Aktionen landet noch immer viel zu viel im Koffer.

Den Anfang machen die Schuhe. Sie müssen in erster Linie bequem sein. Wir legen im Schnitt 15 bis 20 Kilometer pro Tag zu Fuß zurück. Ich liebe es, fremde Städte zu Fuß zu erkunden. Klar kann man mit der U-Bahn diverse Kilometer sparen. Aber zu Fuß sieht man viel mehr. Also ist ein Paar bequeme Sneaker auf jeden Fall Pflicht. Dazu ein weiteres Paar, das ein bisschen schicker ist. Schick braucht man immer mal. Und das war es auch schon. Alles mit Absatz allerdings muss zuhause bleiben.




Stehen die Schuhe, steht auch meist schon die farbliche Richtung der restlichen Kleidung. Ob es eher T-Shirts oder Pullis sein sollen und welche Jacke mit muss, verrät der Blick auf die Wetter-App. Und auch für alles oberhalb der Schuhe gilt: Bequem ist Pflicht. Weder im Flugzeug noch beim Sightseeing mag ich irgendetwas, was zwickt oder nicht richtig sitzt. Die erste Auswahl landet auf der Kleiderstange.




Jetzt kommt das Feintuning. Pro Tag mindestens ein bequemes Outfit, ein paar Oberteile zum Wechseln, eine zusätzliche Hose und ein etwas schickeres Outfit müssen mit. Da wird dann hin- und herüberlegt und -geschoben. So lange, bis Überflüssiges wieder im Schrank verschwunden ist und ich im Prinzip alles mit allem kombinieren kann. Das Reiseoutfit wird nun zur Seite gehängt, alles andere wird zusammengelegt und verschwindet im Koffer. Die Schuhe kommen natürlich in einen Beutel.




Wichtig: Im Koffer muss natürlich noch ein bisschen Platz für eventuelle Neuerwerbungen sein. Falls nicht, muss man halt im Hochsommer auf dem Rückflug eine dicke Strickjacke tragen. Selbst schuld ;-)

Jetzt bleibt die letzte und größte Herausforderung: Der Zipp-Beutel, in dem alle Flüssigkeiten aka Toilettenartikel untergebracht werden müssen. Flüssigkeiten und Gegenstände mit vergleichbarer Konsistenz wie Cremes und Gels, dürfen ausschließlich in kleinen Einzelbehältnissen von maximal 100 ml in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren Plastikbeutel von maximal einem Liter Fassungsvermögen eingepackt sein. Pro Person genau ein Beutel. Mehr nicht. So will es die EU-Handgepäckrichtlinie. An der vermutlich nur Männer mitgearbeitet haben.




Wie gut, dass es die meisten Kosmetikartikel inzwischen im Mini-Format gibt. Und was es nicht gibt, wird umgefüllt. Und wenn man ordentlich stopft, passt es. Und wenn es mal nicht passt, schummelt man einen Teil der Behälter in den Zip-Beutel des Göttergatten ;-)

In diesem Fall hatte der Göttergatte übrigens einen Koffer nachgebucht. Ich glaube, er hatte Angst, auf dem Rückweg als Kleiderpuppe dienen zu müssen. Na klasse, und dabei hatte ich doch ohne Probleme alles in meinen kleinen Koffer bekommen. Und noch Luft! Aber gut, auf die Weise brauche ich mir um das Volumen meiner Einkäufe überhaupt keinen Kopf mehr zu machen :-)

Liebe Grüße
Fran



Dienstag, 26. Januar 2016

Wie trägt man eigentlich Overknee-Strümpfe?

Gunda von "Hauptsache warme Füße" hatte mich um Tipps für Overknee-Strümpfe gebeten. Mache ich natürlich gern. Wobei ich da vielleicht gar nicht der berufene Tippgeber bin. Ich trage sie nämlich einfach :-) Und ich mag sie richtig gern. Sie sehen gut aus *finde ich zumindest* und sie sind warm. Ob im Herbst, wenn es für nackte Beine ein bisschen zu kalt ist, aber eine Strumpfhose noch nicht sein muss. Oder im Winter, wenn es richtig knackig kalt ist und Overknee-Strümpfe zusammen mit Thermostrumpfhosen dafür sorgt, dass die Beine nicht frieren.

Anfangs hätte ich die Wollstrümpfe, die gut übers Knie reichen, niemals "einfach so" getragen. Ich fand sie zwar toll, aber so richtig traute ich mich nicht daran. Also kombinierte ich sie mit ganz normalen Stiefeln, die bis knapp unters Knie gehen. Stiefel, die nur bis zur Mitte der Wade gehen, mag ich mit Overknee-Strümpfen nicht so gern. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich mag möglichst kniehohe Stiefel am liebsten dazu. Das sieht dann so aus.






Overknee-Strümpfe gehen sowohl zur Shorts als auch zum Rock. Ich finde, es sollte immer ein Stück Bein zwischen dem Saum der Shorts oder des Rockes zu sehen sein. Vorausgesetzt, dass es das Bein erlaubt. Ich habe mal für mich festgelegt, dass ich das bei meinen Beinen darf :-). Natürlich kann der Saum des Rockes auch länger sein und das Stück Bein verschwinden. Dann sind die Beine immer noch warm. Aber der Witz wäre weg.




Bei der Kombination von Stiefeln, Overknee-Strümpfen und Rock/Kleid/Shorts achte ich darauf, dass die Farben harmonieren. Zu schwarzen Stiefeln also schwarze oder graue Strümpfe, deren Farbe sich auch im restlichen Outfit bitte wiederfinden sollte. Zu grauen Strümpfen gehen übrigens auch wunderbar schwarze, blickdichte Stumpfhosen. Sorgt bei Minusgraden für warme Beine.

Helle Strümpfe zu schwarzen Stiefeln mag ich nicht. Helle Strümpfe trage ich ausschließlich zu braunen Stiefeln und nackten Beinen oder transparenten Strumpfhosen. Und auch da sollte sich die Farbe im Rest des Outfits wiederfinden. Muss natürlich nicht sein, aber für ich selbst bin ich da piefig ;-)





Wenn man sich an die Kombination mit Stiefeln gewöhnt hat, kommt die Meisterklasse der Overknee-Strümpfe, nämlich die Version ohne Stiefel. Für die gilt farbtechnisch genau das Gleich wie für die Stiefel-Version. Schuhfarbe und Outfitfarbe sollten harmonieren. Am schönste finde ich knöchelhohe Schuhe dazu. Ganz Mutige kombinieren aber auch Slipper dazu.

Zu bekommen sind Overknee-Strümpfe überall dort, wo es Strümpfe gibt. Die Farbauswahl ist allerdings meist begrenzt. Meist gibt es sie in beige, grau, schwarz und braun. Wer bunte Strümpfe sucht, muss vermutlich etwas länger suchen.

Liebe Grüße
Fran

Freitag, 22. Januar 2016

Lack und Leder im Schnee



"Wo hast du die denn her? Von Fetisch und Co?", konnte da Män sich das Lachen nicht verkneifen, als er meine neue Hose sah. Dabei brauchte ich doch einen Ersatz für die schwarze Lederhose mit dem Riss am Knie. Denn da pfeift es nun durch und bei minus sechs Grad ist so ein Knie dann von Vereisung bedroht. Die "Neue" hatte ich tatsächlich auf einem Blog gesehen und mich schlagartig verliebt. Als das gute Stück dann auch noch im Sale um die Hälfte reduziert war, konnte ich nicht anders...




Meine nicht ganz so modisch versierten Kollegen fragten übrigens erstaunt, ob ich noch angeln gehen will. Nein,  meine Herren, will ich nicht. Dafür würde ich Gummistiefel anziehen. Sehen Sie Gummistiefel? Also nein.

Außerdem habe ich der Hose den Fetisch-Charakter doch nun wirklich mit den dicken Wollsocken, dem langen Hemd und dem Pullover ausgetrieben. Dachte ich zumindest. Nun denn, der beste Gatte der Welt zog trotzdem mit Hund und Lackleder-Gattin los in den Schnee. Es handelt sich hier übrigens um eine Premiere, denn er hat die Fotos gemacht. Fotografieren kann er gut. Nur den Blogfotografen wollte er bisher nicht so recht geben. Aber die jungen Damen waren anderweitig beschäftigt. Also - Lob bitte an den Herrn Fotografen, wenn`s recht ist :-)




Fine hat sich übrigens durch die Hose nicht weiter irritieren lassen und hat, wie immer wenn Schnee liegt, den jungen wilden Hund gegeben. Die alte Dame kann nämlich noch ganz schön toben, wenn sie Lust hat. Und dann war da auch schon das Ziel des Ausflugs: Der breiteste Baum, den ich kenne. Ja, es handelt sich hier um einen Baum. Auf den fast am Boden liegenden Ästen kann man hervorragend klettern.







Wenn Schnee drauf liegt, sollte man aber vorsichtig sein. Da mein linkes Schienbein noch immer grün und gelb von der Eiskletterei vom letzten Wochenende ist, habe ich mir mal lieber etwas zum Festhalten gesucht.




Tadaaa, geschafft. Ohne Unfall. Fine fand meine Leistung übrigens nicht weiter erwähnenswert und war mit einem Satz ebenfalls auf meinen Aussichtspunkt. Angeber-Hund, sag ich da nur.

Ja, und dann war da noch was.... Da Män hat gesagt, ich soll da mal nicht nur so rumstehen. Springen könnte doch witzig sein. Nein, springen ist NICHT witzig. Zumindest die fotografischen Ergebnisse sind es nicht. Aber er hat gesagt, dass er nur dann die Ausbildung als Blog-Fotograf weiterführt, wenn dieses eine wunderbare Bild auch das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Nun denn, hier ist es:



Liebe Grüße
Fran


Hose: French Connection
Pullover: COS
Hemd: Cubus
Schuhe und Rucksack: H&M

Mittwoch, 20. Januar 2016

Instagram rulez oder Die Geschichte mit Charlotte

„Heute abend kommt Charlotte vorbei. Wir müssen noch unser Referat fertigmachen“, teilt mir Tochter, groß, nach der Schule mit. „Ok, wollt ihr dann noch etwas essen? Charlotte war doch die, die keinen Käse mag, oder?“ frage ich. „Nee, Mama, DAS ist Charlotte“, zeigt mir meine Tochter ein Instagram-Bild. Hm, ok, diese schmale junge Dame im gestylten Teenie-Zimmer samt Designertasche habe ich noch nie gesehen. Also doch Käse.

Abends klingelt es. Und weil die Töchter sich gerade in ihren Zimmern verbuddelt haben, öffne ich die Tür. „Hallo, ich bin Charlotte“, begrüßt mich das junge Mädchen, das so gar nichts mit dem Insta-Bild zu tun hat. Ich gucke wohl etwas komisch. „Ich möchte zu Lea“, sagt Charlotte und ich besinne mich endlich auf meine Kinderstube und bitte sie lachend herein. „Sorry, ich habe jemand anderen erwartet“, entschuldige ich mich und zeige ihr den Weg nach oben.

Epic fail, würden meine Töchter jetzt sagen. Und ich frage mich, warum dieses hübsche junge Mädchen alle Raffinessen von Photoshop und alle verfügbaren Insta-Filter bemüht hat, um ihre ohnehin schlanke Figur fünf Kilo leichter zu machen und das in Natura wirklich hübsche Gesicht weichgezeichnet bis zum geht-nicht-mehr. „Weil man das eben so mahaaaacht, Mama. Das verstehst du nicht“, ist die Antwort meiner Tochter, als ich sie danach frage.

Ok, man machte das also so. Im Prinzip hat sie ja Recht. Das machen nicht nur Teenies so, das machen fast alle auf Instagram so. Als ich die App kennenlernte, war sie für viele noch das, als was sie einmal gedacht war: Eine App, um Schnappschüsse, die man mit dem Handy machte, zu teilen. Richtige Schnappschüsse aus dem richtigen Leben. Inzwischen ist Instagram ein Business. Wer viele Follower und Likes zu bieten hat, verdient gutes Geld mit seinen Bildern. Und weil dafür Schnappschüsse schon lange nicht mehr reichen, sind diese Bilder inszeniert bis ins letzte Detail und anschließend bearbeitet

Kurzer Check gefällig? Dann gucken wir mal:

Bild 1: Ein schmaler weißer Schreibtisch, samt Druck mit einem Sinnspruch an der Wand. Der Druck natürlich schwarz-weiß. Auf dem Schreibtisch eine selbstverständlich unversehrte Duftkerze, eine weiße Vase mit blassrosa Tulpen und das unvermeidliche Macbook. Daran wird laut Bildunterschrift jetzt an der Bachelorarbeit gearbeitet.
Ok, ich habe für meine Diplomarbeit tonnenweise unfotogener Bücher gebraucht, die rings um den Schreibtisch verteilt waren. Macbooks waren damals noch nicht erfunden, Tulpen konnte ich mir als Studentin ohnehin genausowenig leisten wie Duftkerzen für einen Fünfziger. Und mein Schreibtisch war groß und chaotisch.

Bild 2: Ein Frühstück, für das ich töten würde. Mit Porridge, Pancakes, farblich passendem, makellosem Obst und natürlich ohne Kohlehydrate. Auf weißem Porzellan, auf weißem Tisch. Sonnenaufgang mit weißem Schnee im Hintergrund. Zum Obst farblich abgestimmte Tulpen in weißer Vase.
Ich esse derweil meinen Apfel und löffle meinen unfotogenen Joghurt. Zum Dekorieren fehlt mir die Zeit, ich muss noch einen Text fertigschreiben.

Bild 3: Weißer, schmaler Schreibtisch mit Druck (siehe oben). Statt blassrosa Tulpen diesmal eine blassrosa Clutch. Schuhe in schwarz-weiß. Eine Duftkerze. Ein Kaktus in weißem Blumentopf. Eine gigantische Armspange mit Designer-Logo. Die „Day-Essentials“ des Posters, so sagt die Bildunterschrift.
Was zur Hölle machen die Schuhe auf dem Schreibtisch? Und wieso kauft man sich Duftkerzen und zündet sie dann nicht an? Warum braucht man einen Kaktus als Day-Essential?

Solche Bilder und Gedanken kennt wohl jeder, der Instagram nutzt. Ich bin alt und ein bisschen weise. Ich weiß, dass das nicht die Realität ist, sondern das, was manche Menschen anderen Menschen als Realität verkaufen möchten. Instagram ist für mich allenfalls ein Pausenfüller. Und die künstliche Welt, die viele dort zeigen, langweilt mich.

Für jüngere Menschen ist Instagram mehr. Erfuhr man früher über Facebook, was andere so machen, erfährt man es jetzt über Instagram, denn Facebook wurde längst von den Eltern erobert und ist damit „raus“. Und viele nehmen das, was ihnen per Instagram präsentiert wird, als Teil der Realität. Natürlich wissen fast alle, dass die Bilder inszeniert sind. Aber wer Tag für Tag mit Hunderten solcher Bilder konfrontiert ist, bei dem brennen sie sich irgendwann ein. Der fragt nicht mehr bei jedem einzelnen Bild, was daran Wahrheit ist und was Fake. Der ist irgendwann so weit, dass er wirklich glaubt, dass doch nun wirklich alle eine Designertasche haben und er selbst sie auch braucht, um überhaupt noch dazuzugehören. Die Tasche steht dabei stellvertretend für Vieles: Das perfekte Zuhause, die perfekte Figur, die perfekten Kinder, die perfekte Garderobe, der perfekte Urlaub.

Was las ich kürzlich von einer Bloggerin in den Zwanzigern: „ Klar mag es sein, dass sich ein paar pubertäre Mädels von den vielen Sixpacks, Celine Trapez Bags und Kale Salads vielleicht unter Druck setzen lassen, aber das ist in Zeiten des Internets leider einfach unvermeidbar.“

Nun denn, so kann man das auch sehen. Das sind dann wohl „Kollateralschäden“. Hauptsache, man selbst hat genug an den Bildern verdient. Und das sehen viele so. Scheiß auf die Menschen, die drauf reinfallen. Ist ja im Prinzip auch Sinn der Sache. Da wird dann der Ruf nach den Eltern dieser Mädchen laut. Die sollen doch ihren Blagen gefälligst mal sagen, dass das alles nur Fake ist. Dumm nur, dass das oft nicht reicht. Siehe oben. Oder dass Pubertärer nun mal ihre eigene Sicht auf die Welt haben und die der Eltern garantiert NICHT relevant ist.

Und jetzt mal ganz ehrlich: Wer hat denn bitte noch nie das Frühstück noch ein bisschen netter zurechtgeschoben, die Blumenvase noch mal schnell aus der anderen Ecke geholt und dazu gestellt, weil die Blümchen doch farblich so nett passen und dann noch mit Akribie die richtige Perspektive für das Foto gesucht? Ja, ich habe mich dabei auch schon erwischt.

„Aber das ist doch kein Verbrechen!“ wird jetzt der eine oder andere sagen. Nö, ist es nicht. Aber es ist auch ein erster Schritt in Richtung Inszenierung. Ich frage mich, wie viele Instagramer Blumen nur deshalb kaufen, weil das Foto mit den Tulpen, die aus der XY-Tasche rausgucken, so hübsch ist und später der neue Lippenstift mit passender Rosenblüte und noch später das Frühstück mit Blume viel netter aussehen als ohne. Und nicht etwa, weil Blumen einfach schön sind.

 Ich möchte demjenigen, der meine Bilder auf Instagram ansieht - es sind ohnehin nur eine Handvoll Menschen - nichts vormachen, was ich nicht bin, nur um sie mit Dingen zu beeindrucken, die ich eigentlich gar nicht habe, aber vielleicht gern hätte? Wozu? Wer mich mag, tut das hoffentlich auch ohne das dekorative Frühstück, mit Joghurt und Apfel. Und ich möchte, dass meine Töchter das auch so handhaben. Ob das klappt, weiß ich nicht. Denn diese „Mehr Schein als Sein“-Mentalität ist in ihrer Generation inzwischen tief verwurzelt. Ja, auch dank Instagram.

„Ich habe Charlotte übrigens mal gesagt, dass sie diese angehübschten Bilder auf Insta echt nicht nicht nötig hat“, sagte meine Tochter vor einigen Tagen zu mir. Sie selbst hat zwar einen Instagram-Account, nutzt ihn aber nicht. Glaube ich. Teenies tun einen Teufel und binden sowas ihren Eltern auf die Nase.

Vielleicht kommt die Botschaft ja bei Charlotte an. Und vielleicht kommt sie auch irgendwann bei der oben zitierten Bloggerin an. Ich würde es ihr wünschen. Und ich würde mir wünschen, dass der Trend vielleicht irgendwann dahin geht, dass wieder mehr Realität Einzug hält. Denn ganz ehrlich: Sind wir nicht auch ohne Filter und Photoshop, ohne die Celine und ohne den Traumstrand im Hintergrund besondere Menschen?

Montag, 18. Januar 2016

Schneeleopard bei der Arbeit




"Gute Leoparden kommen in den Himmel. Schlechte Leoparden kommen in die Leggins", meinte Tochter, groß, vor ein paar Monaten beim Anblick einer Leopardenleggins, die vor uns durch das Alsterhaus stolzierte. Und dann begegnete mir dieses Kleid mit Leo-Print und ich fand es soooo schön. Also zog ich mein dickes Fell an und erwartete üble Kritik, als ich es den Damen präsentierte. Doch oh Wunder - sie fanden es cool. Zumindest in Kombination mit dem Pullover. Der stammt übrigens aus der Herrenabteilung und ist aus wunderbar weichem Kaschmir. Passt also quasi vom Stil hervorragend zum Leo-Minikleid ;-).

Passend fand ich das Outfit auch zu meiner Lieblingsbeschäftigung: Schneefegen. Immerhin gibt es hier nur so wenig Schnee, dass man lediglich fegen muss. Schippen ist nicht nötig. Aber lästig bleibt es. Zumal die soziale Kontrolle hier noch hervorragend funktioniert. Wer nicht fegt, kriegt schonmal einen Kommentar von den Nachbarn. Also flugs auf den Besen gesetzt und die Auffahrt gefegt!




Die Schuhe habe sich übrigens als hervorragende Schnee-Treter erweisen. Auch wenn sie wirklich nicht auf ungeteilte Begeisterung stoßen. Egal, ich mag sie immer noch. Und trage sie ungerührt auch zum Kleid.
Was im Übrigen einen meiner absolut mode-unkundigen Kollegen auf den Plan rief. Der fragte angesichts der Bauart der Schuhe mit unschuldigem Gesichtsausdruck, ob ich jetzt orthopädische Probleme habe. Schuft, der. Ich habe ihn mit vernichtendem Blick darauf hingewiesen, dass seine nagelneuen Winterboots quietschen. Genau genommen quietscht nur der rechte Schuh. Aber das bringt meinen lieben Kollegen mindestens einmal täglich auf die Palme, wenn er zum Kopierer geht. Nun denn, das Ziel wer erreicht: Er guckte zerknirscht und sagte nix Böses mehr über meine Schuhe :-)






Und wenn der Fotograf zu laut meckert, lernt er den Besen kennen :-) Ich kann nämlich auch anders. Nun gut, das glaubt eh keiner. Ich bin und bleibe harmlos und wenn die Damen mit den Wimpern klimpern, dann haben sie mich. Legt sich das irgendwann?




Liebe Grüße
Fran


Kleid: Mango
Pullover: COS
Schuhe: Pepe Jeans

Sonntag, 17. Januar 2016

Und sonst so? KW 2



Der Schnee ist zurück, und mit ihm meine Erkältung. Vor allem auf Letzteres hätte ich prima verzichten können, aber danach fragt ja niemand ;-). Dafür ist der Schnee diesmal sehr spärlich ausgefallen. Mir soll es recht sein. Schneeschippen mit Husten und triefender Nase hätte jetzt nicht auch noch sein müssen. Ein bisschen Schnee und Eis fürs Auge reicht mir aus und immerhin habe ich die Aussicht auf ein paar sonnige Tage in Barcelona demnächst - vorher wäre es allerdings schön, wenn die Erkältung sich auf dem schnellsten Wege wieder verzieht.




Die Arbeitswoche begann diesmal mit einer echten Überraschung. Meine Chefs hatten sich eine neue Büroverteilung ausgesucht, so dass am Montag der eine oder andere Kollege etwas orientierungslos durch die Gänge irrte und seinen neuen Platz suchte, ich inklusive. Na gut, so viele Büros sind es auch nicht, dass man stundenlang suchen müsste. Aber lustig war es allemal und ich habe die Gelegenheit genutzt, Schreibtisch und Co auszumisten und aufzuräumen. Vermutlich habe ich jetzt das ordentlichste Büro diesseits des Mississippi.





Entdeckt habe ich in der vergangenen eine wunderschöne Bibliothek. In Bardowick, das ist in der Nähe von Lüneburg, wurde ein 1350 erbautes ehemaliges Leprahaus saniert und ist jetzt das Zuhause für viele Bücher. Ich wäre am liebsten gleich mit eingezogen. Drinnen wuselten mindestens drei Gruppen Kindergartenkinder herum und suchten sich neue Bilderbücher aus. Ich schätze mal, wenn die mit einer derartig schönen Bibliothek groß werden, haben wir noch eine Chance, dass künftige Generationen nicht ausschließlich auf dem Handy klicken, sondern auch ein Buch in die Hand nehmen.




Noch mehr Literatur? Beeindruckt hat mich eine Lesung, auf die ich eigentlich im Vorfeld überhaupt keine Lust hatte. Tine Wittler, die dem durchschnittliche Fernsehzuschauer als vasenschubsende Deko-Queen bekannt ist, las aus ihrem letzten Buch und mir war nicht mal bekannt, dass Frau Wittler überhaupt jemals ein Buch geschrieben hatte. Ich war also quasi vorbereitet auf Einrichtungstipps und Do-it-yourselfs. Und dann kam es ganz anders. Stattdessen gab es nämlich eine wirklich sehr interessante Lesung zum Thema "Schönheitsideale". Die Frau hat weit mehr als Einrichten im Kopf, sie kann schreiben und noch viel besser erzählen. Und das herrschende Schönheitsideal in Mauretanien ist zwar das Gegenteil von dem in Europa, aber nicht minder absurd.

Gemäß meinen Zielen für das neue Jahr habe ich ganz viel gelesen. Und die Konsequenz war fürchterliches Fernweh. Mein Lesestoff ist nämlich das Buch, das meine Freundin gerade über englische Herrenhäuser und Gärten schreibt und das im April erscheinen soll. Jetzt habe ich hier eine Liste mit mehren Dutzend Gärten, die ich mir dringend angucken muss. Obwohl ich eigentlich gar nicht der Gartenliebhaber bin. Danke, Sabine *wink nach Broadstairs* :-)

So, jetzt drückt mir mal die Daumen, dass diese doofe Erkältung sich ganz schnell wieder verzieht. Und nutzt den Schnee für einen hübschen Ausflug. Oder dafür, ihn aus dem gut geheizten Wohnzimmer anzugucken. So werde ich das heute wohl halten. Morgen früh gibt es dann hier einen Schneeleoparden. Einen gut erzogenen. Der fegt sogar Schnee :-)

Liebe Grüße
Fran


Freitag, 15. Januar 2016

Shorts im Winter




Nun ist er also da, der norddeutsche Winter. Im Klartext bedeutet das: Der Schnee ist nach einigen wenigen Tagen schon wieder weg. Es wird nicht richtig hell, sondern bleibt den ganzen Tag neblig. Anstatt hübscher weißer Flocken gibt es Nieselregen und Matsch. Als Ausgleich ist es windig und die Temperaturen liegen irgendwo zwischen zwei und vier Grad. Klingt nicht prickelnd. Ist es auch nicht.

Da wird es schon mal zur Härteprobe, die Fotografinnen zur Arbeit zu überreden. "Verkaufst Du wieder Deine Seele, um Fotos zu kriegen?", fragte grinsend der Göttergatte angesichts meiner Überredungsversuche. Na gut, meine Seele habe ich nicht verkauft. Aber Gegenleistungen muss man schon bringen. Immerhin gibt es da einige Möglichkeiten: Fahrdienste und Lieblingsessen werden gern genommen. Darüber hinaus blüht hier zur Zeit ein reger Handel mit Hunderunden und Diensten am Staubsauger.




Als Ausgleich dürfen die Damen dann auch gleich den Outfit-Kritiker geben. "Die Schuhe sind etwas merkwürdig. Sie sehen aus, als hättest Du Dir Fell-Lappen um die Füße gebunden. Irgendwie nach Mittelalter oder nach Fußbekleidung der Wildlinge aus Game of Thrones", so das vernichtende Urteil von Tochter, klein zu meinen neuen Schuhen. Ich mag sie. Einen Preis für Eleganz gewinnen sie ganz sicher nicht. Aber als Abwechslung zu den allgegenwärtigen Ugg-Boots finde ich sie klasse. Abgesehen davon sind sie warm und bequem. Selbst einen sechsstündigen Stadtbummel kann man darin prima überleben.




Die Schuhe waren nicht der einzige Kritikpunkt. Die Strumpfhose verwandelt meine Beine laut Tochter in dorische Säulen, Shorts im Winter sind blöd und der Lappen um den Hals sowieso. Mag ja alles sein, aber mir war genau nach diesem Outfit an diesem Tag :-). Und dann darf ich das.




Ansonsten freue ich mich, dass es inzwischen tatsächlich spürbar länger hell ist. OK, noch sind die Tage kurz und das Wetter mies. Aber es geht aufwärts. Schön wäre es natürlich, wenn man sogar mal die Sonne sehen würde. Aber DAS ist wohl doch zuviel verlangt. Ich melde das schonmal als Wunsch an das Universum für Februar an :-)




Hoffen wir also, dass sowohl die Temperaturen als auch die Laune demnächst steigen. Also bei mir wird das genau so sein, denn Barcelona ist in Sichtweite :-)

Liebe Grüße
Fran


Pulli & Tuch: H&M
Shorts: Zara
Schuhe: Pepe Jeans