Montag, 30. Mai 2016

Auf Großwildjagd, diesmal ganz in Grün


Kürzlich las ich irgendwo in irgendeinem Kommentar auf irgendeinem Blog, dass ein richtiger Modeblogger seine Fotos gefälligst in der Stadt zu machen hat. Mit Natur im Hintergrund ginge als Ausnahme mal durch, aber ansonsten gehöre Mode in die Stadt. Äh ja. Blöd gelaufen für mich. Die nächste Kleinstadt ist zwar mit dem Auto in zehn Minuten zu erreichen, aber wenn ich ehrlich sein soll - Stadt geht anders. Und für jedes Outfit nach Hamburg eiern? Nur um ein "richtiger" Blogger zu sein? Och nö. Ihr müsst mit Natur Vorlieb nehmen. Diesmal im Vorder- UND im Hintergrund. Alle mit Grün-Phobie also bitte wegsehen: Mein erster Blog-Auftritt als Großwildjäger! Den habe ich in der vergangenenWoche tatsächlich gespielt. Allerdings nicht im Wald, sondern im Keller.




Daran, dass niedliche kleine Mäuse da unten Nahrung und Schutz suchen, habe ich mich nach einigen Jahren Landleben gewöhnt. An die riesigen Spinnen, die vorzugsweise im Herbst einziehen, werde ich mich wohl nie gewöhnen. Vor ein paar Tagen allerdings, da roch es im Keller irgendwie komisch. Und als echter Kenner der Materie war mir klar: Diesmal ist es keine niedliche Maus. Es ist etwa Größeres. Ein Raubtier. Zumindest riecht es im Zoo nahe des Tigerkäfigs ähnlich. Nachdem meine Nachbarin den Marder erwähnte, der seit Tagen durch unsere Gärten schleicht, war dem Zoologen in mir klar: Der Marder ist in meinen Keller gezogen.




Für mich natürlich kein Problem. Wer Mäuse fangen kann - und darin bin ich wirklich gut - der fängt auch Marder. Mucksmäuschenstill stellte ich mich also in der Pose eines passionierten Großwildjägers in den Keller und harrte stumm der Dinge, die da kommen sollten. Und in der Tat: Es raschelte es hinter den gelben Säcken. Es raschelte verdächtig laut. In diesem Moment fiel mir ein, dass ich Waffe respektive Falle vergessen hatte. Ich hechtete durch den Restkeller, auf der Suche nach irgendetwas, um die Bestie einzufangen. Und hier erwies sich meine Leidenschaft für Schuhe als Glücksfall. Ich fand - einen leeren Schuhkarton. Bewährt bei Mäusen. Der reicht sicher auch für einen Marder! Noch schnell die Handschuhe übergestreift - die Viecher sollen bissig sein. Wieder in Pose gestellt. Wieder raschelte es. Blitzschnell sprang ich samt Karton zu den gelben Säcken, warf das Ding auf das Tier und - das Glück war mir hold - das Tier war unter dem Karton gefangen! Allerdings war es kein Marder. Mit kleinen, niedlichen Knopfaugen guckte mich eine völlig verschreckte Spitzmaus an, als ich meine Beute begutachtete.

Der merkwürdige Geruch ist inzwischen aus dem Keller verschwunden. Der Marder muss also ausgezogen sein. Der war bestimmt Zeuge der Aktion und hat Angst bekommen ;-)




Keine Angst, aber zumindest Respekt hat auch das Tochterkind. Die trieb mich für die Fotos nicht nur in den bösen Wald, sondern zettelte auch noch einen Wettkampf in der Disziplin "Wer kriegt das Bein höher" mitten auf dem Weg an. Pah, das lass ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Gewonnen habe ich nicht - wer gewinnt schon gegen 16-jährige Tänzer? Aber ich finde, ich habe mich ganz gut geschlagen. Beweisfoto? Na gut. Denkt Euch meinen Gesichtsausdruck einfach weg ;-)



Liebe Grüße
Fran

Hose: H&M Studio Collection Spring 2016
Hemd: Zara, Herrenabteilung
Jacke: R95th
Schuhe: H&M
Tasche: Steffen Schraut



Sonntag, 29. Mai 2016

Und sonst so? KW 21

Auweia, war das eine Woche. Eigentlich habe ich kein Problem mit beruflichem Stress, aber wenn von acht Kollegen eben mal vier nicht da sind, dann wird es doch etwas heftig. Teilweise hatte ich das Gefühl, rund um die Uhr nur noch mit meinem Job beschäftigt zu sein. Selbst meine abendliche Lese- und Kommentar-Runde auf meiner Blogliste musste ausfallen. Geht gar nicht! Und auf Dauer sind fünf Stunden Schlaf auch nicht genug *gääääähn* 

Was allerdings am schlimmsten ist: Meine Lieblings-Kollegin, die ein Sky-Abo hat und mir am Montag jeweils brühwarm erzählt, was in der neuen Game-of-Thrones-Folge passiert ist, hat Urlaub! DREI WOCHEN! Das heißt, ich habe drei Wochen lang keine Ahnung, was Melisandre und Cersei aushecken! Und Ramsay Bolton erst, der Superschurke! Ganz zu schweigen von dem, der eigentlich tot ist. Ich darf nämlich nicht spoilern, habe ich gelernt. Habe ich hiermit dann auch nicht getan :-) 

Neben dem Job stand dann noch die Sache mit dem Auto auf der Tagesordnung. Mein altes Auto sah, wie ihr Euch vielleicht erinnert, so aus:



So richtig fahrtüchtig war es ja nun nicht mehr. Also musste ein Neues her. Gar nicht so einfach. Mir reicht es ja schon, wenn das Ding fährt. Es muss nicht hübsch sein, es muss nicht schnell sein und sportlich schon gar nicht. Mir würde ein lahmer Kleinwagen reichen. Den Kindern aber nicht. Die wollen doch tatsächlich Platz für ihre langen Beine.... von mir haben sie die nicht! Nach vielen Diskussionen und Probefahrten ist es nun morgen so weit: Ich hole mein neues Gefährt ab. Hübsch ist es nicht. Besonders schnell auch nicht. Aber lange Beine passen rein :-)

Gestern gab es dann zur Belohnung nach der harten Woche einen Bummel durch Hamburg, den ersten seit Februar. Natürlich habe ich vergessen, Fotos zu machen. Und in der Disziplin Power-Bummeln habe ich mein altes Niveau leider noch nicht wieder erreicht. Nach gut fünf Stunden, und das ist mit zwei Teenies im Schlepptau wirklich nicht viel Zeit, haben der Fuß und ich völlig erledigt aufgegeben. Aber das Geld war sowieso alle ;-)

So, meine Lieben, ich muss jetzt leider gleich wieder arbeiten. Habt ihr ein schönes Rest-Wochenende und genießt das Wetter. Zumindest wir in Norddeutschland haben Glück, scheint mir. Und ihr Süddeutschen, schaufelt Eure Hagelberge mal weg ;-)

Liebe Grüße
Fran

Freitag, 27. Mai 2016

Ich bin eine wandelnde Wettervorhersage


Wenn morgens irgendwann rund um fünf *ja, ich will Mitleid* mein Wecker dröhnt, dann weiß ich ohne einen Blick aus dem Fenster neuerdings schon, ob draußen gleich die Sonne rauskommt oder ob wieder mal norddeutscher Nieselregen angesagt ist. Ich bin nämlich ein wandelnde Wettervorhersage! Genauer gesagt: Mein rechter Fuß übernimmt diesen Job. Ist es nass, kommt er so überhaupt nicht in die Gänge. Scheint dagegen die Sonne, gestaltet sich der Weg zur Kaffeemaschine die Treppe runter schon deutlich angenehmer.





Ich bin gerade nicht ganz sicher, ob mir das auf Dauer so gefällt. Im Prinzip ist es ja ganz witzig, den Rest der Familie schon morgens um kurz nach fünf mit einem fröhlichen Ruf "Es regnet. Nehmt lieber den Bus anstatt des Rades" zu wecken. Man hasst mich schon des Weckrufes wegen, da macht der Regen als Zugabe die Sache im Prinzip auch nicht schlimmer. Aber irgendwie kommt man sich, wenn man bei Regen erstmal eine Stunde herumhumpelt, ganz schön alt vor. Das erinnert irgendwie an Tante Käthe, die Wetterumschwünge immer in der Schulter spürte und vor Gewitter warnte, während man sich noch bei 30 Grad und wolkenlosem Himmel auf der Terrasse aalte. Andererseits kann ich diese neu erworbene Fähigkeit ja vielleicht irgendwie zu Geld machen? Wer Vorschläge hat, immer her damit! 





Wenn dieser doofe Fuß mich schon denken lässt, ich sei mindestens 20 Jahre älter als in meine Paß steht, dann schöpfe ich wenigstens im Kleiderschrank aus dem Vollen. Lederhosen sind ja inzwischen auch Frauen über 40 ein voll akzeptiertes Kleidungsstück. Bei Lackleder bin ich mir nicht ganz sicher ;-) Aber ich liebe diese Hose nun mal, auch wenn der eine oder andere sie für gewöhnungsbedürftig hält. Entsprechend kombiniert könnte sie vermutlich auch durchaus eine sehr schrägen Touch bekommen *Fetisch, ick hör dir trapsen*, aber mit schwarzem Rollkragen, Turnschuhen und Jeansjacken kommt hoffentlich niemand auf blöde Ideen. Und passend zum Wetter in diese Woche ist das Ganze allemal. Die Hose ist garantiert wind- und wasserdicht ;-)





A propos blöde Ideen: Die Location für die Fotos beäuge ich ja schon lange. Diese uralten und völlig verwarzten Fertiggaragen waren allerdings bislang immer von einem hohen Zaun umgeben. Ich gebe zu, ich habe in den letzten Monaten durchaus darüber nachgedacht, diesen Zaun kletternd zu überwinden. Und als ich letzte Woche wieder mal dran vorbeifuhr, war der Zaun plötzlich weg! Also bin ich ganz fix in die Bremsen gesprungen, habe das Töchterlein, das ich auf dem Rückweg vom Termin abgeholt hatte, ganz lieb angelächelt und sie konnte gar nicht anders als zu nicken. Vermutlich war sie froh, dass sie nicht klettern musste :-)

Liebe Grüße
Fran

Pullover: COS
Hose: French Connection
Jeansjacke: H&M
Schuhe: Adidas

Mittwoch, 25. Mai 2016

Lies das! Aber halt die Klappe!


Blogger sind ein kommunikationsfreudiges Völkchen. Das dachte ich zumindest bis vor kurzem. Vor allem die auf den Blogs der Generation 40 plus, die ich in meiner Leseliste habe, wird fleißig kommentiert und geantwortet. Ich selbst freue mich ebenfalls über jeden Kommentar unter meine Posts. Und nein, es muss nicht immer „Das sieht toll aus“ sein. Klar liest man gern, dass die Outfits, die man postet, nicht nur einem selbst gefallen. Ich kann aber auch prima mit Kritik oder Verbesserungsvorschlägen leben. Etwa wenn sie von Beate aus dem Bahnwärterhäuschen kommen, die so etwas wie meine (und ich glaube nicht nur meine) Mode-Ikone ist und wirklich weiß, was sie schreibt. Durch Kommentare, die ich bekomme oder auf anderen Blogs hinterlasse, sind schon viele nette Kontakte entstanden. Manchmal trifft man sich sogar im „richtigen Leben“. Gunda etwa, Modebloggerin aus dem schönen Lüneburg, habe ich so kennengelernt. Ihren Blog habe ich lange verfolgt, bevor ich selbst zu bloggen begann.

Aus den Kommentaren entstehen häufig kleine Diskussionen, die ich sehr schätze, weil auch ich manchmal durchaus einen beschränkten Blickwinkel auf die Welt habe. Ob es um die Nutzung von Instagram geht oder die Planung eines Urlaubes - ich finde es durchaus erfreulich, meine eigene Sicht auf die Dinge zu hinterfragen oder zu diskutieren. Auch mit Anna von Weibswort lässt sich intelligent und mit viel Humor diskutieren.

Deshalb war ich kürzlich, äh ja, nenne wir es befremdet, als ich auf einem Blog, der schon lange auf meiner Leseliste steht, in einem Kommentar las, dass die Bloggerin auf den Austausch mit ihren Lesern keinen Wert legt. Ihr Ziel sei es zu inspirieren. Nicht zu kommunizieren, denn dazu fehle ihr die Zeit. Hm. Im ersten Moment fand ich das merkwürdig, denn für mich waren Blogger, siehe oben, eben ein kommunikationsfreudiges Völkchen.

Aber das ist eben nur ein Teil der Welt. Meiner Welt. Auf vielen Blogs wird zwar fleißig kommentiert, aber der Blogger selbst meldet sich in der Kommentarecke nur selten zu Wort. Das Argument der fehlenden Zeit kann ich dabei durchaus nachvollziehen. Mit Job und Familie ist die Zeit vieler Blogger vor allem derjenigen, die aus dem Studentenalter längst herausgewachsen sind, ein knappes Gut. Zur Beschäftigung mit dem eigenen und anderen Blogs kommt man gerade mal am Abend. Und dann hat man nicht immer Lust dazu. Ist also im Prinzip absolut ok, sich da zurückzunehmen.

Ein wenig schwieriger wird das vielleicht bei Blogs, die eine kommerzielle Richtung einschlagen. Da finde ich es mutig, aber eben auch ein bisschen befremdlich, wenn der Blogger unverblümt äußert, dass die Kommunikation mit seinen Lesern ihn nicht interessiert. Vor allem dann, wenn zum Blog-Jubiläum oder anderen Gelegenheiten dann den Lesern wortreich gedankt wird und ausführlich darüber geschrieben wird, wie sehr man die Bindung der Leser an den Blog schätzt. Bei mir kommt in einem solchen Fall leider nur folgende Botschaft an: Du darfst gern für hohe Klickzahlen sorgen, denn durch die lässt sich ein Blog eben besser vermarkten und zu Geld machen. Aber bitte erwarte nicht, dass ich auf Kommentare antworte. Dafür habe ich keine Zeit. Freu dich einfach, dass du hier kostenlos tolle Inhalte und Werbung bekommst. Aber freu dich still.

Bei näherem Hinsehen taucht dieses Phänomen bei jüngeren Bloggern durchaus häufig auf. Und zwar um so häufiger, je erfolgreicher der Blog ist. Es gibt deutsche Modeblogs, die hervorragend am Markt positioniert sind, aber auf denen die Anzahl der Kommentare pro Monat unter zehn bleibt. Dem Erfolg der Blogs tut das allerdings keinen Abbruch.

In einschlägigen Blogposts zum Thema „Wie mache ich meinen Blog bekannt“ dagegen liest man eigentlich immer, dass das Kommentieren und das Beantworten von Kommentaren für eine gute Leserbindung sorgt. Ja was denn nun? Vermutlich gilt das nur, bis man eine ausreichend breite Basis von Lesern hat. Dann sind diese zeitaufwendigen Maßnahmen eben nicht mehr nötig.

Nun gut, was lerne ich daraus für meinen Blog? Ich kommentiere weiter. Und beantworte Kommentare. Weil es mir Spaß macht. Weil ich tatsächlich Spaß an der Kommunikation habe. Selbst wenn Kritik kommt. Solange die freundlich formuliert ist, lese ich sie gern und wäge ab, ob ich sie nachvollziehen kann. Eine Einbahnstraße - ich schreibe, andere lesen - habe ich in meinem Job. Ich liebe meinen Job. Aber ich liebe es noch mehr, mich mit Menschen und Meinungen zu beschäftigen und aus der Einbahnstraße eine Kreuzung mit Abzweigungen in alle Richtungen zu machen. Die Zeit dafür muss ich mir nehmen. Das gelingt nicht immer, aber immer öfter :-)

Damit ihr heute nicht nur etwas zu lesen, sondern auch etwas zu gucken habt, gibt es außerdem noch ein bisschen Bling-Bling obendrauf. Den Blazer habe ich im vergangenen Sommer aus dem Schrank meiner Schwester entführt. Da sie bisher kein Lösegeld gezahlt hat, muss er jetzt hier leben:-) Für einen beruflichen Termin heute nachmittag schien er mir aber die richtige Wahl. Ich werde mich zwischen die Fronten von Windkraftgegnern und Windkraftbefürwortern begeben und falls die Diskussion zu laut wird, werde ich meine Schulterklappen straffen und den Offizierston auspacken :-) Untenrum bleibt es dafür mit der Hochwasser-Jeans und den Turnschuhen lässig. Wir wollen es mit der Autorität ja nicht gleich übertreiben ;-)








Liebe Grüße
Fran

Montag, 23. Mai 2016

Ü50er sind unsichtbar? Hier ist der Beweis ;-)


Als ich diese Treppe rauf zur Lärmschutzwand, hinter der eine Bahnlinie verläuft, aus dem Auto erspähte, war klar: Da können wir doch gerade eben ganz schnell noch ein paar Fotos machen? Das Tochterkind, das gerade zwölf Stunden in der Sporthalle verbracht hatte, war zwar nur mäßig begeistert, aber hat sich dann doch zur Kooperation bereit erklärt. Vermutlich fürchtete sie im Weigerungsfall um die Nahrungsbereitstellung in den nächsten Tagen ;-)




Dass der Hintergrund farblich so gut mit meinem Outfit harmoniert, war mir auf den ersten Blick gar nicht klar. Das habe ich tatsächlich erst viel später am Abend gesehen, als ich die Fotos von der Kamera holte. So richtig unsichtbar finde ich mich allerdings trotz der Tarnfarben nicht. Und ich hatte auch den ganzen Nachmittag nicht das Gefühl, unsichtbar zu sein. Es gab zwar einige missbilligende Blicke von älteren Damen beim Anblick der schulterfreien Tops und der Turnschuhe - hey, ist jemandem aufgefallen, dass ich erstmals KEINE knöchelhohen Schuhe trage und mich trotzdem fortbewegen konnte - aber im Großen und Ganzen war das Outfit scheinbar nicht völlig unpassend für den ersten Tag hier im Norden, den man mit Fug und Recht als fast-schon-Sommer bezeichnen konnte.




Das Jammern darüber, dass Blogger über 50 vor allem im Bereich Mode viel zu unsichtbar sind, kann ich sowieso nicht wirklich nachvollziehen. Ich denke, man ist immer genauso unsichtbar wie man sich selbst macht. Klar können bei den Modebloggern jenseits der 50 vermutlich nur sehr wenige, wenn überhaupt, von ihrem Blog leben. Der große "Fame" ist eher was für die Mädels zwischen 20 und 30. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass die meisten Frauen jenseits der 40 sowieso beruflich fest im Sattel sitzen und nicht unbedingt anstreben, ihre Blog hauptberuflich zu betreiben. Wie auch immer - unsichtbar finde ich mich selbst vor einer Lärmschutzwand nicht.

Über das Kleid bin ich im vergangenen Sommer bei Zara gestolpert und es entwickelte sich ganz schnell zu einem Lieblingskleid. Im Frühling mit einem Top drunter, im Hochsommer dann ohne ist es ziemlich vielseitig und verträgt sich sowohl mit Bomber- als auch mit Lederjacke recht gut. Normalerweise trage ich Sandalen dazu, aber so sehr übertreiben wollte ich die Sache mit dem Fuß nun doch noch nicht ;-)




Äh ja und wer die Tasche vermisst: Die lag im Auto. Diesmal habe ich sie nicht vergessen, sondern sie mit Absicht dort liegen lassen. Ein cognacfarbener riesiger Shopper, tonnenschwer mit Equipment für Job und alle Fälle, inclusive Salatschleuder wollte ich Euch nicht zumuten. Stellt euch einfach eine Tasche Eurer Wahl dazu vor. Die ist halt tatsächlich unsichtbar *grins*

Liebe Grüße
Fran

P.S. Das Schild, das vor Lebensgefahr warnt, gilt für alle, die meinen, sie müssten diese Tür öffnen. Hinter der verbirgt sich nämlich eine viel befahrene Bahnstrecke. Habe ich natürlich nicht gemacht. SO wahnsinnig bin ich nun auch nicht ;-)

Kleid & Jacke: Zara
Top: Asos
Schuhe: H&M

Sonntag, 22. Mai 2016

Und sonst so? KW 19 und 20

Bis zum vergangenen Wochenende war ich total stolz auf mich, weil ich es Sonntag für Sonntag geschafft hatte, jeweils am Sonntag einen Wochenrückblick zu schreiben. Tja, am letzten Sonntag riss die Serie dann ab. Der Frühling fordert seinen Tribut: Im Garten nutzt der Ackerschachtelhalm die Gelegenheit, die Weltherrschaft zu übernehmen. Im Haus bringt die Sonne die ungenutzten Fenster so richtig zur Geltung. Und die Freiluftsaison bringt tonnenweise berufliche Wochenendtermine vom Mühlentag bis zum Schützenfest *ja, lacht nur. Das ist die Höchststrafe* mit sich.

Zusätzlich ist die Wettkampfsaison für den Nachwuchs im vollen Gange und an diesem Wochenende fielen zwar keine Fahrdienste durch die halbe Republik an, dafür aber ein Wettkampf zuhause. Wer Kinder hat, kennt das Prozedere: Die Nahrungsmittelherstellung zum Zwecke des Verkaufs, der Geld in die Kasse der Sportgruppe spült. Das wird dringend gebraucht für Wettkampfkleidung, Fahrtkosten, Trainingslager....  Also kauft man beim Wettkampf seine eben noch in der eigenen Küche produzierten Spezialitäten des Hauses einfach zurück. Ehrensache, dass ich am Samstagmorgen um halb sieben in die Küche eilte, um den Quinoasalat - Tänzer sind ein wählerisches Volk und haben es gern gesund #healthy - zusammenzuwerfen. Das Tänzerkind übernahm derweil Frontdienste rund um Hund und Haushalt und lernte simultan Vokabeln, denn wir befinden uns zu allem Überfluss auch noch mitten in der Klausurenphase.



Nein, da tanzen sie noch nicht. Da laufen sie noch ein.

Jetzt aber: Action.

Immerhin hatte ich gestern dann Gelegenheit, das Kind mal wieder tanzen zu sehen. Jazz- und Modern Dance in der dritthöchsten deutschen Liga. Und das war wirklich sehenswert. Dafür würde ich tatsächlich noch einmal eine große Schüssel Salat vorbereiten ;-)


Andere Vereine haben auch gute Tänzer - ich glaube, diese Gruppe landete auf Platz drei.

Und hier die Sieger des Tages, bei denen sogar zwei männliche Tänzer am Start waren.
Die jungen Damen vom Dorf ließen fast die gesamte Konkurrenz wieder mal hinter sich und landeten auf Platz zwei, übrigens bereits das dritte Mal in dieser Saison. Die anderen Teams hatten allerdings auch hervorragend Choreografien zu bieten. Abgesehen davon konnte ich mit dem Tanz-Tag noch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, denn die Sportredaktion ist urlaubstechnisch etwas knapp und ich darf mich ausnahmsweise auch im Sport austoben :-) Und ja, ich bin froh, dass ich keinen fussballverrückten Sohn habe. Der Rest der letzten Woche war eher unspektakulär: Viel Arbeit, wenig Freizeit und keine besonderen Vorkommnisse.


In diesem Schloss kann man problemlos einen ganzen Tag verbringen. Wir haben sogar ein Gespenst gefunden! 
Kirchenchöre sind ja nicht mein Steckenpferd - aber der Chor dieser Kirche ist einfach grandios.
Dafür war ich in der vorletzten Woche bei Heinrich VIII - ihr wisst schon, der mit den vielen Frauen, von denen die eine oder andere auf dem Schafott landete - zu Gast und habe einen ganz besonderen Gottesdienst in einer der schönsten Kirchen der Welt erlebt. Davon aber ein andermal mehr. Jetzt gibt es nur zwei schnelle Bilder, denn genau genommen bin ich schon wieder auf dem Sprung... Immerhin habe ich die Sache mit dem Essen für heute bereits vorbereitet und die Frontdienste rund um den Vierbeiner delegiert.... Ich muss los, ihr genießt die Sonne für mich mit und wir lesen uns morgen!

Liebe Grüße
Fran

Freitag, 20. Mai 2016

Mit Lederhose ins Rapsfeld - der Flecken wegen



Kinners, hätte mir mal einer verraten können, dass ein Spaziergang durch ein Rapsfeld gelbe Flecken hinterlässt? Und zwar nicht nur auf Lederhosen - die kann man abwischen, das macht nix. Aber auch auf weißen Schnürsenkeln! Gemeinheit! Meine Kollegen jedenfalls wunderten sich ein wenig über das gelb gepunktete, hervorragend gelaunte Fran. Ich habe einfach mal behauptet, es sei beruflich notwendig gewesen, durch das Feld zu stiefeln.




Das sah aber auch zu verlockend aus, dieses Rapsfeld. Eigentlich war ich auf dem Rückweg vom Mühlentag, über den Heidi ja auch schon berichtet hat. Glücklicherweise waren sowohl Kamera als auch Tochter, klein, dabei. Die hatte an diesem Tag nichts Besseres zu tun und wusste natürlich, dass zur Bardowicker Mühle auch ein hervorragendes Mühlencafé gehört, in dem man unglaublich leckeren Kuchen essen kann. Nach Mühlenführung und Kuchen machten wir uns auf den Rückweg und da sprang es uns quasi in den Weg, das Rapsfeld. Also kurz in die Bremsen gesprungen und ab ins Rapsfeld. Wollte ich schon immer mal und auch wenn das Outfit farblich jetzt nicht unbedingt mit dem gelben Raps harmoniert - egal, es ist hundertprozentig authentisch ;-) So sehe ich nämlich aus, wenn ich beruflich unterwegs bin. Quasi mein Business-Look.




Nach zehn Minuten Rumhüpfen im Raps waren sie dann plötzlich da: Die bösen, gelben Flecken. Überall. Vor allem auf den Schnürsenkeln. Töchterchen lachte sich nen Ast und faselte etwas von Biene Maja. Mir wäre neu, dass die jemals eine gepunktete Tasche und ein Halstuch getragen hat, aber nun gut. Soll das Kind seine Spaß haben, immerhin hat es sich als Fotograf geopfert. Aber versucht mal, in einem durchschnittlichen deutschen Schuhgeschäft ein Paar weiße Schnürsenkel für Sneakers zu bekommen. Ein Ding der Unmöglichkeit, wie ich am nächsten Tag feststellen konnte. Amazon, die haben sowas. Schuhgeschäfte nicht. Und dann wundern die sich über die Online-Konkurrenz...




Ach ja, die Urlaubs-Diskussion vom Mittwoch hat ein Ende! Nachdem Barcelona zum geplanten Zeitraum quasi ausgebucht war, wird es nun *tadaa* Valencia. Da war ich das letzte Mal vor ungefähr 25 Jahren und bin sehr gespannt, was sich da getan hat. Ha, und die Wohnung hat natürlich eine Spülmaschine. Also sind jetzt alle glücklich und warten sehnsüchtig auf die Ferien!

Liebe Grüße
Fran



Lederhose: Forever 21
Blouson: Zara
Bluse: H&M
Schuhe: Adidas
Tuch & Tasche: London

Mittwoch, 18. Mai 2016

Rote Karte für fehlendes Zeitmanagement


Irgendwie habe ich sie im Moment nicht im Griff, die Sache mit dem Zeitmanagement. Da habe ich ein paar Tage frei, schaffe es tatsächlich, vor dem Mini-Urlaub alles abzuarbeiten, was so herumflog - und wer meine Ablage kennt, weiß, dass das Einiges ist. Aber kaum bin ich zurück, stapelt sich der Kram schon wieder überall. Und ich erhöhe seelenruhig die Stapel, gucke sie mir an und denke: Morgen. Morgen liegt nur schon wieder irgendetwas wahnsinnig Unwichtiges an, was viel mehr Spaß macht als das Abarbeiten des Stapels. Der wächst also munter weiter....

Aber am vergangenen Wochenende, da wollte ich einen großen Brocken beseitigen: Die Urlaubsplanung. Normalerweise wäre die längst erledigt. Weil aber unklar war, wann ich wieder wie zu Fuß unterwegs sein kann, musste sie in diesem Jahr warten. Jetzt stehen wir aber ungefähr einen Monat vor Beginn der Sommerferien - wir sollten also mal. Erste Frage: Wohin? Fragen wir vier Experten. Und bekommen fünf Meinungen. Strand und Meer? Schottland und Regen? Wenn Strand, dann welcher? Hotel oder Ferienwohnung? Oder nicht doch vielleicht lieber die Briten? Aber bitte nicht das Hotel vom letzten Mal, das hatte überhaupt keinen Pool! Kunststück - mitten in London. Es wurde eifrig diskutiert, ohne Ergebnis natürlich. Inwiefern muss man wirklich lieben Teenies eigentlich ein Mitspracherecht einräumen, wenn die ausgerechnet dahin wollen, wo man selbst gerade nicht hin will? Demokratie ist ja wirklich schön, aber doch bitte dann, wenn der Nachwuchs meiner Meinung ist!

Nun denn, irgendwann gelang es uns, das Ziel zumindest ein wenig einzugrenzen. Die Briten haben verloren. Diesmal. Jetzt geht die Chose in die nächste Runde. Hotel oder Ferienwohnung? Brauchen Teenies im Urlaub ihr eigenes Zimmer? Kann man ihnen zumuten, gemeinsam in einem Zimmer zu nächtigen? Wird deswegen der dritte Weltkrieg ausbrechen? Fragen über Fragen... Die sind bis heute nicht wirklich gelöst. Die Urlaubsfrage wurde auf das nächste Wochenende vertagt :-) Stattdessen waren da ja auch noch die Wäsche, die Ablage und ein paar Aufräumarbeiten. Und wenn das alles keinen Spaß macht, dann kann ich immer noch ins Büro fahren. Da habe ich wenigstens Spaß und muss nicht über die Wichtigkeit von Spülmaschinen in Ferienwohnungen diskutieren :-) Und schon gar nicht über die Länge des Weges bis um Strand. Oder darüber, ob ein Hotel erst dann akzeptabel ist, wenn es einen Pool auf dem Dach hat!

Und was hat das alles jetzt mit dem Outfit zu tun? Als die Diskussion auf dem Höhepunkt angelangt war, habe ich mir meinen Mantel geschnappt und habe erstmal zur Entspannung eine Runde mit dem Hund gedreht. Der diskutiert nämlich nicht, sondern guckt höchstens hungrig :-) Die Chucks waren übrigens ein Experiment. Funktioniert noch nicht so richtig. Beim nächsten Mal gibt es also wieder "ordentliche" Schuhe. Und ja, die Bluse sieht etwas knitterig aus. Aber ich schwöre, am Morgen war die frisch gebügelt. Nur die Jeans, die war natürlich nicht gebügelt. Wobei es ja Menschen geben soll, die auch Jeans bügeln. Ich nicht, dann würde mein nicht existierende Zeitmanagement völlig kippen. Und wir würden vermutlich niemals in den Urlaub fahren.

Bügelt ihr Jeans? Habt ihr Euren Urlaub schon geplant? Haben Teenies, falls vorhanden, bei Euch ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Urlaubsziele? Muss eine Ferienwohnung eine Spülmaschine besitzen, wenn man doch zwei Kinder hat?









Liebe Grüße
Fran


Mantel: Desigual
Bluse: COS
Jeans: H&M
Schuhe: Chucks



Montag, 16. Mai 2016

Lieblingsstücke: Destroyed Jeans, schulterfreie Spitze und eine rote Tasche


Wenn schon das Wetter in diesem Jahr an Pfingsten nicht mitspielen mag, dann wenigstens der Kleiderschrank. Angesichts der Temperaturen, die seit Freitag auf Schussfahrt nach unten sind und der ständigen Regenschauer habe ich lauter Lieblingsstücke aus dem Schrank gekramt, die in fast jede Jahreszeit passen. Und dazu *tusch* meine neue, rote Tasche.

Seit Monaten bin ich auf der Suche nach einer roten Tasche. Sie sollte groß genug sein für Kamera, Notizblock und was sich sonst so täglich mit mir herumschleppe. Aus weichem Leder uns so richtig schön knallrot. Ach ja, ganz wichtig: Keine goldfarbenen Metallteile. Alles, aber kein Gold. Und der richtige Rotton natürlich. Ganz wichtig. Rote Taschen schienen zur Zeit aber nicht so richtig gefragt zu sein. Gefunden habe ich meine Tasche auf jeden Fall nicht, trotz ständigen Durchsuchens der üblichen verdächtigen Online-Shops. Naja, gefunden hätte ich sie, wenn mir mal eben kurz jemand ein zusätzliches Monatsgehalt überwiesen hätte. DANN wäre es einfach gewesen. Leider, leider hat mein Chef das aber nicht getan.

Und dann begab es sich, dass es beim Verlassen von Fortnum & Mason, wo ich meine Teevorräte aufgefüllt hatte, plötzlich ganz fürchterlich zu gießen begann. Und ja, ich bin ohne Regenschirm nach London geflogen. Den habe ich in den letzten zehn Jahren noch nie gebraucht. Diesmal hätte ich. Aber mein wunderbarer Union-Jack-Schirm lag zuhause. Also nix wie in den Laden nebenan. Ich brauchte sowieso noch Mitbringsel für die besten Töchter der Welt und bei Cath Kidston findet sich für London-verrückte Teenies immer was.

Und da stand sie dann plötzlich. Eine rote Tasche. Die sah ganz anders aus als ich ich mir sie vorgestellt hatte. Genau genommen sah sie überhaupt nicht so aus wie die Tasche, die ich eigentlich finden wollte. Sie war rot. Damit waren die Gemeinsamkeiten mit "meiner" Tasche auch schon fast aufgezählt. Aber PUNKTE! Weiße Punkte! Nicht dass ich jemals vorher den Kauf einer gepunkteten Tasche in Erwägung gezogen hätte. Aber in Erwägung zog ich sowieso nix mehr. Verstand quasi ausgeschaltet. DIE war es. Auch wenn der eine oder andere jetzt vermutlich gnädig lächelt, weil das genau genommen eine Tasche für ein siebenjähriges Schulkind ist - ich musste sie mitnehmen! Und seitdem trage ich sie verliebt durch die Welt und frage mich, wie ich ohne eine rote, gepunktete Tasche leben konnte :-) Dass ich nicht die einzige bin, die sich in rote Taschen schockverliebt, hat mich übrigens sehr beruhigt. Auch Sabine von Style up Petite hat einfach so beim Bummeln ihre Betty gefunden.



Nachdem ihr meine Love-Story so nett ausgehalten habt, dürft ihr jetzt auch noch Outfit gucken. Wie gesagt: Lauter Lieblingsteile. Die Hose hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel - kaputt war sie aber schon, als ich sie kaufte. Die Lederjacke feiert ebenfalls in nicht allzu ferner Zukunft ihren ersten zweistelligen Geburtstag. Und das Spitzenoberteil ist schulterfrei und ich liebe es in Kombination mit Jeans und Lederjacke. Und natürlich die Tasche. Wobei mir einfällt, dass die jetzt auch einen Namen braucht. Vorschläge?

Liebe Grüße
Fran









Spitzentop: Asos
Lederjacke & Jeans: Zara
Schuhe: Adidas
Tasche: Cath Kidston