Sonntag, 31. Juli 2016

Und sonst so? KW 30



Das absolute Highlight der Woche :-) Die Koffer sind wieder da! Es begab sich am Dienstagnachmittag, als die Statusanzeige der Koffer-Such-Webseite plötzlich sagte „Received at airport“. Wie jetzt? An welchem Airport? Hektische Versuche, die verantwortliche Stelle am Hamburger Flughafen per Telefon oder Mail zu erreichen mündeten wie schon in den zehn Tagen zuvor in einem schwarzen Loch. Aber kurze Zeit später wechselte die Benachrichtigung zu „delivery initiated“. Und tatsächlich: Um halb zwölf nachts klingelte es an der Haustür und ein freundlicher junger Mann überreichte uns die drei fehlenden Koffer! Wir feierten erstmal eine Auspack-Party inklusive diverser Freundenschreie angesichts vieler Dinge, die wir eigentlich schon abgeschrieben hatten.

So groß die Freude war, so schal ist auch der Nachgeschmack der ganzen Aktion. Die Koffer scheinen zehn Tage lang irgendwo im Düsseldorfer Flughafen verbracht zu haben. Das zumindest ging aus den diversen Stempeln und Unterschriften auf den Gepäckanhängern hervor. Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Es gibt überhaupt keine Erklärung. Denn telefonisch oder per Mail irgendjemanden zu erreichen, wenn Koffer verschwinden und nicht gleich wieder auftauchen ist quasi unmöglich. Man telefoniert und mailt in ein großes, schwarzes Loch. Da dürfen die Flughäfen noch sehr, sehr viel in Sachen Kundenfreundlichkeit dazulernen. Eigentlich hatte man uns beispielsweise zugesagt, die Lieferung der Koffer vorher telefonisch anzukündigen. Das ist nie passiert. Es klingelt halt einfach um halb zwölf in der Nacht und wer dann die Tür nicht mehr öffnet, weil er vielleicht sogar schon schlafen gegangen ist, ist eben selbst schuld.



Was gab es noch in der vergangenen Woche? Den großen Renntag auf einer kleinen Rennbahn hinterm Deich, der einmal pro Jahr die große weite Welt ins Dorf bringt. Wie jedes Jahr hat es wirklich Spaß gemacht. Aber eines wünsche ich mir für das nächste Jahr: Ich möchte endlich mal am Renntag nicht arbeiten, sondern einfach privat hingehen. Das gelingt mir seit 13 Jahren nicht. Wird also Zeit. Leider hat das mit der Riesenquote beim Wetten auch dieses Jahr wieder nicht geklappt. Wer Hut-Bilder sehen möchte, den muss ich ebenfalls enttäuschen. Kein Hut. Es war viel zu warm.



Nachdem übrigens die Koffer wieder da waren, war das Internet weg. Die Telekom meldete zwei Tage lang eine „Großstörung“. Die kompletten Leitungen in einigen Dörfern lagen lahm. Ich habe ein wenig gebangt, ob mein Post zum Thema „We love summer“ online gehen konnte, aber es hat gottseidank dann noch geklappt. Wirklich witzig war, dass die Teenies des Hauses zur abendlichen Unterhaltung auf ganz profanes Fernsehen zurückgreifen mussten. Im TV lief Top Gun. Hach, hab ich den Film geliebt, damals... Ungefähr 15 Minuten lang haben sich die Damen die Schmonzette angeguckt und dann entschieden, dass DAS echt gar nicht geht. Filme von vor 30 Jahren sind definitiv nur sehenswert für Menschen über 50, scheint mir *grins* Beide griffen dann lieber zum Buch. Streberkinder! Ich habe mich dann ganz allein vor dem Fernseher gefragt, warum zur Hölle ich vor 30 Jahren die Frisur von Kelly McGillis angeschmachtet habe ;-)


Ein menschenleeres Outlet-Center :-) Meine Tochter meinte übrigens ob der Künstlichkeit der Anlage, sie habe sich im ersten Moment gefragt, ob das nun tatsächlich echte Läden sind oder eben nur Pappkulissen.
Ha, und am Freitag, da habe ich mir dann ganz spontan mal frei genommen - nach vier Arbeitstagen muss das echt mal sein - und bin mit den jungen Damen kurz entschlossen ins Designer-Outlet nach Neumünster gefahren. Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch, bei dem mich Menschenmassen überrollten, war es diesmal relativ leer dort und eigentlich war der Bummel ganz spaßig. Ergebnis: Ich besitze jetzt ein T-Shirt von Karl Lagerfeld. Als verantwortungsbewusster Blogger ist das ein Must, nehme ich an ;-) Für`s Gucci-Täschchen hat es wieder nicht gereicht - aber man muss ja noch Ziele haben *grins*


Boah nee, ey. Schon wieder Shorts. Ich verschone Euch dafür in der kommenden Woche ;-)
Liebe Grüße und danke an alle, die in Sachen Koffer so fleißig die Daumen gedrückt haben!
Fran

Mittwoch, 27. Juli 2016

We love summer - ü30 Blogger & Friends


Liegt es daran, dass ich im August geboren bin? Ich bin ein hundertprozentiges Sommerkind. Ein Sommer ist in meinen Augen erst dann gelungen, wenn das Thermometer mindestens drei Wochen lang auf 30 Grad steigt. Alles andere ist Kinderkram ;-) Ich liebe Sonne, ich liebe Wärme, ich liebe Wasser. Außer, ich soll es trinken. Da bevorzuge ich Coke Zero. 


Nichts deprimiert mich mehr als ein Sommer, der keiner ist. Warum ich nach Norddeutschland gezogen bin, ist mir dabei ein Rätsel, denn hier rund um Hamburg gilt jeder Tag mit mehr als 3 Stunden Sonne und 23 Grad als astreiner Sommertag. Spätestens Ende Oktober verfalle ich nach einem solchem Mittelmaß-Sommer in der Regel in den „Der Winter wird nie vorbeigehen“-Jammermodus, den ich erst an dem Tag verlasse, an dem ich zum ersten Mal im Jahr den Nachmittagsgang mit dem Hund im T-Shirt erledigen kann. Wenn ich etwas zu sagen hätte, würden die Monate November bis März aus dem Kalender getilgt ;-) Dabei wäre es mir auch egal, wenn Weihnachten draufgeht.

Kein Wunder, dass mir der norddeutsche Sommer nicht wirklich ausreicht und dass ich deshalb im Urlaub gern mal in Richtung Süden flüchte. Der Rest der Familie würde ja gern wieder mal nach Schweden oder Schottland. Das scheint mir bis Ende März in der Regel auch plausibel. Aber dann will ich Wärme! Und die bekomme ich da nicht. Also setze ich den Dackelblick auf und suche hübsche Wohnungen in Spanien ;-) Reiner Strandurlaub ist allerdings trotz aller Sommer-Sehnsucht nicht mein Ding. Ich möchte nicht stundenlang am Strand in der Sonne braten, sondern Dinge sehen, die ich zuhause nicht sehen kann. Es gibt nichts Schöneres als mich morgens durch eine Pasteleria zu futtern oder irgendwo am Straßenrand vor einer kleinen Bar einen Café con leche zu trinken. Am Nachmittag dann gern ein kleine Abstecher ins Wasser. Das ist Sommer pur.




Sommer in Spanien erfordert natürlich leichte Kleidung. In diesem Sommer trage ich ständig Shorts - weiß der Geier warum. Ob das jetzt „in meinem Alter“ ok ist - wer es mir verbieten möchte, kann das gern versuchen. Außerdem wird dem Off-Shoulder-Trend gefrönt, bis es kracht. diesmal allerdings in der gemäßigsten Variante. Ach ja, ich darf auch das. Winkeärmchen sind noch in weiter Ferne, dem Krückentraining aus dem Frühling sei Dank.







Ich geh jetzt wieder in Urlaubserinnerungen schwelgen :-) Und ganz, ganz vielleicht gucke ich mal, ob wir nicht in den Herbstferien... wenigstens für ein paar Tage *dackelblickaufsetz*. Und ihr solltet Euch auf jeden Fall ansehen, was die anderen Ü30-Bloggerinnen zum Thema Sommer zu sagen haben!

Liebe Grüße
Fran





Montag, 25. Juli 2016

Urlaubs-Outfits und ganz viel Valencia


Erwähnte ich eigentlich schon, wie schön Valencia ist? Ich liebe 
Altstädte - das wird wohl mit meinem Faible für Geschichte zusammenhängen - und Valencia hat eine der schönsten Altstädte Spaniens, die ciutat vella. Ihr Mittelpunkt ist die Kathedrale mit der Plaza de la Reina (Platz der Königin). Am besten betritt man die Altstadt durch das ehemalige Stadttor Torres de Serranos, das vor mehr als 600 Jahren erbaut wurde. Erst 1895 wurde übrigens die Stadtmauer von Valencia niedergerissen, um Platz für die Stadt zu schaffen. Die Torres de Serranod sind der zweithöchste Aussichtspunkt in der Altstadt und weit weniger bekannt als der Glockenturm der Kathedrale. Deshalb haben wir die Gelegenheit genutzt und sind der Schlange an der Kathedrale entgangen.

Die Torres de Serranos bilden den Eingang zur Altstadt vom Turin-Park aus. Sie sind ein ehemaliges Stadttor.
Die bescheidenen Stadttore sind noch erhalten. 

Diese Treppen hoch- und runter zu rennen dürfte ein hervorragendes Fitnessprogramm gewesen sein. Und günstiger als jedes Studio ;-)

Der Blick von den Türmen über die Altsdt ist traumhaft.
Jetzt aber weiter, bevor es zu heiß wird. Spätestens am Mittag ist die Hitze im Hochsommer nämlich schwer auszuhalten. Dann sollte man eine Abstecher zum Stand einplanen. Aber erstmal geht es zur Kathedrale, über die Plaza de la Reina und ab in die quirligen Straßen und Gassen der Altstadt. Hier sind selbst die Straßenschilder eine Augenweide. Ganz zuschweigen von den alten Patrizierhäusern, den liebevoll bepflanzten Balkonen. Ein bisschen Abkühlung gibt es an den zahlreichen Springbrunnen, die einem überall begegnen.

Das Herzstück der Altstadt: Die Kathedrale. Die Valencianos nennen sie "La Seu". Der bau dauerte übrigens lockere 500 Jahre.

Und selbst die Straßenschilder sind einfach nur schön.
Einfach nur eine Uhr an ein Gebäude dengeln? Nix da. In Valencia muss es schon etwas aufwendiger sein.
Da ist einfach jedes Haus ein Hingucker.
Und Street-Art gibt es auch. Haufenweise. Kunst können die nämlich ebenfalls.
Wird es zu heiß, sucht man sich am besten ein schattiges Plätzchen in einem der zahlreichen Parks in der Stadt. Der größte dieser Parks ist der Turia-Park. Er wurde im trockengelegten Flussbett des Turia angelegt. Ende der Fünfziger hatte man sich entschlossen, den Fluss nach einem verheerenden Hochwasser umzuleiten und das Bett direkt am Rande der Altstadt trocken zu legen. Eigentlich hatte man geplant, das Flussbett für eine Stadtautobahn zu nutzen. Gut, dass die Befürworter eines Parks sich durchgesetzt haben. Jetzt zieht sich über mehr als sieben Kilometer eine grüne Lunge rund um mehr als die Hälfte der Altstadt. Spielplätze, Sportanlagen und Bühnen wechseln sich mit Rasenflächen, Blumen und Palmen ab und laden zum Picknicken ein. Ein schattiger Platz, an dem man die Füße ins Wasser stecken kann, findet sich hier überall.
Der Turia-Park ist allerdings beileibe nicht der einzige Park in der Altstadt. Ein botanischer Garten, der königliche Park und der Glorieta-Park mit seinen riesigen Feigenbäumen, die in dieser Größe wohl einzigartig in Europa sind, sind weitere Parks in oder an der Altstadt, die wirklich sehenswert sind.

Der Turia-Park ist mehr als sieben Kilometer lang und ein paar Hundert Meter breit. Und er ist wunderschön.
Auf den Wiesen ist picknicken übrigens ausdrücklich erlaubt. Viele Valencianos verbringen hier ihre Mittagspause.
Mitten im Park tauchen plötzlich Jahrhunderte alte Brücken auf. Die führten einst über den Fluss Turin.
Der Fluss ist umgeleitet. Aber Wasser gibt es im Park natürlich immer noch.
Erfrischung gefällig? Dann ab mit den Füßen ins Wasser. Oder über den Mini-Wasserfall balancieren. Nein, ich habe es nicht ausprobiert. Aber meine lieben Töchter ließen sich das natürlich nicht entgehen.
Im Glorieta-Park wachsen riesige Feigenbäume, die in dieser Größe in Europa einzigartig sind.
Im nächsten Leben werde ich übrigens Baum-Umarmer, habe ich beschlossen.
Nach einer Pause mit Eis im Park seid ihr für heute entlassen. Ab an den Strand :-) Von der Altstadt aus ist das in gut 20 Minuten per Metro zu machen. Oder man leiht sich ein Fahrrad und fährt durch den Turia-Park bis fast zum Hafen. Die Strecke ist allerdings so traumhaft, dass man Gefahr läuft, niemals anzukommen.

Liebe Grüße
Fran


P.S. Die Ü30-Blogger starten heute eine neue Aktion. „We love summer“ heißt das Motto diesmal. Am Mittwoch findet ihr hier einen Beitrag dazu, denn Sommer hatten wir in Valencia satt :-)

Sonntag, 24. Juli 2016

Und sonst so? KW 29

Eigentlich war ich in der vergangenen Woche noch im Urlaub. Denn solange das Gepäck nicht da ist, bin ich ja quasi auch nicht da, oder? Wenig Neues an der Koffer-Front. Immerhin ist einer von vier Koffern angekommen! Hurra! Leider war nix von mir drin. Dir restlichen drei Gepäckstücke bleiben verschollen. Die Statistik sagt, dass ungefähr 95 Prozent der verschollenen Gepäckstücke nach maximal fünf Tagen wieder auftauchen. Von den restlichen fünf Prozent wird die Hälfte später wieder gefunden. Der Rest taucht nie wieder auf. Die 95-prozentige Chance habe ich also mal ausgelassen. Ob ich jetzt auch noch den 50-Prozent-Joker ziehe? Wir werden sehen. 55 Tage lang wird nach dem Gepäck gesucht, habe ich inzwischen erfahren. Wenn dann nichts gefunden wurde, wird die Suche eingestellt.
Die Koffersuche geht weiter. Naja, dass tatsächlich jemand sucht, wage ich zu bezweifeln. Aber wenn jemand zufällig drüber stolpert, dann haben wir vielleicht eine Chance...
Was mich wütend macht ist nicht allein, dass das Gepäck einfach weg ist. Sondern vielmehr die Tatsache, dass das so wirklich niemanden interessiert. Fünf Tage lang ist der Flughafen für die Suche zuständig. Dann übernimmt die Fluggesellschaft. Soviel hatten wir  gegoogelt. Allerdings stellte sich die Fluggesellschaft tot. Eine geschlagenen Stunde in der Warteschleife brachte dann immerhin die Information, dass die freundliche junge Dame am andere Ende keine Ahnung hatte. Also gar keine. Nachdem ich ihr wiederholt die Sachlage erklärt hatte, zückte sie immerhin eine Telefonnummer. Und - oh Wunder - wir erreichten unter der Nummer tatsächlich einen richtigen Menschen ohne Warteschleife. Und der verstand tatsächlich unser Problem! Und er wurde aktiv! Im Suchsystem, das wir täglich mindestens zehnmal abfragen, ist jetzt immerhin die Kofferbeschreibung hinterlegt. Na, wenn`s hilft...

Als wenn die Koffer-Affäre noch nicht genug gewesen wäre, habe ich am Mittwoch dann den Vogel abgeschossen. Nachdem im Hause W. ohne Koffer so langsam Wäsche-Knappheit herrschte, gingen Tochter, klein und ich in die nächstgelegene Stadt einkaufen. Das klappte auch ganz gut, da bin ich Profi. Tja, und in dieser völlig unschuldigen kleinen Stadt wurde mir dann mein Portemonnaie aus dem Rucksack geklaut. Seitdem weiß ich, dass Taschendiebe genauso geschickt sind wie eigentlich überall behauptet wird. Ruckzuck war der Rucksack geöffnet, ohne dass ich irgendetwas bemerkt hätte. Jetzt sind also nicht nur die Koffer weg, sondern die stolze Summe von ungefähr fünf Euro Bargeld, meine Führerschein und meine Bankkarte. Und natürlich mein geliebtes Portemonnaie mit einem USB-Stick, auf dem sich alle Fotos und Texte befanden, die ich in den vergangenen 13 Jahren veröffentlicht habe. Und weil ich ein wirklicher Held bin, habe ich nur noch eine Sicherung der letzten drei Jahre zuhause. War das nicht ich, die ihren Kinder ständig in den Ohren lag, dass Geldbörsen, Handies und Datensicherungen quasi heilig sind und dass man auf sie aufpassen muss? 

Der Rächer war nicht nur spannend, sondern auch außerordentlich witzig. Und hatte einen Knalleffekt am Ende.
Mein Theater-Outfit. Das gibt es demnächst noch einmal ausführlich. Und nein, das Kleid ist nicht verschnitten. Das gehört so. Auch wenn Männer das nicht verstehen ;-)
Immerhin gab es auch wirklich schöne Dinge in der vergangenen Woche. Ich war endlich wieder im Krimitheater in Hamburg. Wer für ein Wochenende nach Hamburg kommt oder gar in der Nähe wohnt und eventuell eine Schwäche für Edgar Wallace und viel Witz hat, der sollte definitiv mal im Imperial-Theater vorbeischauen. Das ist im Übrigen ein ehemaliges Pornokino auf der Reeperbahn und absolut kultig. Dort werden fast ausschließlich Stücke von Edgar Wallace auf die Bühne gebracht. Von den Kulissen, die die Schauspieler oft genug beim Szenenwechsel höchstselbst von A nach B schleppen bis hin zu den Kostümen mit stilechten englischen Tweedanzügen und unglaublichen Schuh-Kreationen aus den Dreißigern bei Damen und Herren ist das Imperial-Theater einfach Kult. „Der Rächer“ war wie üblich klasse. Mit unglaublich viel Witz auf die Bühne gebracht, spannend und ein echtes Erlebnis.

Eine Stunde Autobahn-Vollsperrung sorgte für echte Entspannung.
Toll war auch ein kleines Familientreffen, für das wir zwar einen halben Tag auf der Autobahn verlebten und prompt eine Vollsperrung nach einem Unfall erwischten, aber das war halb so schlimm. Außerdem hat meine Freundin, um mich ein bisschen zu trösten, wieder den Kochlöffel geschwungen. Chicken Tikka Masala gab es, nachdem wir beim Inder in London darin geschwelgt hatten. Dazu gab es unseren neuen Barbie-Drink: Gin mit rosa Cherry-Blossom-Tonic. Genial!

Vorspeise: Samosas mit Dip. Superlecker.

Chicken Tikka Masala ist angeblich eine Erfindung englischer Köche, die mit indischen Gewürzen experimentierten.  Egal, war trotzdem supergut!

Meine Freundin hat einen tollen Namen für unsere neue Getränkekreation erfunden: Barbie-Schlürf.

Das war die richtige Vorbereitung auf das heutige Highlight: Das Stover Rennen. Einmal im Jahr wird im Nachbardorf nämlich eine Rennbahn hinterm Deich re-aktiviert und es finden rund 20 Rennen statt - stilecht mit Toto und Hut. Ich liebe es. Obwohl ich in Sachen Pferdewetten eher mäßig begabt bin. Und dahin breche ich gleich auf, denn frühes Erscheinen sichert gute Plätze :-)

Liebe Grüße
Fran

P.S. Leider muss ich noch gestehen, dass ich tatsächlich dem Pokemon Go-Fieber erlegen bin. Eigentlich wollte ich nur mal gucken, welcher Hype da durch das Land schwappt. Seitdem fange ich Pokemons. Sorry.




Freitag, 22. Juli 2016

Found and lost: Schwarzer Jumpsuit aus Seide



Da hatte ich nach monatelanger Suche endlich den Jumpsuit gefunden, den ich wollte. Eigentlich war ich schon im vergangenen Jahr, als immer mehr Jumpsuits auf der Bildfläche erschienen, nach einem solchen Stück gesucht. Aber irgendwas war immer falsch: Entweder war er zu tüddelig oder die Farbe passte nicht. Das Oberteil war zu kurz, die Beine zu lang. Dann fand ich endlich den Jumpsuit, bei dem alles passte, bei COS. Er ist aus schwerer Seide, ganz schlicht geschnitten mit halbem Arm und weit genug, damit im Winter sogar noch ein Langarmshirt darunter passt und er nicht nur im Sommer getragen werden kann. Eigentlich wollte ich ihn heute Abend im Theater tragen. Tja, da habe ich meine Rechnung ohne den Koffer-Verlust gemacht. Der Koffer mit dem Jumpsuit pendelt irgendwo zwischen Valencia und Hamburg. Bisher gibt es keine Spur. Und wie das Leben so spielt ist er natürlich bei COS nicht mehr zu haben. Dumm gelaufen.




Gar nicht dumm gelaufen ist die Suche nach einer Ferienwohnung in Valencia. Obwohl wir wirklich spät dran waren und unbedingt ein Appartement in Standnähe haben wollten, sind wir fündig geworden. Eine Wohung mit gut 100 Quadratmeter über zwei Etagen, mit zwei Schlafzimmern und theoretisch Platz für sechs Leute. Zu viert haben wir uns da dann pudelwohl gefühlt. Das Beste an der Wohnung war, nein, nicht die Geschirrspülmaschine, wie jetzt Tochter, klein, sagen würde. Nein, das Beste war die riesige Terrasse mit einem ebenso riesigen Tisch, an dem wir jeden Morgen in der Sonne gefrühstückt haben. Außerdem war noch Platz genug für vier Liegestühle und wenn einem zu warm wurde, gab es sogar eine Außendusche.




Aus luftiger Höhe konnte man das Alltagsleben im Viertel Poblats Maritims beobachten. Das alte Fischerviertel liegt direkt am Strand, wir waren in weniger als fünf Minuten im Meer. Diese Tatsache haben wir genutzt, um den Tag mit etwas Plantscherei zu beginnen und auf dem Rückweg in die Wohnung süße Teilchen zum Frühstück zu besorgen. Am Ende der zwei Wochen guckte die Verkäuferin in unserer Stammbäckerei etwas irritiert, als die Zahl der Caracoles (das ist ein Schoko-Croissant ähnliches Gebäck), die wir orderten, auf zehn gestiegen war...



Abends von der Terrasse aus die streundenden Katzen in der Nachbarschaft zu beobachten und bei einem Gin-Tonic den Sonnenuntergang zu genießen war einfach klasse. Mit Putzen und Kochen haben wir nicht viel Zeit vertan - das muss ich im Urlaub nicht unbedingt haben. Wir waren eh umzingelt von Restaurants und wenn meine Kinder Patatas Bravas hören, sind meine Kochkünste sowieso vergessen ;-) Im Gegenzug mussten wir uns weder an Essenszeiten halten noch uns über irgendwelche merkwürdigen Zeitgenossen am Hotelbüffet ärgern und haben uns wie zuhause gefühlt :-)



Liebe Grüße

Fran

Jumpsuit: COS
Schuhe: & other Stories