Montag, 31. Oktober 2016

Leder und Laub


Erwähnte ich schon, dass Frühling und Sommer meine Lieblings-Jahrezeiten sind? Diese sonnnigen, warmen Herbsttage, in denen ich morgens mit dem Hund durch Nebelbänke laufe, an denen dann mittags die Sonne rauskommt ,das Laub gelb und rot leuchtet und die mit diesem ganz besonderen Licht aufwarten, haben allerdings durchaus auch was für sich. Wenn der Herbst immer so wäre, dann würde ich ihn ja in Sachen Lieblingsjahreszeiten vielleicht sogar gegen den Frühling tauschen :-)

Außerdem liebe ich den Herbst ein kleines bisschen, weil ich dann endlich wieder meine Lederhosen aus dem Schrank holen kann. Für die ist es spätestens im Mai einfach nur zu warm und ich verstaue sie mit einem weinenden Auge. Im Oktober dürfen sie dann wieder raus. Während ich früher Lederhosen nur zum Motorradfahren trug, dürfen sie seit sechs oder sieben Jahren im Herbst und Winter eigentlich immer sein. Manchmal bringt mir das allerdings komische Blicke ein, vorzugsweise bei Elternabenden. Ich bin immer davon ausgegangen, dass so eine Lederhose inzwischen in der Mitte der Gesellschaft eingetroffen ist. Ist sie aber wohl nicht. Nein, ich bin kein Prospect der Hells Angels, obwohl ich eine schwarze Lederhose trage ;-) Ich bin nicht gefährlich. Und ich bin auch kein loses Weib *grins*

Hier im Dorfe hat man sich an die Lederhosen erstaunlicherweise schneller gewöhnt als in der „großen“ Kreisstadt. Da soll noch mal jemand sagen, die Menschen vom Dorf seien konservativ. Sind sie nämlich gar nicht. Hier kann man eigentlich tun und lassen, was man will. Klar gibt es auch die neugierige Nachbarin aus der Klischeekiste, die vermutlich Buch darüber führt, wann hier der Rasen gemäht und die Fenster geputzt werden. Was sie allerdings mit diesem Wissen anfängt, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Rest der Dorf-Menschen ist einfach nur herzlich, hilfsbereit und einem Schwatz nie abgeneigt. Außerdem kann man Backpulver, Eier und Alufolie jederzeit innerhalb von fünf Minuten irgendwo „ausleihen“. Das kann einem am Sonntagnachmittag auch schon einmal den Ruf retten. Nagut, der Großstädter hat dafür den Kiosk ums Eck. Der war unbezahlbar, als ich vor vielen Jahren in Düsseldorf gewohnt habe. Ich habe beim Einkaufen nämlich ständig die Kaffeefilter vergessen. Abends kam dann die Panik: Kein Kaffee am Morgen? Geht gar nicht. Also zum Büdchen (so heißt ein Kiosk in Düsseldorf) und nachfragen, ob die auch Kaffeefilter haben. Hatten sie. „Ist aber viel zu teuer“, befand der Büdchenbesitzer und schenkte mit einen. Am nächsten Abend stellte ich fest, dass ich schon wieder vergessen hatte, die blöden Filter zu kaufen. Als wieder zum Büdchen. Das Spiel haben wir tatsächlich wochenlang gespielt. Der Büdchenbesitzer zückte schon den Filter, wenn er mich die Straße langkommen sah.

Zurück zur Lederhose. Diesmal habe ich provokanterweise zum schwarzen Outfit auch noch eine Lederjacke kombiniert. Immerhin ist es Wildleder. Die Farbe passt einfach in den Herbst. In den Frühling auch, hoffe ich doch. Ab April nenne ich die Farbe einfach rehbraun, dann passt das. Falls sich einer über die Schleppe wundert: Das ist der Pulli. Der geht hingen bis zu den Kniekehlen, vorn ist er kurz. Ich mag das :-)

Springen mag ich auch. Das geht nämlich wieder. Vor den Kandidatinnen bei GNTM ziehe ich übrigens künftig den Hut. Die können beim Springen, Rennen und irgendwo in der Luft baumeln tatsächlich noch entspannt lächeln. Das werde ich wohl nicht mehr lernen. Aber so furchtbar ist es ja auch nicht, wenn man sieht, dass ich Spaß für ne Mark habe ;-)









Liebe Grüße
Fran

Lederjacke: Sandro
Pullover: COS
Lederhose: H&M

Schuhe: Zara

Freitag, 28. Oktober 2016

Goldener Oktober - ü30Blogger & Friends



Viel hätte diesmal nicht gefehlt und ich hätte gefailed ;-) Denn der Goldene Oktober hat zumindest hier in Norddeutschland in diesem Jahr nicht so richtig mitgespielt. Meist war er ein eher grauer Oktober. Und wenn sich die Sonne dann doch mal blicken ließ, war ich gerade beruflich unterwegs, eines der Tochterkinder hatte die Kamera entwendet, die Foto-Sklaven hatten keine Zeit oder ich war weit weg von dem, was ich Euch heute zeigen wollte.

Denn eigentlich - ich erwähnte es schon hier und da - ist Gold so gar nicht mein Ding. Ich liebe alles, was silbern glitzert. Aber Gold? Nö. Vermutlich könnte man das jetzt küchenpsychologisch mit meinem suboptimalen Abschneiden bei sportlichen Wettbewerben, aka Bundesjugendspielen, in meiner Jugend erklären. Da hat es bei mir nie zu diesen wunderhübschen Ehrenurkunden mit güldenen Lettern gereicht. Ich war froh, wenn es überhaupt eine Urkunde gab. Laufen konnte ich zwar ziemlich schnell, aber die Sache mit dem Werfen - oh Gott. Meine Mitsportler und Sportlehrer waren schon froh, wenn sie den Schlagball respektive die Kugel nicht an den Kopf bekamen und ich wenigstens grob die angesagte Wurfrichtung einhielt... Immerhin habe ich es einmal zu Bronze gebracht. Bei den Kreismeisterschaften im Kunstturnen. Bei genau drei Teilnehmern in meiner Altersklasse war aber auch das keine wirkliche Überraschung ;-) Weiß der Himmel, womit ich meine sportlichen Kinder verdient habe.

Zurück zum Goldenen Oktober. Es begab sich dann aber tatsächlich genau zwei Tage bevor dieser Beitrag online gehen sollte, dass
a) die Sonne schien
b) ich ein Zeitfenster von einer Viertelstunde hatte
c) ein Tochterkind zuhause weilte, das just an diesem Tag ein Paar Winterschuhe gefunden hatte, deren Preis ich für diskussionwürdig befand und ich
d) sowieso gerade das Outfit trug, das ich für die Aktion geplant hatte.

Wunderbare Voraussetzungen also für ein gelungenes Shooting. Am Abend hatte ich meine Bilder, das Kind seine Schuhe und alle waren glücklich :-)

Für jemanden, der eigentlich kein Gold mag, habe ich ziemlich viele Goldtöne in den Untiefen meines Kleiderschrankes gefunden. Die Clutch hat mindestens zehn Jahre auf dem Buckel und wurde irgendwann einmal gekauft, weil.... äh ja. Keine Ahnung. Sie wohnt in der Taschenschublade und darf einmal im Jahr da raus, wenn sie Glück hat. Dann allerdings wird sie ins Theater oder in die Oper geschleppt. Also kein Mitleid mit dem guten  Stück, das darf immerhin regelmäßig Kultur genießen :-) Die güldenen Schuhe kommen durchaus öfter an die frische Luft, sind aber wesentlich weniger kulturbeflissen. Die gehen gern mal bummeln oder ins Büro. Und der Pailletten-Pullover ist genau genommen ein beliebtes Teil meines Sofa-Outfits für verregnete Sonntage, schon allein wegen des Schriftzuges, von dem ich nicht weiß, was er mir sagen will. Joyo. Aha. Yolo kenne ich. Ein Jojo auch. Fragt mich also einer meiner Kollegen, wie am Mittwoch geschehen, was ich ihm mit Joyo sagen will, muss ich passen. Und das hasse ich ;-) Falls also jemand von Euch mit einer Erklärung aushelfen könnte, wäre ich sehr dankbar!

Wie auch immer, ich habe mich im Gold-Braun-Beige-Gemauschel eigentlich ganz wohl gefühlt. Wenn ich also enträtseln kann, was Joyo bedeutet, darf der Pulli vielleicht künftig auch mal runter vom Sofa. Vor allem im Goldenen Oktober :-)











Gemeinsam mit der lieben Claudia setze ich damit heute den Schlusspunkt für die Oktober-Aktion der Ü30-Blogger. Schaut doch mal bei den anderen Mädels rein!

Liebe Grüße

Fran

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Rom - Vom Kolosseum zum Petersdom




 „Rom kann man prima an einem Tag erledigen“, hatte meine Kollegin, die die Stadt wie ihre Westentasche kennt, gewitzelt. Sie hatte nämlich, als sie zum ersten Mal in Rom war, die wichtigsten Stationen der Antike tatsächlich im Laufschritt an einem Tag abgeklappert - zum Dank gab es dampfende Füße. Wir haben uns einfach ein bisschen mehr Zeit gelassen, schließlich waren wir ja nicht wie scheinbar viele Touristen aus Fernost, auf der Europa-in-fünf-Tagen-Tour ;-)

Und weil am Vortag die Schlange vor dem Eingang zum Kolosseum unglaublich lang war (Merke: Nie am Sonntag das Kolosseum von innen angucken wollen), haben wir es einfach am Montag noch einmal probiert. Ist man zeitig vor Ort, beträgt die Wartezeit quasi Null. Und angenehm leer ist es auch. Für das Forum Romanum und das Kolosseum gilt die gleiche Eintrittskarte, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gültig ist. Für 12 Euro bekommt man also einen ausgiebigen und faszinierenden Blick in die Antike. Ist das Kolosseum schon von außen ein gigantisches Bauwerk, bei dem man sich eigentlich pausenlos fragt, unter welchen Mühen es vor rund 2000 Jahren gebaut wurde, ist es von innen fast noch eindrucksvoller. Vermutlich sehe ich künftig jeden Gladiatoren-Film mit anderen Augen. Zu betreten sind leider nur noch Teile der Arena. Der Rest bröckelt fröhlich vor sich hin. Die Römer tun zwar alles dafür, ihr Kolosseum zu erhalten, aber der Sandstein geht so seine eigenen Wege...

Nach einer halben Stunde wurde es voll - Zeit zu gehen also. Aber erstmal ein Cappuccino! Ich weiß nicht, wie viele Cappuccini ich in Rom getrunken habe, aber einer war besser als der andere. Und im Stehen in der Bar getrunken immerhin nur noch halb so teuer wie am Tisch sitzend - für mich eine neue Erkenntnis, genauso wie die Tatsache, dass der Römer sein Frühstück (Espresso e cornetto) tatsächlich innerhalb von knapp viereinhalb Minuten im Stehen einnimmt und weiterbraust. Wir brausten dann auch weiter und bummelten am Tiber entlang Richtung Vatikan. Mit Kirche habe ich zwar eigentlich wenig am Hut, aber den Petersdom nicht anzusehen war auch keine Alternative. Also nix wie hin. Am Tiber war es dann übrigens wirklich ruhig. Scheinbar kommt kein Tourist außer uns auf die Idee, dort entlangzulaufen - Römer auf Fahrrädern waren in Scharen unterwegs, aber über mindestens zwei Kilometer wollte uns kein Mensch einen Selfie-Stick verkaufen - ungewöhnlich.

Was mich beim Spaziergang in Richtung Tiber noch beeindruckt hat: Kaum sieht man im Centro Storico, also im historischen Zentrum von Rom eine Baugrube, kommen Säulen zum Vorschein. Alles, aber auch alles scheint dort auf den Trümmern der Antike gebaut worden zu sein und sobald ein Gebäude abgerissen wird, kommen Marmorsäulen zum Vorschein und die Archäologen beginnen ihr Werk. Zur Zeit wird gleich neben dem Kolosseum an der dritten U-Bahn-Linie der Stadt gearbeitet. Die Arbeiten werden allerdings immer wieder durch archäologische Funde verzögert. Die Linie unterhalb der Altstadt zu verlängern wird bestimmt auch ein ganz besonderes Vergnügen, schätze ich.

In Roms Zentrum ist kein Weg wirklich lang - wer braucht das schon eine U-Bahn, wenn er Sneaker hat? Wir kamen auf jeden Fall gemütlich schlendernd auch ohne ÖPNV an der Engelsbrücke und schließlich am Petersdom an. Da gab es das, was es in Rom wohl am häufigsten gibt: Lange Warteschlangen. Darauf hatten wir nun wirklich keine Lust - an einem Eingang quollen Massen von Menschen hinein, am anderen hinaus. Also begnügten wir uns mit einem ausgiebigen Blick auf den beeindruckenden Blick auf den Petersplatz, wo gerade gefühlt 10.000 Stühle aufgestellt wurden. Der Papst hat sich leider auch nicht sehen lassen, weder der jetzige noch der in Rente. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch erfahren, dass der Petersdom in diesem Jahr besonders begehrt ist: Das Jahr 2016 ist ein heiliges Jahr und nur in heiligen Jahren ist die heilige Pforte geöffnet. Da die aber nur alle 25 Jahre stattfinden (das jetztige wurde vorgezogen) und die Pforte geöffnet ist, die nach Ablauf dieses Jahres wieder zugemauert wird, pilgern in diesem Jahr besonders viele Katholiken nach Rom.

Das war dann vielleicht auch der Grund dafür, dass der Besuch in den Vatikanischen Museen zum absoluten Fiasko wurde. Zwar hatten wir online Eintrittskarten gekauft und konnten so die mehrere Hundert Meter lange Schlange links liegen lassen. Aber im Museum selbst hieß es dann eingequetscht in Tausende von Besuchern Schrittchen für Schrittchen durch die Räume zu drängeln. Definitiv eine Katastrophe für Menschen mit Platzangst. Gelegenheit, stehenzubleiben und sich gar ein Gemälde oder eine Statue in einer der größten Kunstsammlungen der Welt anzusehen? Fehlanzeige. Vom Wachpersonal um Eile gebeten ging es dann durch die sixtinische Kapelle und danach ergriffen wir die Flucht. Ich komme gern wieder, wenn es da mal leerer ist. Ich hatte mich eigentlich gefreut, mir die Stanzen des Raffael, sein berühmtes Wandbild, die Schule von Athen, oder die wunderschönen Karten im Kartensaal anzusehen. Naja, vielleicht irgendwann noch einmal.
















So, demnächst geht es dann weiter in die Villa Borghese, zum Trevi-Brunnen und zur Spanischen Treppe. Und, um weitere Menschenmassen zu vermeiden, einfach kreuz und quer durch die Stadt :-)

Liebe Grüße
Fran



Montag, 24. Oktober 2016

Rom - Forum Romanum im Jumpsuit


Was soll ich sagen? Rom ist wunderschön. Vielleicht etwas voll. Also nicht volller Römer. Sondern voller Touristen. Aber da ich selbst einer bin, sollte ich mich darüber wohl besser nicht beschweren. Ist ja auch kein Wunder, dass die Stadt so voller Menschen ist. Sie ist halt wunderschön. An jeder Ecke stößt man auf 2000 Jahre Geschichte. Es ist unglaublich, wie viel die ollen Römer hinterlassen haben.

Aber fangen wir am Anfang an. Es begab sich im Jahr 1982, dass die damals noch viel jüngere Fran ihr großes Latinum ablegte. Eigentlich sollte ein Jahr darauf die Studienfahrt nach Rom folgen. Doch der Jahrgang vor uns benahm sich allerdings auf ebenjener Studienfahrt gründlich daneben. Mit dem Resultat, dass mein Jahrgang in Deutschland bleiben musste. Also kein Rom kurz vor dem Abi. In den nächsten Jahrzehnten wollte es dann auch nie klappen. Ich kam immer nur bis Venedig oder Florenz. Nie nach Rom. Weil ich aber clever bin, habe ich meinem Mann kurzerhand zum Geburtstag eine Romreise samt meiner Begleitung geschenkt. Ohne Kinder, versteht sich. Die haben noch kein großes Latinum ;-)

Unser erster Weg führte uns zum Kolosseum. Von unserer Unterkunft aus war das gerade mal ein Katzensprung. Im Prinzip ist in Rom alles nur einen Katzensprung entfernt. Naja, also dann, wenn die Katzen recht lange Beine haben. Wir haben in vier Tagen knapp 70 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Katzensprung halt ;-) Aber wie gesagt: Kolosseum. Kaum hatten wir es vor uns, jagte uns ein Gewitterschauer ins nächste Restaurant. Für den Rückweg musste ich dann das freundliche Angebot wahr nehmen, einen Regenschirm zu erwerben. Regenschirme, Selfie-Sticks, Schals, Tücher, exklusive Führungen durch Sehenswürdigkeiten ohne Schlangestehen, Powerbanks und Rosen werden einem in Rom übrigens zuverlässig alle zwei Minuten angeboten. Nach drei Stunden hat man gelernt, diese freundlichen Angebote ebenso freundlich zu ignorieren.

Am nächsten Tag ging es dann bei weitaus besserem Wetter noch einmal in Richtung Kolosseum. Dort war uns die Schlange ein wenig zu lang, deshalb haben wir uns erst einmal das Forum Romanum angesehen. Und auch wenn es streng genommen nur ein Haufen alter Steine ist, war ich ziemlich sprachlos. Wusstet ihr, dass das Forum, das in einer Senke liegt, jahrhundertelang als Deponie für Bauschutt und Kuhweide diente und erst vor gut 200 Jahren die Ausgrabungen starteten? Ich nicht. Was die Archäologen da ausgegraben haben, ist irre. Inzwischen kann man vor allem vom Palatin aus die ehemaligen Strukturen des Forums erkennen und die alten Tempel bewundern, die zum Teil noch stehen. Unglaublich, was vor 2000 Jahren so gebaut wurde.

Von alten Steinen zu historisch unbedeutenden Klamotten: Da wir nach den Erfahrungen im letzten Urlaub nur mit Handgepäck gereist sind  - das verliert man nicht ganz so leicht - war nicht allzuviel Raum für besondere Outfits. Turnschuhe waren sowieso gesetzt, denn in allem anderen kann ich sowieso keine weiten Strecken zurücklegen. Warm war es auch - zwischen 16 und 22 Grad - so dass die Jeansjacke ausreichte. Dass der Jumpsuit, den ihr aus diesem Post schon kennt, alltagstauglich ist, hat er nun auch bewiesen. Die Seide sorgt dafür, dass einem nicht allzu warm wird, das Ding ist saubequem und der Schnitt hält auch Riesenportionen Pasta aus. Na, und leicht ist er außerdem. Gut fürs Handgepäck also. Die Tasche habe ich in einer Eil-Aktion noch kurz vor dem Flug gekauft. Meine kleinen Taschen waren nämlich leider zu klein, um alles unterzubringen, was hinein musste. Und eine große Tasche wollte ich nicht mitnehmen. Der Notkauf erwies sich zwar als recht hübsch, aber auch nicht allzu haltbar. Schon auf dem Weg zum Flughafen ging die Verbindung von Tasche und Tragegurt den Weg alles Irdischen. Ausgeklügelte Knotentechnik hielt dann aber ein paar Tage. Trotzdem weiß ich jetzt, dass Billigtaschen künftig im Laden bleiben ;-)












So, das war der erste Eindruck der ewigen Stadt. Mehr gibt es in den nächsten Tagen! Dann nehme ich Euch noch mit ins Kolosseum und verrate Euch, warum ein Besuch der vatikanischen Museen an einem Montag keine gute Idee ist und wann man auf der Spanischen Treppe problemlos einen Sitzplatz bekommt :-)

Liebe Grüße

Fran

Freitag, 21. Oktober 2016

Lederjacke vor Sonnenuntergang


Am letzten Wochenende war der Herbst ja eigentlich richtig schön, so temperaturtechnisch. Nur die Tage, die werden unaufhaltsam kürzer. Ich habe es den ganzen Sommer über so sehr genossen, Blog-Fotos abends zu machen. Abends hatte immer jemand Zeit. So langsam wird das allerdings schwierig. In der vergangenen Woche hatten wir abgesprochen, auf dem Weg zum Training Fotos zu machen. Da hatte ich aber nicht auf dem Zettel, dass sich die Sonne inzwischen schon ziemlich früh verzieht. Mit ein bisschen Rennen zum See hat es zwar noch geklappt, aber entweder das Training findet künftig eine Stunde früher statt oder wir stehen demnächst im Dunkeln. Was blöd wäre, vermutlich kippe ich dann in irgendeinen Fischteich...

Wie das demnächst werden soll, wenn es schon um vier Uhr zu dämmern beginnt, weiß ich noch nicht. Denn die Kinder sind frühestens um kurz vor vier zuhause. Ich fürchte, ich muss bei der Bezirksregierung beantragen, die Stundenzahl für Zehnt- und Zwölfklässler drastisch zu kürzen ;-) Ob die reagieren, wenn ich das mit „Blog in Gefahr“ begründe? Und wie habe ich das im vergangenen Jahr eigentlich geschafft? Fragen über Fragen...  Vermutlich wird es auf Fotos an den Wochenenden hinauslaufen. Was wiederum weitere Fragen aufwirft, denn Teenager sind an Wochenenden quasi pausenlos unterwegs. Ich werde mein Bestechungssystem optimieren müssen. Oder Leichen im Keller suchen, die den Kindern gehören und die ich gegen sie verwenden kann. Investigativer Journalismus quasi. Kann ich. Läuft!

Heute möchte ich Euch meine Geburtstags-Jacke unbedingt noch einmal in voller Pracht zeigen. Eine braune Lederjacke fehlte noch in meiner Sammlung. Und bei Sandro in Valencia hing sie dann. Wildleder ist zwar empfindlich, aber sie ist soooo schön. Und weich. Und überhaupt.

An der Hose scheiden sich vermutlich wieder die Geister. Ich gebe zu, das Loch am Knie ist inzwischen ganz schön groß. So groß, dass das gute Stück am Wochenende im Winterlager landen wird, es zieht nämlich ganz schön. Bei sommerlichen Temperaturen angenehm, im Winter eher ein Garant für ein blau gefrorenes Knie. DAS allerdings wäre sehr unfotogen. 

T-Shirt zur Jeans ist bei mir eher ungewöhnlich. Eigentlich trage ich viel lieber Blusen. Oder Tops, wenn es warm genug ist. T-Shirts und ich, wir sind keine guten Freunde. Woran das liegt? Die meisten T-Shirts sind entweder zu steif oder zu labbrig, die Ausschnitte sind doof und das Ding ist zu kurz oder zu lang. Das richtige T-Shirt ist für mich weit schwieriger zu finden als eine Jeans. Bei diesem hier hatte ich Glück. Deshalb wird es auch gehegt und gepflegt. Hat irgendjemand von Euch vielleicht einen Geheimtipp in Sachen T-Shirts? Wobei die ja für das nächste halbe Jahr sowieso zur Löcher-Jeans ins Winterlager wandern.... Ihr seht, ich hadere immer noch ein ganz kleines bisschen mit dem Herbst. Obwohl er ja auch seine guten Seiten hat, der Herbst. A propos: Möchte jemand zum Laubharken vorbeikommen?








Liebe Grüße

Fran

Jacke: Sandro
Jeans: Zara
T-Shirt: &other stories
Sandalen: H&M
Rucksack: Pull & Bear