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Fein, feiner, am Feinsten - ü 30 Blogger & Friends


Danke, Moppi, für die Idee zu dieser Aktion :-)

Genau genommen bin ich wohl kein Mädchen. Ich bin nämlich überhaupt kein Fan von Schmuck. Es kann glitzern und blinken und ich will es trotzdem nicht. Ich lege keinen Wert auf güldenes Geschmeide und den Diamantring, den ich vor vielen Jahren zur geplanten Verlobung bekam (mein damaliger Freund machte mir einen Antrag, ich sagte nein und den Ring wollte er partout nicht zurück), habe ich an meine Schwester verschenkt. Ja, und was zur Hölle mache ich dann hier? Es gibt ein paar wenige, feine Schmuckstücke in meiner Sammlung, die ich von Zeit zu Zeit tatsächlich trage. Das war allerdings nicht immer so.


Meine Schmuck-Karriere begann mit der obligatorischen Uhr und 
der goldenen Kette samt Kreuz zur Erstkommunion. Die fand ich toll! Genauso toll wie den Schmuck meiner Mutter. Ich erinnere mich noch, dass meine Schwester und ich häufig ihre Schmuckschatulle durchwühlten und alles probierten, als wir Kinder waren. Vor ein paar Wochen drückte uns mein Vater die Schatulle in die Hand, denn meine Mutter ist vor einigen Jahren gestorben. Wir hatten beide einen Kloß im Hals, als wir sie ansahen. Ich habe jetzt wieder einen Diamantring. Tragen werde ich ihn wohl nie, aber eine meiner Töchter freut sich vielleicht irgendwann darüber.

Weiter ging es mit dem obligatorischen Quengeln nach Ohrlöchern. Die gab es nicht - erst mit 18 habe ich mir welche stechen lassen - mit dem Ergebnis, dass ich alle Jubeljahre mal Ohrringe trage ;-) Schmuck fand ich als Teenie eher langweilig - außer Ohrringen natürlich, die waren ja verboten - und das änderte sich erst, als ich vor einigen Jahren Spaß an Mode entwickelte. Da gehörte Schmuck halt dazu. Und vor allem: Statementketten. Ich habe mir damals ein ganz besonderes Stück in London gekauft. Und sehr schnell festgestellt, dass die Klunker-Kette zwar im Laden umwerfend aussah, aber dass sie zu mir nicht passt. Ich versuchte es mit den damals angesagten „Armparties“ - mit dem Ergebnis, dass mich das Gebamsel am Arm beim Arbeiten furchtbar störte. Die Statementkette wechselte recht schnell den Besitzer und ich trug weiterhin lediglich meine Uhr. Die aber mit Leidenschaft :-)

Inzwischen weiß ich ein paar Dinge über mich. Schmuck mag ich nur, wenn er eher klein und fein ist. Und aus Silber, Weißgold oder Platin muss er sein. Mit Gelb- oder Roségold kann man mich jagen. Das steht mir nicht und ich mag es nicht. Fertig. Modeschmuck kann toll aussehen - ich erinnere nur an Tina und die Kreationen, die sie in den hintersten Ecken des Internet aufspürt und die ihre Outfits wunderbar komplettieren. Aber meins ist das einfach nicht.




Und weil das so ist, gibt es an mir neben der Uhr höchstens mal ein Pandora-Armband zu bewundern, das meine Schwester mir mal geschenkt hat. Und nein, mehr Elemente wird das Armband nie bekommen. Die würden mich auch wieder nur nerven.



Das nächste Armband ist noch feiner, dafür gehört ein Ring dazu. Wird aber auch nur selten getragen, denn das gute Stück ist naturgemäß sehr empfindlich.



Nummer drei ist die Kette, die bestimmt schon 25 Jahre alt ist. Sie stammt von einem israelischen Schmuckdesigner. Die habe ich irgendwann im Schaufenster gesehen und nich verliebt. Trotz des damals schwindelerregenden Preises habe ich sie gekauft und seitdem trage ich sie, wenn es gerade mal passt. Da ich meist hochgeschlossen zu sehen bin, passt es eher selten. Aber das ist eben die einzige Kette, die ich überhaupt trage. Die ist nicht ganz fein, aber von Statement weit entfernt. Außer, man betrachtet die Kombination der Edelmetalle Silber, Gold und Platin als Statement.

Das war also meine Geschichte zum Thema „Fein, feiner, am Feinsten“. Vermutlich ist das auch das Einzige an mir, was richtig „fein“ ist. Oder wie sagte eine großartige Frau und Freundin, die ich immer noch schmerzlich vermisse, vor vielen Jahren: „Das Feine, das will bei uns nicht so rein“. Recht hatte sie :-)

Liebe Grüße

Fran


Kommentare

  1. Das Foto von dir ist hübsch und sehr fein. :)
    Die Kette auf dem Bild sieht toll aus <3

    Happy Montag zu dir, liebe Grüße!

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    1. Einen verspäteten happy Mittwoch :-) Ich bin einfach nicht dazu gekommen, die Kommentare früher zu beantworten... Asche auf mein Haupt.

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  2. Ich trage gern Schmuck. Allerdings auch eher den der anderen Art. Gern " unecht" bunt, das kennst Du ja. ;)
    Echten teuren feinen Schmuck zu besitzen hat mich nie gereizt. Schön dass Du Stücke hast die für Dich auch etwas bedeuten und besonders sind.
    Schönen Montag, liebe Grüße Tina

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    1. Klar kenn ich den und ich finde deine Sammlung unheimlich toll! Du hast so unglaublich phantasievollen Schmuck, den ich immer wieder bewundere. Teuren Schmuck zu besitzen reizt mich auch nicht. Zumindest nicht, wenn er "nur" teuer ist. Er muss mir schon was bedeuten.

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  3. Huhu Fran,
    feinen Schmuck zu tragen ist für mich keine gestalterische Herausforderung, daher komme ich und das Thema auch nicht so oft zusammen. Wenn man ihn nicht sieht, kann man ihn ebenso gut weglassen. Dass der aktuelle Modetrend in der Regel die feine Form, aber nicht die feine Qualität des Metalls umfasst, ist schade, aber Edelmetalle sind absolut unerschwinglich geworden. Insofern tust Du gut damit, ausgewählte, wirklich "Edles" zu tragen. So wie Du es hier präsentierst, passt es gut zu Dir. Die Kette finde ich sehr schön!!!
    Herzlich grüßt Dich Edna Mo

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    1. Vielleicht ist das der Grund: Gestalterische Herausforderungen sind für mich unheimlich schwierig. Ich kann mit Wörtern umgehen, aber weniger gut mit Bildern.

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  4. Ich denke da ist wirklich jeder verschieden . Der eine mag es der andere nicht. Ist aber vielem so. Die Vorstellung wir wären alle sehr gleich finde ich hingegen eher gruselig. Hübsches Foto von Dir :)
    LG heidi

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    1. Wären wir alle gleich, wäre mindestens die Hälfte überflüssig ;-) Ist schon ganz gut, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind.

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  5. Die Armbänder sind sehr hübsch und auch die schlichte Halskette steht Dir gut. Ich könnte mir vorstellen, dass sehr gradliniger Schmuck und auch geometrische Formen besser zu Dir passen, weil verspieltes sehe ich bei Dir auch nicht. Auch ein ganz dünner Halsreif aus Silber würde Dich gut kleiden, ohne dass Du Dir verkleidet vorkommst.

    Liebe Grüße,
    Moppi

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    1. Einen solchen Reif hatte ich mal. Der war schön, aber irgendwie "unbequem". Also hab ich ihn verschenkt. Sobald ich merke, dass ich Schmuck trage, weil er mich irgendwie behindert, kommt er weg.

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  6. Deine Armbänder finde ich wirklich hübsch. Könnte ich mir gut in Kombination mit einer etwas derberen Uhr vorstellen. Persönlich bin ich eher fürs Grobe.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ein Händchen fürs Grobe kann ich vermutlich auch nicht abstreiten ;-) Das Armband trage ich häufig zusammen mit meiner Uhr. Wirklich fein ist die ja tatsächlich nicht.

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  7. Ich weiß, dass du nicht so der Schmuckmensch bist, aber so wie du deinen Stil beschreibst kann ich mir Perlenohrringe bei dir sehr gut vorstellen, oder magst du nicht?
    Naja, ich denke Schmuck zu tragen ist grundsätzlich Geschmacksache, das ist klar! Da ich doch ein kleiner Schmuckliebhaber bin ;), aus dem Haus gehe ich nur mit Ringen und Ohrringen!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Doch, Perlenohrringe mag ich und ich habe sie auch lange Zeit getragen. Und dann kam dieses "Hamburger Jura-Studentin mit Tussi-Täschchen-in der Armbeuge"-Image. Seitdem liegen sie nur noch rum, die Ohrringe.

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  8. Tja Fran.... :-)
    Die Kombination der Edelmetalle Silber, Gold und Platin ist definitiv ein Statement. Schöne Schmuckstücke sind das. Aber ich würde sie alle zusammen tragen.... und noch ein bissal mehr. :-)
    Komisch, ich kann z.B. an der Tastatur keine Uhr haben. Ich trage seit Jahr(zehnt)en ins Büro keine mehr.
    Die Schmuckkiste meiner Mutter hab ich als Kind auch geliebt. Gefüllt mit Broschen und Goldringen und Steinen.... Sie steht in meinem Schlafzimmerschrank. Ich trage diesen Schmuck nie. Und hoffe auf weibliche Nachkommen oder Schwiegertöchter.
    LG Sunny

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    1. Ich mag Platin. Das erkennt nämlich niemand. Du ahnst nicht, wie viele bedauernde Worte ich kassiert habe, weil mein Ehering "nur" aus Silber ist. Ich hab gegrinst und meine Klappe gehalten.
      Uhr an der Tastatur geht. Aber niemals an der Maushand. Da werde ich wahnsinnig.

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  9. Hallo Fran, sehr schöne Armbänder, gefallen mir sehr gut und passen zu dir. Komischerweise trage ich sehr selten Armbänder.
    Liebe Grüße Bo

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    1. Armbänder trage ich wesentlich häufiger als Ketten. Keine Ahnung, warum.

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  10. Ich bevorzuge auch feinen Schmuck, nur Ringe und lange Modeschmuckkettwndürfen es hin und wieder gerne sein.
    Den Schmuck der Mutter in der Schatulle durchwühlen....als Kind habe ich das geliebt. Aber ich mag nicht daran denken, dass ich ihn irgendwann wieder in der Hand haben werde. Da bekomme ich jetzt schon einen Klos im Hals.
    Das Armband mit t den Kugeln finde ich toll. Leider stören mich Armbänder auch beim Arbeiten, weshalb ich sie viel zu selten trage.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Die Sache mit der Schmuckschatulle der Mutter scheint weit verbreitet zu sein. Als Kind ist das toll. Später dann nicht mehr :-(

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  11. :-) Kann mir vorstellen, dass Ihr einen Kloß im Hals hattet, als Euch Euer Vater die Schmuckschatulle Eurer Mutter überreicht hat.
    Ich habe schon immer gern etwas Schmückendes getragen, das wird sich wohl nie ändern ;-)
    Liebe Grüße
    Claudia :-)

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    1. Schmuck - also alles jenseits einer Uhr - war für mich lange Ausdruck von "gediegen". Und gediegen war ich nun wirklich nie ;-)

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