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Das Schweinderl im Juni: Nein, kein Fußball.

Foto: Pixabay
Das Schweinderl des Monats versteckt sich diesmal nicht, es rennt gerade laut grunzend durch die Blogger-Welt. Nein, es ist nicht die Fußball-Weltmeisterschaft. Die drömelt so vor sich hin und die Deutschen sind nicht mehr dabei. Aber dieses Schweinchen fasse ich nicht an - das hier ist kein Fußball-Blog und ich bin nicht wahnsinnig. Ich meine, die Medien diskutieren gerade, ob nur „die Mannschaft“ rausgeflogen ist oder wir alle, denn wir alle sind ja auch vor vier Jahren Weltmeister geworden…. Wer das diskutieren mag, soll das tun. Ich nicht, ich bin auch noch nie Weltmeister gewesen

Zurück zum Schwein des Monats. Es ist:
*tadaaaaaaaa* Abmahngate *unheilvollemusiksetztein*
Die Sache mit dem „Gate“ wird inzwischen inflationär gebraucht und Bob Woodward und Carl Bernstein (das waren die beiden, die die namengebende Watergate-Affäre aufdeckten) werden vermutlich die Augen verdrehen, weil alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, heutzutage ein „gate“ verpasst bekommen. Aber das nur nebenbei. Abmahngate ist natürlich ein sehr ernstes Thema, das eine ernste Behandlung verlangt.

Der eine oder andere wird jetzt die linke Augenbraue hochziehen (falls das nach der letzten Botox-Injektion noch möglich ist), dass ausgerechnet ich, die ich nicht mal nen Instagram-Account habe, mich jetzt auch noch damit beschäftige. Sorry. Ich kann nicht anders.

Also los: Die Abmahnwelle rollt gegen alles und jeden. Naja, genau genommen gegen gut 80 Influencer allein in Berlin in diesem Jahr. Setzt man diese Zahl in Relation zur Gesamtzahl derer, die in der Hauptstadt einen Instagram-Account haben, äh ja. Also eine ungeheuer große Abmahnwelle rollt auf uns alle zu. Ein Abmahn-Tsunami quasi. Es rauscht im Blätterwald. Ach nee, im Bilderwald. Die machen unser Instagram kaputt! Nix darf man mehr zeigen. Und schon gar nix taggen, ohne Werbung dazuzuschreiben. Sonst wird man sofort abgemahnt und muss Abertausende von Euros zahlen oder landet im Knast.

Der Grund für diese miese Abzocke ist übrigens auch sonnenklar. Die Abmahnwelle ist nämlich die Rache derjenigen, die keine Ahnung vom Internet haben. Die rächen sich jetzt an den Influencern, weil die Herren Anwälte und Richter - die keine Ahnung von sozialen Medien und Internet und überhaupt haben - nicht ertragen, dass die meisten Influencer Frauen sind, die mit diesem neuen Beruf ganz viel Geld verdienen. Die sind einfach nur neidisch und missgünstig, die Richter und Anwälte. Und haben wohl Angst, dass ihre Frauen Influencer werden und keine Hemden mehr für den Gatten bügeln. Ja, das klingt doch schlüssig.

Wie kennzeichnet man denn nun richtig? Was ist Werbung und was nicht? Im großen, weiten Internet gibt es dazu ungefähr tausend Meinungen. Gab es aber schon immer. Im Prinzip war das bisher nicht tragisch. Jetzt schon, wenn man tragisch mit teuer gleichsetzt. Schön ist auch, welche Gerüchte so die Runde machen.

Man darf jetzt nicht mehr „Dummsdorf“ (ersetze jeden beliebigen Ort auf der Welt) als Hashtag verwenden, weil man dann für den Ort wirbt. Wobei Dummsdorf das vielleicht echt nötig hätte… Kleiner Tipp am Rande: Dummsdorf ist erstmal ok. Das neue Hipster-Café XY in Dummsdorf eventuell nicht, auch wenn es da wahnsinnig instagrammablen Latte gibt.  Wenn man allerdings mit dem Dummsdorfer Tourismusverband Geschäfte macht, sollte man das natürlich als Werbung kennzeichnen. Wenn man in Dummsdorf nur deshalb ist, weil Schwiegermutter in der Nähe wohnt und man wegen zu viel Schwiegermutter Luft zum Atmen brauchte, dann ist Dummsdorf ok.

Ach ja, es stimmt auch nicht, dass man künftig nur noch schwarze Quadrate ohne Hashtag und Verlinkung veröffentlichen darf. Man darf auch blaue oder rote Quadrate verwenden ;-)

Wenn man dann aufgezählt hat, was man jetzt nicht mehr darf, werden im nächsten Schritt  Schuldige gesucht. Am Pranger stehen, in beliebiger Reihenfolge:

  • Die doofen, "großen"Blogger, die sich nie an die Regeln gehalten haben und deshalb allen anderen das jetzt eingebrockt haben (was mich amüsiert ist, dass es tatsächlich bei den größten Lifestyle-Blog noch nicht angekommen ist, dass etwa Affiliate-Links Werbung sind. Der Lerneffekt ist also scheinbar nicht wirklich groß. Auf Instagram kennzeichen jetzt zwar sogar die Großen der Banche wie wild. Auf den dazugehörigen Blogs steht dann weiterhin zu wenigen Posts ganz verschämt und in Schriftgröße 4,5 drunter: „In Zusammenarbeit mit…“ )
  • Die Zeitschriften, die auch ständig Schleichwerbung betreiben (Tun sie. Und ich fresse nen Besen, wenn da nicht auch regelmäßig Abmahnungen eintrudeln. Aber Verlage haben für derart lästige Post eine Rechtsabteilung)
  • Die Abmahner themselves. Die sind durch und durch böse. Oder neidisch. Siehe oben. (Ich schätze ja, die wollen einfach nur auf relativ mühelose Weise Geld verdienen. Wollen ja ganz viele Menschen, hab ich mal gehört. Einige hinterziehen Steuern, einige verkaufen überteuerte Versicherungen oder vermitteln unseröse Kredite und einige geben sich dem Abmahngeschäft hin)
  • Die Richter und Anwälte, die ja überhaupt keine Ahnung von diesem Internet haben (die müssen in erster Linie übrigens Ahnung von Gesetzen haben, aber das nur nebenbei)

Und nun? Keine Ahnung. Was da gerade passiert, ist sicher in vielen Fällen nicht fair. Abmahnvereine sind ganz sicher keine angenehme Zeitgenossen. Wenn man sich aber die bisherigen Gerichtsentscheidungen genau ansieht und vielleicht auch mal eine Urteilsbegründung liest (ja, die kann man googeln. Die sind öffentlich zugänglich) ergibt sich aber im Moment die Situation, dass es schon so ungefähr 50.000 Follower und einen bereits kommerziell erfolgreichen Account braucht oder aber einen Account, dem ein Blinder ansieht, dass der Inhaber den künftig kommerziell erfolgreich nutzen möchte, um nicht nur in den Genuss einer Abmahnung zu kommen, sondern auch von einem Richter der Schleichwerbung bezichtigt zu werden.

Wer mit 456 Followern von Zeit zu Zeit mal für eine Creme wirbt und ansonsten postet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, ohne Farb, Unsinns- und sonstiges Massen-Follower-Gewinnungs-Konzept, darf vermutlich erstmal das Hyperventilieren einstellen - zumal  genau diese Blogger die Sache mit der Kennzeichung in der Regel westentlich genauer nehmen als ihre „großen“ Kollegen und schlichtweg keinen Grund für Abmahnungen liefern.

Die genialste Antwort auf die Frage „Was nun“ ist allerdings, jetzt einfach alles als Werbung zu bezeichnen. Selbst schwarze Quadrate ohne Hashtag und ohne Verlinkung. Ich fürchte, das kommt als Bumerang zurück - daraus werden vermutlich üble, schwarze Löcher, die am Ende der Geschichte das komplette Internet verschlucken. Ich fresse auf jeden Fall gleich nen zweiten Besen, wenn diese Methode auf Dauer funktioniert. Haben Besen eigentlich Kohlehydrate?

Damit das Schweinchen des Monats wenigstens ein kleines bisschen Speck liefert, gibt es jetzt noch einige Links zum Weiterlesen, die, soweit ich es einschätzen kann, ein wenig fundierter sind als das, was zur Zeit vielfach durchs Netz geistert. Die sorgen dann hoffentlich auch dafür, dass die Panik nicht noch weiter um sich greift. Oder, wenn sie doch greift, dann an der richtigen Stelle.

Sunny hat sich wie gewohnt sehr gut recherchiert und wunderbar belegt ihre eigenen Gedanken gemacht.

Und dann wären da noch:





Liebe Grüße

Fran

P.S. Ich bin, wie der geneigte Leser weiß, kein Anwalt, sondern Journalistin. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, aber das, was ihr oben lest, ist meine persönliche Meinung, juristisch nicht fundiert und ersetzt keinesfalls eine juristische Beratung. Die gibt es beim Anwalt. Nicht bei mir. Hier gibt es nur schweinische Satire. Die dafür kosten- und werbungslos ;-)

Kommentare

  1. Naja ... gibt ja immer noch Blondienchen unter den Bloggern die verbringen grad sehr viel Zeit um sich bestmöglich mit hübsch gefotoshoppten Bildern in Szene setzen ...denen würde das Lesen von gewissen Plattformen unbedingt empfehlen .
    Oder wie ich letztens dieses Buch Mein Recht im Internet rezensiert habe ... helfen.
    Und auch ich habe keinen Sozialen Kanal am laufen die ich regelmäßig fütter. Ergo auch keine 50 Tausend gekauften Follower habe.
    Überlege grad ob die Kaufwilligen jetzt gekniffen sind oder die gekauften Follower einfach löschen . Hmmm Schwierig , schwierig , schwierig ....*gg
    Nu ja und so beißt die Mieze sich selbst in den Schwanz .
    Schönen Abend für Dich . Und ich gehe jetzt grinsen , weil ich ein kleines Licht bin ...*gg . Was trotz der Haarfarbe gerne liest, lernt und beobachtet ;)
    LG Heidi

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    1. Das ist nicht nett ;-) Um Photoshop zu beherrschen muss man nicht blond sein. Ich hab blonde Strähnen ohne Ende, aber keinen blassen Schimmer. Beruflich lasse ich Photoshop-en, privat ist Hopfen und Malz eh verloren.
      Die Frage, ob man gekaufte Follower besser löscht, damit man nicht in einen falschen Verdacht gerät, ist eine Überlegung wert. Das Thema behandle ich dann in vier Wochen oder so.

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    2. Nett, ... Du weist doch nett ist der kleine Bruder von .....

      Aber mal ganz im Ernst. Es ist tatsächlich so das sich wirklich alle kleinen in den allermeisten Fällen an die Regeln halten . Warum kapieren die größeren das nicht?Und warum gibt es immer noch Blogger die auf unseriöse Anbieter eingehen. Kein Post ist weniger wert , nur weil man Werbung oben anbringt. Ich weis gar nicht wie viele Blog´s ich in aller schönster Regelmäßigkeit sehe die komplett auf diese Kennzeichnung verzichten. Ganz ehrlich nach dem was die letzten zwei Jahre im Netz los war und wie oft das besprochen und zum Thema geworden ist . Sollten es doch wohl alle kapiert haben das es Sinn macht die Regeln einzuhalten. Oder ?
      Und wer es nicht tut. Na gut der muss halt auf Post warten . Schließlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Und natürlich muss ich die Regeln nicht mögen und kann mich darüber aufregen . Aber ich kann auch die Regeln befolgen und mich dafür einsetzen das sich was ändert .

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    3. Ja, stimmt. Ich habe in den letzten Wochen auch den einen oder anderen gelesen, der blöderweise nicht gekennzeichnet Post gesehen, obwohl es definitiv bezahlte Werbung war. Da sind die Auftraggeber ja auch sehr hilfreich - die streuen ihre Werbung gerade wieder ein bisschen beliebig... Neun kennzeichnen richtig, Nummer zehn gar nicht.
      Wie auch immer: Wer das bisher nicht kapiert hat, der WILL es nicht kapieren. Da ist Reden zwecklos. Da hilft dann nur noch eine Abmahnung. Und ich schwöre: Das Gejaule wird groß sein.

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  2. Bravo Fran, ich bin verliebt in diesen Post, toll geschrieben! Okay, habe auch keinen Account bei Instagram, aber ich mag den Beitrag hier trotzdem. In mir lächelt es durch und durch, Danke. <3

    Liebe Grüße!

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    1. Danke :-) Das klingt jetzt ein bisschen gekauft. Nicht dass ich jetzt Probleme kriege *grins*

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  3. Auch wenn ich das Überarbeiten meines Instagram Accounts im Moment nicht ganz so lustig finde, habe ich mich köstlich über deinen Schweindl Beitrag amüsiert. Von meinen um die 400 Followern (ich schaue nicht täglich nach, wer mir folgt und wieder entfolgt, das ist mir zu kompliziert und mir ist meine Zeit zu kostbar) sind keine gekauft. Wozu auch? Trotzdem komme ich im Nachhinein nicht drumherum mir einzugestehen, dass ich an manchen Stellen mit den Inhalten in den Posts ziemlich naiv umgegangen bin. Über das Thema "Werbung" bzw. Schleichwerbung habe ich mir nicht besonders viele Gedanken gemacht. Dafür überlege ich jetzt bis ins kleinste Detail was im kleinlichsten Falle wie ausgelegt werden könnte und kennzeichne äußerst pingelig nach. Denn trotz allem was du bestimmt berechtigt anmerkst, ist für mich nun eher Achtsamkeit statt Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ;). Liebe Grüße Ursula

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    1. Hey, du hast immerhin 400! Ich hatte gerade mal 150 oder so, bevor der Account sterben musste. So buchstabiert man Erfolglosigkeit ;-) Und achtsam zu sein, was man wie kennzeichnet, ist sicher ein guter Weg.

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  4. Danke dir für die Verlinkung :) Auch wenn du keine Juristin bist, ist dein Beitrag schon mal um viele Klassen richtiger als der ganze Nonsense, der gerade aus Instagram verbreitet wird! Ich glaube man muss gar kein Jurist sein, um dazu verstehen, worum es geht, man muss nur gewillt sein sich etwas Zeit zu nehmen, es herauszufinden. Danke also, dass du das getan hast :)

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    1. Du sagst es. Da wird im Moment Nonsens verbreitet, dass es eine wahre Freude ist! Und das ist definitiv kontraproduktiv und ganz sicher nicht hilfreich, wenn man mit den Vorurteilen über Influencer aufräumen möchte.

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  5. Mal sehen, wie lange diese Sau noch durchs Dorf getrieben wird. Erst kriegen sie die "Großen", und dann die kleinen "Sesselpupser". Wir brauchen klare Regelungen. Schleichwerbung finde ich auch blöd, aber ich möchte schon gern wissen, wie ich zu kennzeichnen habe. Das mal wieder von der Anzahl der Follower abhängig zu machen finde ich absurd.

    Deine Geschichte hat mich trotzdem amüsiert.

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    1. Ich würde mal tippen, dass die "Großen" sich demnächst auch einen Justitiar leisten und in dem Moment sind sie kein lohnendes Opfer mehr. Klare Regelungen - klar werden die gebraucht. Einige gibt es aber längst. Sich daran halten - das tun eher die kleinen Fische.

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    2. So ist es. Die zahlen eventuelle Strafen auch nicht mal eben aus der Portokasse...

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  6. Ich glaube, ich werde das Wort "Werbung" sogar auf meine Visitenkarte drucken lassen - das ist eine Werbung für meinen Blog, nicht wahr? ;) Spaß!
    Naja, ich hoffe, dass sich alles beruhigt und wieder normal wird.
    Toller Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Klar wird es sich beruhigen. Bis zum nächsten Anfall von Abmahneritis. Aber du könntest Werbung als zweiten Vornamen einfügen. Das gibt ein middle initial für lau. Claudia W. Lasetzki. Hey, das klingt gut!

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  7. Ich muss gestehen, ich hatte schon recht sehnsüchtig auf Deine Auslegung dieses Themas gewartet und wie wiederum erwartet, bin ich ziemlich angetan! Wie üblich eigentlich. ;) Vielen Dank dafür!

    Die Vorstellung der Herren Richter und Anwälte, die Angst davor haben, dass ihre Frauen als zukünftige Influencer möglicherweise keine Hemden mehr für die Gatten bügeln, hat mir dabei zumindest in Sachen Humor am besten gefallen. :D :D :D

    Danke aber auch für die Links. Der letzte ist besonders gut, finde ich. :)

    Ich selbst versuche schon die ganze Zeit, mich von der allgemeinen Hysterie nicht anstecken zu lassen, da ich jedoch nicht so der coole Typ bin und es von allen Seiten auf einen einprasselt, ist dies manchmal nicht so einfach ...

    LG
    Gunda

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    1. Die fand ich eigentlich auch gut. Und du ahnst nicht, wie dämlich ich geguckt habe, als ich eine ähnliche Formulierung (minus Bügeln) tatsächlich kürzlich auf einem Blog gelesen habe. Ernst gemeint. Da landete mein Morgenkaffee auf der Hose, so sehr hab ich gelacht.

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  8. Als Jurist würde ich mir eine Rechtsberatung per Netz auch gut überlegen. Ich frage da gelegentlich eine befreundete Anwältin ;)
    Dieses Schwein habe sogar ich mitbekommen und natürlich kennzeichne ich auch brav (mehr, als ich müsste, aber das ist halt eine sichere Bank), auch wenn ich hoffentlich unter dem Radar fliegt. Insgesamt finde ich ja Kennzeichnung gut, damit man aufgeklärt ist, das jemand bezahlt wurde. Manchmal sind die Texte oder Produkte aber so blöd, dass man sich die Kennzeichnung auch sparen kann....aber da die Grenze schwer zu ziehen ist und ich mir wünsche, dass gerade junge Menschen (die das vielleicht nicht immer so gut erkennen) geschützt werden, muss halt alles gekennzeichnet werden.
    Ich habe just vorgestern in einer EU Verordnung, dass als Werbung nur gilt, wenn ein kommerzielles Interesse hinter dem Post steht. Ich kann also weiter ins Zoologische Gärten gehen und darüber schreiben, denn ich glaube nicht, dass aufgrund meines Posts die Besucherzahlen steigen. Und jetzt gucke ich mir mal deine Links an.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Du spricht nen wichtigen Punkt an: Gerade junge Menschen erkennen das tatsächlich nicht immer. Da mag der eine oder andere sagen: Selbst schuld. Sehe ich anders.
      Und ja, für Werbung braucht es ein kommerzielles Interesse. Du ahnst nicht, wie froh ich bin, dass ich hier explizit keine Werbung mache. Damit bin ich fein raus, denn ein kommerzielles Interesse kann mir nun wirklich niemand unterstellen.

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  9. Danke! Danke! Danke! für diesen unterhaltsamen Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Ich habe 15 Follower (alle gekauft - Spaaß!). Mache keine Kooperationen. Bin nicht auf Instagram (weiß noch nicht mal, was das ist!). Und habe dennoch das Gefühl, ich müsste seit Monaten pausenlos in Panik ausbrechen - OMG, was, wenn die mich finden??? Wenn ich ganz böse wäre, würde ich manchmal denken, dass diejenigen, die diesen Hype schüren, ein kleines Problem mit ihrem Selbstbewusstsein haben... a la: ich kann abgemahnt werden, also bin ich ein wichtiger Influenzer… sooo wichtig! Oje, wenn ich drüber nachdenke... 15 Follower... was bin ich für ein Loser... schluchz!
    Liebe Grüße, Maren

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    1. *flüster* Was kosten denn 15 Follower?
      Mir geht es wie dir. Weder Werbung noch Instagram. Panik habe ich allerdings auch nicht. Und an der Sache mit dem Selbstbewusstsein könnte was dran sein. Ich lehne mich einfach mal zurück. Ich influence gottlob nicht.

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  10. Sehr unterhaltsam zu lesen. Ich wusste sofort dass es nicht Fußball ist :) Wie lapidar das doch ist, dass unsere Elf heimfahren musste gegen DAS ABMAHNGATE!
    Danke für diesen Beitrag Fran, liebe Grüße von Tinas pinkem Dauerwerbeblog :)

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    1. Ist das Wort pink eigentlich auch Werbung? Da gibt es doch eine Sängerin - lebt die noch?
      Ha, und Jogis Jungs - was will man dazu sagen? Am besten breitet man den Mantel des Schweigens drüber. Ich bin eh für die three lions.

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  11. Du bringst es wie immer auf den Punkt, Fran. Diese Welle wird meinen kleinen Blog und noch kleineren Insta-Account nicht landunter setzen. Ob der Besen Kohlenhydrate hat? Keine Ahnung. Mich würde interessieren, wieviele man verbrennt, wenn man ihn reitet.
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Besen reiten ist bestimmt ein fantastisches Workout. Sich auf dem Ding zu halten - heißa. Ich probier das demnächst aus, werde einen Quidditch-Workshop absolvieren :-)

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  12. Ja, da ruf ich deinen Blog auf und gleich empfängt mich das Schweinderl wieder: Wie wunderbar.

    Dieses Herumgeheule gehört halt zum Internet dazu. Hysterie ist sein Mittelname, denke ich ;-) Schön auf den Puntk gebracht. Ich bin eigentlich heilfroh darüber, denn mich nerven manche Accounts schon wo eigentlich jedes Bild nur dem Verkaufen dient. Ohne Witz frag ich mich schon, ob Instagram sich in eine Verkaufsplatform immer mehr verwandelt. Daher kommt das Urteil nicht zur Unzeit.

    Das einzige, was ich weniger gut finde ist der nationale Alleingang. Auf einer weltweiten Platform müssen deutsche Accounts jetzt päpstlicher sein als der Papst. Das finde ich ein bißchen lachhaft....Denn viele andere Accounts werben weiterhin ohne Kennzeichnung, dass sich die Balken biegen...

    Danke für die Links auch und LG Sabina

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    1. Ich schätze, Instagram ist für nicht wenige schon seit Jahren eine einzige Verkaufsplattform. Der nationale Alleingang mag gewöhnungsbedürftig sein. Wie man damit künftig bei weltweiten Plattformen umgeht, wird sicher noch ein interessantes Thema. Also wirklich interessant. Kein Schwein.

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