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Mein Januar: Geschafft

So, den Januar haben wir schon hinter uns. Es gab Zeiten, da habe ich ihn leidenschaftlich blöd gefunden. In meinen Augen war er nur gefühlt der längste Monat des Jahres, dauergrau, dauernass und deprimierend. Ins Herz geschlossen hab ich ihn immer noch nicht, aber so schlimm wie in den letzten Jahren empfinde ich ihn auch nicht mehr. Vielleicht lag es daran, dass ich ziemlich entspannt ins neue Jahr starten konnte. Klar war es im neuen Job aufregend, aber dank Teilzeit war das eher spannend als stressig. Und klar war es dunkel und sehr, sehr nass. Aber immerhin ist es jetzt schon bis nach 17 Uhr hell! Und es gab Tage, an denen es nicht geregnet hat. Von Schnee will ich gar nicht reden… Den brauche ich allerdings auch nicht dringend zum Glücklichsein :-) Gefreut Über eine bestandene Zwischenprüfung. Ok, es war nur eine schulinterne Prüfung, die noch gar nix aussagt, aber sie hat mir immerhin gezeigt, dass das mit dem strukturierten Lernen noch wunderbar funktioniert. Jetzt darf ic

Geld gespart und gleich verfuttert ;-)

Ich liebe es ja, am Wochenende einen kleinen Abstecher nach Travemünde zu machen. Man fährt von hier aus eine knappe Stunde und es ist ja durchaus sinnvoll zu gucken, ob die Ostsee noch da ist, wo sie hingehört. Normalerweise sind die Damen Töchter mit von der Partie, denn ich habe meine Ostsee-Liebe an sie vererbt. Im Winter allerdings ist es finanziell wesentlich günstiger, wenn die Damen zuhause blieben. Nein, nicht wegen der Antipasti, die die beiden bei jedem Besuch traditionsgemäß im Deutschen Kaiser futtern. Sondern wegen der Stege. Die werden - bis auf die große Seebrücke - nämlich im Winter soweit möglich abgebaut. Das heißt, die Planken, auf denen man normalerweise geht, kommen ins Winterlager. Ist vermutlich aufgrund der Stürme eine sinnvolle Maßnahme. Stehen bleiben nur die „Gerüste“ für die Stege. Und die haben einen gravierenden Nachteil. Man kann auf ihnen balancieren. Was die Damen Töchter lieben. Wären es nur zwei Meter, würde ich ja einfach beide Augen fest zudr

Was ich im Januar gelernt habe: von Ayers Rock bis Zahnarzt

  Die Idee zu dieser Rubrik stammt immer noch von  Ines   und  Tina  und ich haben sie dankend aufgenommen. Für mich war es tatsächlich auch eine Übung in Achtsamkeit, denn durch diese Rubrik war ich gezwungen, mich jeden Abend zu fragen, was ich erlebt und gelernt habe. Das hätte ich vor zwei Jahren vermutlich absolut nicht auf die Reihe gebracht. Inzwischen ist es ein Ritual und ich finde, es ist ein schönes Ritual. Wer aufhört zu lernen könnte eigentlich auch aufhören zu leben... 1. In Hamburg sammelt die Stadtreinigung nach Silvester 15 Tonnen Müll ein. Innerhalb eines Tages. Beachtlich. 2. Einen Lernplan zu erstellen lohnt sich nur dann, wenn man sich auch daran hält. Immerhin ist das etwas, was ich mir für das neue Jahr vornehmen könnte. 3. Wenn zurzeit mal die Sonne scheint, muss man das sofort für einen Spaziergang nutzen. Eine halbe Stunde später könnte es schon in Strömen gießen. 4. Auf denkmalgeschützten Gebäude dürfen in Hamburg keine Photovoltaikanlagen errichtet werden. A

Liebe auf den ersten Blick - nicht Mann, sondern Hose

Verlieben kann man sich ja am laufenden Meter. Aber so eine richtige Liebe, die über mehr als zehn Jahre hält und längst noch nicht zu Ende ist, die findet sich nicht an jeder Straßenecke. Ich könnte jetzt behaupten, dass mir das schon vor mehr als zehn Jahren klar war, als ich DIE Hose fand. Stimmt nicht. Damals war es zwar Liebe auf den ersten Blick, aber dass sie so lange halten würde, habe ich nicht geahnt. Und dann ist es auch noch eine Jpgginghose! Ihr wisst schon, Kontrolle und so. Scheint so, als habe Herr Lagerfeld Recht. Denn zwischendrin habe ich durchaus die Kontrolle über mein Leben verloren… Ob das allerdings an der Hose lag, wage ich dann doch zu bezweifeln. Andererseits wäre vielleicht eine Studie interessant, inwiefern Burnout und Jogginghosen zusammenhängen. Wobei das vermutlich so endet wie die Studie zu Brot und Amokläufern. Da gibt es definitiv einen Zusammenhang: 80 Prozent der Amokläufer frühstücken Brot… Aber zurück zur Hose. Gefunden habe ich sie unter abs

Verzicht und ein Strickkleid

Im Januar wird in der Regel vor allem eines: Verzichtet. Der eine verzichtet auf Alkohol. Der andere ruft den ganz persönlichen Veganuary aus. Der dritte detoxt Nachrichten oder Social Media. Dann gäbe es da noch Konsumverzicht, Zucker-Detox, Tee statt Kaffee oder worau frau sonst so verzichten kann. Ganz ehrlich? Nö. Mit mir nicht. Der Januar ist ohnehin nicht mein Lieblingsmonat. Er ist verdamm lang und verdammt dunkel - zumal die hübsche Weihnachtsbeleuchtung längst abgebaut ist. An den meisten Tagen wird es gar nicht so richtig hell und Sonne ist absolute Mangelware. Abgesehen davon ist es ungemütlich, windig und kalt. Anderswo gibt es wenigstens Schnee. In Hamburg ist der höchst selten. Warum zur Hölle sollte ich just dann auch noch auf meinen Milchkaffee samt diesem winzigen Teelöffel Zucker verzichten? Seh ich gar nicht ein! Ok, Konsumverzicht übe ich in der Tat. Ich habe im Januar lediglich einen schwarzen Blazer gekauft. Das liegt allerdings eher daran, dass ich langsam die

Me-Time - braucht man das?

Beim Begriff Me-Time habe ich vor zwei Jahren noch mit den Augen gerollt. Sowas brauchte ich nicht. Ich hatte den großartigsten Job der Welt, der mir irre viel Spaß machte. Me-Time den ganzen Tag lang quasi. Ok, dass ich für Sport quasi keine Zeit mehr hatte, war schade. Dass ich immer mehr Stress hatte, war ein bisschen blöd. Aber ich hätte jedem, der mir zu Me-Time geraten hätte, erklärt, das sich so einen Blödsinn nun wirklich nicht brauche. Was draus wurde, wisst ihr ja. Ein Komplettzusammenbruch und ein hübscher, ausgewachsener Burnout mit allen Konsequenzen inklusive Klinik und Co. Ach ja, und der Einsicht, dass Me-time dann doch vielleicht eine gute Idee ist. Und nachdem ich vor einem Jahr nichtmal gewusst hätte, wie Me-Time überhaupt geht, gönne ich mir heute jede Menge davon. Zuweilen rolle ich nämlich noch immer mit den Augen. Zum Beispiel dann, wenn ich höre oder lese, dass 15 Minuten Nägellackieren die Auszeit für den Tag bedeuten. Wenn das tatsächlich alles ist, was vom

Manchmal kosten Kinder die letzten Nerven…

… aber manchmal sind sie auch ein echter Gewinn. Und manchmal können sie sogar beides gleichzeitig :-) Kind, klein, kann das beispielsweise hervorragend. Es begann damit, dass wir uns zu einem gemeinsamen Bummel in Hamburg verabredeten. Kind brauchte eine neue schwarze Jeans und ich brauchte einen stinknormalen schwarzen Blazer. Es tummelt sich nämlich der eine oder andere Blazer in meinem Kleiderschrank, aber schwarz war aus, nachdem ein altes Exemplar, das ich vor einer Handvoll Jahren bei Hasi und Mausi geschossen hatte - und das mich fast genausoviele Jahre geärgert hatte, weil der Hersteller weder Knöpfe noch Knopflöcher vorgesehen hatte - nun wirklich nicht mehr ging. Diesmal sollte es also ein ganz normaler, einreihiger schwarzer Blazer sein - samt Knöpfen und Knopflöchern - ein bisschen oversized, aber nicht allzu doll, gefüttert und bitte in einer ordentlichen Qualität. Mir schwante Übles, denn wenn ich schonmal mit einem Plan in die City fahre, geht der normalerweise nicht