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Posts

Mein Monat: November/Dezember. Von Freunden und Freuden.

Eigentlich wollte ich diesen Monatsrückblick ausfallen lassen. So wie ich die letzten Blogposts ausfallen lassen habe. Aber warum eigentlich? Die Welt dreht sich weiter und auch wenn es für mich im Moment ein ständiges Wechselbad der Gefühle ist, so drehe ich mich doch mit. Na gut, abzüglich der rund zwei Wochen, in denen ich tatsächlich krank war. Da drehte sich nur das Gefühlskarussell, sonst nichts. Aber immerhin gab mir das viel Zeit zum Nachdenken. Zeit, die ich mit Job und Kinderkram normalerweise nicht gehabt hätte. Wer also eine emotionale Ausnahmesituation durchmacht, sollte sich vielleicht gleich mal eine ganz schnöde Krankheit dazu bestellen, damit er ausreichend Zeit zum Denken hat ;-)
Ansonsten war ich in den letzten vier Wochen dankbar wie nie für gute Freunde. Und davon gibt es mehr als ich eigentlich dachte. Egal ob Nachbarn, Kollegen oder langjährige Freunde - sie alle hatten Zeit für mich, haben mich manchmal aufgefangen, wenn mein Gedankenkarussell zu schnell lief. I…

Die Schweinderl im November: Black Fridays und gekaufte Follower

Die Schweinchen aus dem November sind beide so herrlich typisch Frau, dass es eine wahre Freude ist. Da trifft ganz viel Achtsamkeit auf ganz viel Konsum und ganz viel ehrliche Entrüstung auf Stutenbissigkeit. Alles typisch weiblich. Oder auch nicht. Aber mal ganz ehrlich: Es gibt unter uns Frauen Themen, wegen denen wir uns gegenseitig mit bösen Blicken und dem einen oder anderen noch böseren Spruch traktieren, die jeder Mann lediglich mit einem „Soll doch jeder so machen wie er will“ quittieren würde. Und zu diesen Themen gehören meine beiden Schweinchen.
Schwein Nummer eins: Der Black Friday samt Cyber Monday. Der Shopping-Tag des Jahres oder das Shopping-Weekend des Jahres! Yeah! Shop til you drop und let the Kreditkarte glüh!
In Bloggerhausen läuft das so:
Blogger Nummer eins verkündet schon zwei Wochen vor dem Tag der Tage die zehn besten Rabattaktionen. Blogger Nummer zwei erwidert das Feuer mit dem täglichen Update der 20 spektakulärsten Rabatte, denn nur hier gibt es die fangfris…

Wie man die erste Zeit der Trennung überlebt

*Ich bin weder Psychologin noch ausgewiesene Expertin in diesem Dingen. Ich habe diese Situation lediglich erlebt und schreibe hier meine ureigenen Gedanken nieder. Vielleicht ist das hilfreich für irgendjemanden. Das wäre schön, denn dann hätte das Ganze wenigstens einen Nutzen. Vielleicht geht es dir aber auch ganz anders. Dann lies das hier gar nicht oder nur zur Unterhaltung. Ist doch auch schön, wenn man sagen kann: „Ha, es gibt Menschen, denen es noch schlechter geht als mir selbst“. Und ja, das meine ich ganz ernst. Wenn das hilft, dann hilft es.*
Ziemlich genau zwei Wochen ist es nun her, dass mein Mann sagte: „Ich will mich trennen“. Waren das die schlimmsten Wochen meines Lebens? Ich schätze, ja. Wenn die Welt, die man kennt, quasi ohne Vorwarnung aus den Fugen gerät, wenn einem plötzlich das Dach, das man für sicher gehalten hat, mit einem gewaltigen Krachen auf den Kopf fällt, kalter Wind durch die kaputten Wände pfeift und man eigentlich nur noch unter den Trümmern liegenb…

Aus der Bahn geworfen

Nun ist es passiert - ich bin wohl für die nächsten Tage endgültig aus der Bahn geworfen. Zu meiner ganz persönlichen Katastrophe, mit der ich zur Zeit hadere und hadere und hadere hat mich jetzt auch noch ein mieses Bakterium erwischt, das sich in Form einer Lungenentzündung breit gemacht hat.
Ich schnappe also nach Luft - im Wort- wie im übertragenen Sinne. Die Sache mit den Trippelschritten hat sich erstmal erledigt, im Moment komme ich keinen Schritt weiter, nicht mal ein Schrittchen.
Das passiert natürlich einer „starken Frau“ niemals. Mir schon. Aber ich habe schon immer gewusst, dass die Klischee-Frau, die jeden Sturm dank Drei Wetter Taft mit gut sitzenden Haaren übersteht, nicht unbedingt meine Rolle ist.
Also bleibe ich einstweilen einfach liegen und versuche wenigstens die Panikattacken, die mich regelmäßig heimsuchen, irgendwie zu überstehen. Und ja, ich bin in ärztlicher Behandlung.
Schicke ich einen solchen Post jetzt ab? Präsentiert man sich so in der Öffentlichkeit? So mut…

Bestellen und retour

Black Friday. Ich habe das Gefühl, die Bestell-Hysterie hat gerade ihren Gipfel erreicht. Überall gibt es Codes, die tolle Rabatte versprechen. Naja, genau genommen sind es in den allermeisten Fällen ziemlich genau die 20 Prozent, die es auch während der Glamour Shopping Week gibt... Ich habe gerade ehrlich gesagt andere Probleme als shoppen zu gehen. Aber da war noch dieser Post im Archiv, den ich Euch dann mal einfach unterjuble :-)
Erinnert ihr Euch an die „Bekenntnisse einer anonymen Bloggerin“? An die musste ich kürzlich denken, als ich irgendwo in der großen, weiten Ü40-Blogger-Welt herumhing und sinngemäß Folgendes las:
Viele der Outfits, die ich euch zeige, bestelle ich, präsentiere sie auf dem Blog und schicke sie anschließend zurück.
Im ersten Moment fiel mir die Kinnlade auf die Knie. So ganz falsch hatte ich mit den Bekenntnissen also doch nicht gelegen? Die hatte ich eigentlich in einem Anfall von Albernheit weiter und weiter gesponnen. Dass da mehr als ein kleines Körnchen …

Aufstehen, Krönchen richten, weitergehen

Was tut die Social Media-gestählte Klischee-Frau, wenn sie erfährt, dass ihr Mann sie zum wiederholten Mal betrogen hat und er sie dann nach fast 20 Jahre Ehe eben so entsorgt? Ganz einfach. Aufstehen Krönchen richten, weitergehen. Sie fällt vielleicht hin und bricht sich das Bein und zwei Rippen. Aber sie ist selbstverständlich stark. Sie steht auf, fühlt Indianer-like keinen Schmerz und denkt eigentlich an nix Anderes als dass das Krönchen eventuell die Frisur durcheinander gebracht hat. Die wird also schnell gerichtet, mit Hilfe des Super-Duper-Lockenstabes, für den man gerade eine Kooperation eingeheimst hat. Dann noch roter Lippenstift! Der hilft immer. Ein bisschen Shoppen vielleicht. Sich schön machen, ganz für sich allein. Ein Schaumbad mit Rosenblüten und vielen Kerzen. Bis man das richtige Foto mit der richtigen Beleuchtung hingekriegt hat, ist das Badewasser zwar kalt, aber Frau ist ja gestählt. Und selbstverständlich postet sie bei Instagram neben Rosen-Badewasser-Fotos wun…

Mein Monat: Oktober/November. Viel Theater

Es ist Zeit für den Monatsrückblick, den es ja hier immer Mitte des Monats gibt. Ewas ungewöhnlich, aber es ist halt ein Rückblick auf die Hälften zweiter Monate. Funktioniert für mich gut, ich hoffe für Euch gut. Eigentlich hätte der Rückblick schon am Freitag erscheinen sollen. Das hat aus Gründen nicht sein sollen, aber dazu später mehr.
Nachdem ich Euch beim letzten Mal erzählt habe, was so alle sin die Hose ging, wird es diesmal wieder konstruktiver ;-)

Los ging es mit Theater und das prägte dann auch die letzten vier Wochen. Zumindest die Wochenenden. Sogar als das Theater gar nicht mehr auf der Bühne stattfand *grins* Hier im Dorf gibt es eine plattdeutsche Theatergruppe, die einmal pro Jahr ein Stück aufführt und damit auf ein Mini-Tournee durch Meck-Pom geht. Ihr wisst schon, so ein absolut nicht niveauvolles Stück mit Protagonisten, die sich am Ende kriegen und vorher Dutzende von Schenkelklopfern produzieren. Da ich Plattdeutsch sehr mag, hatte ich schon seit Jahren den Wunsc…