Freitag, 28. April 2017

Elbstrand im schwarzen Kleid

Kleid: Sandro, Jeansjacke & Rucksack: H&M, Schuhe: Adidas

Hurra! Pünktlich zum letzen Aprilwochenende soll der Frühling endlich wieder zurückkommen. Behauptet zumindest meine Wetter-App. Die lügt ja bekanntlich manchmal, aber ich habe beschlossen, ihr diesmal zu vertrauen. Also weg mit den Pullovern und Strickjacken und raus mit den Kleidern!

Wie gut, dass in meinen Fotos noch ein Kleider-Outfit schlummert. Das stammt noch aus wärmeren Tagen vor einigen Wochen. Dass ich Fotos quasi auf Halde habe, kommt eher selten vor. Allerdings war Kind, groß, Anfang des Monats im absoluten Abi-Lernstress. Und um mal rauszukommen, begleitet sie mich in solchen Phasen gern auf den Hunderunden, die dann auch mal sehr viel größer ausfallen als gewöhnlich. Dabei schleppt sie eigentlich immer einen Stapel Lernzettel mit sich herum, deren Inhalt ich mir dann anhören darf. Seitdem bin ich in Sachen Geschichte und Politik auf der Höhe der Zeit. Ich kann sowohl die kleine Eiszeit am Ende des Mittelalters ausführlich erläutern, weiß alles über Flucht und Vertreibung im 19. und 20. Jahrhundert, bin mit den Gepflogenheiten der Weimarer Republik bestens vertraut und in Sachen Wirtschaftspolitik der letzten 20 Jahre sowie der Funktion der europäischen Zentralbanken macht mir auch niemand mehr etwas vor. Die Ansichten der deutschen Romantiker zur progressiven Univeralpoesie machen mir allerdings noch ein wenig zu schaffen.

Insgesamt bin ich froh, dass ich mein Abitur vor 33 Jahren geschrieben habe. Damals gab es so wunderbare Erfindungen wie das Zentralabitur noch nicht und wenn in eine niedersächische Schule eingebrochen wurde, mussten auch keine Reserve-Klausuren aus dem Hut gezogen werden. Das ist in diesem Jahr tatsächlich passiert. Die Abiturklausuren lagern an jedem Gymnasium im Safe und der wurde in einer Schule aufgebrochen. Also mussten an einem schönen Montagmorgen im März alle Schulen landesweit mit einer neuen Klausur versorgt werden - das alte Exemplar war zwar nicht geklaut worden, aber der Einbrecher hätte es ja fotografieren und meistbietend verkaufen können. Die Politik-Abiklausur als Garant für ein sorgenfreies Leben… vielleicht könnte man daraus ein Geschäftsmodell machen? Mit einer knappen Stunde Verspätung durften die nervösen Abiturienten dann endlich mit dem Schreiben beginnen. Der Wahnsinn, der schon in der Grundschule beginnt, nahm also seinen Lauf.

Freuen wir uns also, dass wir die Schule längst hinter uns gelassen haben und uns mit schöneren Themen beschäftigen dürfen. Mit Kleidern zum Beispiel. Das gute Stück stammt von Sandro und Sandro habe ich bei einem Besuch bei meiner Schwester in Paris vor einigen Jahren ins Herz geschlossen. Leider sind die Kleider nicht ganz günstig, aber mein findiges Schwesterlein gehört zum erlauchten Kreis derjenigen, die regelmäßig zum Sonderverkauf eingeladen werden, bei dem man das eine oder andere Schnäppchen machen kann und wenn ich ganz lieb gucke, nimmt sie mich mit.










Die Damen der mehr oder minder feinen Pariser Gesellschaft benehmen sich bei diesen Gelegenheiten übrigens nicht anders als die Hausfrau aus Wanne-Eickel, wenn es bei Aldi Kinder-Gummistiefel gibt, aber darüber breiten wir jetzt den Mantel des Schweigens und machen lieber einen Bummel am Elbstrand. Da ist es nämlich im Frühling besonders schön. Die Touristen und Angel-Fans sind noch nicht da und der Hund darf noch ungestört buddeln :-)

Liebe Grüße

Fran

Mittwoch, 26. April 2017

Mehr Modemut: Langes Hemd und Rock

Jeansjacke, Hemd & Sneaker: H&M, Rock, Zara, Tasche: keine Ahnung, aber uralt
„Trägst du schon, was du willst?“, fragte Tina kürzlich auf ihrem Blog und plädierte für mehr Modemut. Ein toller Post, den ich jedem ans Herz lege, der sich vielleicht nicht traut, modisch mal ein bisschen aufzufallen. Klar sind Jeans und T-Shirt eine sichere Bank. Auf der habe ich auch viele, viele Jahre verbracht und mich dabei gar nicht mal unwohl gefühlt - aber ein bisschen neidisch habe ich schon auf die Frauen geguckt, die anders aussahen und die sich etwas trauten.

Damit zu beginnen funktioniert übrigens auch mit „fortgeschrittenem“ Alter ganz hervorragend. Ich bin der lebende Beweis :-) Denn erst mit Mitte 40 habe ich mich modisch aus meiner Komfortzone getraut und fühle mich pudelwohl dabei. So wie in diesem Outfit. Ein langes Hemd unter einem Rock so zu tragen, dass sie unten rauszipfelt habe ich selbst irgendwo auf einem Blog gesehen. Und habe es mit einem meiner Lieblingsröcke gleich mal nachgestylt.

Den Rock kennt ihr schon aus diesem Post. Er war ein echter Zufallsfund. Meine liebe Familie hatte mir während des Urlaubs in Barcelona genau 10 Minuten Zeit in einer Zara-Filiale gewährt… Die brauchte ich nicht, ich stolperte nämlich sofort über diesen Rock und verliebte mich auf der Stelle. Die Gesichter hättet ihr sehen müssen, als ich bereits vor Ablauf der Frist wieder am Eingang erschien *grins*

Da er vor kürzer ist als an den Seiten, eignete er sich hervorragend für das Experiment „Langes Hemd unter Rock“. Das passende Hemd befindet sich seit Jahren in meinem Besitz. Und weil ich ja ein armes Trend-Opfer bin, musste das ausprobiert werden. Ich fand das Ergebnis richtig gut. Mein Mann machte mich natürlich darauf aufmerksam, dass da „irgendwas rausguckt“, behielt aber seine ausführliche Modekritik lieber für sich. Tochter befand, die Kombination sei cool. Das könnte mit der Tatsache zu tun haben, dass sie finanzielle Unterstützung für die Bekleidung zum Abiball benötigt, aber irgendwas ist ja immer ;-)








Wer sich jenseits von Jeans und T-Shirt bewegt, muss manchmal mit einem Kommentar zum Outfit rechnen und dieser Kommentar ist nicht immer nur pure Lobpreisung ;-) Allerdings verdunkelt sich weder der Himmel noch schleudert irgendeine überirdische Macht Blitze. Es passiert - nichts. Nichtmal die Modepolizei rückt an. Also: Lest Tinas Post und traut Euch was! Wenn irgendjemand meckert, verweist ihr einfach auf mich und sagt, dass es immer schlimmer geht *grins*

Liebe Grüße

Fran

Montag, 24. April 2017

Frühlings-Frisch - ü30Blogger & Friends




Als wir vor einigen Monaten das Thema „Frühlings-frisch“ diskutiert haben, habe ich ja damit gerechnet, Ende April in T-Shirt und mit nackten Beinen auftreten zu können. Kann ich auch - im mollig-warmen Badezimmer ;-) Im Prinzip ist das Thema ja trotzdem ein echter Knaller, denn im Laufe dieser Woche werden wir Euch beweisen, dass es auch im Frühling frisch sein kann *haha, blöder Wortwitz*.


Zeigt her Eure Beine! Und Füße natürlich. Aber dafür war es mir einfach zu kalt. Das ganze Outfit gibt es am Mittwoch.

Nun denn, nehmen wir das Wetter einfach wie es ist und rechnen fest damit, spätestens in der nächsten Woche die Frühlingsgarderobe und die neuen Sandalen endlich wieder rausholen zu können. Bis dahin ist allerdings noch Einiges zu tun: Beine und Füße haben im Winter unter dicken Strumpfhosen und Boots meist etwas gelitten - zumindest bei mir - und sollten endlich aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden. Beginnen wir also mit dem Rundum-Programm für die unteren Extremitäten :-)

Egal ob Sandale oder Schlappen - gepflegte Füße müssen sein. Und mehr als 10 Minuten am Tag braucht man dafür eigentlich auch nicht.

Team Epilierer gegen Team Rasierer

Zuerst gilt es, den Pelz der letzten Monate zu entsorgen. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich bin in Sachen Beinenthaarung im Winter definitiv kein leuchtendes Beispiel. Das Zeug wärmt ja immerhin auch ;-) Aber spätestens im April ist dann endgültig Schluss. Rasierer oder Epilierer müssen ran. Ich nehme vorzugsweise Letzteren. Das Modell ist zwar von Anno Tuck, aber funktioniert noch immer einwandfrei. Ja, es ziept ein wenig, aber verglichen mit dem letzten Zahnarztbesuch ist das ein Fliegenschiss. Abgesehen davon bleibe ich, wenn ich denn den Epilierer im April einmal pro Woche und danach alle zwei Wochen schwinge, von jeglichen Rasier-Aktivitäten befreit.

Jepp, ich weiß. Der Epilieret ist von Anno Tuck. Aber er funktioniert. Und ich brauchte das Geld für ein neues Handy. Das alte funktionierte zwar auch noch, aber ... äh. Ja. Genau.

Epilieren solltet ihr am besten abends, dann hat die Haut über Nacht die Möglichkeit, sich wieder zu beruhigen. Ich creme sie im Anschluss mit einer neutralen Bodylotion ohne Parfum, dafür mit Panthenol, ein und gut ist. Wer die Klinge bevorzugt, sollte auf jeden Fall dafür sorgen, dass er eine gleitfähige Oberfläche schafft. Ob mit Rasierschaum oder mit Duschschaum, ist im Prinzip egal. Ich schwöre auf das Duschöl von Rituals. Ach ja, und bevor es an die Beine geht: Neue Klinge, bitte. Und alle, die genauso grobmotorisch wie ich veranlagt sind, sollten ausreichend Pflaster bereithalten. Sagte ich schon, dass ich Epilieren bevorzuge? Auch nach dem Rasieren freuen sich die Beine über eine Extraportion Pflege. Und am nächsten Morgen über ein Peeling.

Das Tänzchen in der Dusche


Mein absolutes Lieblings-Peeling kommt ebenfalls von Rituals. Aber probiert das nie, nie, nie gleich nach dem Rasieren oder Epilieren aus. Himalayasalz, sage ich nur. Sorgt für ein äußerst unterhaltsames Tänzchen, wenn man die obige Regel nicht beherzigt. Also bitte, bitte: Niemals gleich nach der Rasur. Das macht keinen Spaß und zum Tanzen ist so eine Duschwanne auch einfach zu glatt :-)

Und jetzt sind die Füße dran

Nächste Behandlungszone: Die Füße. Auch die haben während des Winters, eingezwängt in dicke Wollsocken und noch dickere Boots, ganz schön gelitten. Trockene Haut ist da noch harmlos. Wenn`s ganz dicke kommt, dann ist da sogar das, was man am besten nicht ausspricht. Nee, nicht der Voldemort. Schlimmer. Hornhaut. Igitt. Hat Frau von Welt ja eigentlich nicht. Zumindest nicht offiziell. Und schon gar nicht auf einem Blog, da gibt es nur glänzend gepflegte Füße. Auch Ende Februar. Die können ohne Übergang in Sandalen schlüpfen und machen eine hervorragende Figur dabei.

Aber nehmen wir mal an, irgendjemand HÄTTE sowas Fürchterliches wie Hornhaut über den Winter gezüchtet - was tut er dann? Um das Zeug loszuwerden, gibt es gar martialische Folterinstrumente. Irgendwelche üblen Feilen und selbst elektrisches Equipment. Nicht dass ich mich da auskenne würde ;-), aber lasst den ganzen Kram im Laden. Was die Füße zuverlässig frühlings-frisch macht, ist Geduld, Creme und ein altmodischer Bimsstein. Den gibt es in jedem Drogeriemarkt für nen Euro. Wichtig ist allerdings, ihn regelmäßig zu benutzen. Einmal schrubbeln macht noch keinen Sommer. Aber wenn ihr das gute Stück zwei Wochen lang alle zwei Tage benutzt, sind die Füße seidenweich.



In Sachen Fußcreme habe ich inzwischen wohl auch alles durchprobiert, von teuer bis billig, von Creme bis Schaum. Und auch hier gilt: Regelmäßigkeit vor Preis. Meine Füße mögen am liebesen Creme mit Urea. Zehn Prozent verlangen die mindestens, alles andere nehmen sie nicht ernst. Ich creme meine Füße mindestens einmal pro Tag ein. Wenn ich es irgendwie schaffe, dann auch zweimal. Aber einmal ist Pflicht. Am bestens abends auf dem Sofa. Dick eincremen, Socke rüber und wenn es dann in die Heia geht, ist nicht nur die Haut weich, sondern auch das Füßeln ein echtes Vergnügen ;-) Dafür natürlich die Socken wieder runterpulen. Alles andere wäre furchtbar unerotisch.

Die Sandalen-Saison kann kommen!

Zieht das Bimsstein-Creme-Programm einfach zwei Wochen lang gnadenlos durch und ihr werdet Eure Füße kaum wiedererkennen. Die Sandalensaison kann kommen. Nein, Stop! Natürlich muss vorher noch Lack auf die Fußnägel. Dabei bitte den Unterlack nicht vergessen. Da der Lack auf den Füßen gern ein bisschen länger bleibt als auf den Fingern, gibt es sonst im schlimmsten Fall echt hässliche Verfärbungen.

Ich habe extra nur für Euch meine Schuhe und Socken bei knapp acht Grad ausgezogen und bitte hiermit um tosenden Applaus ;-)

Sobald die Wetter-App jetzt noch Temperaturen oberhalb von 15 Grad vorhersagt, dürfen die Beine und die Füße also an die Luft. Wer unter akutem Käsebein-Alarm leidet (so wie ich), der kann natürlich vorher noch den Selbstbräuner herausholen. Wie man damit streifenfreie Bräune zaubert, habe ich Euch im letzten Jahr in diesem Post verraten.

So, nachdem Füße und Beine in neuen Glanz erstrahlen, hoffen wir auf einen sonnigen, warmen Mai mit glatten Beinen und seidenweichen Füßen :-)

Liebe Grüße
Fran


P.S. Was den andere Ü30-Bloggern zum Thema Frühlings-frisch eingefallen ist, solltet ihr im Laufe der Woche dringend verfolgen! Heute gibt es außer diesem Beitrag noch die Ideen  Moppi und Eva.



Sonntag, 23. April 2017

Aus aller Welt: Ausgang gefunden, frischer Frühling und Basic-Serie


Heute gibt es wieder "eine Tüte Gemischtes" für alle :-) Kennt die noch irgendjemand? Die gab es, als ich ein Kind war, beim Bäcker an der Ecke. Eine Tüte Gemischtes für 50 Pfennige mit Brausebonbons, Weingummi und - sehr begehrt - weißen Schaum-Mäusen. Die gibt es hier nicht, aber ein paar Neuigkeiten.



Am Mittwoch habe ich Euch die Story vom Ranking ohne Ausgang erzählt, von der ich befürchtete, dass sie zu einer neverending Story werden würde. Das tat sie dann doch nicht. Es hat mich zwar noch ein wenig Zeit gekostet, aber ich bin draußen. Und komme hoffentlich nie wieder rein. Die Tatsache, dass ich in dieser Sache wochenlang diskutieren musste, hat mich ehrlich gesagt mehr genervt als die Tatsache, dass ich in diesem merkwürdigen Ranking überhaupt vertreten war. Meiner Meinung nach sollte eine per Mail geäußerte Bitte, da herausgenommen zu werden, ausreichen, um dieser Bitte nachzukommen, zumal ich meinen Blog da niemals selbst eingetragen habe. Dass der Geschäftsführer des verantwortlichen Unternehmens dieser Bitte nicht nachkam und auch Fragen niemals wirklich beantwortete, sondern mir zum Schluss noch zumuten wollte, selbst in den Innereien meines Blogs herumzufuhrwerken, um rauszukommen, halte ich weiterhin für eine Zumutung.



Morgen früh ist es soweit: Die nächste Aktion der Ü30-Blogger startet. Das Thema diesmal, passend zur Jahreszeit, wenn schon nicht zum Wetter: Frühlingsfrisch. Andererseits: Frisch ist es ja ;-) Lasst Euch überraschen, was die Blogger sich haben einfallen lassen. Den Anfang machen morgen Eva, Moppi und ich. Bis Freitag geht es dann täglich weiter um das Thema Frühling!

Am nächsten Sonntag startet dann hier eine neue, kleine Serie. Ich werde mich mit Mode-Basics beschäftigen. Die sind nämlich überhaupt nicht langweilig, sondern echte Allrounder im Kleiderschrank. Welche Looks sich mit welchen Basics im Handumdrehen stylen lassen und welche Basics in keinem Kleiderschrank fehlen sollten, erfahrt ihr in den nächsten Wochen, jeweils am Sonntag.

So, jetzt wünsche ich Euch ein wunderbares Restwochenende, auch wenn es draußen stürmt, regnet oder sogar schneit. Noch eine Woche, dann haben wir den April hinter uns gelassen und dürfen uns auf einen wunderbaren Mai freuen :-)

Liebe Grüße
Fran




Freitag, 21. April 2017

Strickkleid, diesmal frühlingshaft kombiniert


Schnee, Frost und eiskalter Wind - was der Osterhase uns in diesem Jahr ins Nest gelegt hat, ist nicht wirklich nett. „Uns“ stimmt auch eigentlich gar nicht. Hier im Norden war das Wetter eigentlich ganz erträglich. Schnee blieb uns erspart, aber die Temperatur passen eher in den Dezember. Passend dazu habe ich während der Ostertour eine hübsche Erkältung aufgeschnappt. Joa. Da kann man jetzt eine Runde jammern und zetern. Hilft aber nix :-) Das Wetter bleibt wie es ist und da ich gerade nicht die Möglichkeit habe, deutschen Gefilden zu entfliehen, nehme ich den April mal einfach so wie er ist und freue mich darüber, dass wenigstens die Sonne scheint.

Eins allerdings musste sein: Ein Strickkleid durfte noch einmal an die Frau. Ihr kennt es aus diesem Post, damals noch mit Stiefeln und Hut. Das war mir dann aber doch etwas zu winterlich und da die Tageshöchsttemperaturen immerhin bei knapp acht Grad lagen und ein paar Sonnenstrahlen vorwitzig um die Ecke lugten, habe ich das gute Stück diesmal ein bisschen frühlingshafter aufgemotzt. Kann man vermutlich mit fast jeden Winterkleid machen. Wie?

  1. Jeansjacke statt Wintermantel dazu tragen
  2. Die Thermostrumpfhose durch ein optisch etwas leichteres Modell ersetzen
  3. Sneaker. Sneaker gehen immer :-) Vorzugweise sollten sie natürlich hell sein
  4. Ein kleines bisschen Farbe. Fran-typisch nicht allzuviel, also nur ein Hauch hellblau.

Damit passt das Kleid sich dann der Jahreszeit an, auch wenn der Frühling gerade etwas schwächelt. Allerdings haben wir auch immer noch Mitte April und nicht Ende Juni. Es DARF kalt sein. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir alle da mit etwas übersteigerten Erwartungen an das Thema Frühling gehen. Kaum sind Ende Februar die letzten Wintersale-Reste aus den Läden verschwunden und die ersten Frühlingskollektionen treffen ein, erwarten wir wie durch Zauberhand die passenden Temperaturen. Die gibt es dann auch - allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit 2000 Kilometer weiter südlich. Ich erinnere mich dunkel, dass ich schon zu Studentenzeiten - und die waren in den Achtzigern - gern mal über unseren Vermieter geschimpft habe, der zum Ende der Heizsaison Ende April die Heizungsanlage abschaltete. Wurde es danach kalt, blieb einem nix anderes als sich warme Gedanken zu machen ;-)








Die mache ich mir jetzt - auf der Suche nach dem passenden Urlaubsdomizil für den Sommer. Dabei träume ich dann schon mal von Sonne und Strand und lauen Sommerabenden :-) Ihr dürft bis dahin die Kombination aus Winter und Frühling angucken und mich vielleicht ein bisschen bemitleiden ob der maroden Brücken, über die ich für diese Fotos gejagt wurde. Immerhin: Sie hat gehalten ;-)

Liebe Grüße
Fran

PS Noch mehr Strickkleider gibt es bei Sabine und Sabina

Mittwoch, 19. April 2017

Kein Entkommen aus dem Ranking



Blogger-Rankings sind ein Quell ewiger Freude ;-) Soviel habe ich in 1,5 Jahren Bloggen gelernt. Immerhin sind sie scheinbar wahnsinnig beliebt. Ein Post zu den „besten, erfolgreichsten und schönste Modeblogs Ü30, Ü40 und Ü50“, den ich vor rund einem Jahr geschrieben habe, ist mit Abstand der meistgelesene Post dieses Blogs. Warum das so ist - keine Ahnung. Vielleicht wird er über eine entsprechende Googlesuche gefunden.

Die Meinungen darüber, welches nun die erfolgreichsten, die schönsten und die besten Modeblogs sind, gehen naturgemäß auseinander. Wie gut, dass es Unternehmen gibt, die sich dieses Problems annehmen und Unwissende - ob potentiellen Leser oder potentiellen Kooperationspartnern - darüber aufklären, welche Blogs sie lesen oder buchen sollte. Blöd nur, dass es fast so viele Rankings gibt wie Blogs.

Wie komme ich eigentlich da rein?

Noch blöder, wenn man sich plötzlich in einem Ranking wiederfindet, in dem man gar nicht vertreten sein möchte. Nein, ich habe nicht den goldenen Schlapphut für die am schlechtesten angezogene Ü50-Bloggerin bekommen ;-) Aber mein Blog findet sich ein einem mehr oder weniger bekannten Ranking aus der sonst so neutralen Schweiz. Fragt mich nicht, wie er das reingekommen ist. Ich habe ihn definitiv nie eingetragen. Ach, und wer ihn jetzt suchen möchte: Ihr findet ihn gaaaanz gaaaanz weit hinten. Was nicht tragisch ist. Die Janes von Jane Wayne, und die lese ich und mit mir Tausende von Menschen täglich begeistert, stehen tatsächlich hinter mir. Also im Prinzip keine schlechte Platzierung.

Wenn man denn drauf steht. Ich stehe nicht drauf. Mein Blog ist 100-prozentig nicht-kommerziell. Und weil das so ist, mag ich genau genommen nicht Teil eines kommerziellen Rankings sein. Ich suche keine Kooperationspartner. Ich bin nicht auf der Jagd nach Testprodukten. Ich blogge einfach nur.

Also dachte ich mir vor ein paar Wochen, ich kümmere mich endlich mal um die Herausnahme aus diesem Ranking, die schon lange auf meiner Agenda steht. Sollte ja nicht weiter schwierig sein. Also schrieb ich flugs eine Mail, in der ich freundlich darum bat, meinen Blog aus dem Ranking herauszunehmen. Eigentlich eine ganz einfache Bitte, sollte man denken. Wenn man eine Software entwickelt, in die Blogs eingetragen werden können, um im Ranking zu landen, sollte man denken, dass diese Blogs auch wieder ausgetragen werden können.

Und wie komme ich wieder raus?

Weit gefehlt! Genau das geht nicht, teilte mir der Geschäftsführer des Unternehmens höchstpersönlich mit. Ich könne meinen Blog ja auch im Verzeichnis von Google nicht löschen. Das mag ja sein. Google ist in erster Linie eine Suchmaschine. Dass man mich dort findet, nehme ich in Kauf, zumal ich auf einem von Google bereitgestellten Blog blogge. Obwohl ich keinen großen Wert darauf lege. Würde Google mich aussperren, würde ich jetzt nicht gerade verzweifelt in mein Kissen weinen.

Die Antwort machte mich allerdgins neugierig. Welches Unternehmen programmiert eine Software, in die man einen Blog ein-, aber nicht wieder austragen kann? Was, wenn irgendein Witzbold in die Rubrik „Modeblog“ mal kurzerhand eine fiese Schmuddelseite einträgt? Bleibt die dann bis in alle Ewigkeit dort vertreten? Mir scheint das wenig durchdacht. Und das in einer Software eines renommierten Unternehmens? Hätte das ein Abiturient mal eben als Fingerübung zusammengeklickt, mag es ja angehen. Aber ein solcher Fauxpas bei einem professionellen Ranking-System?

Ein kleines bisschen Recherche und ein paar Mails später stand fest: Der Geschäftsführer des Unternehmens scheint seine eigene Software nicht so wirklich gut zu kennen. Oder er wollte mir einen gewaltigen Bären aufbinden. Wer weiß das schon. Fest steht: Es ist durchaus möglich, Blogs aus diesem Ranking wieder herauszunehmen. Das hat bei diversen Blogs bereits geklappt. Bei Anna von Weibswort zum Beispiel. Die hat hier mal darüber gebloggt. Andrea von here-I-am-Andrea hat den Ausgang ebenfalls gefunden. Die rein technische Komponente scheint also entgegen der Aussage des Geschäftsführers kein Problem zu sein. Man ziert sich scheinbar nur ein wenig, bevor man der Bitte endlich nachkommt. Das haben auch weitere Blogger schon zu spüren bekommen, hört man.

Kein Entkommen möglich

Ich teilte dem guten Mann meine Rechercheergebnisse also mit und bat noch einmal um die Herausnahme meines Blogs aus dem Ranking. Diesmal gab es gar keine Antwort. Auf die nächste Mail, in der ich etwa eine Woche nach dem ersten Kontakt an meine Bitte erinnerte, ebenfalls nicht. Mails sind geduldig, also schrieb ich noch eine. Und siehe da: Diesmal gab es eine Antwort. Seitdem weiß ich, dass das Web eine „öffentliche Spielwiese“ ist und auch wenn ich keinen Wert auf das Auftauchen im Ranking lege, andere Menschen das scheinbar anders sehen. „Guter Mann, das ist mir egal“, möchte ich da rufen.

Ihm aber nicht. „Unser Produkt ist besser wenn mehr Blogs drin sind“, antwortete er. *Inklusive des fehlenden Kommas. Vielleicht sind die in der Schweiz aber auch gerade aus.* Ja, guter Mann, das ist mir ebenfalls egal. Ich bin nicht verantwortlich dafür, dass Sie ein gutes Produkt abliefern. Die Mühe sollten Sie sich schon selbst machen :-) 

Als Ausgleich soll ich mich doch bitte darüber freuen, dass mir der Chef der Firma persönlich antwortet! Ja, gern. Wenn ich mich das nächste Mal wirklich schlecht fühle, denke ich daran und mein Leben wird grandios. Überflüssig zu erwähnen, dass die innerhalb von 72 Stunden versprochene Antwort auch knapp zwei Wochen später noch nicht eingetrudelt war. Scheinbar sucht man noch den Schalter, um einen Blog auszutragen. Vielleicht macht sich beim nächsten Mal jemand die Mühe, den zu beschriften? Soooo selten ist die Bitte nämlich gar nicht, weiß ich inzwischen.

Ich warte also geduldig weiter. Und versuche derweil, meinen Vorsprung gegenüber den Janes weiter auszubauen. Na, die sollten sich warm anziehen ;-)

Liebe Grüße

Fran


Montag, 17. April 2017

Osterspaziergang ohne Ostern ;-)

Kleid: Zara, Jeans: Esprit, Schuhe: Adidas, Tasche: Desigual
Nachdem das Osterwetter völlig ins kalte Wasser fallen sollte - zumindest hatte das meine Wetter-App behauptet und damit eindeutig gelogen - und an Ostern sowieso eher kurze Spaziergänge auf ebenen, rollatortauglichen Straßen anstatt Querfeldein-Expeditionen geplant waren, habe ich den Blog-Spaziergang kurzerhand ein paar Tage vorverlegt. Und weil die Temperaturen das Ausführen eines frühlingshaften Kleides nicht so ganz erlaubten, gibt es heute einfach eine weitere Folge von: Kleid über Hose.

Erinnert ihr Euch an die Osterspaziergänge Eurer Kindheit? In meiner Erinnerung war Ostern eigentlich immer sonnig und warm. Am Ostersonntag - und das war eiserne Tradition in meiner Familie - gab es  das erste Mal im Jahr ein Kleid mit weißen Kniestrümpfen. Ihr habt richtig gelesen: Weiße Kniestrümpfe in den neuen Frühlingsschuhen zum neuen Frühlingskleid. Das muss Ende der Sechziger gewesen sein. Da war diese Tradition zumindest im katholischen Westfalen noch unumstößlich.

Nach dem Ostergottesdienst ging es am Ostersonntag zum großen Treffen der Familie väterlicherseits. Das fand jedes Jahr in seinem Elternhaus statt und dort startete nach einem üppigen Essen der traditionelle Spaziergang. Dabei wurden Eier versteckt und das eine oder andere Ei tauchte nie wieder auf… Am Ostermontag war die Familie müttelicherseits dran. Da ging es etwas feiner zu - was die rund zehn Kinder, die jedes Mal dabei waren, nicht weiter beeindruckte. Die weißen Kniestrümpfe hielten auf jeden Fall nur in den seltensten Fällen zwei Ostertage durch. Danach war nix mehr zu retten ;-)

Mit dem Erwachsenwerden waren dann auch die Familientreffen Geschichte. Während des Studiums besuchte ich meine Eltern zwar häufig, aber in den ersten Berufsjahren nutzte ich dann lieber die Gelegenheit, in den Urlaub zu fahren. Irgendwann war dann die eigene Familie da und die Lust, zu Ostern mehr als drei Stunden im Auto zu sitzen, war nicht unbedingt riesengroß. Die Großeltern kamen abwechselnd zu Besuch, aber so ein richtiges Familientreffen gab es nicht mehr.

Vor einigen Wochen haben wir ein Mitglied der Familie verloren. Und ich habe mich bei aller Trauer so unendlich gefreut, dass wir wenigstens Weihnachten noch alle zusammen verbracht haben. Es war zwar ein mächtig improvisiertes Weihnachtsfest, aber es war wunderschön, dass drei Generationen vollzählig versammelt waren und richtig viel Zeit füreinander hatten. Also war es in diesem Jahr keine Frage: Die Familien-Rundreise sollte in jedem Fall stattfinden. Egal, wie lang der Stau ist und egal, wie blöd das Wetter sein würde. Und absolut egal, wie gern ich auf dem Sofa gechillt hätte. Chillen kann ich auch in ein paar Jahren noch. Ob ich dann aber noch mit meinem Vater über den Blödsinn, den ich als kleines Kind so verbrochen habe, lachen kann? Und ob ich meine Schwiegermutter dann noch ganz fest in den Arm nehmen und herzlich drücken kann?

Nutzen wir also die Zeit, die wir noch gemeinsam haben. Ein Grund mehr, bis zum Sommer auch noch einen Besuch bei meiner Schwester einzuschieben. Eigentlich wollte ich in den letzten Monaten dort gewesen sein, aber es kam immer etwas dazwischen. Nichts, was wirklich wichtig gewesen wäre. Aber Dinge, die ich für wichtiger hielt. Sind sie nicht. Also werde ich in der nächsten Woche wohl mal einen Flug buchen.

Jetzt aber zurück zum vorgeschobenen Osterspaziergang. Für das Kleid mit nackten Beinen reichte es nicht, also gesellte sich einfach eine Jeans dazu. Die war, ebenso wie die wenig damenhaften Schuhe, für die Querfeldein-Tour auch bitter nötig. Denn wenn Kind, groß, sagt: „Wir gehen jetzt zu dem Teich da“, dann meint sie das auch. Dann balancieren wir halt über den umgefallenen Baum, weil es sonst keinen Weg durchs Unterholz gibt. Und ich kann Euch sagen, die Brennesseln möchte ich nicht ohne Jeans erleben…











Wie verbringt ihr Ostern? Mögt ihr Familientreffen?

Liebe Grüße

Fran