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Die Kleiderstange: Fast Sommer an der Ostsee

Im vergangenen Winter habe ich es getan und jetzt, sechs Monate später, gleich noch einmal: Mir einfach mal ein paar Tage ganz allein an der Ostsee gegönnt. Dass der „Ich fahr alleine und fühl mich trotzdem pudelwohl“-Trip im Winter sich als großartig erwies, habe ich euch damals schon erzählt. Und weil es so schön war, zog es mich einfach noch einmal nach Neustadt/Holstein. Bevor in den nächsten Monaten ein ziemlich großes berufliches Projekt vor mir liegt, ich in den Trubel der olympischen Spiele in Paris eintauche und Kind, klein, gleich zwei Monate in Hamburg verbringt, wollte ich einfach noch einmal ausschließlich meine eigene Gesellschaft genießen, die Seele baumeln lassen und es mir so richtig gut gehen lassen. Hat geklappt :-) Sogar das Wetter hatte zumindest zeitweise ein Einsehen mit mir. Wenn es nicht gerade gewitterte - ihr ahnt gar nicht, wie schnell Gewitterwolken aufziehen können - war es sonnig und fast sommerlich. Jeden Morgen weckten mich Sonnenstrahlen, arbeite

Nix wie weg aus der #superwoman-Bubble

  Vor ein paar Tagen habe ich bei Nicole eine Blogpost über den Trend des #thatgirl gelesen. Ein Trend, den ich nachvollziehen kann - den ich nichtsdestotrotz für ziemlich ungut halte. Ich bin ja nur noch sporadisch auf Instagram unterwegs, aber auch an mir sind sie nicht vorübergegangen, die Videos, in denen ausnahmslos schlanke, in der Regel junge Frauen ihre Morgenroutine vom Aufstehen um 5 Uhr morgens über Workout und Meditation, von Zitronenwasser bis Gemüse-Smoothie, vom sorgfältigen Schminken bis zur mega-gesunden Lunch-Bowl festhalten - und zu jeder der eingeblendeten Zeitangaben einfach toll, frisch und unglaublich fit aussehen. Mal ehrlich: Ich sehe selbst drei Stunden nach dem Aufstehen vermutlich nicht mal annähernd so frisch aus wie die Mädels morgens um 5 ;-) Ich kann durchaus nachvollziehen, dass es nicht wenige Menschen gibt, die nach dieser vermeintlichen Perfektion streben, die einem da in den sozialen Medien vor die Nase gehängt wird. Wer jetzt nachsichtig nickt

Die Kleiderstange: Kein Sommer, aber weiße Jeans :-)

So langsam komme ich wieder in den richrtigen Kleiderstangen-Takt :-) Und nachdem ihr beim letzten Mal ganz viel Sommer auf die Augen bekommen habt, wird es jetzt ein bisschen kälter. In den ersten Tagen nach dem Urlaub habe ich mich mit dem norddeutschen Frühsommer ja ein ganz kleines bisschen schwer getan. Vermutlich sollte ich es anstatt mit den Meteorologen, die alles ab dem 1. Juni als Frühling bezeichnen, einfach mit dem Kalender halten. Der sagt nämlich, dass momentan noch Frühling ist und der Sommer erst am 20. Juni beginnt.  Norddeutsch frühlingshaft war es dann auch in der vergangenen Woche. Eher selten schien die Sonne, es gab viele, viele Wolken und den einen oder anderen Schauer. Aber weil mir danach war, habe ich einfach trotzdem zwei weiße Hosen bemüht und habe es tatsächlich geschafft, die über mehrere Tage zu bringen. Soooo nass kann es also eigentlich gar nicht gewesen sein :-) Aber kalt, kalt war es tatsächlich. Wobei kalt ja auch immer eine Sache der Perspektiv

Der Herr und die Weste

Ich mochte Anzugwesten schon immer. Nicht nur an Herren, aus deren Kleiderschrank Anzugwesten ja ursprünglich stammen. Sondern auch an mir. Ich glaube, ich war 17, als ich die erste Weste aus dem Schrank meines Vaters klaute und sie zum weiten Leinenhemd trug. Seitdem hat immer mal die eine oder andere Weste in meinem Kleiderschrank gewohnt. Im Moment sind es vier: Ein ganz altes Exemplar aus dunkelrotem Samt, das ich vor vielen Jahren mal in London gekauft habe, eine dunkelblaue Weste, die ich gern zur Jeans trage, eine schwarze Weste, weil schwarz muss halt sein und meine Neuerwerbung: Eine Weste in beige. Die ist mir glücklicherweise vor gar nicht allzu langer Zeit über den Weg gelaufen, als ich just überlebte, ob eine beigefarbene Weste nicht eine hervorragende Idee für den Sommer sei. Ich wollte das gute Stück nämlich ganz dringend und unbedingt zu meiner weißen Jeans kombinieren und da finde ich beige einfach schöner als den heftigen Kontrast mit den vorhandenen Stücken in d

12 Stufen zum Burnout

  Da schlittere ich in einen Burnout und kriege es nichtmal mit, bis ich irgendwann im Supermarkt zusammenklappe. So bekloppt das ist, so normal ist das auch. Keiner der neun Burnout-Mitpatienten in meiner Gruppe in der Tagesklinik hat gemerkt, dass er auf dem Weg zum Zusammenbruch ist. Logisch, denn hätten wir es gemerkt, hätten wir gegengesteuert. Kluge Wissenschaftler haben die Entstehung eines Burnout in zwölf Stufen eingeteilt, die sogenannte Burnout-Spirale. Typisch ist, dass es in der Regel ein bis zwei Jahre dauert, bis man vom Anfang der Spirale bis zum Endpunkt gelangt. Das passiert also schleichend und sehr langsam Bei mir hat es vermutlich begonnen, als ich die Redaktionsleitung übernommen habe. Klar, ich habe mich damals riesig gefreut. Ich habe für meinen Beruf gebrannt. Überstunden, Abendtermine, alles war kein Problem, weil ich es ja geliebt habe. Dummerweise kann einen aber eben auch ein Beruf krank machen, den man liebt. Denn der Spruch „Wer seine Arbeit liebt, de