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Reich werden mit Nichtskönnen?

Ein reichlich genervter Post zum Thema Instagram vor einigen Wochen bescherte mir die höchsten Zugriffszahlen seit Bestehen meines zugegebenermaßen noch sehr jungen Blogs, sondern durchaus auch die Einsicht, dass man Instagram auch von einer anderen Seite sehen kann. Ich bleibe dabei, dass mich das allzu glattgebügelte Leben, das da oft gezeigt wird, einfach nur langweilt. Aber ja, es gibt auch witzige Seiten und vor allem viel Kommunikation Und deshalb habe ich einfach mal in den Abos gründlich aufgeräumt und sehe jetzt mehr Farbe und weniger weiß :-)

Aber zurück zum Thema: Instagram und andere Plattformen, neudeutsch Social Media, stehen auch anderswo in der Kritik. Und manchmal muss sogar ich oller Mäkelpott schmunzeln. Nämlich dann, wenn ich auf einem grossen deutschen Modeblog plötzlich lese, dass die Instagram-Berühmtheit ja irgendwie nur Schall und Rauch ist, unverdient und überhaupt. Dieser Blog gehört zu einer jungen Dame unter 30. Die selbstverständlich auch auf Instagram sehr erfolgreich ist und Followerzahlen vorweisen kann, die nicht einmal alle Ü40-Fashionblogger addiert erreichen würden. Als Berufsblogger dürfte das allerdings auch überlebensnotwendig sein, denn wo keine Reichweite, da keine Bezahlung.

Nun denn, die junge Dame, deren Instagram-Account selbstverständlich sorgfältig durchkomponiert aus Selfies, Essen, Bikinis, Palmen und anderen üblichen Zutaten besteht, klagt ihr Leid darüber, dass sie so gar nicht versteht, dass es so etwas wie Instagram-Stars gibt. Also Menschen, die nix anderes tun als Fotos auf Instagram zu posten und damit Geld verdienen. Die können doch nix. Die leisten doch nix. Die sind ja gar nicht echt. Sie versteht es nicht. Sie ist scheinbar zu alt. Spätestens an diesem Punkt schwankte ich zwischen amüsiert und entsetzt. Wenn sie sich alt fühlt, was bin ich dann? Tot?

Besagte junge Dame verdient ihren Lebensunterhalt mit ihrem Blog und mit Instagram. Bei Kritik, die Leser ihres Blogs an diesem Businessmodell äußerten, kam in der Vergangenheit reflexartig das, was überall zu lesen ist: Ein Blog sei ein Job, ein sehr anstrengender dazu. Deshalb sei es nur recht und billig, damit sein Geld zu verdienen. Klar, sehe ich ein. Ich sitze auch nicht für kein Geld in der Redaktion und schreibe meine Geschichten. Als die ersten Blogs professionalisiert wurden, wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Und manchmal, wenn ein Blog gefühlt nur noch aus gesponsorten Posts besteht, streiche ich ihn flugs aus meiner Leseliste. Ansonsten gönne ich jedem Blogger seinen finanziellen Erfolg von Herzen. Vor allem dann, wenn er die Gratwanderung zwischen Kommerz und Glaubwürdigkeit schafft. Das ist unglaublich schwierig, denke ich. Wer es trotzdem schafft, dem sei gesagt: Chapeau!.

Sich aber darüber beschweren, dass die Entwicklung, die man selbst mit angestoßen hat und von der man lebt, nämlich dass sich neue Berufsbilder herausbilden, für die man „nix können, sondern nur gut aussehen muss“, ist in meinen Augen einfach nur albern. Jemand, der mit Instagram sein Geld verdient, muss vermutlich genauso hart dafür arbeiten wie jemand, der das mit seinem Blog tut. Auch wenn das Ergebnis „nur“ hübsche Bilder sind.

Ob man damit tatsächlich sein künftiges berufliches Leben gestalten kann und auch mit 45 noch seinen Lebensunterhalt mit Bloggen oder Instagrammen oder was immer dann hip ist verdiene kann  - ich weiß es nicht. Ich weiß aber auch nicht, wie lange meine Zeitung, so richtig auf Papier gedruckt, noch leben wird. Panta rhei  - alles fließt, sagte schon Platon vor einigen Tausenden Jahren. Und er scheint tatsächlich Recht zu haben :-)

Was meint ihr? Wie sieht die Medienlandschaft in 20 Jahren aus? Wird es dann überhaupt noch Blogs geben? Wird dann überhaupt noch irgendjemand Texte lesen? Hat Youtube bis dahin die Weltherrschaft an sich gerissen?

Liebe Grüße
Fran


Kommentare

  1. Guten Morgen Fran, ich hoffe doch nicht. Youtube ist unterhaltsam, aber ich schau da jetzt wirklich nicht alles an..Wie sich mal alles entwickelt? hm keine Ahnung ich hoffe nur ich kapiere dann noch alles :)
    Komisch finde ich nur, dass oft die mit Steinen werfen, die im Glashaus sitzen.
    Wünsch Dir einen schönen Mittwoch liebe Grüße Tina

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    1. Hihi, da sagst du was... ich habe ja schon Schwierigkeiten, den Fernseher zu bedienen, seitdem diverse Boxen dranhängen, die ich nicht so recht kapiere. DVDs einlegen konnte ich noch. Aber wer hat heutzutage noch DVDs? Und Snapchat habe ich in aller Konsequenz auch noch nicht durchschaut. Bleibe ich halt beim Bloggen. Und werde Dinosaurier :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. irgendwie muss ich echt nicht alles machen. Videos mag ich eh nie so. Schon gar nicht welche machen.

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  2. Mein erster Gedanke zur Überschrift war, dass man mit Können (okay, oder zumindest nicht mit Nicht-Können) gelegentlich auch sehr kämpfen muss, um über die Runden zu kommen. ;D Habe beim Text*broker angefangen und dann anderswo lange, lange für 3ct/Wort geschrieben. Ein ruinöses Burnout-Ding. Darum kann ich das nachvollziehen, wenn man Blog-od. IG-Account monetarisieren möchte. Und ich arbeite ja selbst mit amazon Affilate-Links, in der Hoffnung, dass das in 1-2 Jahren mal kleine Früchte (Kirschen?) trägt. Für die Rente. *g*

    Ich habe also nichts gegen die Monetarisierung und manchmal ist es sogar eine Bereicherung. Bspw. dann, wenn sich jemand Mühe mit der "Shop my style"-Auswahl gibt, so wie Sabina von OceanblueStyle- da schaue ich mir die verlinkten Teile gern mal genauer an.

    ABER ich reagiere echt angezickt, wenn jemand konsequent mit Affilate-Links und Partnerprogramm-Links hantiert und sie grundsätzlich nicht als solche kennzeichnet. Dss hasse ich und klicke grundsätzlich nie drauf. Oder wenn ein Sponsored Post den nächsten jagt und/oder die beworbenen Teile einfach nicht so recht ins Blog zu passen scheinen. *hüstel* Und wenn ein Anbieter seine Werbung zeitgleich in 10 Blogs schaltet, dann löst das in mir nur nen Fluchtreflex aus und sonst gar nix. ;D

    Also Monetarisierung ja, aber stimmig und mit Augenmaß. Denke auch, dass Blogs den Zeitschriften durchaus den Rang ablaufen können oder es in einigen Fällen sogar schon getan haben. Instagram ist für mich allerdings nur eine nette Spielerei. Und youtube? Hm... der Junior schaut kaum noch Fernsehen. Dafür hängt er ständig auf youtube, weil er dort offenbar das findet, was ihn anspricht. Ich such mir da nur gezielt Filme od. Dokus raus, die ich verpasst habe. Andere Generation. ;)

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    1. Wahre Worte gelassen ausgesprochen ;-). Textbroker klingt übel. Drei Cent pro Wort auch. Davon kann man ja nur verhungern. Übersetzer werden genauso mies bezahlt... ist ein Grund, weshalb ich nach dem Studium nicht in diesem Beruf gearbeitet habe.
      Ich fand`s halt lustig, dass sich jemand, der vor einem Jahr noch darüber klagte, dass der Beruf des Bloggers ja nicht anerkannt wird, jetzt den Instagramern die Ernsthaftigkeit abspricht. Aber so ist das Leben wohl...
      Die Konkurrenz durch Online-Medien ist für den Privatbereich unheimlich hart. Bei einer Tageszeitung merkt man das halt jeden Tag. Und viel zu viele Verlage haben viel zu wenig Ahnung von Internet & Co, um da irgendwie Nutzen draus zu ziehen. Mir graut ein bisschen vor einer künftigen Generation, die vielleicht gar nicht mehr liest. Und davor, dass Zeitungen irgendwann ausgestorben sind.
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. Die Zeitungsverlage greifen gerade wieder an. Die FAZ bringt ihr Wochenmagazin heraus, es wird endlich online bezahlschranken der Verlage geben, was Springer schon lange macht. Ich frag mich, was mit TV wird, wenn alle ins Netz gehen...Was meint ihr? Und herzlichen Dank liebe Anna für deinen Beitrag zu meiner Rente :))) und für die Erwähnung Das weiß ich sehr zu schätzen! Macht es gut ihr Beiden. LG Sabina

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    3. Das Zahlmodell von Springer soll nicht soooo der Brüller sein, hörte ich. Und mit ein bisschen Tricksen lässt es sich problemlos umgehen ;-). Mal sehen, was die anderen machen. Und TV wird es wohl auch irgendwann nur noch per Netz geben. Dazu braucht es aber erstmal überall Breitbandverbindungen.
      Liebe Grüße
      Fran

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  3. Welchen Instagram Account meinst du denn? Wenn du hier nicht antworten möchtest, kannst du mir ja eine PN übers Forum schicken oder eine Mail. Würde mich ehrlich interessieren.
    LG Eva

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    1. Ging gar nicht originär um einen Instagram-Account, sondern um eine Bloggerin. Google mal nach "Der neue Fame" und blog. Dann solltest du das finden.
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. Da gibts inzwischen auch andere .... diese junge Dame bspw. http://www.journelles.de/closet-diary-mit-marie-von-behrens/
      Aber damit schreibe ich vermutlich nichts Neues ...
      Lieben Gruß
      Sara

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  4. Hmmm. Also auch ein hmmm von mir. Auch wenn ich der Überzeugung bin das mein Berufsbild zum Teil völlig überbezahlt ist... Würde ich jedem raten in die IT zu gehen, wenn er richtig Asche machen will. Dazu braucht man aber enenfslls Hingabe und eine Begabung. Man muss es lieben. Ich würde auch gern so gut schreiben können wie Du oder Anna z. B. Aber wie immer.... Man kann nicht alles gleich gut. Auch fürs Bloggen und die vielen Skills, die es dafür braucht, braucht man Begabung. Egal ob Blogger oder Gitarrist. Alles Geschmackssache. Es gibt begnate Musikwr, die nicht davon leben können. Und sehr erfolgreiche durchschnittliche. LG von Sunny die seit 5 Jahren kein TV mehr schaut und auch keine Zeit dafür hat.

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    1. Ich bin mit einem ITler verheiratet ;-) Von reich weit entfernt, aber Hingabe kann ich bestätigen. Ich habe von IT keine Ahnung, zumindest nicht von den Dingen, mit denen sich mein Mann beschäftigt. Und ja, dafür braucht man eine Begabung, die mir völlig abgeht. Schreiben ist zwar toll, aber doch ganz oft auch schrecklich brotlos. Egal, für die nächsten 15 Jahre reicht es hoffentlich noch.
      Liebe Grüße
      Fran

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  5. Gerade den IG-Post gelesen. Großartig auf den Punkt gebracht. Musste lachen, obwohl (!) ich einen weißen Schreibtisch besitze. *g* Aber der ist nur Deko und taugt nicht zum Arbeiten. Für mich ist IG mittlerweile eher sowas wie ein... hm... ein Hochglanzmagazin und ich spiele auch selbst sehr, sehr gerne mit Filtern rum. Allerdings schaue ich bei so streng durchchoreografierten Accounts auch kaum noch/nicht mehr vorbei. Und wenn ich noch eimal so eine "Overkness auf zerwühltem Bett mit Teetasse und Modemagazin"-Komposition sehe, dann schreie ich. Deine Overknee-Fotos sind mir da sehr viel lieber, weil die Leben ausstrahlen und kein "Gemälde" sind. ;)

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    1. Ich habe auch einen weißen Schreibtisch... nur so vollgemüllt wie der ist, taugt der ganz sicher nicht für Fotos... Ich muss mal gucken, ob ich irgendwo noch blütenweiße Bettwäsche habe. Dann Stiefel ich, sobald ich den Gips los bin, mit meinen Overknees ins Bett :-) Nur für Dich! *grins* Wobei meine Fotos vermutlich schrecklich aussehen. Das mit den Bildern, das ist nämlich definitiv ein Talent, das mir abgeht. Da können ganze Bildredaktionen Arien drüber singen. Die wussten das schon vor 20 Jahren und haben mich immer gleich an der Tür abgefertigt ;-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  6. Guten Morgen,
    ich persönlich glaube, dass die Medienlandschaft sich bereits enorm verändert hat und sich das auch weiter fortsetzen wird. Ich muss da nur auf mein eigenes Verhalten gucken. Während ich vor 20 Jahren am Samstag noch gemütlich eine gedruckte Zeitung gelesen habe, müsste ich jetzt tatsächlich überlegen, wann ich die letzte gekauft habe. Ist lange her und wenn, lediglich wegen des Lokalteil. Mit Modezeitschriften ist es ähnlich. Wo, wenn nicht dort, fand ich früher Anregungen für die kommende Saison. Heute hat das Internet und Blogs dies komplett ersetzt.
    Wenn jemand davon leben kann, ziehe ich meinen Hut. Ich war nie selbständig, weiß aber trotzdem, welche Unsicherheiten dahinter stecken. Denn so hochbezahlt wie einige Instagram Ladys sind wohl die Wenigsten. Ob jetzt Arbeit, Exhibitionismus oder was auch immer, es funktioniert immer nach den Gesetzen des Marktes. Wo nicht konsumiert wird, ist auch kein Geld zu verdienen. Ob die Leute es jetzt können oder nicht, andere sind bereit, dafür Geld zu zahlen. Es gibt bekannte Sänger ohne nennenswerte Stimme, Moderatoren und Schauspieler ohne Talent und und und. Nervig wird es immer dann, wenn Leute auf andere zeigen, die dann angeblich nix können. Mag ja sein, aber wenn die Fangemeinde da ist, haben sie es schließlich irgendwie geschafft. Keiner ist gezwungen, irgend etwas anzugucken (zumindest in den meisten Fällen:) . Wer sich dann beschwert, ist meiner Meinung nach von Neid und Missgunst getrieben. Post von Leuten, die dann mit dem Finger auf andere zeigen, öden mich meist an. Es muss ja schließlich niemand sein Geld damit verdienen, wer der Konkurrenz nicht gewachsen ist, sollte es lieber lassen.
    Ein Punkt, den ich bei Ü40 Bloggern übrigens sehr angenehm finde: Neid ist eher selten und kommt meist anonym daher (aus welchen Ecken auch immer). Üblicherweise ist der Ton freundlich und für die Meisten ist das Bloggen Hobby und Zeitvertreib.
    Hab einen schönen Tag und liebe Grüße
    Andrea (Die mit ihrem Blog noch nie einen Cent verdient hat, aber wenn ich das irgendwann mal ändere, ist das auch in Ordnung. Das ich je davon Leben könnte oder wollte, wage ich mal zu bezweifeln.)

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    1. Stimmt, die Medienlandschaft hat sich sehr verändert. Ich lese noch Zeitungen und Zeitschriften. Aber das liegt halt eher daran, dass ich das Zeitungssterben ja auch der ersten Reihe verfolge und die Dinger kaufe, um demnächst nicht von noch mehr arbeitslosen Kollegen umzingelt zu sein.
      Selbständigkeit ist schwierig, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber sie schafft halt auch Möglichkeiten, wo vorher keine waren. Das finde ich toll und ziehe meinen Hut vor allen, die tatsächlich so tough sind, quasi als Pioniere den Beruf des Bloggers, Instagramers oder Youtubers zu etablieren. Berufsbilder werden sich auch in den nächsten 20 Jahren rasant verändern und werden das weiterhin tun. Täten sie es nicht, würden wir heute noch Büffel jagen.
      Aber wenn ich mir die Halbwertzeit von neuen Medien heute so ansehe, wird mir schwummerig. Ich habe Mitte der 90er angefangen, im Online-Bereich zu arbeiten und war ein absoluter Exot. Heute ist das, was wir damals gemacht haben, Steinzeit. Es bleibt kaum Zeit, irgendwelche Medien zu professionalisieren, dann stehen schon andere vor der Tür. Ich schätze, als Blogger ist man in zehn Jahren ein belächeltes Urgestein.
      Liebe Grüße
      Fran

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  7. hach ja!
    die sich beschwerende bloggerin ist ganz offensichtlich auch eine sehr clevere - mit diesem nörgelpost hat sie sicher ordentlich an den zahlen gedreht. in richtung oben natürlich! vll. arbeitet sie ja sogar mit dem benörgelten insta-menschen zusammen. schliesslich muss ja jetzt jeder gucken was da los ist.
    ausserdem spart sie sich für diesen post den bikini-shoot.
    ausserdem - ich weis was das für eine sauarbeit ist tolle fotos herzustellen - war ja mal ein teil meines jobs. klar - ab und an wird auch mal ein schnappschuss sensationell - aber ständig/täglich high end fotos raushauen - da kommt man zu nix anderem mehr! das ist auf jeden fall ein job (mal ganz abgesehen vom equipment und den spesen) und wenn man nicht von beruf tochter oder sohn ist, dann muss man sich das bezahlen lassen. das mit dem reich werden sei allerdings dahingestellt....
    mir ist pure ästhetik zu wenig - ich will menschen - und die möglichst intelligent und mit ecken und kanten. geschichten aus dem leben ohne weinerlich zu sein. wachheit, interesse. auch für das was ausserhalb des eigenen blogs passiert - eigentlich vor allem.
    youtube ist mir zu geschwätzig - und dann diese ätzende gemafreie hintergrundmucke! (DLM guckt manchmal heimwerkeranleitungen wenn er rat braucht)
    ich wusste das dein gipsfuss zu was gut ist :-)
    alles liebe! xxxxx

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    1. So gesehen hast du natürlich Recht. Warum sagen eigentlich alle, sie finden Nörgeln doof, wenn die Nörgel-Posts dann doch so häufig gelesen werden? Ja, ich weiß natürlich, dass das polarisiert. Und ganz ehrlich bin ich darüber sogar ein bisschen froh, zeigt es doch, dass manchmal tatsächlich noch richtig gelesen wird. So mit Buchstaben und so.
      Ich weiß, dass gute Fotos unglaublich viel Mühe und Können erfordern. Ich kenne ja meine Fotos... und habe gottseidank bei wirklich wichtigen beruflichen Terminen einen "richtigen" Fotografen.
      Allerdings habe ich das Gefühl, dass "richtige Menschen" für die jüngere Generation wenig interessant sind. Vielleicht war mir mit 18 Ästhetik auch wichtiger als eine Geschichte. Ich erinnere mich nicht, ist zu lange her. Youtube - da bin ich raus. Bewegte Bilder gucke ich mir fast nur noch im Kino an. Warum auch immer.
      Liebe Grüße
      Fran

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  8. Das normale Leben incl. Papier wird es noch sehr lange geben . Allerdings werden meiner Meinung nach Soziale Medien wieder verschwinden . Vor allem das öffentliche zur Schau stellen . Blog´s so fern der Spaß bleibt auch . Der Zeitgeist ist dermaßen schnell . Das nur das anders sein sich länger hält . Die Masse , das Volk der Lemminge werden immer wieder neues ausprobieren , Hypen und genau so schnell wieder den Rücken kehren .
    LG heidi

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    1. Ja, der Zeitgeist ist so schnell, dass ich manchmal das Gefühl habe, er überholt sich selbst. Wäre schön, wenn du Recht behältst und Papier bleibt. Zumindest solange es mich noch gibt ;-) Ich mag nicht ohne Papier.
      Liebe Grüße
      Fran

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  9. Schön gesagt Fran! Mußte grade lächeln, hatte gleich so wie Beate gedacht, hui, da gehen die Klicks bei Instagram und Blogger gleich hoch. Wo gemotzt wird kommen die Leser :)

    Liebe Grüße zu dir, und einmal über dein Beinchen heile-streicheln!

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    1. Danke für heile-streicheln, hilft wunderbar :-) Die Ärztin im Krankenhaus meinte, es sieht sehr gut aus. Und übermorgen früh wird entschieden, ob der Gips runterkommt *hoff hoff* und ich endlich wieder ein wenig belasten darf. Das wäre sooooo schön. Viel schöner als alle Klicks der Welt.
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. Däumchen dafür werden auch in Wien gedrückt, großes toi toi toi!

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  10. Ich habe die anderen Kommentare hier (noch) nicht gelesen, aber den Beitrag, der Dir heute die Grundlage heute für Deinen ganzen Artikel gab und ich habe ihn komplett anders verstanden als Du. Vielleicht hast Du gerade nur zuviel Langeweile? *ggg* LG Bärbel ☼

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    1. Das mit der Langeweile mag schon stimmen :-) Und jetzt weiß ich auch, weshalb die Schüler, wenn sie Internet-Quellen heranziehen, die auf eine CD brennen müssen. Der Text scheint mir inzwischen ein wenig editiert. Aber egal. Es kann durchaus sein, dass ich ihn falsch verstanden habe. Wobei "kann ich es einfach nicht nachvollziehen, wie man einen Instagram-Charakter so krass abfeiern kann, bzw. wofür eigentlich?" fand ich nicht so sehr zweideutig. Da ich aber die Weisheit ganz sicher nicht gepachtet habe, war das vielleicht ganz anders gemeint. Kann ich nicht ausschließen :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  11. Ich denke, die Medienlandschaft hat sich schon total verändert. Was ich morgens in der Zeitung lese, wusste ich bereits am Vorabend aus dem Netz. In der Zeitung interessiert mich eigentlich überwiegend der Lokalteil.
    Und viele Jugendliche im Alter meines Sohnes (16) gucken überhaupt kein Fernsehen, sondern nur YouTube. Bin auch mal sehr gespannt, wie sich das entwickelt.

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Ja, YouTube steht auch hier hoch im Kurs. Aber dank Politik-Leistungskurs wird immerhin auch wieder Zeitung gelesen. Lokalzeitungen sind übrigens in der Tat diejenigen, die trotz Internet noch Wachstumspotential haben.
      Liebe Grüße
      Fran

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  12. Ich bin auch immer gefühlsmäßig verwirrt, wenn ich solche Posts (benannter Blog) lese. Da wird gemeckert über andere oberflächliche Blogger, die auf Events angetroffen werden, dann wird gejammert, dass man als Blogger ständig reisen muss usw. Ich frag mich dann auch immer; Warum macht die Post-Schreiberin dann weiter und sucht sich nicht einfach einen anderen Job, der vielleicht nicht so oberflächlich und anstrengend ist? ;-)

    Andererseits verstehe ich auch, dass man über seinen Job mal meckert und den anderen zeigt, dass so ein Job eben auch Schattenseiten hat. Ich kenne das auch von einer anderen Branche, in der ich auch dazugehöre. Für mich ist es ein toller Nebenjob (zumindest gewesen, die Branche hat stark nachgelassen) und ich war immer recht glücklich, da einen Fuss in die Tür bekommen zu haben und dann lese ich in einem Forum, wie die Leute jammern wie schwer doch dieser Job sei... natürlich hat jeder Job gute und schlechte Seiten, ist ja ganz normal.

    Ebenso muss ich immer lächeln und den Kopf schütteln, wenn die jungen Dinger sich zu dick und zu alt fühlen.... dabei sind sie meist noch keine 30. Ich frag mich dann immer, was sie machen wollen wenn sie mal 40 sind,, sich umbringen weil zu alt?

    Youtube gucke ich zwar nicht so oft, aber ich find das ne schöne Idee und hab dort auch schon sehr viele gute Tipps gefunden. obs nun um Haare geht oder Schminken oder Fotografieren oder sonstwas. Manchmal lassen ich es auf höherer Geschwindigkeit laufen, weil viele doch etwas zu zuviel um den heissen Brei labern. Aber die ganz jungen Mädels und Jungs, die damit schon Geld verdienen, vor denen zieh ich meinen Hut.

    Was die blütenweissen Bettfotos oder Schreibtischfotos betrifft, da kann ich auch nicht mithalten. Mein Schreibtisch ist zwar ein hübsches Teil, aber obendrauf siehts chaotisch aus und mein Bett ist auch nie blütenweiss ;-) Ich frag mich dann auch immer: Wohnen die wirklich alle so? oder räumen sie stundenlang auf vorher?

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    1. Jetzt bin ich neugierig, welche Branche das ist :-) Über den Job zu meckern ist halt normal. Tu ich auch manchmal, aber eintauschen würde ich ihn auf keinen Fall. Ich bin gespannt, ob es in zehn Jahren auch in Deutschland Berufsblogger über 40 geben wird. Ich nehme an, dass die Leser gemeinsam mit "ihren" Bloggern älter werden und sich der Job zu einem ganz normalen Berufsbild entwickelt. Schön wäre es.
      Die Idee mit dem schneller laufen lassen ist klasse. Wenn ich bisher irgendetwas auf YouTube angesehen hat, war nämlich genau das der Punkt, der mich gestört hat: Die brauchen so lange, um auf den Punkt zu kommen ;-)
      Und ich vermute, die Menschen mit den tollen Schreibtischen rotieren vor den Fotos ungefähr so wie ich, wenn die Schwiegereltern zu Besuch kommen ;-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  13. Ich wollte noch dazusagen: Ich lese ihren Blog trotzdem recht gern, auch wenn ich manche Postings nicht so ganz verstehe. Ich sortiere nur ganz selten konsequent aus, das hat dann aber andere Gründe.

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  14. Ach in 20 Jahren bin ich ne Omi und Sitz mit Tee im Garten. Sollen ruhig die andern dann Youtuben oder was dann so in ist ;) lustig war als ich neulich mit meinem Papa bissi auf Instagram gestöbert hab. Da meinte er so und was arbeitet die. Und ich so, na die postet Bilder. Der Blick war Gold wert dazu von ihm!
    Liebe Grüße Ela

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    1. Au ja, ich setz mich daneben, wenn ich darf :-) Wir haben meinem Vater vor einigen Jahren ein iPad geschenkt. Das nutzt er tatsächlich. Aber ich fürchte, Instagram ist nicht so seine Richtung. Der Blick wäre wohl genauso wie der deines Vaters ausgefallen :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  15. Hallo liebe Fran,
    eigentlich wollte ich noch nicht wieder in den Blogs lesen nach einer Auszeit ... aber hier schreib' ich Dir mal ...
    Wer vom Bloggen leben will, muß wahrhaftig viel leisten. Mir wäre das viel zu sitzintensiv und stressig. ;-) Ich weiß aber schon aus den Anfangszeiten der Blogs, daß vor allem Arbeitslose, Kranke, Menschen mit Behinderungen und auch Mütter, die zuhause sind, bloggen - wenn man eh' viel Zeit daheim verbringen muss, bietet sich das eben an. Einige können auch problemlos neben der Arbeit bloggen (wenn der Arbeitgeber da mitspielt) und irgendwann gab es eben die Möglichkeit, sich über Blogs & Co. auch Geld zu verdienen. Warum nicht! In Zeiten von Hartz IV ein nettes Zubrot... Denn wer richtig Kohle damit machen will, ist rund um die Uhr beschäftigt, das hält nicht jeder lange durch! Ich erinnere mich noch an 2 männliche Blogger, die am Herzinfarkt starben ... die waren wirklich schon vor Jahren immer online. ;-) Da kann ich mir gesündere Tätigkeiten vorstellen. Bei einer Zeitung möchte ich allerdings auch nicht beschäftigt sein. ;-)

    Wie das bei Instagram geht, weiß ich nicht. Ich schaue sehr selten einmal in diese Plattform hinein. Man kann (und will!) nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Für mich hatten die Blogs immer obere Priorität.
    Von YouTube ist allerdings bekannt, daß einige eben mit ihren Videos so viel Erfolg haben - das ist reine Glückssache, was gerade den Nerv der Zeit trifft ... ist ja überall so, auch mit Buch-Bestsellern ... wo ich mich oft schon gefragt habe, WER liest das eigentlich??? ;-)

    Dieser Herr hat ein schönes Buch geschrieben und ich war auch bei einer Lesung von ihm - er sprach das Problem ebenfalls an ...

    https://www.facebook.com/henning.noske

    Die Zeitungen müssen neue Wege gehen ...

    http://www.gkp.de/buchtipp-journalismus-was-man-wissen-und-koennen-muss

    Da hilft nur, wenn die Zeitungsleute sich bei Bloggern und als Blogger schlau machen oder als Facebooker - wie auch immer - auf allen Plattformen ... so wie Du es hier ja schon praktizierst, liebe Fran. Und vielleicht wird für Dich ja sogar mal ein Hauptberuf daraus . . . wenn die Lokalzeitung womöglich ihre Pforten schließen muß - wer weiß das schon so genau ....
    Tauschen möchte ich da mit Dir nicht. ;-)

    Eines muß man jedoch sagen, diese vielen Zeitungen und Zeitschriften sind ja auch eine neuere Entwicklung, genauso wie die zahllosen TV-Kanäle - alles was der Mensch nicht wirklich braucht .... wenn ich so die xte Wohn- oder Gartenzeitschrift sehe ... und unsere Zeit dafür wird auch nicht mehr. Ich kaufe die schon gar nicht mehr, weil die dann doch nur überwiegend ungelesen herumliegen. Schade ums Geld. Da werden eben Einige sich neue Berufe suchen müssen ...

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    1. Ich nehme mal an, eine Zeitung ist wesentlich umstressiger als vom Bloggen zu leben. Zumindest ist es umstressiger als der Job bei einem Online-Dienst, den ich lange gemacht habe. Da gab es eigentlich überhaupt keinen Feierabend. Mit 30 mag das noch gehen, heute würde ich das nicht mehr durchhalten und das auch nicht mehr wollen.
      Bloggen als Hauptberuf käme deshalb für mich nie in Frage. Es ist ein schönes Hobby, aber es soll halt ein Hobby bleiben. Ich liebe meinen Job, den gebe ich ganz sicher nicht fürs Bloggen auf. Ich wäre kreuzunglücklich, wenn ich mich zum Ausgleich nicht auch mal mit politischen Themen beschäftigen darf ;-)
      Mit den Zeitschrifte und den TV-Kanälen hast du recht. Ich frage mich auch ständig, wer das alles lesen und ansehen soll. Den tausendsten Nachahmer einer gehypten Landlust braucht man echt nicht.
      Viele Grüße
      Fran

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    2. Na Gottseidank! Damit macht man sich - längerfristig gesehen - kaputt!
      Klar, bei der Zeitung hat man sein festes Einkommen, Urlaub etc. - als Blogger jedoch nicht. Man müßte schon berühmt und in Folge reich werden *lach*
      Was ich noch sagen wollte -- ich liebe Zeitschriften durchaus und natürlich auch Bücher. Besitze für meinen Geschmack inzwischen sogar viel zu viele davon ...Positiv erscheint mir jedoch die Entwicklung, daß doch wieder mehr in den ortsansässigen Buchhandlungen gekauft wird. Es geht eben doch nichts über ein echtes Buch in der Hand, in das man hineinschauen kann, bevor man es kauft.

      http://www.boersenverein.de/de/182716

      Dann wünsche ich schon mal eine gute Nacht.
      Sara

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  16. Trotzdem glaube ich auch, daß Papier bleibt. Denn es ist schon für unsere Augen nicht gut, ständig auf den Bildschirm zu starren (ich hab's in den Augenkliniken leider mitansehen müssen, als ich meine Mutti häufig dorthin begleitete, wie viele relativ junge Menschen schon an schlimmen Augenleiden erkranken, oft in Zus.hang mit Diabetes oder anderen SToffwechselerkrankungen, die wiederum durch eine ungesunde überwiegend sitzende Lebensweise verursacht werden), dazu die Wirbelsäule - aber auch der Stressfaktor - Blaulicht und zahlreiche nervliche Störungen dadurch .... Papier ist außerdem eine sinnliche Erfahrung und Papier kann nichts ersetzen. Nur daß Maß der Dinge - gefühlte "tausend" Zeitschriften über die fast immer gleichen Themen ... das muß nun wirklich nicht sein, genauso wie die immer gleichen (vom Inhalt!) Gartenbücher (weil ich das ja speziell verfolge) - ich muß nicht deshalb neue Bücher über Pflanzen kaufen, nur weil das aktuelle Buch eine "tollere" Aufmachung hat. Die Fotos NOCH plastischer sind oder der Autor eine ganz neuer ist! - Der Inhalt bleibt gleich und der ist das Wesentliche. Deshalb ärgert es mich auch ein wenig - denn wie viele Bäume für all das Papier gefällt werden müssen, darüber denkt keiner nach! Und wenn ich dann im Harz z.B. nahe der einst so schönen Rhume-Quelle die Tonnen von Altzeitschriften sehe, die da lagern und die womöglich noch Schadstoffe der Druckerfarbe in den Boden abgeben? Zumindest früher war das, glaube ich so .... graust es mich, ganz ehrlich! Und vor Jahren las ich von einer speziellen Bücher-Müllkippe in Spanien (Remittenden, die nicht verkauft wurden)! Es wird auch hier überproduziert, was kein Mensch mehr in der Form verwerten kann. Halt nur, daß man das Buch im Schrank stehen hat und sagen kann "Schaut her, ich bin up to date - ich habs mir auch geholt!"

    Ich les' übrigens auch überwiegend die ePaper-Ausgabe unserer Tageszeitung - die Printausgabe ist mir einfach zu viel Papier - so aber kann ich jederzeit - auch nach Jahren noch - auf das Archiv zurückgreifen, was wirklich ideal ist - denn so brauche ich keine Papierschnipsel mehr aufzuheben. ;-)Nur sollte die Suchfunktion auch wirklich präzise sein und das klappt bei unserer Zeitung auch nicht immer so. Die Printausgabe kaufe ich nur noch zu besonderen Anlässen.

    Was Urgestein und Blogger betrifft, das glaube ich allerdings nicht. Das Format wandelt sich vielleicht ... doch gebloggt wird sicher auch weiterhin werden. Zumindest von den Tagebuchliebhabern, wie mir. Solche Menschen haben schon immer viel geschrieben, dafür wären Instagram & Co. absolut nichts! Alles viel zu oberflächlich!
    Ich glaube auch, daß irgendwann generell wieder weniger im Internet gemacht wird - immer mehr klagen über Stress, Burnout in diesem Zusammenhang und man sieht ja schon, es vergeht kaum ein Tag ohne neue Posts in den Blogs. Das ist wie eine Sucht und immer die Angst dahinter, die anderen könnten nicht mehr lesen kommen .... warum eigentlich? In den Anfangszeiten der Blogs hatte man so seine Lieblingsblogs und die besuchte man oder auch nicht, da lagen auch mal Zeiträume dazwischen, wo nicht gebloggt wurde, dann war das eben so. Und so halte ich es heute noch. Wen man wirklich interessiert, der wird auch nach Jahren noch bei einem lesen, alle(s) andere(n) kann man ohnehin vergessen. Wozu also der Stress?

    Liebe Grüße
    Sara

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    1. Ich hoffe, du behältst mit der Einschätzung Recht, dass Papier bleibt. Eine Welt ganz ohne Papier kann ich mir noch nicht vorstellen. Obwohl die Suchfunktion in meinem Archiv mein Kopf ist *lach*. Und ich wünsche mir auch, dass Blogs überleben, und zwar nicht als bestaunte Fossilien. Die Zahl der Posts ist wohl auch daher so hoch, weil sich auch bei Blogs eine Zap-Mentalität eingebürgert hat. Was nicht nach zwei Zeilen fesselt, wird weggezappt. Ist beim Zeitunglesen nicht anders.
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. Wir werden auch nie in einer Welt nur aus Plastik leben, liebe Fran. Früher oder später merken es alle, das etwas fehlt. Aber die Zeitungen müssen heute anders arbeiten. Und man bekommt das ja schon hin. Wenn ich daran denke, daß unsere Tageszeitung anfangs komplett kolo im Internet war ;-) Kein Wunder, wenn die irgendwann schlecht dastanden. Obwohl es von mir aus gern hätte so weiterlaufen können *gbg*
      Ich weiß, was Du mit Deinem Kopf meinst - doch Einiges läßt sich dennoch nicht so einfach finden und ich finde schon so ziemlich alles, was ich finden will. ;-)
      Schon seltsam - das mit den Blog-Posts und einerseits mag ich das ja auch - doch andererseits weiß ich inzwischen um die Gefahren. Doch wozu dann ein Blog-Archiv? Man könnte praktisch alles, was älter als ein Viertel oder halbes Jahr ist, löschen. Ich fänd's schade, für mich ist und bleibt ein Blog vor allem ein Tagebuch, ein geschichtliches Zeugnis. Und - ich les' gern auch ab und an in Archiven, auch auf die "Gefahr" hin, daß währenddessen Zeit verstreicht, in der andere Blogger auf meine Besuche ihrer topaktuellen Posts warten ... genauso wie ich interessante Posts außer der Reihe und gern auch ausführlicher kommentiere.

      Ich überlege gerade, ob ich jetzt nochmals Grüße hierlassen muß? Da ich es eben schon weiter unten hatte ... aber wie ich Dich inzwischen meine zu kennen .... denn Einige legen exorbianten Wert auf sowas! ;-) Und ich schätze Dich ja deswegen nicht minder, nur weil ich auf einer Seite nicht gleich 3 x meine Grüße noch dazu an einem einzigen Tag mit weitere Vor-Grüßen verewigt habe oder sehe ich da was falsch? Einige Blogger grüßen nie ...??

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    3. Ach, einmal grüßen reicht :-) Ich mache das fast automatisch, weil ich grußlose Kommentare nicht so mag. Aber einigen wir uns auf: Beim ersten Kommentar ja, anschließend nicht mehr ;-)
      Mit dem Archiv meinte ich übrigens das im Job. Ich finde ganz oft alte Geschichten nicht mehr. Alte Fotos auch nicht... Wie viele Stunden ich da schon mit Suchen verbracht habe... unser Archivsystem ist aber leider wirklich mies. Ein gutes System erfordert halt auch einen guten Archivar, und der ist teuer.
      Beim Bloggen versuche ich es besser zu machen. Alte Posts löschen würde ich nicht, zumindest nicht aus den gegenwärtigen Erfahrungen. Wie du schon sagst: Es ist auch für mich eine Art Tagebuch und ich lese ja selbst bei vielen Blogs ältere Beiträge.

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  17. Habe mal ein wenig recherchiert, da ich mich schon lange mit Blogstudien beschäftigt habe. Interessant ist, daß die meisten erfolgreichen Blogger und Webseitenbetreiber seit Beginn des Internets bzw. Web 1.0 BWL studiert haben.

    http://www.tagesspiegel.de/medien/modebloggerin-masha-sedgwick-pickel-und-augenringe-retuschiere-ich-weg/11134572.html

    Ist aber auch ein schönes Kind mit russ. Wurzeln, das macht auch viel aus, weil - auch wenn es viele nicht zugeben würden - gewisse Attribute eben doch anziehender sind. Daher die hohen Leserzahlen. Oft steckt aber auch ein Mann dahinter.
    Da gibt es schon seit langem einen Blog, der mit schönen Beinen und Strümpfen begann. Irgendwann kristallisierte sich dieser Blog auch als Werbeblog heraus - dahinter steckte - so meine Erinnerung - auch ein Mann. Auch eine "etwas ältere" Bloggerin mit mehreren Kindern. Später ging es um alle möglichen Themen und immer viel Werbung. Den Blog gibts sogar noch ;-) Ich kenne noch die Anfänge ...

    http://www.holozaen.de/

    Und wie ich schon vermutete, steckt ein Mann hinter der jungen Dame hier im Post, zumindest was die Fotos betrifft .... denn die Anfangsbilder waren noch nicht so doll. Und als Mann weiß er, wie er die vollen Lippen so richtig in Szene setzen muß - zum Beispiel ...

    http://bizzmiss.de/business-women/blog-masha-sedgwick-die-internationale-fashion-bloggerin-aus-berlin/

    Ich wünsch' Dir noch einen schönen Nachmittag.
    Liebe Grüße nochmal
    Sara

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    1. Den Blog kann ich noch nicht. Einen thematischen Spagat zwischen Strumpfmode und dem Fiat 500 Offroad muss man auch erstmal schaffen. Und dass man einen der bekanntesten deutschen Blogs nicht mehr alleine managen kann, ist ja eigentlich offensichtlich. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die meisten Leser von Modeblogs weiblich sind. Damit dürften die typisch männlichen Betrachtungsweisen von Frauen doch eigentlich auch keine Rolle spielen, oder? Ich frage mich jetzt gerade, ob volle Lippen Eindruck auf mich machen. Nö, machen sie nicht.
      Liebe Grüße
      Fran

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  18. Tja ... der Blog ist freilich nicht mehr das, was er mal war hat klein angefangen - viele Beiträge sind weg - wie das Einige so handhaben, wenn sie erst "etabliert" sind. Sah anfangs auch wie ein ganz gewöhnliches Tagebuch aus. Es gehörte lt. meiner damaligen Beobachtung aber auch sehr viel Fleiss dazu - überall kommentieren usw. ...
    Die meisten .... nun ist da eine überwiegend junge Klientel, die betrachten das mit den Lippen auch nochmal anders und Klicks könnten auch von LeseRn kommen. Machen auf mich auch nicht DEN Eindruck, auch wenn sie rein optisch das typisch L.Matth'usche Hascherl ist, nur unsere Gesellschaft ist inzwischen über-sexualisiert. Kommt in den "älteren" Blogs vielleicht nicht mehr so in den Vordergrund ;-) Und da schwärmt dann die junge - Freundin - ihrem Freund etwas vor, der finde die 'ne geile Nummer ... wie das so läuft ... Mädels werden außerdem knutschend oder im Bett gemeinsam abgebildet .... Lippen und andere Attribute immer schön im Vordergrund .... Taktik .. hat in jedem Falle ein Mann fotografiert. ;-) :-) Mein sicherer Instinkt ...

    Lieben Gruß
    Sara

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    1. Das ist ein Punkt, den ich tatsächlich recht amüsant finde, dass auf gar nicht wenigen Blogs alte Posts verschwinden, wenn die nicht mehr zum neuen Image passen. Wer weiß, vielleicht mache ich das irgendwann genauso. Aber aus meinem beruflichen Erfahrungen würde ich sagen: nein. Was ich vor 20 Jahren geschrieben habe, kann man theoretisch auch heute noch lesen. Und ich wüsste jetzt auf Anhieb von keiner Geschichte, die ich lieber verbrennen würde. Dafür gibt es viele, die ich heute noch großartig finde.
      Mit der Sexualisierung der Gesellschaft gebe ich dir recht. Die nehme ich zwar wahr, aber ich bin wohl alt genug, um das nach Kräften zu ignorieren ;-) Ich darf das *lach* Ist halt nicht meine Welt. Wobei das auch bei den älteren Bloggern durchaus zunimmt. "Alt" will niemand sein. Da wird gegen jede Falte gekämpft, als wenn es kein Morgen gäbe. Muss halt jeder für sich entscheiden. Bei mir gibts ein Morgen. Und vermutlich eine neue Falte. Ich liebe sie nicht unbedingt, aber sie sind halt ein Teil von mir, mit dem ich durchaus leben kann.
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. tja ... das sind die modernen Blogger ;-) Dabei ist das doch so interessant, wie sich der Blog, das Leben an sich, weiterentwickelt. Es ist so, als würde man ein Stück Geschichte verleugnen, einfach ausradieren.
      Aber gut - man hat immer mal so Ideen und auch ich war schon in der Situation - den Blog H&L ganz löschen zu wollen. Doch dann reute es mich und ich habe mit viel Mühe einen Großteil meiner alten Posts wiederhergestellt. Eine mühsame Angelegenheit, zumal alle Bilder weg waren. ;-) Es fehlen immer noch ca. 200 Posts ;-) .... nach und nach ...
      Irgendwann kam ich eben zu dem Schluß, daß ich nun - anders als bei meinen diversen früheren Blogs - dieses Stück Lebensgeschichte da stehen lassen werde, bis es allein im Nirvana verschwindet, was schon häufiger durch Bloganbieter passiert war, die es plötzlich nicht mehr gab oder Umstrukturierungen ...
      Und wie der alte User "Gucky" (leider inzwischen verstorben) auch immer betonte (dessen Blog nach seinem Ableben aber inzwischen leider weg ist - da der auf einer eigenen Domain lag ... 'wenn keiner mehr zahlt' ...)

      http://mein-waldgarten.blogspot.de/2015/01/waldzeichen.html

      Die Über-Sexualisierung ignoriere ich letztendlich auch, dennoch mutet mir das Ganze seltsam an, wenn sich fast alles nur noch darum zu drehen scheint. Ich denke nicht, daß das nur eine Sache des Alters ist ...wie Du ja auch schreibst und es beobachtet hast, nimmt das bei Älteren zu. Klar, wer ist schon gerne "alt" ;-) im negativen Sinne .... aber doch kommen wir alle nicht umhin, ob wir das schön finden oder nicht. Und DAS werden selbst die spüren, die sich rein optisch aufhübschen.
      Lach- und spezielle Mimikfalten sind eigentlich immer schön und ein charakterlicher Ausdruck, auch der Reife - ich vergleiche das immer mit der wunderbaren Rinde älterer Bäume. - Anders natürlich als krankheitsbedingte Falten und Hautzeichen, die es ja leider auch gibt und da verstehe ich durchaus, wenn die keiner gern haben will. Hatte mal einen Crashkurs in Sachen Patho-Physiognomie, Antlitz-Diagnostik etc. Aber die gehen dann tatsächlich nur durch gesündere Lebensweise evt. noch weg oder durch gewisse Maßnahmen ;-) ;-)

      Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende
      Sara

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    3. Das einzige, was ich im Moment - neben den schlecht heilenden Knochen - am Altern ärgert, ist dass die verbleibende Zeit halt immer kleiner wird. Ich hoffe nur, es wird gesundheitlich weiterhin gut laufen :-)

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  19. Wenn ich in 10 Jahren meine Rente mit instagram aufbessern könnte, würde ich gerne nix können und "nur" schöne Bilder machen. :-).
    LG Sabine

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    1. Ich fürchte nur, in zehn Jahren liegt Instagram drei Meter unter der Erde. Wer weiß, was es dann gibt? Ich drücke uns die Daumen, dass wir die Rente nicht aufbessern müssen :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. Dem würde ich mal so 1:1 zustimmen. Vielleicht gibt es in 10 oder 20 Jahren viel mehr Blogger in unserem Alter, die den Markt erobert haben. Klasse Post ♥

      Liebe Grüße Sabine

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  20. Hi Fran,

    erst einmal: Schöner Beitrag wieder! Tja, was in 10 oder 20 Jahren sein wird, derzeit für mich kaum vorstellbar. Ich sag ja immer (im Spaß): Bis dahin entwickeln wir holographische Anwendungen (also im Job). Oder sowas ;-)
    Wie sich die Bloggerei bisher entwickelt hat, finde ich zum Teil auch bedauerlich. Weil der Ursprungsgedanke dabei oft verloren ging.
    Ist ja häufig kein Unterschied mehr zur professionellen Werbung. Gerade was Produktposts betrifft..

    Lg, Annemarie

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    1. Och, so eine holographische Anwendung, die mir meinen Haushalt macht, würde ich auch nehmen. Können die sowas? Ich gehe mal davon aus, dass die Blogger irgendwann vielleicht doch wieder weg von der Entwicklung zum Hochglanz-Magazin mit Hochglanz-Werbung gehen. Denn bei manch einem Blog ist der Unterschied zur Zeitschrift inzwischen nur noch marginal. Und das finden nicht nur wir schade, sondern das werden die Leser auch irgendwann nicht mehr wolle, da bin ich sicher.
      Liebe Grüße
      Fran

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