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Von Kommentaren und Sandkistenschlachten

Ich erinnere mich noch ziemlich genau an die Zeit, in der ich anfing, Blogs zu lesen. Modeblogs hießen die damals und Ü irgendwas waren die schon gar nicht. Lifestyle kam später. Ob man den damals *ohgottdasklingtwieannotobak* nicht pflegte oder ob er noch nicht erfunden oder einfach noch nicht hip war, weiß ich nicht. Ist auch wurscht, denn was mich damals beeindruckte waren die Kommentare unter den Posts.

Es erschallten zig Rufe der Begeisterung. Die ich nicht immer unbedingt nachvollziehen konnte. Das gestehe ich jetzt einfach mal, auch auf die Gefahr hin, dass mich keiner mehr lieb hatte. So manches Mal war ich durchaus verdutzt, dass ein Outfit, das ich für kaum alltagstauglich hielt, von zwanzig Kommentatorinnen für gerade diese Alltagstauglichkeit gelobt wurde. Äh ja. Vermutlich war mein Alltag einfach ein anderer als auf High Hehls mitten auf einer Kreuzung mitten in New York herumzustehen und gelangweilt zu gucken.

Was ich einfach klasse fand war die Tatsache, dass sich scheinbar alle total lieb hatten. Nie las man ein kritisches Wort. Bis ich nach ein paar Monaten als Blogleser dann doch einmal auf einen dieser fiesen „Haterkommentare“ stieß. Der war nicht einmal besonders hasserfüllt. Aber erwünscht war er trotzdem nicht.

„Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, sag gar nichts“, hieß die erste Lektion. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Und wenn mir ein Outfit nicht gefällt, dann ist das mein Problem. Sehe ich übrigens auch so. Meine Klamottenwahl sagt vermutlich nicht jedem zu. Muss sie auch nicht. Ist ja Meine. Die muss mir gefallen. Selbst der Rest der Familie verdreht manchmal die Augen. Das dürfen die auch. Aber sie müssen damit leben, dass ich die Klamotten trotzdem trage. Zur Not halte ich fünf Meter Abstand, um nicht als Familienmitglied identifiziert zu werden ;-)

Noch ein bisschen später habe ich dann Lektion zwei gelernt, nämlich dass man, wenn man ein Outfit vielleicht als nicht so gelungen empfindet, einfach das positiv kommentiert, was man schön findet. Und wenn das der blühende Holunderbusch im Hintergrund ist. Auch ok. Wobei ich gerade überhaupt keine Ahnung hat, wie ein blühender Holunderbusch aussieht. Also nochmal langsam zum Mitschreiben: Über ein Outfit, die Figur oder die Person eines mir unbekannten Menschen zu urteilen, der mich nicht explizit dazu aufgefordert hat, steht mir nicht zu. Ich paule ja auch nicht den nächsten Menschen, dem ich in der Fußgängerzone begegne, an und sage ihm, dass seine Hose echt bescheuert aussieht. Das haben wir irgendwann alle mal von unseren Eltern gelernt. Das heißt gutes Benehmen. Punkt.

Aber dann kam die dritte Lektion, die ich bis heute nicht wirklich verstanden habe. Wenn nämlich ein Kommentator Kritik übt, die nicht wirklich persönlich ist. Also nicht „Das Outfit ist scheiße“ oder „Du bist zu dick“. Sondern vielmehr einen Post oder eine Haltung hinterfragt. In mehr oder minder wohlgesetzten Worten. Der eine kann sich da besser ausdrücken, der andere eben nicht. Womöglich tut er das auch noch anonym. Kritzelt ein „Gabi“ drunter, aber gibt keine Webseite oder Mailadresse an. Und dann kommt plötzlich die volle Breitseite. Nicht einmal von der Bloggerin selbst, sondern in der Regel von anderen Bloglesern. Der Ursprungs-Kommentator steht plötzlich in einem Kugelhagel, dass das „battle of the bastards“ aus Game of Thrones dagegen wie eine Sandkistenschlacht aussieht.

Ausgangskommentar: Bla bla (kritisch)

Antwort 1: Du bist ja nur neidisch.
Antwort 2: Du bist nicht nur neidisch, du bist auch missgünstig.
Antwort 3: Du bist neidisch und missgünstig und sowieso scheiße.
Antwort 4: Du musst ein schreckliches Leben haben.
Antwort 5: Du bist ein furchtbarer Mensch und solltest dich schämen.

...to be continued...

Da wird dann der Kommentator beschimpft, dass die Fetzen fliegen, weil er sein Gift gefälligst vor seiner eigenen Haustür verspritzen soll. Und diejenigen, die ihm das nahelegen, merken scheinbar nicht einmal, dass sie sich mit ihren Antworten gern in die Schlange der Giftspritzen einreihen dürfen. Manchmal fühle ich mich da an Furien erinnert. Und mich gruselt es.

Es geht übrigens auch anders. Die Mädels von Jane Wayne zum Beispiel müssen durchaus auch das eine oder andere Mal Kritik und den Kommentaren lesen. Sie nehmen die sehr ernst und versuchen, ihre Haltung in deutlichen, aber freundlichen Worten klar zu machen. Solche Auswüchse wie oben beschrieben habe ich da noch nie gelesen.

Das ist nicht einfach. Weiß ich selbst. Manchmal fühlt man sich von einem Kommentar furchtbar angegriffen, obwohl der gar nicht so gemeint ist. Ich saß selbst schon schäumend vor dem Rechner und habe mir gedacht „whatthefuck“. Und ich habe auch schon zurückgehauen. Aber ich habe inzwischen dazugelernt. Heute schlafe ich drüber und reagiere dann. Wobei - einen wirklich bösen oder beleidigenden Kommentar habe ich in dem Jahr, das ich jetzt blogge, noch nicht kassiert. Auch nicht von anonymen Kommentatoren. Die sind hier übrigens herzlich willkommen.

Denn was weiß ich schon, warum ein Kommentar anonym gepostet wurde. Vielleicht hat der Kommentator einfach keinen der gängigen Accounts für Kommentare. Und keine Webseite. Oder mag seine Mailadresse nicht angeben, warum auch immer. Ich habe selbst als Leser lange anonym kommentiert. Dass "man" das nicht tut, war mir lange nicht klar.

Wenn ich mich durch einen anonymen oder nicht-anonymen Kommentar angegriffen fühle, dann kann ich mir die kurze Mühe machen nachzufragen, ob ich das jetzt richtig verstanden habe. Nicht jeder drückt sich so aus, dass ich ihn auf Anhieb verstehe. Und in geschriebener Kommunikation sind Missverständnisse vorprogrammiert, das wissen wir alle. Abgesehen davon sind wir alle in einem Alter, wo das echt nicht mehr sein muss. Wir rühmen und doch ständig unserer Souveränität und Lebenserfahrung. Warum reagieren wir dann manchmal wie Grundschüler?

Wenn ich nicht beleidigt werden möchte, dann muss ich genau das auch jedem anderen zugestehen. Und wenn jemand auf meinem Blog beleidigt wird, dann tu ich das, was ich auch in meinem Wohnzimmer tun würde: Ich bitte die Streithähne zu gehen und ein bisschen runterzukommen. Und ich lüfte erstmal durch respektive bitte um Ruhe und lösche zur Not Kommentare, die aus dem Ruder gelaufen sind.

Es ist einfach absurd, wenn ein Kommentator von einer ganzen Horde Damen virtuell gesteinigt wird, weil er absichtlich oder unabsichtlich den ersten Stein geworfen hat. Das lernt man heutzutage im Kindergarten. Nicht zurückhauen, sondern reden. Ich kann da allerdings eigentlich gar nicht mitreden, ich bin ein Mitglied der geburtenstarken Jahrgänge und habe keinen Kindergartenplatz bekommen ;-)

Liebe Grüße
Fran


P.S. Niemand muss diesen Post beklatschen. Ihr dürft mir durchaus sagen, dass ihr das anders seht und warum. Ich diskutiere gern. Und ich lasse mich manchmal sogar eines Besseren belehren. Denn die Weisheit habe ich nicht gepachtet. Aber sagt es nicht weiter, denn meinen Kindern gegenüber behaupte ich natürlich genau das.

P.P.S. Auch Love T. und Anna haben sich auf ihren Blogs gerade mit dem Thema Kritik beschäftigt. Lest doch mal rein :-)

Kommentare

  1. ... hi hi die Gabi :0)
    Ich lasse liebste Grüße da und hab da ein dickes Fell was andere da ohne gute Kinderstube so von sich geben - das ist schon mein einziger Gedanke ;0)
    Gabi

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    1. Ein dickes Fell ist immer eine gute Idee. Wer das nicht hat, tut mir manchmal wirklich leid - und zwar auf beiden Seiten.

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  2. Guten Morgen! Höflichkeit ist mein liebstes Wort in diesem Zusammenhang. Egal ob von Bloggern ausgehend, Lesern und auch Kritikern.
    Ich selbst habe jetzt nach mehr als 5 Jahren das erste mal einen Kommentar gelöscht. Und ich denke noch immer darüber nach, glaube aber das ich es wieder tun würde. Es erschien mir tatsächlich mißgünstig und anklagend. Allerdings bin ich von den Kommentaren in den letzten 6 Jahren eher verwöhnt, vielleicht erschien es mir deshalb zu rüde.
    Dieses aufeinander losgehen in den Kommentaren selbst, auch unter den Lesern, kenne ich nur von Blogs mit jüngeren Autorinnen. Gibt es das auch in unserem Alter? Bin neugierig, würde das gerne lesen :D

    Hab einen schönen Tag liebe Fran <3

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    1. Halt, mir ist grade eingefallen das ich so einen Blog kenne, hatte dorthin aber absichtlich nie Kontakt. Bin mir aber auch nicht ganz sicher ob da wirklich andere Menschen so schlecht kommentiert hatten. Für mich sah es eher wie ein 4 oder 5 Personenstück aus, von einer einzigen Person gespielt :)

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    2. Das nenne ich mal künstlerisches Talent.
      LG

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    3. Ich schätze, das gibt es in jedem Alter und in jedem Themenbereich. Egal ob Reiseblogs, Foodblogs, DIY-Blogs oder eben Modeblogs. An das 4-5-Personenstück, das aussah, als sei es von einer Person gespielt, erinnre ich mich auch noch ziemlich genau. Das war tatsächlich künstlerisch wertvoll ;-)

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  3. Di weißt dich, Fran, wir sind alle individuen. Und einem andern eine eigene Meinung zuzugestehen ist immer dann schwierig, wenn man sich selbst angegriffen fühlt.
    Anonyme Kommentare gibts bei mir nicht.
    Ich bin durchaus manchmal nicht einer Meinung mit der Bloggerin. Dann schreibe ich das auch. Und die meisten, die dort schreiben sehen das wohl ähnlich, man duskutiert und hackt nicht. Manchmal lese ich Kommentare, die finde ich sachlich und berechtigt und trotzdem prügeln die Jünger dann auf den Abtrünnigen ein. Muss ich eigentlich nicht haben. Deshalb lese ich auf den Blogs selten und schreibw nie. LG Sunny

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    1. Ja, das ist schwierig. Ich finde es auch schwierig, manchmal. Und trotzdem habe ich absichtlich anonyme Kommentare zugelassen. Denn wie ich sagte - ich habe auch anonym kommentiert, weil ich keinen Sinn darin sah, mir dafür jetzt einen Google-Account zusammenzuklicken. Bisher hat das hervorragend funktioniert.

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Höflichkeit ist für mich auch das Stichwort. Kritik finde ich nicht schlimm, wenn sie konstruktiv ist. Die gibt es bei mir auch. Ich habe schon mal einen Hater-Kommentar bekommen. Den habe ich stehen lassen und daraus einen Post gemacht, in dem ich angekündigt habe, dass solche Leser sich von meinem Blog fern halten sollen, weil ich sonst zum Gegenschlag aushole. Danach war Funkstille.

    Wenn ich eins nicht ausstehen kann, dann sind es Zankereien oder Zickenkrieg. Aus dem Alter bin ich raus.

    Diskutieren? Ja gern - aber bitte mit Neveau :)

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Wobei die Definition von Höflichkeit vermutlich auch unterschiedlich ausfällt. Was ich höflich finde, hält jemand, der etwas zarter besaitet ist, vermutlich schon für einen Affront. Oder umgekehrt. Und dann wird aus einer Diskussion manchmal eine Zankerei. Und die ist eigentlich nie zielführend.

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  6. Über 1. wundere ich mich immer noch. An 2. halte ich mich bei Menschen, die ich nicht gut kenne oder von denen ich keinen anderen Auftrag habe. Frei nach dem Motto "keine Beratung ohne Auftrag ". Bei 3. drehe ich jedes Mal innerlich die Augen im Kreis, wenn ich so eine Kommentarschlacht sehe. Auf meinem Blog ist das übrigens noch nie vorgekommen. Liegt das an meinen Lesern oder daran, dass man eine Mailadresse zum kommentieren angeben muss? Ich denke, dass es an meinen Lesern liegt und darüber freue ich mich sehr.

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    1. Bei mir gab es bisher noch keinen wirklich bösen Kommentar. Obwohl man anonym kommentieren kann. Selbst bei Themen, die man durchaus kontrovers diskutieren kann, knallte es noch nie richtig. Das finde ich total klasse. Mal gucken, was passiert, falls es mal anders kommt. Was ich nicht erwarte, aber wer weiß das schon?

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    2. Hatte ich auch noch nicht so richtig. Aber dann denke ich, dass ich aufmerksamkeitstechnisch voll die Niete bin, weil je mehr Dampf in der Bude, desto mehr HullaHulla...ihr wisst schon :) Mir ist einmal auf Insta das passiert, dass eine andere über mich herfiel. Die habe ich dann direkt angeschrieben und mich vorgestellt. Weil sie mich ja nicht wirklich kennt, aber meint, sofort verstanden zu haben. Auch habe ich mir selbst die Mühe gemacht, die Account-Inhaberin anzusprechen in einer direkten Mail. Das war vor einem Jahr, wenn ich sehe, was für dumme Kommentare manche Leute bei mir hinterlassen, da war mein Satz damals echt Babykramrosanix...Aber ich äußere mich nur noch in Kreisen wie hier, wo wir uns schon ein bißchen kennen und einschätzen können.

      Aber mit flotten Sprüchen sollte man schon vorsichtig sein online. Das verleitet schon.

      Und liebe Fran, entweder zeigt mir mein lahmes Laptop mal wieder was nicht an (was sein kann, weil es so altersschwach vor sich hinächzt) oder du warst zwar so nett und hast mir gesagt, wer das Thema noch beackert. Aber wie soll ich dahinkommen, wenn du mir hier keine Brücke baust bzw. einen Link dorthin legst? :))))

      Also bitte nichts für Ungut und liebe Grüße von Sabina

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    3. Ja, flotte Sprüche und eben auch Ironie können schnell man in den falschen Hals kommen. Geht mir ja nicht anders. Hinter den Namen sind eigentlich Links. Ich kriege sie auch angezeigt. Aber hier sind sie nochmal im Klartext:
      http://looksoflovet.blogspot.de/2016/10/kritik-mit-stil-oder-die-schonste-farbe.html
      https://weibandthecity.com/2016/10/18/zeitgeist-eine-frage-der-haltung/

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  7. nuja. auch ich wundere mich. weil konstruktive kritik ist verdammt selten im www. entweder lese ich lobhudelei - meistens - oder eben fies unter die gürtelinie zielende komments - seltenst. auf anderen blogs wohlgemerkt. auf meinem war noch keiner fies (in 3 jahren) und die tralala-einzeiler halten sich in grenzen. die meisten kommentatoren haben wirklich was zu sagen zum jeweiligen post. und alle haben kinderstube. dafür danke ich ihnen sehr!
    bei konstruktiver kritik muss ich mich aber auch sehr zurückhalten sie zu verteilen - ich bin nun mal seit 30 jahren modeprofi und praktiziere sehr intensiv einen alternativen lebensstil mit konsumverweigerung - da latscht man schnell jemandem auf die zehen mit einer ehrlichen antwort auf "wie findet ihr das?"........
    wie loveT. würde ich gern mal so´n tread mit ohne kinderstube lesen - aus rein fachlichem interesse natürlich :-D
    xxxxxx

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    1. Na, dann sage ich doch einfach mal danke für die konstruktive Kritik, die du bei mir schon verteilt hast. Zum Beispiel beim Schrankmonster :-) Die hat mir nämlich sehr geholfen, weil ich mit diesem Rock einfach überfordert war. Und auch wenn sie manchmal weh tun: Kritische Anmerkungen bringen einen weiter als Lobhudeleien. Außer, man ist bereits am Ziel. Aber wer ist das schon?
      Bei der Sache mit dem fachlichen Interesse bin ich jetzt wirklich in der Zwickmühle. Denn ich möchte solchen Geschichten eigentlich kein Forum bieten. Ich verstehe dein Interesse, ich wäre auch rein fachlich neugierig ;-) Trotzdem werde ich hier keine Links posten, ok?

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  8. Wieder mal so großartig geschrieben, liebe Fran. Ich bin ganz bei Dir und beneide Dich um Deine Fähigket des Sich-Ausdrückens! Echt.

    Zum Thema: Ich bin ja eigentlich immer für Ehrlichkeit und kann damit auch gut umgehen, wenn sie freundlich verpackt ist und somit mag ich - wie gesagt, bei netter Verpackung! - auch durchaus Kritik in Kommentaren, denn die bringt mir viel mehr als die Lobhudelei des Holunderbusches im Hintergrund. Hauptsache, man erwartet dann nicht, dass ich mich danach richte. Manchmal tu ich das sogar, aber manchmal halt auch nicht - ich hab' ja schließlich noch 'nen eigenen Kopf. ;)

    Ironie und Sarkasmus zwischen den Zeilen hingegen finde ich z. B. manchmal schwierig, weil ich da immer rätseln muss, wie das Ganze wohl gemeint sein könnte.

    Aber was wirklich gar nicht geht, ist diese Zusammenrottung von Blog-Jüngern gegen einen Kommentator, der sich vielleicht sogar echt Mühe gegeben haben mag, seine Meinung wohlformuliert und nicht verletztend auszudrücken, aber trotzdem nun von (echten oder gefakten) weiteren Kommentatoren die totale Dresche bezieht. Sowas erinnert mich immer an Lemminge. Oder eben den von Dir erwähnten Kindergarten.

    Liebe Grüße
    Gunda

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    1. Das ist superlieb. Aber ich werde durchaus gar nicht selten falsch verstanden. Wobei ich manchmal Absicht unterstelle ;-)
      Dass Du ehrliche Kritik problemlos verträgst, weiß ich. Das mit der Ironie ist ein guter Hinweis. Ich packe schon manchmal Ironie in meine Kommentare oder Texte und erwarte, dass damit jeder umgehen kann. Oder will mich einfach nur elegant aus der Affäre ziehen *asche auf mein Haupt*
      Und nicht immer auf die armen Lemminge. Das sind so niedliche Tiere *grins*

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  9. Mir geht es bei gut der Hälfte der Outfitposts die ich lese so, dass ich mir denke "nicht alltagstauglich" oder "nicht jahreszeitentauglich". Mittlerweile gibt es aber mehr "normale" Blogs und ich mag sowas lieber. Vielleicht bin ich spießig :)

    Kritik ist immer sehr schwierig .. finde es kommt aber immer etwas drauf an. Es gibt Blogs da kann sachlich diskutiert werden und dann gibts diese Ausrast-Steinewerfer Sache. Liegt vielleicht auch manchmal am Alter bzw. "nicht Alter".

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    1. Ich setz mich zu dir in die Spießerecke :-) und bin froh, dass ich da nicht ganz alleine stehe. Ich frage mich übrigens, ob das weit verbreitete Vorurteil stimmt, dass Männer da ganz anders sind. Leider gibt es zu wenig Blogs von Männern, um das jetzt mal nachzuprüfen. Ich nehme nämlich wirklich an, dass das so ein Frauending ist. Mit dem Alter hat es garantiert auch zu tun. Aber nicht ausschließlich, fürchte ich.

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  10. Ich bin immer der Meinung, man kann über alles vernünftig diskutieren. Aus diesem Grund mag ich unsachliches Gekeife und Beleidigungen überhaupt nicht. Und es wäre doch schön, wenn sich die Leute gelegentlich bemühen würden, die andere Seite zu verstehen. Wenn ich auf meinen Stamm-Blogs etwas sehe, das mir nicht so auf Anhieb gefällt, versuche ich trotzdem, dieses objektiv zu betrachten und mich darauf einzulassen - und so habe ich schon so manches Mal auf den zweiten Blick doch noch das eine oder andere ganz gut gefunden. Aber wenn der Funken gar nicht überspringt, dann beginne ich keine geheuchelte Lobhudelei. Vielleicht kann es daher schon mal passieren, dass ich auch den Holunder lobpreise (blüht übrigens sehr hübsch - wäre also zu Recht lobenswert!). Den Holunder brauche ich trotzdem kaum zu loben, denn ich besuche eigentlich nur Blogger, bei denen ich das Gefühl habe, dass diese so gekleidet auch wirklich unterwegs waren oder zumindest sein könnten und die schon grundsätzlich etwas an Stil und Art an sich haben, das mir gefällt. Ansonsten spare ich mir doch lieber meine wertvolle Zeit - sowohl was das Ansehen betrifft als auch das Kommentieren. Gott sei Dank habe ich ja keine Verpflichtung, etwas zu schreiben. Wenn meine Kritik nicht konstruktiv ist, dann spare ich sie mir auf jeden Fall - manches ist halt einfach auch Geschmackssache...

    Auf jeden Fall war das heute wieder ein wunderbar reflektierer Text!

    Genieße noch Deinen Feierabend!

    Hasi

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    1. Hm, ehrlich gesagt habe ich - natürlich nur zu Recherchezwecken ;-) - durchaus einige Blogs in meiner Leseliste, bei denen ich manchmal mit den Ohren schlackere. Die sind allerdings von sehr jungen Bloggerinnen. Ich will schließlich vorbereitet sein, mit was der Nachwuchs hier irgendwann anrückt.
      Und bei Mode ist es halt so: Was A trägt, muss B noch lange nicht gefallen. Hauptsache, A gefällt es. Und A hat dann jedes Recht der Welt, die Dinge zu zeigen. Da hat keiner ungefragt zu maulen. Finde ich. Aber geheuchelte Lobhudelei ist auch der falsche Weg. Denn das bringt keinen weiter - weder den Blogger noch den Kommentator. Also ist die Zeit eigentlich verschwendet :-)

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  11. Hallo Fran, dein Beitrag ist richtig interessant. Ich kommentiere bei dir immer Anonym, da ich keine eigene Website habe. Die E-Mail würde ich gerne hinterlassen, möchte aber nicht das die E-Mail öffentlich gemacht wird. Wenn es die Möglichkeit gibt, das die E-Mail nur für den Betreiber des Blogs sichtbar ist habe ich kein Problem. Ich finde konstruktive Kritik gut, da man daraus auch für sich einen Nutzen ziehen kann, wobei ich es schwierig finde sich immer verständlich auszudrücken. Man schreibt was man denkt und wenn man es dann noch einmal liest, merkt man erst das es evtl. ganz anders bei dem Leser ankommen könnte. Es ist ein schwierigs Geschäft und das ist einer der Gründe weshalb ich wenig kommentiere. Ich lese begeistert deine Beiträge und habe ganz oft ein breites Grinsen im Gesicht. Viele liebe Grüsse Beate S.

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    1. Kann ich verstehen, das mit der Mailadresse. Und ich habe, sobald ein Name unter dem Post steht, eigentlich nie das Gefühl, dass ein Kommentar wirklich anonym ist. Nur weil es aus technischen Gründen drübersteht, ist es doch nicht anonym, wenn keine Mailadresse dabei steht. Also von mir aus überhaupt kein Problem mit der Anonymität :-) Sich so auszudrücken, dass man richtig verstanden wird, finde ich auch vor allem beim geschriebenen Wort sehr schwierig. Es fehlt halt Mimik, Gestik und die Möglichkeit, sofort nachzuhaken. Das geht manchmal schief, ohne dass es gewollt ist.
      Dass dir der Blog gefällt, darüber freue ich mich sehr :-) Danke!

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  12. Ich finde es eigentlich richtig klasse, wenn es in den Kommentaren mal abgeht und der Meckerkopp von den Fans der Seite Keile bekommt. Als Blogbetreiber kannst Du Dich dann entspannt zurücklehnen, hat das doch auch etwas für sich. LIEBE GRÜSSE Bärbel

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    1. Bärbel, du siehst mich gerade etwas hilflos. Echt jetzt? Oder übersehe ich da Ironie?
      Ich mag Keile nicht. Wenn sich meine Töchter zanken - und das können sie mindestens genauso gut wie meine Schwester und ich früher - dann nervt mich das ungemein und ich renne ständig mit der Friedenspfeife rum, ohne dass die ernstlich jemand haben will. Weil das Gezanke eigentlich gar nicht ernst gemeint ist. Vielleicht ist es das ja in Blog-Kommentaren auch nicht? DAS wäre mal ein Punkt, über den ich noch gar nicht nachgedacht habe. Vielleicht dient er ja nur als Traffic-Lieferant. Und ich bin naiv *grins*

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    2. Das Gezanke in Blog-Kommentaren ist garantiert NICHT nicht ernst gemeint, wenn Du mich fragst.
      Und hier haben wir zudem das Paradebeispiel zu meinem mittleren Kommentarsatz oben. Siehste mal ...!

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    3. Kannst mal sehen. Ich lerne immer noch was dazu :-) Und das mir, die sich doch für so irre un-naiv hält. Tse.

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    4. Aber ich kann mich natürlich auch irren. Ich bin nämlich tatsächlich des Öfteren etwas naiv ... (aber nicht weitersagen!!)

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  13. Danke dir fürs Verlinken! Teile meines Posts kannst du dir als Antwort auf deinen Post hier rüberziehen - vor allem das mit dem Draufhauen um des Draufhauens willen. ;)

    Das Verhalten (vermeintlich) erwachsener Menschen im Internet ist bisweilen...unterhaltsam bis befremdlich (und keinen Deut besser als bei U20ern) und manchmal einfach nur zum Einschlafen vorhersehbar. ;)

    Lieben Gruß,
    Anna

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    1. ich glaube, ich finde das in Zukunft einfach nur noch unterhaltsam. Wenn ich das auch beim Zanken der Kinder schaffe, bin ich eine gemachte Frau!

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  14. Liebe Fran das Thema böse Kommentare und schlechte Kritik scheint bei manchen gerade sehr beliebt zu sein. Natürlich kann nicht jeder Blog gefallen und die Geschmäcker sind verschieden. Manchmal ließt man aber auch Blogs weil der Mensch dahinter gefällt oder die Schreibe, was auch immer. Es ist nie einfach mit Kritik umzugehen, dabei kommt es aber auf die Kritik an. Wenn jemand mit seinem Kommentar mit Kanonen auf Spatzen schießt und das dann noch zu Unrecht, muss er mit den Reaktionen leben, denn die hat er bzw. sie doch selber ausglößt. Stell dir einmal vor du fährst alleine im Auto über eine Strasse. Du hälst weil dort etwas liegt. Nachdem du ausgestiegen bist und dir das was dort liegt anschaust hält ein ganzer Bus an. Der erste der aussteigt schreit du Mörder, die restlichen steigen auch aus und stimmen dem zu. Du hast aber nichts getan, sondern du bist lediglich dort lang gefahren und hast angehalten. Du musst dich für etwas rechtfertigen was gar nicht so war. Der erste der diese Propaganda gestartet hat, hätte vielleicht etwas umsichtiger mit der Situation umgehen sollen. Nur wenn Schaden angerichtet wurde, anschließend zu sagen oh sorry da habe ich mich wohl vertan, ist auch nicht so toll. Die Menschen sollten vielleicht vorher überlegen was sie machen. Wir machen alle Fehler denn wir sind Menschen und keiner ist Fehlerfrei. Nur man sollte auch zu seinen Fehlern stehen und nicht im Nachhinein über die Folgen klagen. Du schreibst Ausgangskommentar: Bla bla (kritisch) und dann die Kommentare dazu. Da ich denke das ich den Vorfall kenne von dem du schreibst, verfälscht dein Artikel etwas die Situation. Das du Kommentare bekommen hast, die ich auch nicht gutheißen kann, war wohl eine Überreaktion. Man kann aber nicht für sich in Anspruch nehmen und sagen, wenn ich vielleicht ungerechterweise einen Stein schmeiße, warum schmeißen die anderen zurück und überlegen nicht erst einmal. Tja liebe Fran die Welt ist leider ncht gerecht. Ich lese deinen Blog immer regelmäßig und ich weiß das du eine sehr spitze Feder hast. Manchmal ist das sehr amüsant, manchmal finde ich gehst du aber etwas zu weit. Wie gesagt konstruktive Kritik finde ich gut, aber falsche Unterstellungen oder Mutmaßungen die zu Unrecht ein schlechtes auf den Schreiber werfen sollte man unterlassen. Lass deinen Wut oder Ärger in einer privaten Mail raus, so halte ich ich jedenfalls. In diesem Sinne wünsche ich dir noch einen schönen Tag und wünsche mir weiterhin viele schöne Artikel von dir.
    Lg Petra

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    1. Ups, siehst: Da ist wieder so ein Missverständnis in der schriftlichen Kommunikation. Ich habe diesen unseligen Post gar nicht im Auge gehabt, als ich den Text schrieb. Und ich glaube, deine Leserinnen hatten mir auch gar keinen Neid unterstellt (oder doch? ich weiß es nicht mehr), sondern mir geraten, mangels Talent vom Thema Mode die Finger zu lassen und stattdessen zu kochen. Das ist hier in der Familie inzwischen ein running gag. Die kennen ja meine Kochkünste *grins*. Nee im Ernst: Das hat mich wenig getroffen, das fand ich eher lustig. Abgesehen davon dachte ich, das hätten wir per Mail geklärt? Wenn es da noch Diskussionsbedarf gibt, dann wäre das vielleicht der richtige Zeitpunkt.
      Dein Beispiel mit dem Bus ist gut. Denn genauso funktioniert das. Und ich habe ja auch geschrieben, dass ich zeitweise die Sache mit der Besonnenheit selbst nicht unbedingt erfunden habe.
      Wut oder Ärger habe ich beim Schreiben des Textes übrigens gar nicht verspürt. Und die wollte ich auch nicht rauslassen. Kam das so rüber? Dann kam das falsch rüber. Ich bin eigentlich im Moment seeehr entspannt. Zumindest blogtechnisch :-)

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    2. Nein alles gut liebe Fran. Ich hatte dir schon unter den Kommentar den du auf meinem blog zu Antigua hinterlassen hast, dass ich mich sehr über deinen Kommentar gefreut habe. Ich wollte das auch nicht mit dem Kommentar "kochen" auch nicht persönlich ansprechen. Ich meinte vielmehr die Kommentare die du überall hinterlässt. Wenn ich den gleichen Blog kommentiere, denke ich schon manchmal auweia, das muss so nicht sein. Wenn du du keinen Streit magst wie du betonst, solltest du vielleicht einmal überdenken, warum du immer so rüber kommst. Man hat ständig den eindruck du bist auf Krawall gebürstet. Nachdem wir jetzt so oft miteinander geschrieben haben, kenne ich auch deine andere Seite und die gefällt mir ausgesprochen besser. Das macht dich richtig sympathisch. Vielleicht solltest du ein wenig weniger Ironie von dir zeigen und mehr von deiner netten Seite. Dann passieren vielleicht nicht so viele Missverständnisse und du rennst vor keinen Buss. Herzliche Grüße wenn du Gesprächsbedarf hast weiß du ja wie du mich erreichen kannst. Ich vermisse richtig unseren lustigen Schriftverkehr.
      LG Petra

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    3. Jetzt bin ich erst recht ratlos. Die Kommentare, die ich überall hinterlasse? Was ist denn an denen falsch? Ist ein Kommentar wie: "Mutti gewollt jugendlich? Nö. Gunda, klasse wie immer. Ja. Die Schuhe sind der Knaller. Ich mag sie. Und sie passen zu deinem Stil. Zu der Strumpfhose sowieso und dass ich ein Fan deiner Röcke bin, weißt du eh :-) Also alles richtig gemacht." oder "Ich mag Tupfen auch hochgeschlossen. Die Bluse ist ein Traum. Und die Kombination mit rot finde ich toll!" oder auch "„Blosses Ignorieren ist noch keine Toleranz“ – das Zitat mag ich sehr. Vielleicht sollte sich das mancher hinter den Spiegel klemmen. Mir geht es oft wie dir. Ich mache mir Gedanken und habe eine Meinung, wo viele andere die Notwendigkeit einer Meinung gar nicht sehen. Ich bin aber auf Meinung konditioniert *grins* und denke mir, lieber einmal zu oft eine haben als einmal zu selten😉" finde ich nicht so wirklich auf Krawall gebürstet. Die waren aus den letzten zwei Tagen. Krawall? Nö, den sehe ich da gar nicht. Sei doch mal so lieb und zitier einen, der nach Krawall klingt, ja? Ich bin mir nämlich wirklich keiner Schuld bewusst :-)

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  15. Mir gehts so wie Gabi ganz oben. Und ich lese ja schon so lange Blogs, wie es diese gibt und da war Mode oder Lifestyle noch absolut kein Thema. Das waren noch Zeiten!
    Tja, die Kommentare .... wer "gut Freund" sein und bleiben will, muß wohl zwangsläufig begeistert kommentieren, hmm ;-) :-) Da hat schon so manche das Bloggen aufgegeben wegen nicht ganz so "netter" Kommentare ;-) ;-) Womit ich jetzt nicht die meine, die unter die Gürtellinie zielen - die ignoriert man ganz einfach. Sonst wäre es Wasser auf deren Mühlen ...
    Aber warum soll jemand nicht seine WAHRE Meinung schreiben dürfen. Ich hätte damit jedenfalls kein Problem. In Sachen Kleidung z.B. daß das Outfit an der Bloggerin gut ausschaut, man selbst es jedoch nicht tragen könne oder an sich nicht mag. Es geht ja auch darum, sich gegenseitig besser zu verstehen bzw. kennenzulernen .... Beleidigend ist was anderes .... wie Figuren mit hässlichen Attributen zu benennen oder Ähnliches ...
    Selbst hatte ich auch noch nie wirklich negativ bösartige Kommentare und seine Meinung darf - wie gesagt - bei mir jeder äußern, die wird auch freigeschaltet. Jeder kann kommentieren, auch Anonym, das gehört für mich dazu!
    Das Geschriebene ist freilich manchmal mißverständlich, dadurch sind schon ganze Blogger-Kriege entstanden, was ich in all den Jahren schon öfter beobachten konnte. Schlimm sind dann Unterstellungen, die der andere so überhaupt nicht gemeint hat ... Aber es gibt ja Smileys .... die sollten doch wieder und viel öfter Anwendung finden, diese beweglichen meine ich ... auch wenn's dann ziemlich bunt werden kann ...

    Liebe Grüße
    Sara

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    1. Meinst du wirklich? Dass man zwangsläufig Begeisterung äußern muss, um "gut Freund" zu bleiben? Hm, zur Not würde ich dann auf solche Freunde verzichten. Ganz ohne Smiley. Den solche Freunde, die braucht man schon im echten Leben nicht. Im virtuellen Raum schon gar nicht ;-)

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    2. Schreibe ;-).... wenn wir uns in dem Moment mündlich hätten austauschen können, hätte ich erwidern können, daß es einigen sehr wichtig ist, wie du (oder ich, egal wer) kommentierst und daß sie die Kommentare nicht freischalten, wenn man nicht alles immer gut findet, du kannst es noch so nett formulieren! Nur wer hat etwas davon? So würden wir jedenfalls nie erfahren, wie andere denken. Freilich macht der Ton auch hier die Musik. Die Smileys bzw. Emoticons kamen allerdings nicht ohne triftigen Grund auf. Und wurden später durch animierte Smileys erweitert. Sah zwar bunt und wimmelig aus, war aber durchaus sinnvoll. Von Kopfkratz bis K*tz-Smiley war alles dabei, auch der belehrende "Mr. Gucky" :-) oder der neckische Augenaufschlag. Kann eben jene Gefühle ausdrücken, die wir über dieses Medium so schwer transportieren können, auch Ironie bekräftigen, so daß weniger Mißverständnisse entstehen. Denn "zwischen den Zeilen" kann man alles oder nichts lesen ... da liesst man eh immer das, was mit der eigenen Persönlichkeit und Erfahrung zusammenhängt, heraus.
      Welche Freunde du hier hast oder auch nicht, stellt sich ohnehin erst viel später heraus. Das ist meine langjährige Erfahrung. Freund nennt man sich im WWW SEHR schnell! Womit ich einige meiner Blogfreunde auf gar keinen Fall vor den Kopf stoßen will - ich spüre schon, wer es "ehrlich" meint (was für ein Wort ...) und wer eher Mitläufer ist oder gesehen werden will ...

      Lieben Gruß
      Sara

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    3. Wo du Recht hast, hast du Recht. Ich fand die animierten Emoticons bisher eigentlich eher nervig, aber ja, sie haben einen Zweck. Wobei: Es gibt Menschen, die lesen zwischen den Zeilen. Da kannst du Emoticons in den Text hauen bis es kracht. Die verstehen dich trotzdem falsch. Das tun sie aber auch im persönlichen Gespräch. Ich habe da so einen Kollegen, der hat das zur Perfektion gebracht. Der nimmt es mir aber auch nicht übel, wenn ich in solchen Fällen mit den Augen rolle *kicher*

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  16. Petra, ich musste gerade lachen, denn ich habe beispielsweise gar nicht den Eindruck, dass Fran ständig auf Krawall gebürstet ist. Wenn sie das wäre, würde ich hier nicht kommentieren - denn diese auf Krawall gebürsteten Menschen oder die, die einfach alles in den falschen Hals bekommen wollen (nur zur Sicherheit: damit spreche ich keine bestimmte Person an) mag ich nicht. Aber das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich die jeweilige Wahrnehmung unterscheidet und wie unterschiedlich Kommentare bei jemandem "ankommen" können. Online-Kommunikation hat es wirklich in sich...

    Und darum plädiere ich [wie Sara Mary von Buelsdorf} auch für schöne Smileys. Die könnten die Kommunikation leichter machen. ;)

    LG Anna

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  17. Liebe Anna da bn ich ganz bei dir. Ich liebe ;-)))
    LG

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  18. Kränkel gerade etwas und stehe neben mir. Ich müsste jetzt suchen da ich nicht mehr alle Blogs im Kopf habe wo du kommentierst. Vielleicht vertue ich mich auch und meine Texte die du geschrieben hast. Denke zum Beispiel an einen Text von einer Dame da war irgend etwas mit Blumen und du hast dann einen Text dazu geschrieben.So nach dem Motto diese Story ist frei erfunden und Ähnlichkeit zu Personen sind zufällig. Erst habe ich das wieder für einen lustigen Post von dir gehalten, bis ich dann zufällig über diese Dame gestolpert bin. Obwohl ich diese nicht kenne kreuzt sie hin und wieder meinen Weg. Da wusste ich aber sofort wen du in deinem Text gemeint hast. Ich könnte jetzt noch so einige Kommentar zitieren die schon etwas länger her sind, aber das macht nur schlechte Stimmung. Sollte ich aber in der nächsten Zeit etwas finden, werde ich es dir gerne in einer privaten Mail sagen. Jemanden auf die Schippe nehmen ist ganz nett, aber wie gesagt denk an den Bus. Ich hatte in der letzten Zeit so einige Male das Gefühl mich streift so ein Bus und das fand ich dann gar nicht mehr lustig. Dabei bin ich eine ganz fröhliche Type, wie man bei uns so schön sagt. Hilfreich sind da wirklich so manche Bloggertreffen. Persönliche Treffen verändern so manche Meinung.
    Lg Petra

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    1. Eigentlich sind es die Ü30er-Blogs, auf denen ich kommentiere. So viele sind das ja nun nicht. Und wenn du mir Dinge vorwirfst wie "Ich meinte vielmehr die Kommentare die du überall hinterlässt." oder "Man hat ständig den eindruck du bist auf Krawall gebürstet", dann wüsste ich eigentlich schon gern, was du meinst. Schlechte Stimmung macht das zumindest bei mir nicht. Schlechte Stimmung wird bei mir vielmehr durch unbegründete Vorwürfe hervorgerufen. Denn dann wären wir wieder bei der Geschichte mit dem Bus.
      Wenn ich Texte zum Thema Bloggen schreibe, dann habe ich eigentlich nicht einen speziellen Blog im Kopf. Die beziehen sich immer auf allgemeine Strömungen und Tendenzen, die sich natürlich in vielen Blogs wiederfinden. Egal ob es um Falten oder um Social Media geht.
      Wenn du kränkelst, ist das natürlich schade. Gute Besserung!

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    2. Da muß ich Fran mal ein wenig beistehen, obwohl ich Euch Beide mag! Petra und Fran! Jedenfalls, was bei mir so rüberkommt .... denn keine von Euch kenne ich persönlich. - Der Eindruck könnte bei Fran entstehen - aber man darf nicht vergessen - bei Zeitungsleuten gibt es einen ganz anderen Background! - Das kann man nicht unbedingt mit anderen Bloggern vergleichen, wenn da etwas aufgegriffen wird, wie Fran schon schreibt, was als Tendenz durch viele Blogs geistert ....und die Ironie oder Sarkasmus gehören da zuweilen auch zum Handwerkszeug, kann so ein bisschen zur zweiten (Schreib-)Natur werden. Wenn Fran jetzt vielleicht auch protestiert, damit kann ich leben .... es ist auch in diesem Falle nur meine Vermutung und ein kleines bisserl Erfahrung mit anderen Zeitungsmenschen, denn ich kenne Fran ja nicht persönlich!

      Ich fand das bisher nicht schlimm sondern mag Fran sogar deswegen, ebenso unsere direkte Beate, da weiß ich wenigstens, woran ich bin. Denn Honig-Geseibel liegt mir so gar nicht. Denn was nützt dir jemand, der vornherum so tut als ob und hinterm Rücken schlecht über dich redet??? Und da kenne ich auch Einige . . . . erst kürzlich hatte ich da was in einem Forum entdeckt ... was ja auch öffentlich ist! Sicher ist Höflichkeit das A und O der Kommunikation. Doch sollte man auch Klartext reden dürfen, wenn es mal angebracht ist, höflich, jedoch bestimmt, aber ohne jemand zu verletzen. Das kann schon ein Blanceakt sein ...

      Online-Kommunikation - weiß ich leider nur zu gut aus ca. 15jähriger Beobachtung und Erfahrung kann SEHR SEHR mißverständlich sein! Gut ist es tatsächlich, wenn man sich persönlich einmal kennenlernen kann - das kann vieles entkräften. Es kann allerdings auch nach hinten losgehen (es gab schon BloggerInnen, die sich heute spinnefeind sind eben weil sie sich persönlich kennengelernt haben. Bei bloggenden Männern fällt dieses Phänomen jedoch nicht auf! Doch bei Fran sehe ich trotz der Ironie Positives - Fran ist ganz einfach Fran. :-) Ohne sie jetzt persönlich zu kennen aber ein Gefühl sagt es mir ...
      Wie gesagt, ich mag Euch Beide, Petra! Und Du hast sowas hmm, Joviales, Verbindendes, Diplomatisches, das mag ich auch sehr gern und erklärt meines Erachtens Deinen Erfolg! Chapeu!

      Liebe Grüße an Euch Beide und auch von mir gute Besserung, Petra!
      Sara

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    3. Danke, Sara. Das hast du prima gesagt. Ich protestiere überhaupt nicht. Beruflich ist Sarkasmus und Ironie zwar nur in Kommentaren (ich glaube, ich muss das mal denjenigen, die sich mit Zeitungen nicht so auskennen: Das ist ein Artikel, der im Gegensatz zu anderen Berichten meine persönliche Meinung zu einem Thema enthält. Der ist immer mit vollen Namen und in vielen Zeitungen auch mit einem Foto des Autors gekennzeichnet) erlaubt. Aber auf dem Blog darf ich mich dafür dann eben austoben. Da empfinde ich mich auch als eine Art Chronist, aber eben mit einem anderen Hintergrund und vor allem mit ganz anderen Freiheiten beim Schreiben.
      Aus genau diesem Grunde mag ich Beate auch unglaublich gern. Sie schreibt, was sie denkt. Den Balanceakt schafft sie trotzdem hervorragend.

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  19. Interessantes Thema.
    Was mich immer wieder erstaunt, ist, dass es so viele Menschen gibt, die blind hinter einer hippen Bloggerin hinterher laufen, alles traumschön finden , was sie schreibt, anzieht oder auch immer macht.
    Wehe, da wagt es dann eine, sich mal nicht dem Mainstream angepasst zu äußern.
    Da wurden schon ganze Blogs bösartig verfolgt und mit Gemeinheiten überschüttet,
    Existenzen bedroht...
    Ich halte bei sowas nie den Mund.
    Das schaff ich nicht.
    Aber ich pinkel denen nicht in ihr Wohnzimmer.
    Das mach ich dann in meinem Zimmer (Blog).

    Ich seh es auch so, wie die meisten anderen.
    Geschriebenes kann sehr schnell im falschen Hals landen.
    Manche schreiben gestelzten Mist und man braucht einige Tage, um zu begreifen, dass das jetzt echt nicht nett war.
    Andere sind so ungeschickt, dass man sich wünscht, sie hätten nur ein "superschön" geschrieben...

    Im Netz findet man nur selten Freunde.
    Man sieht nur einen kleinsten Teil der Persönlichkeit und mag das was man sieht, oder man klickt weiter.
    Wenn man sich da aber Feinde macht, kann es ganz schnell vorbei sein, mit der Leserchensammelei....
    Ist mir auch schon passiert....
    Aber ich kann ja auch meine Klappe nicht halten - wie Anna :-)))


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    1. Aber ich will doch nicht in mein Wohnzimmer pinkeln *lach* Dafür habe ich diesen Raum rechts neben der Haustür *kicher*
      Existenzen bedrohen - so etwas kenne ich aus meinem Beruf. Mir ist das genau einmal passiert, nachdem ich eine ganz üble Geschichte publik gemacht habe. Und ja, ich würde das wieder genauso machen.
      Dass es so etwas beim Bloggen gibt, wusste ich nicht und hätte es auch nicht für möglich gehalten. Dass man im Netz nur selten Freunde findet, ist wohl wahr. Wobei ich durchaus einige wirklich liebe Menschen kennengelernt habe, auf die ich ohne Blogs nie gestoßen wäre. Nicht jeder Blogger muss mein bester Freund sein. Denn mit vielen gibt es eben nicht mehr Gemeinsamkeiten als eben die, dass wir beide bloggen. Ich bin ja auch nicht mit jeder Mutter von 17-jährigen befreundet, nur weil wir gleichaltrige Kinder haben ;-)

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  20. Liebe Sahra vielen Dank für deine offenen und netten Worte. Ich habe auch nichts gegen Fran ganz im Gegenteil, wir haben uns privat ausgetauscht und herzlich gelacht. Ich zumindest ;-) Natürlich ist es immer eine Grandwanderung Kritik zu üben. Ich persönlich mag lieber das klare und ehrliche Wort, als das Messer im Rücken. Nicht alle Menschen können sich möger, aber akzeptieren. Zu diesem Thema möchte ich jetzt auch nicht mehr sagen, da ich nicht schon wieder alte Sachen aufwärmen möchte und diese für mich erledigt sind. Sollte mir demnächst so etwas noch einmal auffallen, werde ich sofort Flagge zeigen und schreien... siehst du genau das meine ich. Ich sehe das Bloggen vielleicht auch mit anderen Augen. Ich mag persönliche Empfehlungen, da sie für mich ehrlicher sind als allgemeine Werbung. Wenn ich etwas ausprobiere schreibe ich immer meine ehrliche Meinung, anders würde es auch nicht funktionieren. Schnell würden die Leser merken wenn ich einfach nur gute Bewertungen abgeben würde um zu gefallen. Das würde ich nie machen. Ich war gerade am Wochenende wieder zu einem Event eingeladen. Ich war ganz überrascht als mich eine Dame ansprach und mir strahlend verkündetet, dass sie und ihre Freundinnen immer meinen Blog lesen. Als ich nach den Namen gefragt habe kannte ich davon niemand. Als ich dann gefragt habe warum denn niemand kommentiert, konnte man mir nicht wirklich eine schlüssige Antwort geben. Das habe ich schon ganz oft festgestellt. Viele lesen aber schreiben nichts und das finde ich sehr schade. Ich würde mich freuen wenn ich so manche Anregung oder Wunsch erhalten würde. Mir macht es zumindest viel Freude zu schreiben und neues zu entdecken. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und freue mich über diesen regen Gedankenaustausch. LG Petra

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