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Der best ager und ich

Manchmal denke ich, ich lebe in einer verkehrten Welt. Und zwar immer dann, wenn ich irgendwo wieder mal höre oder lese, dass Frauen über 40, häufig mit dem Begriff „best ager“ gelabelt, eine ungeheuer zahlungskräftige Zielgruppe sind. Denn im Gegensatz zu den „jungen Dingern“ können die sich Labels und Luxus leisten. Ok, ich bin über 40. Also genau genommen sogar über 50. Nur die Designerstöffchen und die Edel-Handtaschen, die kann ich mir komischerweise trotzdem nicht leisten. Meine Gucci-Tasche fiel der Vespa für Kind, groß, zum Opfer. Meine Chanel-Pumps stecken im Notebook für Kind, klein. Das ist immerhin von Apple. Zählt das?

Wenn ich mich so umsehe, dann passt das Klischee der finanziell auf Rosen gebetteten "best ager" in meinem Umfeld höchstens auf Menschen jenseits der 60. Diejenigen, die irgendwo zwischen 40 und 55 stecken, investieren ihr Geld eher in die Nachwuchsförderung oder in Betongold als in Designer und Luxus. Ausnahme sind all diejenigen, die auf die Sache mit dem Nachwuchs verzichtet haben. Die erleben das, was ich zwischen Mitte 20 und Mitte 30 erlebte, quasi in Dauerschleife. Keine schlechte Option. Meine Schwester hat sie gewählt, und manchmal, ganz manchmal, schiele ich durchaus ein wenig neidisch auf sie ;-) Tauschen würde ich trotzdem nicht.

Zwischen Mitte 20 und Mitte 30 nämlich, da war ich zwar ein „junges Ding“. Aber ich konnte mein respektables Gehalt verjubeln wie es mir gerade in den Sinn kam. Wochenend-Kurztrip? Tägliche Restaurantbesuche? Feiern bis zum Abwinken? Alles kein Problem. Vermutlich hätte ich damals in Chanel und Co investieren sollen. Das war aber längst nicht so hip wie heute. Denn damals gab es weder Blogs noch Instagram. Also habe ich mein Geld einfach verjuxt und es sehr genossen, genauso wie viele meiner Freunde. Wir hatten alle ein finanziell eher knappes Studium hinter uns und wollten erstmal die Früchte unserer Arbeit genießen. Das taten wir aus vollem Herzen. Und wären vermutlich eine Zielgruppe gewesen, nach der sich die Blogs von heute die Finger lecken.

Und genau aus diesem Grund dachten wir erst weit jenseits der 30 über Häuser, Höfe und Familien nach. Mit dem Ergebnis, dass das Klischee der "best ager", die problemlos mal eben Beträge von mehr als hundert Euro für die Gesichtscreme oder von mehr als 1000 Euro für die It-Bag raushauen, für mich und mein Umfeld einfach nicht passt. Klar hauen wir solche Beträge regelmäßig raus. Für Schüleraustausche, Skifahrten, neue Computer oder fahrbare Untersätze für den Nachwuchs ;-) Oder für gemeinsame Auszeiten in London.

Wir haben nach wie vor in der Regel gut bezahlte Jobs. Und das ist vermutlich schon mehr als die Hälfte der Bevölkerung behaupten können. Aber das, was wir uns leisten können sollten, wenn man sich in der Blogsphäre so umsieht, das ist schlicht und ergreifend nicht drin. Mein Universum erstreckt sich leider auch im reifen Alter von über 50 noch von A wie Adidas bis Z wie Zara. A wie Alexander Wang bis Z wie Zoe Karssen sind wohl erst ab 60 finanzierbar. Falls bis dahin der Nachwuchs sein Studium hinter sich gebracht hat. Das dürfte ungefähr den Gegenwert von mehr als einem Dutzend Designertaschen inklusive farblich passender Manolos kosten - pro Kind. Was nun die lohnendere Investition ist, das muss jeder für sich entscheiden. Ich erinnere mich an Klassenkameradinnen, die nicht studieren durften, weil das a) zu teuer war und b) sich ein Studium als Mädchen nicht lohnt. Das fand ich schon damals höllisch ungerecht und sehe das heute nicht anders. Aus diesem Grunde sage ich also jetzt schon mal good bye zu allen It-Bags der nächsten Jahre. Und wisst ihr was? Ich finde das nicht einmal bedauerlich. Klar könnte ich irgendwo noch einen zusätzlichen Job auftun. Oder an anderen Stellen einsparen. Aber will ich das? Nö. Da bleibe ich lieber quasi ein "semi best ager". 

Aber mit 60, da bin ich dann auch so ein klischeehafter, richtiger "best ager" *grins* Vermutlich mache ich auch dann alles falsch und verjuxe mein Geld, das dann endlich wieder mir gehört, für Reisen. Wenn Reisen nicht mehr geht, dann kaufe ich sie endlich, die Chanel-Tasche. Oder einen schnittigen Rollator. Aber ich bin sicher, die gibt es bis dahin auch in einer Designerausführung ;-)

Liebe Grüße
Fran


Nachtrag

Nach den ersten Kommentaren zu diesem Post ist mir klar, dass ich mich an einigen Stellen vielleicht missverständlich ausgedrückt habe. Daher noch einmal im Klartext:

Das hier soll ganz sicher kein Jammer-Text sein. Ich liebe mein Leben, auch ohne große Labels. Ansonsten würde ich es ändern, den Kindern das Taschengeld und die Computer streichen und mir ne Tasche kaufen ;-) Mir ist außerdem bewusst, dass es mir gut geht. Sehr gut, verglichen mit dem Durchschnitt der Weltbevölkerung. 

Das soll auch kein Bashing gegen alle sein, denen es noch besser geht und die, ob mit oder ohne Kinder, die finanziellen Möglichkeiten haben, sich all die Dinge zu leisten, die sich auch der deutsche Durchschnittsbürger eben nicht leisten kann. Wer das kann und wer das möchte, der soll das genießen. Ich gönne es ihm von Herzen.


Der Text soll lediglich aufzeigen, dass die „kaufkräftigen best ager“, die einem in Film, Funk und Fernsehen ;-) begegnen, eben nicht die Mehrheit sind, sondern tatsächlich wenige. Kein Mensch sollte sich fragen, was er falsch gemacht hat und warum ausgerechnet er sich die großen Labels nicht leisten kann, während jeder zweite Blogger das doch augenscheinlich doch kann. Wenn ich mir die Durchschnittseinkommen in diesem Land ansehe, kann das nämlich nur ein verschwindend geringer Prozentsatz. Ist also nicht ehrenrührig, die finanziellen Möglichkeiten nicht zu haben. Obwohl uns so oft suggeriert wird, dass wir sie eben doch haben sollten. Die große Masse an kaufkräftigen best agern sind entweder eine Erfindung der Werbewirtschaft oder sie verstecken sich recht gut ;-)






Kommentare

  1. Guten Morgen Fran, Du sprichst mir aus der Seele. Ich denke ich habe es mit Glück bis 55 geschafft, dass beide Kinder ihr Studium beendet haben und beruflich angekommen sind. Und ich hab neben Vollzeit noch einen Nebenjob. Im Moment macht Sarah mit London das Rennen, das wäre schon eine Hermes oder ein Kleinwagen für die 5 Monate ;). Gut dass die Oma und ein Stipendium mit unterstützen. Wir machen ein Fass auf wenn beide fertig sind, Göga und ich.
    Liebe Grüße Tina

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    1. Dann bist du mit 55 immerhin ein paar Jahre früher dran als ich ;-) Fünf Monate London - da dürfte eine Hermes schon fast zu kurz gegriffen sein, schätze ich. Schon irre, was man möglich macht, wenn einem wirklich etwas dran liegt, oder? Und das Fass mache ich auch auf, wenn es erst mal so weit ist. Vermutlich ist dann was anderes *grins*

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  2. Ach und natürlich würde ich nix anders machen oder tauschen wollen .
    Wollte ich noch sagen :)

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  3. Guten Morgen liebe Fran,
    Unterschreibe ich und zwar sofort. Vielleicht ist das der Grund, weshalb es auf meinem Blog mehr H&M denn Gucci gibt. Und das tut mir auch nicht leid. Ich investiere da auch lieber in Nachwuchsförderung, nachdem ich mein eigenes Studium selbst finanziert habe. Und verzichte auf Luxuslabels. Das ist für mich viel mehr wert. Und langlebig :)
    Die Designer waren einst ja auch nicht so interessant, wie du schon richtig schreibst. Vor Instagram und Co., viele Designer Namen kannte ich auch nicht. Woher auch?
    Vielleicht sollten einige wieder lernen, auf ein normales Maß zurückzuschrauben. In einer durchschnittlichen Welt ohne permanente It-Pieces im High End Bereich.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Du, ich guck mir ehrlich gesagt lieber H&M als Gucci an. Ich träume auch nicht von Chanel. Bin halt nicht so der Träumer, zumindest nicht in dem Bereich. Ich träume durchaus, aber von anderen Dingen, die ich mir auch nicht leisten kann *grins*
      Langlebiger ist ein Beruf, der Spaß macht, allemal. Da sehe ich dann auch den Sinn der Investition. Prima, wer beides auf die Reihe kriegt. Es sei ihm von Herzen gegönnt. Nur dieses Märchen von all den best agern, die das Geld in Stapeln horten, das halte ich für etwas überzogen.

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  4. Guten Morgen Fran! Genau so war das zwischen 20 und 30, und es war toll :D
    Also was heißt war, wir verreisen heute noch gerne gell, und mit 60 wahrscheinlich immer noch :) Aber ich bin sowieso eine Verfechterin des Rechts, einen Blog auch ohne Chanel und Gucci zu betreiben. Weil mit, kann ja jeder! Mit Chloé Bag sind hohe Klickzahlen keine Kust, aber ohne, da hat man dann echt was drauf :D .. muss lachen, toll geschrieben!

    Liebe Grüße <3

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    1. Ja, es war toll. Zumindest für die Jahre. Heute sind halt andere Dinge toll. So einfach ist das ;-)
      Ich hoffe, ich kann mit 60 noch nach Lust und Laune verreisen. Im Moment sehe ich rund um mich herum so viele gesundheitliche Katastrophen in den 50ern, dass mir anders wird.
      Und wenn man tatsächlich ne Gucci-Tasche für hohe Klickzahlen braucht, dann müssen wir uns auch nicht mehr darüber wundern, dass die Trumps dieser Welt die Wahl gewinnen.

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  5. ach herrje! jammern auf höchstem niveau - kannst dir gern mal meinen ostdeutschen freundeskreis inkl. mich angucken - auch ohne kinder (wenn jemand welche hatte sind die längst aus´m haus) krebsen wir am existenzminimum rum......
    und renten kriegen wir schon gleich gar keine mit unseren mickrigen löhnen.
    tolle reisen 3x im jahr? statussymbole? pah. wir sind schon froh über ein dach überm kopp und einen 20 jahre alten gebrauchtwagen. so siehts hier aus. und da ist sachsen noch reich!
    sicher gibt es ausnahmen - wie überall. aber das gros meiner altergruppe hierzulande kann über werbung für luxusgüter nur lachen um nicht zu weinen......
    xxxxx

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    1. Ja, das ist Jammern auf höchstem Niveau. Wobei es gar nicht als Jammern gedacht war. Ich bin glücklich so wie es ist, hab ich mir ja schließlich selbst ausgesucht. Eigentlich wollte ich nur mal wissen, wo sie denn alle sind, die kaufkräftigen best ager ;-)
      Das Existenzminimum bleibt uns gottseidank erspart, glückliche Studienwahl des Gatten sei Dank. Mit nem Redakteursgehalt machste auch keine großen Sprünge, glaub mir. Zumindest nicht im Print-Bereich. In meinen ersten Berufsjahren war das anders. Fachzeitschriften und Online-Dienste zahlen besser ;-) Machen aber nicht halb so viel Spaß. Rente? Ach, lass uns darüber reden, wenn`s so weit ist. Vielleicht bin ich dann längst tot *grins*

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    2. Blogger sind in den seltensten Fällen reiche Leute, und in Anbetracht der Tatsache, dass jeder zehnte Deutsche überschuldet ist, weiß man ja, woher der Wind weht in Sachen Zahlungskräftigkeit! ;-) Ich denke mal, daß sich diese teuren Sachen sich im Alter nur Leute leisten können, wo beide hochdotierten Jobs nachgingen und keine Kinder hatten. Oder Alleinstehende mit wirklichen Karrieren (denn heute wird ja alles mögliche "Karriere" genannt) ;-) Für so manche, zu denen ich mich auch zähle, sind diese Dinge so absolut nicht erstrebenswert. Für die Haut z.B. ist gerade im Alter ein wertvolles Öl das Allerbeste, das bekommt man im Naturkostladen wesentlich preisgünstiger als alle Kosmetikversprechen - das sind nur Maschen, die man teuer bezahlt, Bluff!

      So wie Du haben wir es auch gemacht und das ist das Beste, was man tun kann, denn im Alter gehen manche Dinge in dieser Form nicht mehr, auch wenn man sich das in jüngeren Jahren nicht vorstellen kann.
      Unser Kapital steckt auch in unseren Kindern, und irgendwer hat mal ausgerechnet, daß ein Kind so viel "wert" ist wie ein Einfamlienhaus, ergo besitzen wir mindestens 3 Häuser, wenn nicht mehr! :-) :-) :-) Aller Grund, "stolz" zu sein!

      Jeder hat sicher andere Prioritäten, mir waren Dinge, Gegenstände, noch nie so überbordend wichtig, dass ich dafür unheimlich viel Geld investieren hätte wollen. Aus Taschen habe ich mir noch nie sonderlich etwas gemacht, aber egal, der eine sammelt Briefmarken, der andere Taschen oder Schuhe ... ich liebte es schon immer überschaubar. 30 Paar Schuhe wären mir bspw. eindeutig zu viel. Genauso wie 20 Taschen. Bekäme ich sie geschenkt, würde ich einen Großteil wieder verschenken, denn damit kann und will ich nicht leben! Meine Prioritäten sind andere, ich gebe mein Geld auch lieber fürs Leben aus, die wesentlichen Dinge des Lebens, zu denen unbedingt und vor allem auch Menschen zählen, die mir am Herzen liegen. Ich bedenke z.B. zu den Jahresfesten einige arme Leute aus der Umgebung die mir bekannt sind, gerne persönlich. Aber auch zwischen diesen Zeiten. Man kann anderen viel Freude schenken und hat mehr davon, als wenn man sich selbst mit überteuerten Gegenständen beschenkt, die bald durch andere ersetzt werden, da es immer wieder was Neues sein muß, um den Kick aufrechtzuerhalten.

      Ich hab' es nicht als Jammer-Text aufgefaßt - und sehe das so ziemlich auch so wie Du! Und auch ich gönne denen, die diese Dinge meinen zu brauchen, von Herzen, was sie haben, aber ich selber brauch's nicht. Denn sonst hätte ich es auch. - Vielleicht mal für einen Abend, auf dem Filmball oder so *lach* - aber im Haus will ich all diese teuren für mich nutzlosen "toten" Dinge nicht rumliegen haben. Ich hätte keine Freude daran, für mich wäre es Belastung! Und gefährlicher lebt man außerdem mit zuviel angehäuftem Reichtum im Haus.

      Wer denken kann, ist eindeutig im Vorteil und wird erkennen, dass vieles im Internet nur der schöne Schein ist. ;-) ;o) Außerdem kann man sich informieren, wie viele Bürger wirklich wohlhabend sind, was der Durchschnittsverdienst ist, wie Du es auch schreibst ... Es wird heute so manches suggeriert, was keineswegs den Tatsachen entspricht ... man darf eben nicht alles glauben, was Bilder zeigen ... während meines Studiums gab es ein interessantes Buch über "Bilder die lügen", das sollte sich jeder einmal zu Gemüte führen.

      Liebe Grüße auch hier
      Sara

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    3. Wie gesagt, alle die hier lesen: Jeder 10. ist in Deutschland überschuldet! Schlimme Entwicklungen!

      http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verbraucher-jeder-zehnte-in-deutschland-ueberschuldet-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-161109-99-125131

      Liebe Grüße
      Sara

      PS: Zwei unserer Drei sind übrigens fertig mit ihrem Master und stehen in Brot und Lohn, da sollte ich mir vielleicht doch überlegen, irgendeine Leidenschaft für irgendwas zu entwickeln, damit ich unser Geld endlich verballern kann, hmm? *zwinker* Nee, wir lassen trotz alledem gern immer noch etwas den Kindern mal zugute kommen. Sie sind jung, wir brauchen nicht mehr so viel. Wichtig ist vor allem eine sehr gute Altersvorsorge! Daran denken die Wenigsten und stehen dann plötzlich da .... das Alter bzw. Siechtum kommen meist plötzlich ... nämlich dann, wenn man am wenigsten dran denkt .... leider ... und ich lese auch in die Kommentare .... es ist wohl wahr, dass ab 50+ die gesundheitlichen Katastrophen zunehmen, ohne jetzt schwarz malen zu wollen! Von manchen erholt man sichaber auch wieder ganz gut - nur können dann die Prioritäten ganz andere sein kraft der Erkenntnis ...

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  6. Moin moin. Und meinereiner sitzt irgendwie zwischen Dir und Beate herum - gerade noch so Mittelschicht am untersten Ende, die zwischendurch auch schon eine Weile an Hartz IV teilhaben durfte - Aufstocker nennt man das wohl. Geld zum Verjuxen hatte ich auch zwischen 20 und 30 nie so richtig, es sei denn, meine Eltern hatten die Spendierhosen an, was dankenswerterweise ab und zu mal der Fall gewesen ist. Damals gab's immerhin manchmal Typen, die mir Essenseinladungen spendiert haben ;) - aber auch die sind ja nun seit meiner Heirat vor vielen Jahren Geschichte. Die Kinder studieren trotzdem - aber mit vollem BAfÖG-Satz. Ich bin einfach nur froh, dass es den gibt und dass die beiden im Gegensatz zu mir, die halt auch nicht durfte, ihre Studienwünsche verwirklichen können! Wenn ich mal in Rente bin, wird's noch schlimmer statt besser, aber ich glaube, daran bin ich inzwischen ausreichend gewöhnt. Auf meinen Riesen-Lottogewinn hoffe ich dennoch weiter. ;)

    Liebe Grüße
    Gunda

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    1. Ich bin meinen Eltern heftigst dankbar dafür, dass ich studieren konnte. Das habe ich meinen Großeltern zu verdanken, die es meiner Mutter verboten haben.... Sie war ja ein Mädchen.
      Das mit dem Verjuxen des Geldes war für ein paar Jahre wirklich eine tolle Sache. Heute liegen die Prioritäten halt anderswo und ich mag mein Leben trotzdem noch ;-) Lottogewinn? Ach herrje, ich hab noch nie in meinem Leben Lotto gespielt. Ich gewinn ja nichtmal nen Teddy an der Losbude ;-)

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  7. Aber natürlich gibt's Designer-Rollatoren. Oder zumindest schick designte. Habe ich neulich gesehen: Rosa lackiert mit Blümchentasche vorne dran. ;)

    Danke für den Ausflug in die 20er u. 30er. Der war schön und genau so war's. Also mit dem Gehalt einer Arzthelferin, da sind ja auch Grenzen gesetzt. Dann hat's auf vielen Ebenen gerumpelt und nun gehöre ich definitiv nicht zu den Best-Agern. Zumindest nicht dann, wenn es ein Synonym für kaufkräftig ist. *g*

    Und soll ich dir was verraten? Diese Designerteile lassen mich kalt, könntest du mir hinstellen und ich wüsste sie nicht zu schätzen. Ich mag da den goldenen Mittelweg. Keine 10€-Plastiktasche vom Grabbeltisch und keine 1000€-Tasche von wem auch immer. Dafür muss ich das Geld einfach auf zu viele Sachen aufteilen, als dass ich sonstwas für Designerteile ausgeben könnte und wollte.

    LG Anna

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    1. Ich hätte gern einen Rollator in schwarz mit Nieten :-) Vielleicht würde ich eine Gucci-Tasche lieben, wenn ich denn eine hätte. Keine Ahnung. Im Moment habe ich sie nicht. Dafür die Mädels. Die liebe ich ganz sicher. Das muss für den Moment reichen :-)

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    2. Eine Tasche kann dich nicht drücken (*g*... also... nicht SO, sondern nur anders). Oder dir sagen, dass du die coolste Mutter bist, weil du völlig anders als erwartet reagierst. Von daher war/ist die Investition in den Junior besser und die in deine Mädels sicher auch. ;D

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  8. Hallo, genau so ist es auch bei mir, du sprichst mir aus der Seele. Nachwuchsförderung und Betongold heißen unsere Investitionen. Aber die 20er und 30er waren trotzdem schön, auch mit wenig Geld. Reisen waren und sind für mich immer wichtig, mit Kind und Kegel und kleinem Budget haben wir viel von Europa gesehen und erlebt, da gibt es halt "all inklusiv" im Wohnwagen. Und heute reise ich gerne mit meinem Mann im hart ersparten Wohnmobil.

    Aber so einen Designer-Rollator kann man sich als DIY-Fan auch selbst gestalten, ein bisschen Farbe und Straßsteine und schon ist es ein Unikat ;-)

    Liebe Grüße
    Bo

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    1. Kleines Reisebudget gilt hier auch heute noch. Dafür halt öfter mal weg und bed & breakfast statt fünf Sterne-Hotel. Ein Wohnmobil wäre toll, aber da wäre der Raum für unsere explosive Familie etwas zu eng, fürchte ich ;-)
      Rollator-Design wäre vielleicht auch eine Idee, wenn die Rente nicht reicht. Man müsste nur einen berühmten Namen draufpappen, dann rollt das Geschäft *grins*

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  9. Ich lese die anderen Kommentare lieber erst nach meinem. Für mich klingt Dein Text nämlich ein bissel *hmmm* wie soll ich sagen - jammervoll. Warum dieses: "ich jammer nicht, aber..." Warum MUSSTE es denn raus? Was macht Dir wirklich Sorgen? Ich kann es nicht erkennen.

    Ich liebe mein Leben auch MIT teuren Handtaschen, aber nicht wegen ihnen. Sondern wegen dem Spass am Leben, meiner Sippe, meinem Kulturkreis, meinen Reisen, der Sonne, dem Meer, den vielen Möglichkeiten, ja, auch wegen den tollen Klamotten. Meine erste teure Tasche kaufte ich 1992 - und schleppe sie bis heute. Bei mir ist das kein Blogger- oder Instaphänomen, ich stehe einfach auf Taschen und teuren Plunder. Und ich kann es mir leisten, weil ich an anderen Stellen richtig spare, ich wohnte bisher immer sehr günstig und *hüstel* eher in alternativen Behausungen, fahre kein fettes Sternauto, mache keine Schifftsreisen, kaufe keine Desingermöbel, besitze nur 2 Ringe und nicht 20 und schleppe meine Sachen oft jahrzehntelang. Ich habe auch keine IT-BAGS von 2014, 2015 oder 2016 - ich investiere in Klassiker, die auch (gerne mal) einen Wiedererkennungswert und vor allem einen Wiederverkaufswert haben, aber nicht 2017 schon wieder out sind. Ich lebe jedenfalls so, wie ich es möchte und wenn mir irgendetwas daran nicht mehr gefällt, ändere ich es eben, denn ich habe nur dieses eine Leben und eine gute Hälfte ist schon um. Best ager eben ;-) Liebe Grüße, Bärbel ☼

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    1. Ich schwöre, ich wollte nicht jammern :-) Und Sorgen macht mir das auch nicht. Sorgen machen mir ganz andere Dinge. Die Tatsache, dass ein Freund gerade mit etwas über 50 an Lungenkrebs starb und zwei Kinder hinterlässt, die genauso alt sind wie meine. Das sind Dinge, die mir tatsächlich Sorgen machen.
      Diese best-ager-Mär - und damit meine ich eben diese pauschale Behauptung, dass "der best ager" so ungeheuer kaufkräftig ist - kam mir hier und dort unter und das nahm ich zum Anlass, das mal genauer zu betrachten. Wenn das jammervoll rüberkommt, tut es mir leid. Das war nicht beabsichtigt.
      Wer sich was wann warum leisten kann - das ist eine Sache des Einkommens und der Prioritäten, weniger des Alters. Das ist zumindest meine Erfahrung. Dafür muss sich keiner entschuldigen oder rechtfertigen. Nicht mal ein best ager ;-)

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  10. Ich mag den Ausdruck bestager, weil ich finde, das das gerade richtig gute Jahre sind (die vorigen waren's auch und die kommenden lassen hoffentlich nicht nach :-). Aber vom im Luxus schwelgen, bin ich Lichtjahre entfernt. Klar früher kamen zuerst die Kinder, jetzt komm zuerst ich. Ich hab die Wahl zwischen einer Reise oder einem Luxusartikel. Natürlich wähle ich die Reise. Widersprechen muss ich Dir, was die über 60jährigen betrifft. Wenn ich mit Ü60 in Rente gehe, habe ich weniger im Portemonnaie als heute. Eine üppige Rente werde ich nicht bekommen, wie viele andere übrigens auch nicht. Was mich aber nicht wirklich beunruhigt. Das jahrelange Pfennigfuchsen hat ein Gutes, ich kann, wenn's drauf ankommt, mit sehr wenig auskommen und dabei glücklich sein. Jetzt genieße ich aber erst mal die guten Jahre mit einem Einkommen, das mir den Luxus erlaubt, meine Schuhe besohlen zu lassen, wenn sie's nötig haben, zum Essen auszugehen, wenn ich nicht kochen will und meinen Tank an der Tankstelle immer ganz zu füllen.
    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Nun, ich werde wohl erst mit 67 in Rente gehen. Aber von 60 bis 67, da wird gefeiert ;-) Beim Anblick des Rentenbescheides wird mir schwummrig. Ohne eine weitere Absicherung wäre alles über 67 einfach nur traurig.

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  11. Das Thema Best Ager und kaufkräftig würde ich nicht nur an Designer Lables fest machen.Ich habe auch jahrelang in meine Kinder investiert. Denn es gab kein Bafög. Die Ausland Semester mussten auch gestemmt werden. Die Zeiten sind aber vorbei und jetzt ist es wirklich an der Zeit, dass ich meine Zeit ganz anders genießen kann. Dazu gehört aber nicht in erster Linie ein Lable. Dein Nachwuchs scheint noch nicht komplett auf eigenen Beinen zu stehen, das ist aber auch nicht die Regel. Ich leiste mir heute mehr, weil ich nicht mehr zurückstecken muss.
    LG Petra

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    1. Die Labels lagen in dieser Zielgruppe nahe, können aber natürlich beliebig ersetzt werden durch Autos, Karibik-Kreuzfahrten oder was auch immer einem so einfällt :-)
      Sieh, ich bin 51. In meinem Umfeld, sowohl beruflich als auch privat, haben nahezu alle studiert, ob Männlein oder Weiblein. Abitur, Auslandsjahr, Studium und fertig mit 25. Da hat kein Mensch so früh ans Kinderkriegen gedacht. Das passierte im Durchschnitt zehn Jahre später. Also bin ich mindestens 60, wenn die Sache mit den Kindern durch ist. Und so verhält sich das halt auch in meinem Umfeld. Mit 60 bist du aber marketingtechnisch dann schon Senior, nicht mehr best ager ;-)
      Und weißt du, worauf ich mich am meisten freue? Auf die Zeit, die ich dann habe. Die ist unbezahlbar, finde ich.

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  12. Sehr interessant und aufschlussreich dein Blogartikel liebe Fran. Noch interessanter wie unterschiedlich er von seinen Lesern aufgenommen wurde. Deine Ausführungen über die Kaufkraft der bestager kann ich nur bestätigen und den Artikel empfinde ich nicht als jammern auf hohem Niveau. Auch wenn meine beiden Herren Söhne inzwischen aus dem Haus sind, besteht bei mir entweder nicht das wirkliche Interesse und/oder die finanziellen Möglichkeiten für Designermode oder Taschen. Wie bei deinen Kommentaren zu erkennen ist, setzt jeder bei seiner Einstellung wofür er sein vorhandenes Geld ausgibt andere Prioritäten (das beruht in manchen Fällen an den Grenzen von finanziellen Mitteln). Mein "Designerluxus" besteht aus Schals und Tüchern sowie Ledertaschen, bei denen nach meiner Auffassung das Preis/Leistungsverhältnis stimmt und deren Erwerb nicht annähernd an ein Monatsgehalt in unteren Gehaltsklassen herankommt. Da gebe ich lieber Geld für Reisen an schöne Orte aus, als es in Highclass Designer zu investieren. Nach meiner Auffassung sind die Dinge im Leben die wirklich zählen sowieso mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Aber das ist ein ganz anderes Thema und wird auch von jedem unterschiedlich interpretiert ;). Liebe Grüße und ein entspanntes Wochenende Ursula

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