Freitag, 30. Dezember 2016

Tschüss 2016 - Willkommen 2017!

Es wird Zeit, dem Jahr 2016 ein fröhliches „Tschüß“ hinterherzuwerfen. Wer mag, kommt mit auf eine Reise per Bild und Text durch das Jahr. Wer nicht lesen mag, guckt einfach die Bilder. Und wer Rückblicke und Ausblicke sowieso nicht mag: Zuklicken ;-)

 So richtig doll vermissen werde ich das Jahr 2016 wohl nicht. So richtig doll mies war es aber eigentlich auch nicht. Immerhin habe ich eine Menge gelernt :-)

Zum Auftakt ging es nach Barcelona. Mit Ensaimada am Arc de Triomf. Ich will da wieder hin!
Zum Beispiel, dass Freunde und Familie unersetzlich sind. Ohne meine Familie, über die ich von Zeit zu Zeit soooo gerne fluche und ohne meine allerliebste, allerbeste Freundin hätte ich zum Beispiel die sechs Wochen zwischen Sofa, Krücken und Rollstuhl wohl niemals überlebt. Da gab es manchem Moment, in dem ich mich an ihrer Stelle aus dem dritten Stock geworfen hätte, weil Miss „Gips auf Sofa“ wieder mal maulig war. Aber sie haben das alle klaglos ertragen, den Haushalt geschmissen, mich von Pontius nach Pilatus gefahren und Rollstuhlrennen veranstaltet, um meine Laune zu heben. Danke! Ich liebe Euch!

Dann ging es mit Blaulicht ins Krankenhaus. Und mein Auto durfte in die Schrottpresse.

Mein Fuß dagegen durfte hoch liegen. Sechs Wochen lang. Nicht zur Nachahmung empfohlen!

Und ohne all diese wunderbaren Menschen um mich herum hätten wir die beschissene Situation am Jahresende, als Schwiegereltern quasi von heute auf morgen 300 Kilometer entfernt Hilfe brauchten und nicht mehr allein leben konnten, niemals geschafft. Aber alle zusammen haben es hingekriegt. Der Umzug ist geschafft, die beiden sind gut aufgehoben und wir hatten alle gemeinsam ein wunderbares Weihnachten. Vor genau dieser Situation habe ich jahrelang Angst gehabt. Jetzt weiß ich, dass alles machbar ist, wenn alle helfen. Auch meine Freudin, die immer da war, wenn ich mir den ganzen Wahnsinn wieder mal von der Seele reden musste. Nochmal danke!

Outfits bloggen geht auch mit Gips :-)

Alles geht vorbei, auch ein blauer Gips.

Aber nicht nur im richtigen Leben, sondern auch in der Blogger-Welt habe ich viel gelernt in diesem Jahr. Mein erstes, „richtiges“ Blogger-Jahr. Mit vielen, wunderbaren Menschen, die mich durch das Jahr begleitet haben und die sogar Schrankmonster retten konnten! Mit Anstupsern, die manchmal dazu geführt haben, dass ich meine Meinung über manche Dinge geändert habe. Und manchmal eben auch nicht.

Darf man mit 50 noch schulterfrei tragen? Diese Frage beschäftigte die Bloggerwelt im Frühjahr.

Der meistgeklickte Post des Jahres auf diesem Blog ist dieses hier http://fran-tastic-world.blogspot.de/2016/04/die-besten-erfolgreichsten-und-schonste.html. Ich unterschreibe noch immer jeden Satz. Obwohl ich selten soviel virtuelle Haue bekommen habe wie für diesen Post. Selbst die Formulierung „ältere Blogs“ wurde mir übel genommen. Tja, was soll ich sagen? Jenseits der 40 ist man nun mal kein junger Hüpfer mehr.  Rente und Rollator sind zwar hoffentlich weit entfernt. (Wobei mir einfällt: Wer es nötig hat, über alte Menschen zu schimpfen, nur weil sie einen Rollator benutzen, und dann feststellt, dass er ja sowas niiiiiie benutzen wird, der sollte sich fragen, ob er nicht einfach sterben gehen will). Aber sorry, wir sind „älter“. Immerhin noch nicht alt ;-)

Dass der Post noch immer sehr häufig angeklickt wird, kann natürlich verschiedene Ursachen haben. Entweder lesen diejenigen, die ihn mir übel genommen haben, das Ding immer wieder. Kann ich mir nicht vorstellen. Also gibt es vielleicht tatsächlich Leser, die auf der Suche nach guten Blogs von Menschen über 40 sind? Könnte schon eher hinkommen.

Schwarz und weiß entwickeln sich zu meinen Lieblings-Nicht-Farben.

Lacklederhosen fand ich übrigens schon gut, als sie noch nicht in jedem H&M zu kriegen waren.

Was habe ich noch gelernt? Dass das halb-kommerzielle Bloggen manchmal einem Haifischbecken gleicht. Sorry, ist aus meiner Sicht so. Deshalb habe ich im Sommer beschlossen, dass dieser Blog bis auf Weiteres werbefrei bleibt und ich fühle mich ziemlich wohl damit. Klar investiere ich Zeit und Arbeit. Das würde ich auch für jedes andere Hobby tun. Und bei jedem anderen Hobby würde ich ja auch nicht erwarten, dass ich Geld damit verdiene. Kind, klein, wird fürs Trampolinspringen auch nicht bezahlt. Kind, groß, fürs Tanzen auch nicht. Ich also fürs Bloggen auch nicht. Punkt. Der Spaß an der Sache und die vielen, lieben Kommentare, die ich für jeden Post bekomme, reichen mir als Motivation zur Zeit völlig aus.

Das John-Boy-Walton-Outfit stieß auf ein geteiltes Echo. Ich mag es trotzdem :-)

Genauso freue ich mich über die ständig steigende Zahl an Lesern, die hier täglich reingucken. Und das, obwohl ich streng genommen alles falsch mache *grins*. Ich hab es noch immer nicht auch nur zu einer einzigen It-Bag geschafft ;-) Vermutlich wird das auch so bleiben. Die Portokasse für die nächsten Monaten habe ich bereits für diverse Flüge geplündert. Sorry. Ich bin ein völliger Versager in Sachen Social Media. Instagram werde ich jetzt nach einer vierwöchigen Pause eine letzte Chance geben, denke ich. Vielleicht packt mich der Virus ja doch noch. Aber irgendwie vergesse ich ständig, Fotos zu machen, während tolle Dinge passieren. Facebook kommt in meinem Vokabular schon gar nicht vor und Snapchat hab ich nie kapiert. Immerhin habe ich mir gerade einen Pinterest-Account zusammengeklickt. Dazu später mehr. Aber ich weiß gerade nicht so genau, was ich damit jetzt anfangen soll. Mir scheint, ich bin ein Dinosaurier. Mich mit einem Affiliate-Programm auseinanderzusetzen, dazu fehlt es mir an Zeit und Lust und meist vergesse ich, unter meine Outfit-Posts zu schreiben, woher die Klamotten stammen. Über meine ellenlangen Texte mag ich schon gar nicht reden, die sorgen schon im Büro für Lacher. Heute liest nämlich kein Schwein mehr. Angeblich.

Ach, und Sommer war auch. Kann ich den jetzt bitte sofort zurückhaben?

Eines meiner Lieblings-Sommer-Outfits.

Joa, und dann war da noch die Sache mit der Meinung. Die habe ich zu ziemlich vielen Dingen und ich habe wenig Bedenken, die auch zu äußern. Manchmal etwas laut und manchmal auch etwas voreilig. Kommt ebenfalls bei manchem Mitmenschen weniger gut an. Allerdings, und das habe ich schon gelernt, als ich ans Bloggen noch nichtmal gedacht habe, die Rolle als everybodys darling liegt mir nicht. Aber ich bin in der Lage, meine Meinung zu überdenken und notfalls sogar zu ändern. Ist ja auch nicht nix.

Und trotz alledem gibt es hier Leser, und zwar viele davon. Und denen möchte ich dann auch mal danke sagen! Ohne Euch hätte ich nämlich längst die Lust verloren und mein Kleiderschrank und vermutlich ich gleich mit würden in heillosem Chaos versinken. Danke!

Dass ich nochmal aufs Zweirad umsteige, hätte ich auch nicht gedacht. Aber es macht höllischen Spaß. Allerdings nur im Sommer.

Mit dem Kleiderschrank geht es übrigens in der nächsten Woche gleich weiter. Das Experiment wird fortgesetzt, diesmal in der Abteilung Kleider. Außerdem gibt es im Januar die Aktion „Gut behütet“ von Andrea, bei der ihr dann eine Premiere erlebt: Fran mit Hut. Oder mit Mütze. Ich gucke mal, was weniger faule Tomaten von meinen lieben Fotografinnen gibt. Die behaupten nämlich, alles außer Haaren auf meinem Kopf sähe bescheuert aus. Ich habe sie trotzdem lieb.

Schnee hatten wir 2016 auch schon.

Für einen Winter reicht das. Ich brauch den 2017 nicht mehr unbedingt ;-)

Unterwegs sein werde ich 2017 natürlich auch wieder. Paris, London und Istanbul sind bereits anvisiert. Ich hoffe, ihr kommt mit! Außerdem müsst ihr mir im Mai bei der alles entscheidenden Frage helfen, was Mütter zum Abiball tragen und dürft die liebreizende Frau Abiturientin bewundern - falls sie mir ein Foto erlaubt. Was sonst noch so passiert, darauf bin ich sehr gespannt. Es kommt eh immer anders als man denkt :-)

Liebe Grüße

Fran

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Stürmische Weihnacht im weißen Kleid


War Weihnachten schon immer so kurz? Mir kamen die Feiertage in den letzten Jahren immer viel länger vor. Da waren sie allerdings auch wesentlich weniger turbulent als in diesem Jahr. Und so viel Stress es im Vorfeld war, quasi „Weihnachten in a box“ vorzubereiten, so schön war es dann auch. Ganz viele liebe Menschen, wunderbare Stimmung und ganz viel Spaß und Lachen. Wir haben es tatsächlich geschafft, vier Menschen, Hund, Gepäck und alles, was man für drei Tage sonst so braucht - inklusive Mixer für die Sahne - ins rappelvolle Auto zu packen, am Ende fast genauso viel wieder mitzunehmen und zwischendrin beim Essen, Spielen und Reden tonnenweise Spaß zu haben. Abgesehen davon haben wir jetzt einen Sahneboy in der Familie, der diesen Namen wohl zeitlebens nicht mehr los wird, einen Ruf als Tortenvernichter erworben, den wir wohl auch nie wieder los werden und mein Ruf als absoluten Rommée-Depp habe ich auch zementiert :-) Ich hätte bitte gern noch ganz viel mehr von diesem Weihnachten!

Natürlich hat kein Mensch daran gedacht, irgendwelche Outfit-Fotos zu machen. Deshalb habe ich das Outfit vom zweiten Feiertag einfach gestern noch einmal übergeworfen, um es Euch zu zeigen. Heiligabend war bunt, der erste Weihnachtstag schwarz-silbern und am zweiten Weihnachtstag habe ich die Schneeflocke gespielt. Passte jetzt nicht soooo gut zum Wetter, muss ich zugeben. Statt Schnee gab es einen Sturm, der sich gewaschen hatte und uns beim Heimkommen einen zünftigen Stromausfall Marke „Baum auf Überlandleitung“ und eine hübsche Sturmflut bescherte. Aber wozu hat man gerade zu Weihnachten tonnenweise Kerzen rumstehen? Und die Sturmflut freute zumindest den Hund. Dort, wo wir normalerweise spazieren gehen, konnte man heute nämlich schwimmen. Und schwimmen ist viel toller als laufen! Findet zumindest der Hund. Ich jetzt nicht so. Wenn vielleicht jemand an der Wassertemperatur arbeiten könnte... Immerhin blieb der Keller trocken und der Gute-Laune-Pegel oben :-)

Aber zurück zum Outfit: Das Spitzenkleid habe ich im Sommer in Valencia gekauft, aber getragen wird es ganzjährig. Ob mit Sandalen oder mit Stiefeln und Pullover drüber - das Kleid ist einfach nur unkompliziert. Der Pullover litt ein wenig unter den weihnachtlichen Abwasch-Aktivitäten, ebenso wie der Nagellack, den ich zur Feier des Tages tatsächlich mal auf die Reihe bekommen habe. Beim nächsten Mal hätte ich dann bitte gern einen gezinkten Würfel, wenn der Abwasch ausgezockt wird. Hat vielleicht jemand zweckdienliche Hinweise, wo ich sowas bekomme? Zurück zum Pullover, der aus eben gennanten Abwasch-Gründen fehlt. Also nur meine Geburtstags-Lederjacke, Mantel drüber und mein geliebter Spitzenschal um den Hals, den hier niemand außer mir leiden kann dazu und raus in den Sturm. Die aufstrebende Fotografin war mit ihren Kommandos „Mantel an, Mantel aus, Schal weg, mach mal schneller“ reichlich anspruchsvoll, wurde aber zum Schluss von einer heftigen Windbö umgepustet. Das wiederum fand die olle Mutter sehr amüsant :-)











So, nun genießt die letzten Tage des Jahres. Tu ich auch, ich habe nämlich die Hälfte der Familie zum CCC-Kongress entsorgt und kann in Ruhe arbeiten.

Liebe Grüße
Fran

Montag, 26. Dezember 2016

Familien-Weihnacht mit Hindernissen


Wenn der vierjährige Adonay sich an seinen Vater Gidey schmiegt und mit seinen großen, strahlenden Kulleraugen zu ihm aufsieht, ist das für Gidey noch immer etwas ganz Besonderes. Der 30-jährige Eritreer, der seit gut einem Jahr in Winsen lebt, hat seinen Sohn nämlich vor einigen Wochen zum ersten Mal in seinem Leben in die Arme nehmen können. Bis dahin lagen über 10000 Kilometer zwischen Gidey und seiner Frau Mebrahit und Sohn Adonay. Dank der Unterstützung vieler Helfer vom internationalen Café in Winsen, vom Landkreis und vor allem durch Helmut Wenk aus Drage wurde für Gidey der Traum vom Zusammenleben mit seiner kleinen Familie in Frieden und Freiheit wahr.

Als Gidey sich im Dezember 2011 zur Flucht aus Eritrea entschied, war das eine der härtesten Entscheidungen in seinem bisherigen Leben. Seine Frau Mebrahit, die er kurz zuvor geheiratet hatte, war im vierten Monat schwanger. Doch für den Eritreer gab es wie für die meisten jungen Männer in seinem Heimatland keine Alternative. Wer nicht flüchtet, wird zum Militärdienst gepresst. Und der bedeutet Zwangsarbeit für unbestimmte Zeit. Wer keine Chance hat, sich herauszukaufen, weiß nicht, ob er seine Familie je wiedersieht. Also floh Gidey. Über Äthiopien und den Sudan, wo er 19 Monate eine Rikscha zog, um das Geld für den Schlepper zu verdienen, der ihn übers Mittelmeer bringen sollte. Das überquerte er mit knapp 300 weiteren Flüchtlingen in einem Schlauchboot. Als das Boot zwischen Malta und Italien in einem Sturm geriet, wurden sie von einem italienischen Polizeischiff aus Seenot gerettet und in Kalabrien abgesetzt. Von dort aus ging es für Gidey per Zug nach Deutschland. Im Oktober 2013 kam er in Drage an.

Inzwischen war auch seine Frau nach der Geburt von Adonay aus Eritrea nach Äthiopien geflüchtet. Aus dem Flüchtlingscamp, in dem sie gestrandet war, gelangte sie in die Hauptstadt Addis Abeba, wo sie bis vor kurzem lebte. Mit Sohn Adonay, einer weiteren Frau und deren Kind teilte sie sich ein winziges Zimmer mit zwölf Quadratmetern, immer in der Hoffnung, ihren Mann wiederzusehen. Doch bis dahin sollte es noch lange dauern.
Im Januar 2015 wurde Gidey in Deutschland als Flüchtling anerkannt. Der Anerkennungsbescheid gab Auskunft darüber, dass ihm nun der Familiennachzug gestattet war. Was sich einfach anhörte, erwies sich allerdings als harte Herausforderung. Den ersten Punkt, eine Wohnung zu finden, die groß genug für drei Personen ist, schaffte Gidey dank der Mithilfe von Helmut Wenk. Hans-Jürgen Weese von der gleichnamigen Winsener Gärtnerei hatte ein Herz für den jungen Mann und vermietete ihm eine Wohnung. Als nächster Punkt stand der Vaterschaftstest auf dem Plan. Mit finanzieller Hilfe des Kirchenkreises und Wenks konnte Gidey belegen, dass Adonay tatsächlich sein Sohn ist. Eine ganze Reihe weiterer Hürden wurden genommen und im Oktober 2015 war es dann endlich soweit: Die Visa für Mebrahit und Adonay waren erteilt.

Um allerdings von Addis Abeba nach Hamburg reisen zu dürfen brauchte die 25-jährige Mebrahit nicht nur das Visum, sondern Reisedokumente des UNHCR und die Genehmigung der äthiopischen Behörden. Wieder und wieder versuchte sie, im UNHCR-Büro in Addis Abeba vorzusprechen und scheiterte immer wieder an einer Pförtnerin, die die bildhübsche junge Frau rüde abwies. Mebrahit war verzweifelt und Gidey, mit dem sie per Internet in Kontakt stand, fasste sich ein Herz. Er fuhr nach Berlin, um mit dem dortigen Büro der UNHCR zu sprechen. Er kannte weder die Stadt noch den Weg. „Aber ich habe dort nur freundliche Menschen getroffen, die mir geholfen haben“, erinnert sich Gidey an seinen Ausflug. Er schaffte es, mit Sebastian Anstett, einem Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerkes zu sprechen. Der konnte ihm zwar keine großen Hoffnungen machen, aber im September war es dann endlich so weit: Mebrahit bekam die Reisedokumente für sich und Adonay. Inzwischen ist zwar das Visum, das fast ein Jahr zuvor ausgestellt wurde, abgelaufen, aber es wurde neu ausgestellt. Nun waren nur noch zwei Hürden zu nehmen: Gidey musste 900 Euro für den Flug von Frau und Tochter zahlen und die staatlichen Stellen in Äthiopien mussten ihr OK geben. Sechs Wochen später kam dann endlich die erlösende Nachricht: Es kann losgehen.

Als Mebrahit und Adonay in Hamburg landeten, ging für Gidey ein Traum in Erfüllung. Fast fünf Jahre nach der Flucht konnte er seine Frau wieder und seinen Sohn zum ersten Mal in den Arm nehmen. „Das ich so eine Geschichte erlebe, hätte ich mir nicht träumen lassen, als ich im Oktober 2013 einfach eine Korb mit Essen gepackt habe, um die neu eingetroffenen Flüchtlinge in der Nachbarschaft zu begrüßen“, kann auch Helmut Wenk, der sich jahrelang um die jungen Männer aus Eritrea und Westafrika kümmerte und ihnen noch heute mit Rat und Tat zur Seite steht, die Rührung nicht ganz verbergen.


Für Gidey, Mebrahit und Adonay begann ein neues Leben. Gidey absolviert seinen Integrationskurs, Mebrahit lernt Deutsch und Adonay hat dank der Initiative von Vermieter Hans-Jürgen Weese einen Kindergartenplatz in der Nachbarschaft gefunden. Jetzt steht das erste gemeinsame Weihnachtsfest für die kleine Familie vor der Tür. Das allerdings feiern die orthodoxen Christen erst am 7. Januar.

Freitag, 23. Dezember 2016

No christmas - nur ein bisschen Bling-Bling


Der Rest der Welt zeigt in diesem Tagen sein Weihnachts-Outfit. Nur ich nicht, sorry. Ich weiß nämlich immer noch nicht, wie es überhaupt aussehen soll. In diesem Jahr stehe ich vor einer besonderen Herausforderung: Das Outfit muss für drei bis fünf Stunden Autofahrt geeignet sein und anschließend immer noch gut aussehen. Zwischen „aus dem Auto aussteigen“ und „unter dem Weihnachtsbaum gut aussehen“ ist Umziehen nicht drin. Außerdem muss es geeignet sein, um sowohl über den Fußboden zu krabbeln als auch beim Weihnachtsessen genügend Platz zu bieten, um auch noch über den Nachtisch herfallen zu können. Das Ganze sollte gleich zweimal der Fall sein. Ihr seht, es wird kompliziert. Wie die Geschichte ausgeht, berichte ich dann nach Weihnachten. Falls irgendjemand dazu kommt, Fotos zu machen.

Also müsst ihr für heute mit dem letzten „blauen Beitrag“ leben. Diesmal mit einer Jacke, die ich Euch schonmal in grauer Vorzeit gezeigt hatte - ich finde allerdings den Post dazu nicht mehr. Sie sprang mich quasi an, als ich vor ein paar Jahren mit meiner Freundin über den Londoner Petticoat Lane Market schlenderte. Uniformjacken waren damals alles, aber ganz sicher nicht hip. Ich fand sie trotzdem toll, handelte den Verkäufer um ein paar Pfund runter und trug sie stolz von dannen. Dazu gibt es ganz popelige Jeans und, weil ja bald Weihnachten ist, passend zu den silberfarbenen Besätzen Sneakers und einen Rucksack, den ich dem Nachwuchs des Hauses gemopst habe. Unter der Jacke findet sich übrigens das allerletzte Stück Blau, das mein Schrank noch hergab: Eine hellblaue Basic-Strickjacke, die das Ganze draußen-tauglich machte. Noch  mehr Uniform gibt es übrigens bei Sabine, Sabina und Sunny.






Pünktlich zum Jahresende habe ich alles, was mein Schrank zum Thema blau zu bieten hatte, gesichtet, probiert, getragen und zum Teil abgelichtet. Und die vier Dinge, die den Schrank verlassen müssen, sind auch bereits ausgemacht. Der Desigual-Blazer geht ebenso wie ein Kleid derselben Marke, das mir leider inzwischen viel zu weit ist. Außerdem eine lange, hellblaue Strickjacke, die dazu tendiert, immer länger und weiter zu werden. Und, ich höre Gunda und Ines schon aufschreien, ein Ringelkeid. Ich sagte es schon, glaube ich: Ich mag Ringel. An allen anderen. Nur an mir nicht. Die Welt sieht toll aus in geringelten Shirts und Kleidern. Und ich seh doof drin aus.




Experiment Blau ist damit abgeschlossen. Im neuen Jahr geht es natürlich weiter, voraussichtlich mit dem Thema „Kleider“. Die trage ich im Moment irre gern, fast noch lieber als im Sommer. Denn ganz ehrlich: Ein Kleid mit Strumpfhose und Stiefeln hält dreimal wärmer als eine Jeans. Glaubt mir nur keiner.

Ich wünsche allen, die trotz vorweihnachtlicher Hektik bis hierher gelesen haben, ein wunderschönes Weihnachtsfest! Lasst Euch nicht stressen, esst, trinkt und lacht! Von mir gibt es voraussichtlich am Sonntag oder am Montag noch eine kleine Weihnachtsgeschichte. Die habe ich eigentlich für meinen Job geschrieben. Aber die Geschichte ist so schön, dass ich sie gern mit Euch teilen möchte. Lasst Euch überraschen.

Liebe Weihnachtsgrüße

Fran

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Aufstehen statt Zuckerwatte

Vorbemerkung: Ich habe einen Moment lang überlegt, ob ich diesen Post überhaupt und just jetzt online stellen soll. Und bin zu dem Schluss gekommen, dass er genau jetzt passt. In Angst oder Trauer zu verharren ist manchmal nötig. Aber es ist auch nötig, daraus wieder aufzuwachen. Und etwas zu tun.

Ein glückliches Leben - das wollen wir alle. Und während die einen mit einem Problemchen hier und einem einer Sorge da kämpfen oder sich sogar Gedanken um Mitmenschen oder Umwelt machen, gibt es immer mehr Menschen, die katapultieren sich einfach in eine rosarote Zuckerwattewelt, in der das ewige Glück winkt.

Im Prinzip ist das ganz einfach: Man lässt alles, was einen runterziehen könnte, einfach gar nicht an sich heran. Man ignoriert es. Zeitungen? Pah, da steht sowieso nur Deprimierendes drin. Nachrichten? Nö, ohne mich. Tote, Elend, Krieg - geht mich nix an. Aleppo, Ankara, Berlin - adé. Wenn man das ganze Elend der Welt einfach ausblendet, ist es nicht mehr da. Das wissen schließlich schon Zweijährige. Die halten sich die Augen zu. Und wenn sie nix mehr sehen, dann sind sie auch unsichtbar. OK, spätestens mit drei Jahren haben Kinder den Bogen raus und wissen, dass sie mitnichten unsichtbar werden. Erwachsene in der Zuckerwattewelt haben das bisher nicht gemerkt. Im Herzen sind sie allerdings auch erst zweieinhalb :-)

Woher stammt eigentlich die Weisheit, dass man augenblicklich zu einem kreuzunglücklichen Menschen wird, wenn man das Elend der Welt nicht konsequent ignoriert? Dass Nachrichten einen in jedem Fall und unwiderruflich runterziehen müssen? Ich für meinen Teil beschäftige mich einen guten Teil des Tages mit Nachrichten, und zwar nicht selten mit schlechten Nachrichten. Und trotzdem bin ich ein ziemlich fröhlicher Mensch.

Ich frage mich auch nicht ständig, ob man angesichts des Elends dieser Welt überhaupt noch so etwas wie Klamotten im Kopf haben darf. Darf man nämlich. Es nutzt niemandem, künftig nur noch schwarze Bilder zu posten. Was man allerdings auch darf - nein, sogar sollte - ist sich vielleicht anstatt das Hirn mit Zuckerwatte zu füllen einfach damit zu beschäftigen, was man selbst dazu beitragen kann, Dinge zu ändern.

Dazu muss man weder Mitglied bei Amnesty International noch bei Greenpeace werden *obwohl es nicht schaden kann, seinen Horizont zu erweitern*. Man muss weder Außenminister eines G7-Staates sein noch bei den Weißhelmen eintreten. Aber man kann etwas tun - dazu muss man nur mal kurz die Zuckerwatte-Welt verlassen. Wer dazu nicht bereit ist und immer noch glaubt, die Syrer sind selbst schuld, die Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrinken, ebenfalls und wer sich die Devise „nach mir die Sintflut“ auf die Fahnen geschrieben hat, der kann natürlich weiter ausschließlich an seiner eigenen kleinen Zuckerwatte basteln. Ist ja auch wirklich lecker. 

Alle anderen können eine ganze Menge tun.

Spenden. Egal wieviel, egal ob für Obdachloseninitiativen, Flüchtlingshilfe oder Ärzte ohne Grenzen: Geld regiert die Welt und das werden wir nicht ändern. Familie W. aus D. spendet jeden Monat den Betrag X. Jedes Familienmitglied darf reihum bestimmen, an wen die Spende geht. So bekommt man tatsächlich auch Teenager dazu, sich mit der Welt da draußen zu beschäftigen. Kein schlechter Gegenwert, finde ich.

Helfen. Bei der Tafel, in den Kleiderkammern der Flüchtlingsunterkünfte, in den internationalen Cafés, beim wöchentlichen Vorlesen im Altenheim, der ehrenamtlichen Nachhilfe oder bei der Seniorentruppe, die Grundschülern etwas übers Energiesparen beibringt - Hilfe wird überall gebraucht. Ansprechpartner gibt es in jedem Rathaus dieses Landes.

Teilen. Einfach mal zwei Liter Milch mehr kaufen und ab in die Box für die Tafel damit. Tut nicht weh und hilft.

Nachhaltig leben. Zum Einkaufen endlich mal Korb statt Plastiktüte benutzen. Oder vielleicht sogar das Fahrrad statt des Autos. Bei den Stadtwerken mal nach grünem Strom fragen. Getränke nicht mehr in Plastikflaschen kaufen. Vielleicht auf die Erdbeeren im Dezember verzichten. Zu diesem Thema hat Sunny eine ganze Menge zu sagen. Beate aus dem Bahnwärterhäuschen sowieso. Sie ist quasi gelebte Nachhaltigkeit. Und sieht dabei nicht nach Jute, sondern einfach sensationell aus.

Eine Meinung haben. Und sich sogar trauen, sie laut zu sagen. Zum Beispiel zu demjenigen, der im Zug den Flüchtling als Dreckspack betitelt, weil der seinen Platz für den „guten Deutschen“ nicht flugs räumt. Erfunden? Nein. Hat eine Freundin genau so erlebt. Denen entgegen treten, die versuchen, Hass und Gewalt zu säen. Davon gibt es im Moment nämlich ganz viele. Auf allen Seiten.

Natürlich können wir die Welt verändern, wir sind nämlich die Welt. Nicht mit einem Ruck, aber mit kleinen Schritten. Weitere Ideen und natürlich Links sind in den Kommentaren herzlich willkommen!

Liebe Grüße

Fran

Montag, 19. Dezember 2016

Die blaue Serie, heute im Kleid


Heute geht es blau weiter und nein, ich habe nicht zu tief ins Glas geschaut. Obwohl ich in der vergangenen Woche beim morgendlichen Blick in den Spiegel tatsächlich geglaubt habe, dass der Gin am Vorabend vielleicht doch zu reichlich geflossen war. Denn irgendwie sah mein Gesicht komisch aus. Und es fühlte sich auch komisch an. Und dieser blöde Backenzahn links oben, der zickte auch schon wieder. Ich schob das auf die Nuss, die irgendwie blöd zwischen den Zähnen steckengeblieben war und die ich mit Zahnseide wieder zutage beförderte.

Im Büro bemitleideten meine Kollegen mich pflichtschuldigst und meinten dann, dass ich zwar die Nuss rausbekommen hätte, aber warum ich das Eichhörnchen denn drin gelassen hätte. Kontrollblick im Spiegel: Die linke Gesichtshälfte fühlte sich nicht nur komisch an, sondern war so richtig schön angeschwollen. Ich verwandelte mich langsam in einen einseitigen Gesichts-Kugelfisch. Na prima. Meine lieben Kollegen versuchten mich dann zum Zahnarzt zu quatschen. Aber sowas wird ja bekanntlich ganz von allein wieder gut. Weiß man ja ;-)

Am nächsten Morgen war dann wirklich totaler Kugelfisch-Alarm und ich bewegte mich tatsächlich fast völlig freiwillig zum Zahnarzt. Der begrüßte mich mit einem fröhlichen „Oh, da ist wohl eine Zahnwurzel explodiert“ und ging ans Werk. Hach, wie schön kann es doch sein, wenn der Bohrer sein Werk tut und dieser fürchterliche Druck im Kiefer endlich nachlässt.... Eine Stunde später sah ich zwar immer noch fürchterlich aus, aber es ging mir weit besser. Inzwischen bin ich bis zum Kragen mit leckeren Antibiotika vollgestopft und mein Gesicht nähert sich wieder dem Normalzustand. 2016 wird als Jahr der Zähne in meine Geschichte eingehen. Vermutlich duze ich den Zahnarzt demnächst und er wird mein bester Freund oder so. Da soll noch mal jemand behaupten, man sei mit 50 eingefahren. Pah, man kann seine Sicht auf Zahnärzte auch in diesem gesegneten Alter noch komplett wandeln und sie für tolle Kerle halten!




Aber zurück zur Farbe blau. Ein paar Outfits hat der Kleiderschrank noch zu bieten. Diesmal: Kleider in blau. Das asymmetrisch geschnittene Kleid ist von COS und ihr habt es in diesem Post schon einmal gesehen. Da es wirklich seeeehr weit ist, habe ich einfach ein Ringelshirt genommen und das Kleid damit ein bisschen auf Figur gebracht. Das Ringelshirt entwickelt sich übrigens auch zum Problemfall. So hübsch ich die Dinger an anderen Frauen finde, so ungern mag ich das gute Stück an mir. Ob zur Jeans oder zum Rock - ich ziehe es regelmäßig an und gleich wieder aus. Längsstreifen mag ich an mir. Ringel nicht. Aber in diesem Outift hat das Shirt endlich eine Mission zu erfüllen. Yeah! Meine geliebte Jeansjacke hat an diesem Tag ausgereicht, es war ziemlich warm. Denn das Jackenproblem zu diesem Kleid ist auch noch nicht abschließend gelöst. Ich mag die Kombination aus schwarz und dunkelblau nicht besonders gern, also fallen alle schwarzen Jacken weg. Hellblau geht, aber ist öde. Bleibt cognac. Probiere ich demnächst.

Das zweite Kleid ist zwar ein Kleid, aber meist trage ich es als langes Shirt, so wie hier. Aber eigentlich ist es ein Kleid. Und weil es noch eigentlicher ein bisschen kurz ist, habe ich einfach die längste weiße Bluse in meinem Besitz, die problemlos als Hemdblusenkleid durchgeht, darunter kombiniert. Gefällt mir übrigens ausnehmend gut, vor allem mit den Stiefeln dazu. Dabei fällt mir Gunda ein, die kürzlich vergeblich nach dunkelblauen Stiefeln suchte. Gunda, hast du inzwischen welche gefunden? Meine sind nämlich mindestens fünf Jahre alt und ich kann leider nicht mit einer Bezugsquelle dienen. Das Fotoshooting war übrigens eines der kürzesten der Geschichte und dauerte ungefähr drei Minuten. Dann wollte jemand diese überaus großzügige Straße entlang fahren und da der wohl nicht von hier stammte, traute er sich nicht, an meinem Auto vorbei zu fahren, das an der Seite geparkt war. Typisch Großstädter, die fürchten immer, den Deich runterzufallen *grins* Da Töchterlein und ich aber inzwischen ein eingespieltes Team sind, waren die Bilder längst im Kasten und der Fahrer wird sich wohl noch heute fragen, was die beiden ausgeflippten Weiber da gemacht haben.







Mein Mann würde beim Anblick dieses Textes wohl wieder mal völlig trocken feststellen, dass ein paar Tausend Wörter raus mussten. Recht hat er. Nun sind sie raus :-)

Liebe Grüße

Fran

Freitag, 16. Dezember 2016

Ein Schrank voll nix anzuziehen - Teil 1: Blau


So, nun sind wir beim ersten Teil des Experimentes angelangt. Die Entscheidung, welches „Thema“ dafür herhalten musste, fiel sehr schnell. Mir war gerade nach Blau. Nein, kein Gin Tonic. Alles, was sich im Kleiderschrank in dieser Farbe - von babyblau bis dunkelblau fand, kam auf den Kleiderständer. Naja, ganz stimmt das nicht. Einige Dinge kamen auf den Sessel daneben, weil ich Strickteile beispielsweise ungern auf Bügel hänge.


Die ersten Tage fühlte ich mich in Blau pudelwohl. Aber nach einer Woche Blau brauchte ich mein geliebtes Schwarz-Grau ;-) Überraschenderweise habe ich aber fast alles, was da hing und lag, nach und nach tatsächlich angezogen und mich bei einigen Teilen sehr gewundert, warum sie so lange unbeachtet im Kleiderschrank hingen. Die Wildleder-Culotte zum Beispiel. OK, für Frühling und Sommer ist die suboptimal. Aber im Herbst und Winter ist sie einfach klasse. Den etwas gewöhnungbedürftigen Desigual-Blazer besitze ich schon lange. Meine Kolleginnen lieben das Ding an mir, ich bin bei der Kombination ehrlich gesagt noch etwas unsicher. Bleiben wird er aber vorerst auf jeden Fall.


Leider haben wir es nicht geschafft, alle Outfits auch zu fotografieren. An manchen Tagen war es einfach zu dunkel, wenn ich oder die Damen Fotografinnen nach Hause kamen oder es klappte aus anderen Gründen nicht. Einige haben wir aber eingefangen und die gibt es jetzt. Tadaaaaa - einige Outfits der blauen Phase:


So sehe ich an einem Bürotag ohne Außentermine aus. Da dürfen die Absätze hoch sein, die Wildleder-Culotte läuft nicht Gefahr, nass zu werden und Bluse und Jeansjacke sind genau richtig, wenn es morgens dank ausgeschalteter Heizung noch ganz schön kalt ist und nach zwei Stunden so warm, dass meine männlichen Kollegen sofort das Fenster aufreißen ;-) Dazu gehört dann auch meine Bürobrille für die Bildschirmarbeit.


Das ist dann ein Outfit, das wunderbar passt, wenn man zweimal am Tag zu Fuß durch die Stadt rennt, um zu irgendwelchen Terminen zu kommen. Auto lohnt da meist nicht. Also bequeme, flache Schuhe. Solange es sich um Termine wie Weihnachtsbaum-Schmücken der Kindergartenkinder geht, darf dann auch eine etwas abgerockte Jeans sein. Die Kombi aus Blau und Hellbraun liebe ich übrigens.


Nummer drei ist nicht nur bürotauglich, sondern durchaus auch für Ratsitzungen, Spendenübergaben oder Konzerte. Zu kalt sollte es allerdings nicht sein, denn die Lederjacke ist nicht wirklich wintergeeignet.


Das war das Outfit für das große Lebkuchenhaus-Event. Das wanderte im Anschluss sofort in die Waschmaschine. Eischnee mit massenweise Zucker und Zitronensaft klebt nämlich grauenhaft. Aber drei- bis fünfjährige Kinder haben eben die herzige Eigenschaft, die nette Tante mit der Kamera am Pulli durch den Raum zu ziehen ;-)



Und da ist er, der Desigual-Blazer. Er besteht aus fünf oder sechs verschiedenen Stoffen und macht um die Hüften rum nicht wirklich schlank wie ich gerade feststellen muss. Das wäre dann auch schon fast das seriöseste Outfit der blauen Phase. Noch seriöser kann ich kaum ;-) Zumindest nicht in blau.

Einige wenige blaue Kleidungsstücke sind allerdings tatsächlich übrig geblieben. Aus denen bin ich scheinbar herausgewachsen. Sie passen zwar noch, aber irgendwie nicht mehr zu mir. Die zeige ich Euch in den nächsten Tagen auch noch. Was damit nun passiert, darüber denke ich noch nach. Was macht ihr mit Kleidung, die ihr nicht mehr tragt?

Liebe Grüße

Fran