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How to style basics: Kleider


Kleider habe ich bis vor ein paar Jahren gar nicht getragen. Im Schrank hing bis dahin einsam und verlassen das kleine Schwarze, weil das sein musste. Aber sonst? Keine Kleider. Ich wäre jahrzehntelang nicht freiwillig auf die Idee gekommen, ein Kleid anzuziehen. Einzige Ausnahme: Mein Brautkleid. Als Kind habe ich ständig Kleider tragen müssen getragen. Ich erinnere mich genau an ein ganz besonders grauenhaftes Exemplar. Es war damals absolut stylisch, rot-weiß und aus Kunstleder. Ich trug es zur Einschulung und habe geschwitzt wie Hupe. In dem Ding konnte man nicht rennen und nicht über den Spielplatz toben und überhaupt habe ich es gehasst.

Kleider waren von da an in meinen Augen todlangweilig, unpraktisch und überhaupt was für Damen jenseits der 60. Hosen waren cool. Und dann habe ich mir, nachdem ich ordentlich abgespeckt hatte, mit ungefähr 45 Jahren tatsächlich ein Sommerkleid für eine Party gekauft. Damit fing die Liebe zu Kleidern an. Ich probierte so ziemlich alles aus, was es so an Kleidern gibt. Und fand relativ schnell heraus, welche Kleider ich am liebsten mag: Gerade geschnitten, bitte nicht zu eng und nicht zu lang. Ich liebe Kleider, die Taschen haben. Ein Kleid muss alles mitmachen und bitteschön mit Sneakers zu kombinieren sein.

Ich mag asymmetrische Kleider. Dieses hier ist die Hochsommerversion. Asymmetrische Kleider in richtig guter Qualität bekommt man übrigens fast immer bei COS.

Und hier die Frühlings- und Herbstversion. Ausnahmsweise ohne Sneakers, aber mit Stiefeletten.

Viele meiner Kleider trage ich fast das ganze Jahr über. Shirt drunter oder Pullover drüber, Strumpfhose,Stiefel oder auch Jeans dazu und fertig. Lediglich einige Strickkleider sind dem Herbst und dem Winter vorbehalten und ein paar ausgesprochene Sommerkleider dürfen nur raus, wenn die Temperatur über 25 Grad liegt. Aber die meisten Kleider sind ganzjährig im Einsatz.

Das Spitzenkleid geht im Frühling mit Sneakers und dünner Jacke...
...genauso wie im Winter mit Stiefeln, Strumpfhose und Lederjacke.

Das Schlauchkleid, das ich Euch Anfang der Woche gezeigt habe...

...versteht sich auch mit Spitzenshirts oder einem schmalen Rollkragenpullover. Oder ganz ohne ein "darunter" imSommer.

Strickkleider finde ich total gemütlich, vor allem im Herbst.

Dieses Exemplar ist aber auch im norddeutschen Frühling tragbar.

Manchmal funktioniere ich auch lange Pullover zu Kleidern um. Dann kommen einfach ein langes Hemd drunter und Stiefel dazu. Damit verwandelt sich jeder Pullover in ein Strick- oder Sweatshirtkleid. Und bequem ist es obendrein.



Eines meiner Lieblingskleider habe ich pausenlos von September bis heute getragen. Und es wird auch im Sommer eingesetzt, da bin ich sicher. Die weiße Version gibt es beim Spanier übrigens immer noch und ich schleiche wohl noch bis zum Sale darum herum ;-) Das gute Stück verträgt sich mit allem: Lederjacken, Flauschpullover, Stiefel, Sneakers, Doc Martens. Mal gucken, ob es auch Schlappen im Sommer mag.




Ihr seht, Kleider gehen das ganze Jahr hindurch:

Im Frühling

Im Sommer
Im Herbst

Im Winter

Mein Mann ist übrigens wenig begeistert von meiner Leidenschaft für Kleider. Die horte ich nämlich in dem Teil des Kleiderschrankes, der eigentlich seinen Sakkos und Hemden vorbehalten war. Was soll ich sagen? Ich habe inzwischen die Hälfte des Schrankes okkupiert. Er hat dann erstmal seine Hemden aussortiert. Nennt mich Fuchs :-)

Sollte ich allerdings mehr als die Hälfte des Schrankes benötigen, droht er mit Sanktionen. Für einen weiteren Kleiderschank ist leider gerade kein Platz. Aber Tochter, groß, zieht ja eventuell bald aus. Und die hat einen begehbaren Kleiderschank mit seeeehr viel Platz für Kleider.

Tragt ihr Kleider? Falls nicht, findet ihr hier ein paar Tipps, wie sich das vielleicht ändern lässt :-) Wunderbare Kleider finden sich außerdem immer wieder bei Tina, bei Beate und bei LoveT!

Liebe Grüße
Fran


Kommentare

  1. Ein tolles Kleidersortiment hast Du da ja, liebe Fran. Ich hoffe, Dein Mann hat für seine Hemden dann noch einen guten Platz gefunden. Kleider waren bei mir früher ganzjährig im Einsatz. In den letzten Jahren habe ich aber meine Kleidersaison komplett in den Sommer verschoben. Taschen liebe ich auch, zu lang mag ich genau so wenig, bei einem geradem Schnitt suche ich mir einen hübschen Gürtel dazu und wenn ich Vans etc. dazu kombinieren kann, dann freue ich mich natürlich immer sehr. Einen schönen Sonntag noch!

    Liebe Grüße

    Hasi

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    1. Der Arme sucht noch Platz. Da muss er wohl noch ein wenig aussortieren *grins*
      Ich mag Kleider im Winter mindestens genauso gern wie im Sommer. Mit Stiefeln sind sie genauso warm wie Hosen, finde ich. Und Gürtel wären bei mir überflüssig - eine Taille habe ich schlichtweg nicht ;-)

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  2. Deine Kleiderliebe verstehe ich total, auch wenn ich derzeit eher seltener welche trage. Bei mir ist es genau umgekehrt: Mit mehr Gewicht habe ich fast nur Kleider getragen.

    Deine COS-Modelle sind wie für Dich gemacht. Wie gut, dass Du die entdeckt hast.

    LG

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    1. Ich war immer der Meinung, mit mehr Gewicht gehen keine Kleider. Klassisches Fehlurteil, würde ich rückblickend sagen.

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  3. Oh Fran was für ein schöner schöööner Post. Ich liebe einfach Deinen Style. Da ist nicht ein Outfit dabei welches mir nicht gefällt. Würd ich alle genauso tragen wenn ich Deine Figur hätte! Mit meiner bin ich eher tailliert. Was die Liebe zu Kleidern betrifft kann ich Dich voll verstehen. Ich trage auch erst seit einiger Zeit Kleider und liebe es. Ich kann nur dazu raten, es ist soo schön abwechslungsreich, wie man so schön bei Dir sieht.
    Danke fürs erwähnen :)
    Einen schönen sonnigen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Tailliert sieht bei mir doof aus, weil ich einfach keine Taille besitze. Da lässt sich auch nix hinmogeln.

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  4. Kleider sind toll, allerdings habe ich das als Kind anders gesehen. Denn zum Spielen sind Kleider unpraktisch (sieht meine Jüngste genau so). Aber heute trage ich sie wirklich gerne, weil sie meist unkompliziert sind.
    Eine schöne Auswahl zeigst du uns heute.
    LG Andrea

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    1. Als Kind haben die Dinger nur genervt. Heute klettere ich aber nur noch ganz selten auf Bäume - damit geht`s dann besser ;-)

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  5. Mir geht es genauso wie Dir. Früher konnte ich mich mit Kleidern überhaupt nicht anfreunden. Fühlte ich mich darin einfach eingeengt und unfrei. Seit rund 2 Jahren sieht das allerdings anders aus. Ich fand das erste Kleid, in dem ich mich ausgesprochen wohl fühlte. Und so nach und nach kehrten immer mehr Kleider bei mir ein. Sneaker kannst Du im Übrigen prima zu Kleidern tragen. Komisch, an anderen Frauen gefallen mir Sneaker zu Kleidern. Ich selber trage allerdings keine Sneaker dazu. Dafür bin ich wohl viel zu sehr eine Tussi ;-). Aber man weiß nie, ob sich das bei mir auch noch ändert ... In der Mode sollte man niemals NIE sagen.
    Schöne Kleider trägst Du. Dein Spitzenkleid gefällt mir am besten.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.
    LG
    Ari
    Ari Sunshine Blog

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    1. Ohne Sneaker geht bei mir ja leider nix. Deshalb müssen die auch zu Kleidern ran. Sonst müsste ich schuh-los gehen :-)

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  6. Du hast stets eine gute Wahl getroffen - die Kleider stehen dir ausgezeichnet! Ich bin noch immer nicht auf dem Kleidertrip und ich bezweifle das ich das jemals ändern werde! Man soll aber niemals nie sagen! Liebe Grüße Patricia

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    1. Stimmt. Niemals nie sagen ist eine gute Idee. Ich erlebe so oft, dass ich plötzlich doch Dinge tu oder trage, die ich mir nie hätte vorstellen können. Ich bin gespannt, ob es dich irgendwann zu Kleidern drängt :-)

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  7. wollte grad schreiben dass´te mich ja gar nicht überzeugen musst von kleidern - da seh ich doch den link am ende - merci!
    ich trug schon immer gerne kleider, auch wenn ich in der schule dafür gelegentlich gedissed wurde (die 70er!) - und heutzutage kann ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen wie man lange, enge hosen bequem finden kann......
    schön dass du "deine" kleider gefunden hast - bin auf den sommer gespannt :-)
    xxxx

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    1. In der ersten Hälfte der 70er gab es bei mir noch viele Kleider. Ungefähr mit der fünften Klasse war dann Schluss. Und bequemer als eine enge Hose ist ein Kleid definitiv. Außer, das Kleid ist eng ;-)

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  8. Interessant zu erfahren, das du als Kind ebenfalls mit Kleidern zwangsbeglückt wurdest liebe Fran. Meine Abneigung zu Kleidern und Röcken beginnt sich gerade dank dir etwas ins Gegenteil zu wandeln. Ein so großer Kleiderfan wie du bin ich allerdings (noch) nicht. Röcke finde ich für mich einfacher, weil die Proportionen meiner Meinung nach da einfacher zu handhaben sind ;). Liebe Grüße und eine schöne Woche Ursula

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    1. Zwangsbeglückt klingt lustig, aber genau so war es. Röcke kann ich nicht so gut. Im Winter geht es, aber im Sommer kann ich mit Röcken nicht so gut umgehen. Vielleicht lerne ich das ja noch :-)

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  9. Kleider und Knielange Röcke trage ich ab und zu gerne, aber es gibt halt viele Situationen, wo Hosen einfach praktischer für mich sind und ich habe mehr bewegungsfreiheit! ;)
    Du hast eine super Wahl getroffen, alle Kleider - ohne Ausnahme - sind sehr schön und stehen Dir ausgezeichnet!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Das empfinde ich eher anders: Ich habe in Kleidern mehr Bewegungsfreiheit als z.B. in engen Jeans. Außer beim Herumtoben, Radfahren oder klettern. Da sind Hosen dann doch praktischer.

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  10. Liebe Fran, toller post! Auch ich liebe Kleider... Deine Kleider gefallen mir übrigens alle sehr gut, aber mein Lieblingsbild ist das mit dem Herbstlaub - ganz toll! Ja, Du hast Recht, man kann sie vielseitig kombinieren, und wer sagt, dass man Sommerkleider nur im Sommer tragen kann? Liebe grüße, Maren

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  11. Ich kann mich da Ines nur anschließen. Wie für dich gemacht! Mein reden...:) Und ich habe immer schon Kleider gern getragen. Aber sie fressen nicht den Kleiderschrank auf ;-) Aktueller Liebling bei mir: Schlankenprintkleid in lila ...LG Sabina

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