Direkt zum Hauptbereich

London - Flugverspätungen und Hotelsuche


So langsam finde ich mich nach fünf Tagen London und Brighton im Alltagsleben wieder ein. Ein großer Dank geht an meine allerliebste Familie, die vermutlich als kleiner Dank dafür, dass Mutter sich ausgerechnet über das Muttertagswochenende auf die Insel verdrückte, nicht nur dafür sorgte, dass ein Riesenwäscheberg, zuzüglich meines Kofferinhaltes dafür sorgt, dass es mir an Unterhaltung nicht fehlt :-) Aber was soll ich sagen? Mir egal :-) Nach fünf Tagen ganz allein, mit viel Zeit für alles, was ich mag, kann mich erstmal nix aus der Ruhe bringen. Auch die Basics-Serie nicht. Ich habe es nämlich beim besten Willen nicht geschafft, die nächste Folge fertigzumachen. Also gibt es die am nächsten Sonntag. Sorry. Erstmal ist London dran :-)


Aber fangen mir mal ganz vorn an. Bisher war der Flug nach London zwar früh, aber sonst problemlos. Diesmal nicht. Da steht man tapfer um halb drei (Hallo? Das ist kurz nach dem Zubettgehen) auf und düst zum Flughafen, weil das Flugzeug um kurz nach sechs abheben soll. Tut es aber nicht. Das erfuhren wir dann auch schon um sechs Uhr. Und warteten. Und warteten. Und warteten. Um halb elf war es endlich soweit. Nicht dass alle Passagiere bis dahin echt den Kaffee auf hatten. Nee, dafür ist der Kaffee am Flughafen doch etwas zu teuer. Obwohl es tatsächlich als „Entschädigung“ für die Wartezeit einen 5-Euro-Gutschein für Erfrischungen gab. Leider nur für die ohne Alkohol… ;-) Ansonsten hätte man sich die Verspätung ja immerhin schön trinken können. Das freundliche Kabinenpersonal hat sich vorsichtshalber auf dem Flug dann mal gar nicht sehen lassen. Derweil hatten diverse Flight-Right-Vertreter aber schon alle Passagiere über die ihnen zustehenden Trostpflaster informiert. Im Gegensatz zu denjenigen, die geschäftliche Termine in London hatten und die natürlich vergessen konnten, hatten wir immerhin die Ruhe gepachtet.


In London waren dafür unsere Hotelzimmer schon bezugsfertig. Die Hotelsuche in London ist, wenn man nicht zufällig viele, viele Hundert Euro für fünf Übernachtungen ausgeben möchte, immer wieder ein Abenteuer. Meine Freundin und ich verzichten gern auf diverse Sterne (und bleiben dafür einige Nächte länger), aber einige Kriterien sollten dann doch erfüllt sein:

- Zentral gelegen. Ich bin einmal auf „Die Tube bringt sie in kurzer Zeit ins Zentrum“ hereingefallen und saß täglich fast zwei Stunden lang in der Bahn…
- Einzelzimmer.Wenn man zwölf bis sechzehn Stunden lang gemeinsam abhängt, möchten wir beide für den Rest der Zeit gern allein sein. Doppelzimmer buche ich ausschließlich, wenn ich mit meinem Mann unterwegs bin. Den ertrage ich problemlos auch 24 Stunden. Alle anderen Menschen eher nicht.
- Sauber. Klingt einfach. Ist in London aber definitiv nicht selbstverständlich.
- Kein Riesenhotel in einem gesichtslosen Glas-Stahl-Betonturm. Ich liebe die Londoner Terrassenhäuser und in einem Zimmerchen unter Dach kann ich mir immerhin einbilden, dass ich als Küchenmädchen demnächst in Downton Abbey Karriere mache.

Das Hotel zwischen Hyde Park und Paddington, das wir ausfindig gemacht hatten, erfüllte diese Bedingungen und war alles andere als langweilig. Das war der Grund, warum wir es gebucht hatten. „Rock`n`Roll-Hotel“ klingt ja erstmal recht witzig. Und in der Tat waren die Themenzimmer wirklich originell anzusehen. Findet übrigens auch die britische Vogue, für die Mario Testino himself  bereits Fotoshootings dort absolvierte. 30 Zimmer hat das „The Pavilion“, die alle ein musikalisches Thema haben. „Rythm in Blues“ habe ich allerdings gegen „Secret Garden“ eingetauscht, weil der Garden einen Balkon aufwies (naja, und ungefähr 50 Stufen weniger). 30 Zimmer mit derartiger Liebe zum Detail einzurichten - dafür muss man vermutlich jahrelang über Antiquitätenmärkte laufen. Das Ergebnis ist absolut entzückend - wenn man drauf steht. Wer das cleane Loft erwartet, ist hier definitiv falsch und wird schreiend weglaufen.










Ein paar Minuspunkte sammelte allerdings auch das Pavilion. Die Bettdecken waren keine Offenbarung, genausowenig wie das Frühstück, das auf dem Zimmer serviert wurde. Wir haben es nach dem ersten Tag einfach mal weggelassen und sind frühstücken gegangen. Der Preis für das Hotel war trotzdem unschlagbar.

Mögt ihr abenteuerliche Hotels? Oder bucht Euch lieber in Ketten ein, bei denen man von vornherein weiß, was einen erwartet?

Liebe Grüße
Fran


Kommentare

  1. dass die hoteleinrichtung total meins ist kannste dir sicher denken :-)
    die bettdecken sind mir IMMER zu flimsig, ich mags gern dick und schwer - aufdecken kann man sich ja immer noch.....
    aber nun haben wir ja unser "hotel" immer dabei, bin grad am einrichten!
    welcome back!
    xxxx

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, dich kann ich mir in dem Hotel gut vorstellen :-) Ihr habt einen Bus, oder? Der lugte kürzlich auf einem Foto hervor. Das ist toll, wenn man sein Hotel gleich dabei hat!

      Löschen
  2. Das Zimmer sieht schon sehr interessant aus. Mir ist ein bequemes Bett, ein sauberes Bad und ein gutes Frühstück wichtig. Ansonsten bin ich genügsam. Ich ziehe interessante Zimmer den 08/15 Zimmern vor, kann aber auch mit Hotelketten gut leben.
    LG Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Bett war bequem, das Bad sauber. Nur das Frühstück - schweigen wir von etwas Anderem. Aber keine drei Minuten weg waren ein Pub und ein tolles Café. Da haben wir dann gefrühstückt.

      Löschen
  3. Liebe Fran,
    ich finde die Fotos vom Zimmer total entzückend. Bin aber dann wohl eher der moderne, design Typ.
    Hotelketten an sich muss ich nicht so haben. Wenn ich die Wahl habe nehme ich kleine Boutiquen Hotels. Was aber letztendlich immer auf den Preis ankommt.
    LG Natascha

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das war in der Tat entzückend. Aber noch einmal muss ich mir das wohl nicht geben. Außer, ich bekomme das 70er-Zimmer. Das spart dann die Tüte am Abend... ;-)

      Löschen
  4. Das Hotel sieht interessant aus. Nicht so ganz meins. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie Du in so einem Bett geschlafen hast :)
    Aber wenn der Preis unschlagbar war und ihr das macht wie wir, ist es wirklich nur die Nacht die man dort verbringt. Sonst immer unterwegs.
    Wir haben ja immer das selbe Hotel gebucht, ein Boutiquehotel, sehr sauber und comfortabel und eim letzten Mal ein Zimmer unter dem Dach gehabt. Schrägen von beiden Seiten, das waren sicher mal Dienstbotenzimmer. Schon abenteuerlich, auch die Treppen dorthin. Das war allerdings weil wir auch Sparfüchse sind und übers Reisebüro die günstigste Variante gebucht hatten die es dort gibt. So waren wir für 100 Euro das Doppelzimmer die Nacht mit reichhaltigem Früchstücksbuffet für London an sich gut bedient würde ich sagen. Luna und Parkplatz inklusive!
    Ich freu mich auf Deine Londonposts :))
    Schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, ich habe hervorragend geschlafen :-) Bequem war es, das Bett. ich glaube, ich hätte tief in mir drin auch gern zuhause ein Himmelbett *grins*
      Die Treppen in den Stadthäusern zur obersten Etage sind immer ein Abenteuer. Dienstbote zu sein war echt kein Zuckerschlecken ;-) Und 100 Euro für ein Doppelzimmer samt Frühstück und Parkplatz? Hut ab. Aber die Congestion Charge ist doch gruselig hoch, oder? Ich war noch nie mit dem Auto da. Am Linksverkehr scheitere ich spätestens in einem Kreisel, fürchte ich.

      Löschen
    2. Die Charge mussten wir nicht zahlen. Das Hotel lag Nähe Putney bridge und nicht im Zahlbereich. Die liegt glaub bei 12.50 GBP pro Tag, wenn man wirklich mit dem Auto ganz zentral will. Wir sind aber in London dann immer U Bahn gefahren. Der Göga nimmt den Linksverkehr als wärs normal. Ich gebs zu ich hätte Schwierigkeiten;)

      Löschen
  5. Jooo. Ich war vor fast 25 Jahren mal in London. In so nem Hotel wie das Haus am Eton Place. Auch mit grüner Tapete und so. Es war ok.
    Ich habs grundsätzlich gern spartanisch (griechisch), leer und sauber. Und das Bett muss zwischenzeitlich bequem sein.
    LG Sunny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sollte ich irgendwann mal einen zweistelligen Millionenbetrag erben, dann kaufe ich mir eine Wohnung am Eaton Place ;-) Spartanische Zimmer mag ich nichtmal zuhause. So üppig muss es auch nicht sein, aber in leeren Räumen fühle ich mich verloren.

      Löschen
  6. Genau so hab ich mir ein Hotel in England vorgestellt. Laura Ashley pur, so was mag ich. Im Urlaub, nicht zuhause.
    Liebe Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zuhause würde ich mit so viel Tüddelkram wahnsinnig. Aber so ein Himmelbett.... ;-)

      Löschen
  7. Ach, wie süß ist denn bitte dieses Hotelzimmer??! Echt charmant und so richtig schön englisch :-). Und ich mag es, wenn etwas mit so viel Liebe eingerichtet ist <3. Hm, nur ich bin mir jetzt bloß nicht ganz sicher, ob ich bei selbst bei so viel Muster und Einrichtung hätte schlafen können. Schätzungsweise wäre mir hier fast etwas zu viel los. Irgendwie brauche ich es zum Runterkommen immer eher ruhig und mit klarer Struktur...

    Ich hoffe, Du hast Deinen Wäscheberg gut überlegt und wünsche Dir noch einen schönen Abend!

    Hasi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ... den Wäscheberg gut überlegt (denn das schadet ja nie) - aber vor allem gut überleBt! (was ich ja eigentlich meinte) *grins*

      Löschen
    2. Schlafen war kein Problem. Ich kann allerdings jederzeit und überall schlafen :-) Am besten, muss ich gestehen, vor dem Fernseher *grins*
      Wäscheberg ist abgearbeitet. Nur die Bügelwäsche, die wartet noch geduldig...

      Löschen
  8. Geht mir wie Sabine. So stelle ich mir ein Hotelzimmer in England vor. Mit diesen durchgestylten "Hotelkästen" kann ich nichts anfangen. Aber die Bilder oben sind klasse!

    Lieben Gruß
    Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das war aber auch das bisherige Maximum an "englisch", das wir bisher hatten. Und länger als fünf Tage hätte ich es wohl auch nicht ertragen ;-)

      Löschen
  9. Also, rein optisch finde ich individuelle, kleine Hotelzimmerchen wie das hier von Dir gezeigte sensationell und hätte mindestens so viele Fotos gemacht wie Du. WOHNEN möchte ich dann aber ehrlich gesagt doch wohl lieber in einem typischen Hotelkettenzimmer - bin bei diesen alten Möbeln immer ein wenig empfindlich, schon von der Nase her ...

    Liebe Grüße
    Gunda

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hihi, also im Ibis in Hammersmith war die Nase mehr gefordert ;-)

      Löschen
  10. Bei unseren zwei Besuchen in London haben wir uns für Hotelketten entschieden. Preislich war das, soweit ich mich erinnern kann auch ok. Allerdings ging es uns beim ersten Mal auch so, das mir die Anfahrt ins Stadtzentrum vorkam wie eine halbe Weltreise ;). Die Einrichtung in deinem Hotelzimmer finde ich interessant. Allerdings müsste ich erst mal für eine Nacht testen, ob ich mich darin wohlfühlen würde. Irgendwie wirkt es auf mich etwas düster. Auf deine Reiseberichte aus London bin ich schon gespannt. Hoffentlich kannst du mit den Wäschebergen weiterhin entspannt umgehen ;).
    Ein Gewitter wird ja vermutlich nicht viel nützen.

    Liebe Grüße
    Ursula

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Viele Ketten findet man eher etwas außerhalb. Und dann geht so viel Fahrzeit verloren. Außerdem liebe ich halt diese wunderschönen alten Stadthäuser. Auch wenn die Zimmer meist sehr klein sind.

      Löschen
  11. Ich finde die Bilder von deinem Hotelzimmer sehr süß, ich mag Rüschen und Volants sehr gerne, ob ich mich jedoch in so einem Zimmer auch wohlfühle weiß ich nicht so recht, ich bevorzuge dann doch lieber moderne Zimmer!
    Liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
  12. :-) Liebe Fran,
    da ging Dein Urlaub ja genauso los, wie meine Dubai Reise vor ein paar Wochen.
    Ich finde Sauberkeit in einem Hotel extrem wichtig, aber manchmal muss man Abstriche machen. Wenn es sonst gut für Euch war und das Drumherum schön war, dann kann man das schon mal ertragen, oder?
    Schönen Abend und liebe Grüße :-)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Outfit mit Verspätung, dafür mit viel Jeans

Falsche Prioritäten in Shorts