Direkt zum Hauptbereich

Ich bin ich - sogar in Cord und Tannengrün ;-)



Mit ein bisschen Verspätung kriege ich es doch noch auf die Reihe. Heidi hatte eigentlich am vergangenen Freitag darum gebeten, eine Aktion mit dem Titel „Ich bin ich“ auf die Beine zu stellen. Und eigentlich wollte ich mich daran auch in letzter Minute beteiligen. Dann kam ein beruflicher Termin dazwischen und als ich endlich um halb elf abends wieder zuhause war, war ich etwas matschig im Hirn. Also besser spät als nie :-)

Ich bin also ich. Logisch eigentlich. Wer sollte ich sonst sein, wenn nicht ich? Und wer ich bin, das möchte ich auch gar nicht ändern :-) Ich bin gern ich. Mit allen Ecken und Kanten. Mit allen Irrationalitäten und allen „Fehlern“. Das Ergebnis von 52 Jahren Leben. Und mit dem Ergebnis bin ich eigentlich sehr glücklich.

Die harten Zahlen und Fakten sind schnell aufgezählt. Geboren 1965 im schönen Münsterland, Abitur 1984, immer noch im schönen Münsterland, Abstecher nach Hessen zum Erststudium, Zweitstudium in Hildesheim, Volontariat in Düsseldorf zwischen Computern und Luxuskarossen (wer den Verlag errät, bekommt einen Extrapunkt), danach mutierte ich zum Nordlicht, lebe und arbeite in der Nähe von Hamburg direkt an der Elbe. Verheiratet, zwei Kinder, ein Hund, ein Eigenheim. Yacht, Pferd und Pferdepfleger fehlen noch. Aber noch habe ich ja en bisschen Zeit ;-)

Was fangen wir jetzt mit den Zahlen und harten Fakten an? Nicht viel, fürchte ich. Die beschreiben zwar äußere Umstände, aber nicht wirklich mich. Also weiter mit sieben weichen Fakten. Einer dieser Fakten ist übrigens nicht wahr. Und ihr dürft herausfinden, welche.

Ich stehe auf Kriegsfuß mit Papierkrieg

Ich kriege jeden Maileingang in den Griff, selbst einige Hundert Mails am Tag schocken mich nicht. Aber mit Papier stehe ich auf Kriegsfuß. Fragt mich nicht warum, aber ich scheitere an jedem noch so ausgeklügeltem Ablagesystem für alles, was auf Papier gedruckt ist. Das führte durchaus schonmal dazu, dass der Telefonanschluss plötzlich gesperrt war, weil diese blöde Papierrechnung unter irgendeinen Stapel geriet, der kurz vorm Versteinern war. Und man möge mich nie, wirklich niemals nach meiner Sozialversicherungsnummer fragen. Oder sie mir vorher per Mail schicken. Damit kann ich umgehen. Mit Papier nicht.

Ich rede beim Autofahren gern mit mir selbst. Auf plattdeutsch.

Nein, ich singe beim Autofahren nicht. Ich kann nicht singen. Und auch wenn ich allein unterwegs bin - ich tu auch meinen eigenen Ohren das nicht an. Ich rede viel lieber. Und weil mich hier zuhause niemand versteht, wenn ich plattdeutsch spreche, mach ich das einfach im Auto. Da schimpft es sich auch viel besser auf diesen Döskopp, de vör mi is. De sliekt! Ick wer em överhalen.

Ich bin Königin der Datensicherung

Nachdem mir im vergangenen Jahr ein Portemonnaie geklaut wurde, in dem sich auf einem Stick alle Texte befanden, die ich in den letzten zehn Jahren im Job geschrieben habe und diese Texte selbstverständlich ausschließlich auf diesem Stick gesichert waren, bin ich zur Datensicherungs-Queen mutiert. Datensicherung und Updates kommen bei mir quasi noch vor dem Kaffee am Morgen.

Ich räume nach Parties noch nachts auf. Zur Not auch betrunken.

Ich kann es nicht leiden, am nächsten Morgen schlimmstenfalls verkatert in einen Raum zu kommen, in dem sämtliche Partyspuren noch zu sehen sind. Also wird nach Ende der Party zumindest grob aufgeräumt. Schmutziges Geschirr in die Küche, Flaschen in den Keller und Müll in den Eimer. Ach ja, der Geschirrspüler wird auch noch angeworfen. Wenn man sich alkoholbedingt im Programm vertippt, ist das weniger schlimm als der Anblick am nächsten Morgen.

Ich habe häufig genug keine Ahnung, wie alt ich eigentlich wirklich bin

Kürzlich fiel mir auf, dass ich in den letzten vier Wochen mindestens dreimal behauptet habe, dass ich 53 bin. Damit habe ich ein Jahr dazugemogelt. Und ja, das lässt Rückschlüsse auf meine mathematischen Fähigkeiten zu. Was uns zum nächsten Punkt bringt

In der 11. Klasse habe ich für meinen Mathelehrer geschwärmt

Er hieß Herr Friedrich, unterrichtete Mathe und Latein und ich fand ihn toll. Er war der coolste Lehrern der Schule. Als meine Freundin und ich uns vor den Bundesjugendspielen drücken wollten, fuhren wir am Tag X zur Schule anstatt zum Sportplatz. Es sah nämlich nach Regen aus. Also ein bisschen. Ein ganz kleines bisschen. Bei Regen fielen Bundesjugendspiele aus. Wir waren an der Schule dann zu viert. Vier Supersportler, die Regen witterten. Und Herr Friedrich. Der hatte auch keine Lust. Anstatt uns zu verpetzen hat er uns zum Frühstück eingeladen. War ein ziemlich cooler Tag :-) Meine Mathenoten besserten sich trotzdem nicht. Aber in Latein, da war ich richtig gut! Hat mir übrigens nicht geholfen. Er hat sich anderweitig verehelicht.

Am liebsten wäre ich pausenlos unterwegs

Ich mag Wochen, die ich fast ausschließlich im Büro verbringe genausowenig wie Monate, in denen ich nicht wenigstens ein paar Tage unterwegs bin. Ich liebe mein Zuhause, aber ich liebe es noch mehr, „auf Jück“ zu sein. Meine Eltern haben jedes Jahr einen dreiwöchigen Urlaub gemacht. Den Rest des Jahres waren sie zuhause. Das ist etwas, was ich mir für mich überhaupt nicht vorstellen kann. Ich liebe es, meinen Koffer zu packen und irgendwohin zu fahren. Das darf auch gern das heimatliche Münsterland sein. Oder die Ostsee. Oder wenigstens ein Tagesausflug. An der heimischen Scholle hänge ich nicht besonders.

Ohne all diese mehr oder weniger liebenswerten Marotten wäre ich nicht ich. Also gehören sie dazu. Selbst der Mathelehrer ;-) Der trug übrigens gern Cord. Ich heute auch. Das Outfit gibt es voraussichtlich am Freitag hier an dieser Stelle. Am Mittwoch sind nämlich erstmal Overknees dran.

Liebe Grüße
Fran



Kommentare

  1. Guten Morgen Fran, Du siehst aus wie Du... die Farbe des Blazers ist klasse. Habe sehr geschmunzelt über diesen Post, Du bist sehr unterhaltsam :)
    Ich habe kürzlich eine Cordhose bestellt, bin gespannt ob sie bleiben wird wenn sie erstmal da ist.
    Ich fahre auch gern öfter mal ein wenig weg, 3 xpro Jahr paar Tage sind mir lieber als 3 Wochen am Stück.
    Schönen Freitag, liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Cord ist toll. Das Zeug ist einfach kuschelig warm und man kann Bilder auf dem Hosenbein malen. Was will man mehr?

      Löschen
  2. Dein Blazer geht für mich eher in die Richtung Oliv, aber ich kann mich täuschen. Tannengrün ist dunkler. Auf jeden Fall steht er Dir gut.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du als Zeitungsmensch gar nichts mit Papier am Hut hast, oder gilt das nicht für die Zeitung an sich?

    Und ich glaube, dass Du auf Hochdeutsch fluchst :)

    Liebe Grüße Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nee, so richtig oliv ist er nicht. Die Kinder haben gesagt, ich sei der Weihnachtsbaum...
      Und Papier liebe ich, wenn man ein Buch draus macht. Rechnung, Briefe und sonstigen Krams, der meinen Schreibtisch verstopft, hasse ich wie die Pest und räume ihn so lange von links nach rechts, bis sämtliche Fristen verstreichen sind.

      Löschen
    2. Ha, und ich schimpfe tatsächlich auf Platt. Dösige Dussels, die.

      Löschen
  3. Oh über die verbeulten Cordhosen und -blazer der Kollegen freue ich mich jeden Morgen aufs Neue, die sind immer fashion forward! ;-)

    Im schönen HI? Na, sowas. Da wird unsereins immer zum Rosenstock geschleppt.

    Tannengrün ist das? Liegt vermutlich am Licht....Aber schön zusammen mit Hemd und Jeans!

    LG Sabina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh ja, der Rosenstock. Da musste jeder Besucher einmal hingeschleppt werden. Aber geht ja schnell ;-)
      Ich würde sagen, Tanne trifft es. Ich stell mich im Dezember neben den Baum, dann gleichen wir ab!

      Löschen
  4. Uii, ich hätt jetzt gesagt, das ist ein dunkles Olivgrün. Aber stimmt. Es gibt auch Tannen, die so aussehen.
    Die Storrie mit den BJS und dem Mathelehrer ist natürlich klasse. Aber auch sonst, herzlichen Dank für den Blick hinter die Kulissen von Fran-Tastic.
    LG Sunny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ist Tanne nicht Tanne? Vermutlich nicht... egal. Ich finde, es ist Tanne.

      Löschen
  5. "Ich stehe auf Kriegsfuß mit Papierkrieg" Ich auch!!! Gibt es dafür keinen Volkshochschulkurs? *lach*

    "Am liebsten wäre ich pausenlos unterwegs" Ich auch, deshalb liebe ich den Sommer auf dem Boot, wir fahren ständig hin&her und sind immer unterwegs.

    "Ich räume nach Parties noch nachts auf. Zur Not auch betrunken." Ich nicht. Ist mir völlig egal, wie Nachts die Wohnung aussieht, wenn ich schlafe. ;-)

    Liebe Grüße,
    Moppi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nee, kein Volkshochschulkurs. Da hilft nur eine Sekretärin. Oder jemanden heiraten, dem man das Zeug auf den Schreibtisch pfeffern kann ;-)
      Meine Nachbarn sind im Sommer auch wochenlang mit dem Boot unterwegs. Manchmal bin ich ein bisschen neidisch. Aber ein Boot wäre mir wohl auf Dauer zu eng.
      Und mir ist zwar auch egal, wie die Wohnung aussieht, wenn ich schlafe. Aber wenn ich morgens schon beim Kaffeemachen die Bescherung sehe, ist der Tag gelaufen. Dann geh ich gleich wieder ins Bett und komme da nicht mehr raus.

      Löschen
  6. Ich hätte als Schülerin auch lieber ein gemütliches Frühstück gehabt als den Besuch Bundesjugendspiele - ob jetzt mit oder ohne Mathelehrer *grins*. Aber schon seltsam - gehören Cordhosen vielleicht zur Pflichtkleidung der Mathelehrer? Wenn ich an den unsrigen denke, dann fallen mir tatsächlich ansonsten keine anderen Beinkleider mehr ein, die er getragen hat... Seltsam. Aber ich fürchte, hierzu fehlen eindeutig ernsthafte statistische Untersuchungen, hihi. Auf jeden Fall finde ich es natürlich interessant, heute ein paar persönliche Züge von Dir vorgestellt zu bekommen - und bin gerade am überlegen, was davon jetzt falsch sein soll. Schierig. Am ehesten der erste Punkt mit dem Papierkrieg. Der zweite Versuch wäre dann die Geschichte mit dem Mathelehrer. Also, ich bin dann mal auf die Auflösung gespannt :-).
    Liebe Grüße

    Hasi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vermutlich bekommen Mathelehrer mit dem Beginn des Referendariats hundert Cordhosen und die Verpflichtung, die zu tragen, damit Vorurteile über Mathelehrer nie aussterben. Mathe und Physik ist in meinem Hirn untrennbar mit Cord verbunden. Darüber muss es Studien geben.
      Falsch ist übrigens die Sache mit der Datensicherung. Wenn mein Mann nicht täglich darauf bestehen würde beziehungsweise nicht per Software sichergestellt hätte, dass ich täglich sichere, wären alle meine Daten wohl schon zehnmal über den Jordan gewesen. Ich schwöre immer Stein und Bein, dass ich das demnächst freiwillig mache. Und vergesse es dann wieder.

      Löschen
  7. Interessante Info´s über Dich . Bei manchem konnte ich mir ein grinsen nicht verkneifen . Dein Look wäre auch meiner . Ich liebe Blazer . Und mit Cord bist Du gerade ganz weit vorne . Ist im Moment für Selbermacher schwer angesagt . Röcken , Hosen , Jacken ...alles wird genäht
    Danke für´s mit machen ...Ich trage Dich gerne nach . Und Danke fürs verlinken
    LG heidi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke fürs Nachtragen! Ich mag solche Blog-Aktionen so gern und war wirklich traurig, dass ich es nicht pünktlich geschafft hatte.

      Löschen
  8. Liebe Fran,
    das ist ein toller Post. So konnte ich dich noch ein bisschen besser kennenlernen. Der Lehrer hätte mir auch gefallen. Muss ein netter Tag gewesen sein!
    LG Natascha

    AntwortenLöschen
  9. Es war schön, dich ein bisschen mehr kennengelernt zu haben liebe Fran!
    Und du siehst in Cord und Tannengrün ganz gut aus! Du hast gerade mich erinnert, dass ich meine Cordhose aus dem Schrank hole sollten. In diesem Herbst werde ich definitiv die Hosen anhaben!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen
  10. :-) Schöner Beitrag, liebe Fran!
    Ich schimpfe auch im Auto - aber norddeutsch und nicht österreichisch. Das ist in diesen Gefilden zum Teil auch als Fremdsprache anzusehen.
    Schönen Sonntag und liebe Grüße
    Claudia :-)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Dieser Blog ist mit Blogspot, einem Googleprodukt, erstellt und wird von Google gehostet. Es gelten die Datenschutzerklärung & Nutzungsbedingungen für Googleprodukte.

Wenn Du die Kommentare zu diesem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnierst, informiert Dich Google jeweils durch eine Mail an die in Deinem Googleprofil hinterlegte Mail-Adresse.
Durch Entfernen des Hakens löscht Du Dein Abbonement und es wird Dir eine entsprechende Vollzugsnachricht angezeigt. Du hast aber auch die Möglichkeit Dich in der Mail, die Dich über einen neuen Kommentar informiert, über einen deutlichen Link wieder abzumelden.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Fashion-Ideen mit herbstlichen Rottönen - ü30Blogger & Friends

Und heute werden wir mal ganz persönlich… - Teil 1

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil oder: Senfgelb? Ernsthaft?