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Mit Streifen an der Ostsee. Und was Blogger nicht können.


Herrje, es ist Donnerstagabend, 23.41 Uhr und der Post für morgen ist noch nicht fertig… und das, obwohl schon der Mittwoch-Post ausgefallen ist. Ich glaube, dass das, was viele Menschen jenseits der Online-Blase behaupten, nämlich dass Blogger nix können, doch ein kleines bisschen stimmt. Ich kann auf jeden Fall kein Zeitmanagement ;-) Ein Trost: Ich muss immerhin meinen Lebensunterhalt nicht mit Bloggen verdienen. Nichtmal ein Taschengeld. Ich muss quasi gar nix, außer Spaß haben.

Aber zurück zu den nix-könnenden Bloggern. Ich habe kürzlich versucht, meinem Vater - und der ist über 80 und immerhin stolzer Besitzer eines iPad - zu erklären, was so ein Influencer tut. Und nach diesem Versuch wundert mich nicht mehr, dass vermutlich 80 Prozent der Deutschen glauben, dass so ein gemeiner Influencer eigentlich gar nix kann. Ein Sänger, ein Schauspieler, ein Sportler oder auch ein Model - das ist was Handfestes. Naja, so richtig handfest vielleicht auch nicht. Aber dass die mit dem, was sie tun, Geld verdienen, ist inzwischen überall durchgedrungen. Singen, in Filmen eine glaubwürdig eine Rolle verkörpern, schneller laufen als alle Anderen oder einfach schöner sein. Damit Geld zu verdienen ist nachvollziehbar. Im Mittelalter wäre man für viele dieser Fähigkeiten aber noch dafür verbrannt worden ;-)

Jetzt kommen also diese Influencer und werden schlagartig reich und berühmt, ohne irgendetwas zu „können“, was damit vergleichbar wäre. Für viele außerhalb der Instagram-Gemeinde - und genutzt wird die App nun mal „nur“ von jedem fünften Deutschen, von denen wiederum nur ein Bruchteil wirklich aktiv dort ist - ist das erstmal in der Tat ein Rätsel. Natürlich „können“ die Influencer etwas. Sie haben sich einen guten Fotografen gesucht oder sind ihre eigenen, guten Fotografen. Sie sehen gut aus. Sie wissen sich in Szene zu setzen. Sie können mit Filtern virtuoser umgehen als Sir Simon Rattle mit dem Taktstock. Und, und das dürfte das Wichtigste sein, sie wissen genau, was sie ihren Followern bieten müssen. Das ist sicher nicht nichts. Das ist eben nur etwas „Anderes“ als das, was man gemeinhin und im richtigen Leben gewohnt ist. Dass sich viele ganz normale Menschen außerhalb der Online-Welt mit dem Verständnis schwertun, wundert mich nicht. Das ist völlig normal. In zehn Jahren wird das durch sein und der Influencer - so es ihn noch gibt - wird ein völlig normales Berufsbild sein. Dafür haben die KFZ-Mechaniker eventuell ein Problem, weil die Elektroautos wesentlich weniger wartungsintensiv sind und der Diesel bis dahin ausgestorben. Das ist der Lauf der Welt.

Influencer können also, je nach Blickwinkel, eine ganze Menge. Das aber einem Otto Normalverbraucher, der nicht mal einen Instagram-Account haben, zu erklären, ist gar nicht so einfach. Ich fand es auf jeden Fall schwierig. Und immerhin habe ich mal Erklärbär studiert. Aber vor 100 Jahren war es vermutlich auch ein echtes Problem, irgendwem zu erklären, dass man Geld dafür bekommt, wenn man Autos repariert. Autos? Das waren diese stinkenden Karren, die furchtbar laut waren und die viel gefährlicher waren als Pferdekutschen. Also bitte - das ist doch kein anständiger Beruf! Und diese Autos, die sind in zehn Jahren wieder vom Erdboden verschwunden, weil diese Autofahrer alle bei Unfällen gestorben sind.

Also einfach nicht böse sein, wenn wieder mal irgendwer behauptet, der gemeine Influencer „kann ja nix“. Einfach abwarten und Tee trinken. Das wird schon noch. Ich kann allerdings immer noch kein Zeitmanagement. Es ist inzwischen 23.56 Uhr. Ich müsste längst im Bett sein… Schönen Gruß von den Augenringen morgen früh.








Aber ich habe natürlich noch ein Outfit für Euch. Bei dem übrigens klar wird, dass ich schon wieder nix kann. Hat meine Tochter gesagt, weil unter dem Hemd das Etikett des Tops zu sehen ist. Nichtmal ordentlich anziehen kann ich mich. Hat das Kind behauptet. Kann ich bitte meine niedliche Zweijährige wiederhaben? Die hat nie Widerworte gegeben. Zurück zum Outfit: Getragen habe ich es bei meinem letzten Outfit an der Ostsee. Da gab es genau das richtige Wetter für Jeans, Hemd, Chucks und Trench. Nicht sonderlich innovativ, aber immerhin sind die Streifen auf dem Hemd voll im Trend. Und diesmal gibt es das Hemd auf besonderen Wunsch von Gunda sogar von hinten. Inklusive des Etiketts. Sehr es mir nach, Blogger können halt nix ;-)

Liebe Grüße

Fran

Kommentare

  1. Guten Morgen Fran, biste wach? :))
    Der Look ist klasse, ich mag die Streifen auf dem Hemd und die Chucks. Der entspannte Look passt super zu Dur.
    Wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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    1. In die Streifen habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Ich konnte nicht nach Hause fahren, ohne das Hemd zu kaufen. Und seitdem trage ich es in Dauerschleife.

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  2. Oh deine Schuhe leuchten herrlich weiß.... und das mit dem Etikett hab ich erst auf den zweiten Blick gesehen. Nee, erst nach dem Hinweis deiner Tochter.
    Ansonsten musste ich schon schmunzeln über deinen Beitrag...
    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende
    Liebe Grüße jacky

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    1. Mal gucken, wie lange die Schuhe noch so weiß leuchten. Ich habe ein unglaublich großes Talent dafür, aus weiß schmuddelgrau zu machen.

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  3. So ist das mit den Influencern. Das Etikett hättest Du aber auch wegretuschieren können, wenn Du eh so lange wach bist :)

    Das ich Dein Hemd mag, sagte ich bereits. Chucks trage ich auch gern.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man das wegretuschiert. Im Job habe ich Gottseidank eine Grafikabteilung, die sich um die Bildbearbeitung kümmert, privat bin ich da völlig aufgeschmissen. Also bleibt das Etikett, wo es ist ;-)

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  4. Da fällt mir grad zu diesem Post gleich ein Gedanke ein .
    " Das Denken der Gedanken , ist gedankenloses Denken "

    Was steht eigentlich in der Berufsbeschreibung von Bloggern ?....*gg

    Jetzt weis ich wieder warum ich Etiketten abschneide. Nicht weil sie kratzen ... :))
    LG Heidi

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    1. Keine Ahnung, hab noch nie eine Ausschreibung für einen Blogger gesehen. Kurzform wäre wohl: Eierlegende Wollmilchsau. Mit Blick für Etiketten ;-)

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  5. Ich glaube, ich lasse mich "influencen" und muss nach Portugal um mir auch so eine Korktasche zu kaufen :-) Die ist ja genial! Schönes Wochenende, A

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    1. Ja, die ist toll! Und dabei superleicht und groß genug für die vier bis fünf wichtigsten Dinge. Gibt es aber bestimmt auch außerhalb von Portugal. Wobei das Kaufen dann nur halb so viel Spaß macht wie in Lissabon.

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  6. Toller Post! Ich weiß eigentlich bis heute nicht so genau, was ein Influencer ist :-) und könnts noch viel weniger erklären. Influenzen lass ich mich hingegen von fast allem, da braucht's keine extra Berufsgruppe. Aber bitte. Alle dürfen gerne. Ist ein freies Land. Influenzt bin ich jetzt auch von Deinem lässigen look und der Korktasche... na also. Jetzt könnt ich's doch erklären!
    Liebe Grüße
    Maren

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  7. Ohhh Wunderschöne fotos mit Blick auf's Meer, die mich so neidisch machen!
    Ich würde gerne dabei sein, obwohl mit Krücken es nicht sehr leicht wäre, im Sand zu gehen! ;)
    Ein sehr sehr schönes Hemd und durch das i-Tüpfelchen – die Streifen - etwas ganz Besonderes. Sehr fein!!!
    Liebe Grüße und schönes Wochenende!
    Claudia

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  8. Hehe, bin gerade auf deinen Blog gestoßen und ich finde deinen Artikel sehr cool und lustig :-D Ich blogge selbst und aus meinem Umkreis wissen das nur sehr wenige... Eben genau, weil alle denken, dass Blogger "Nichts können" und die meisten gar nicht kapieren, was ein Influencer ist. Aber Hauptsache wir haben Spaß :D Aber mit dem Zeitmanagement möchte ich dir gerne widersprechen! Bei mir klappt das nämlich eigentlich ganz gut! Also meistens! Manchmal! Oder sagen wir... es wird besser. So irgendwie... :D
    Liebe Grüße, Cindy

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  9. Liebe Fran,
    es ist wirklich lustig wie sich die Berufe so ändern. In Österreich sind die Blogger übrigens auch im Marketing noch nicht richtig angekommen. Das dauert noch ein bisschen :-) Besonders merkt man das wenn man nach Follower auf Instagram angesprochen wird. Es gibt doch tatsächlich noch Marketing Menschen die nicht wissen, dass diese Zahlen gar nicht so stimmen müssen :-) Aber Österreich ist und bleibt halt ein verschlafenes Dorf. :-)
    LG Natascha

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