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Fünf Fragen am Fünften, diesmal am Siebten ;-)


Das Linkup „Fünf Fragen am Fünften“ habe ich bei Luzia Pimpinella entdeckt. Den Blog mag ich, beschäftigt er sich doch ausführlich mit dem Thema Reisen - und für Reisen bin ich immer zu haben - und Hamburg. Nic hat vor einem Jahr die „Fünf Frage am Fünften“ ins Leben gerufen.  Jetzt aber los, ich bin eh schon zwei Tage zu spät dran. Wenn ich so arbeiten würde wie ich blogge, wäre mein Chef not amused ;-)

1. Sagst du immer, was du denkst?

Kurz und bündig: Nein. Also wenn ich etwas sage, dann definitiv das, was ich denke. Mir würde nicht im Traum einfallen, irgendetwas Anderes zu sagen. Das kann ich auch bei anderen Menschen nicht leiden. 

Paradebeispiel waren bis vor einigen Jahren meine Kinder. Ich kochte, sie aßen. Und behaupteten, dass das nun wirklich lecker sei. Zwei Wochen später: Ich kochte das Gericht, das ja so lecker war, gleich nochmal. Am Tisch machten sich lange Gesichter breit. Ich habe meine lieblichen Blagen dann erklärt, dass es absolut nichts bringt, mir zu sagen, dass das Futter ihnen schmeckt, wenn das nicht der Fall ist. Ich verbitte mir zwar auch ein „boah, ist das eklig“ am Tisch. Das muss nun auch nicht sein. Man kann ja ersatzweise prima denken und sagen: „Schmeckt mir nicht“. Kapiert auch die Mutter und streicht das Gericht vom Speiseplan…

Allerdings gibt es durchaus Situationen, in denen ich lieber die Klappe halte als zu sagen, was ich denke. Formulieren wir es so: Ich denke manchmal eher emotional *grins* Und manchmal ist es einfach besser, wenn diese Emotionen erstmal abkühlen, bevor sie in die weite Welt hinausgelassen werden. Klappt nicht immer, muss ich zugeben. Je näher mir die Menschen stehen, desto öfter sage ich dann doch mal ungefiltert, was ich denke. Und das ist definitiv nicht immer nett.

Au weia, ich muss mich übrigens gerade mal korrigieren. Ich kann in Ausnahmefällen auch Dinge sagen, die ich nicht denke. So geschehen vor einigen Wochen. Da redete jemand mit mir, der mich für jemand anderen hielt. Das wilde, weite Internet macht`s möglich. Nun ja, ich habe mir den Spaß erlaubt, die Person in diesem Glauben zu lassen. Sie hat übrigens erst dann gemerkt, dass sie mit der falschen Person sprach, als ich die Situation nach geraumer Zeit aufgeklärt habe. In diesem Gespräch habe ich wohl eine Million Dinge gesagt, die ich definitiv nicht gedacht habe. Gedacht habe ich ehrlich gesagt die ganze Zeit: „Herrgott, wie kann man so dämlich sein, das jetzt nicht zu merken“. Das Gespräch war übrigens außerordentlich aufschlussreich. Ich weiß jetzt schlimme Dinge über mich, die hätte ich sonst nie erfahren *grins*  Aber ich habe mir das Geläster wirklich sehr, sehr gechillt angehört.

Am Ende des Gespräches hat allerdings dann doch wieder mein Hang, zu sagen, was ich denke, die Oberhand gewonnen. Das Gespräch war dann sehr schnell sehr endgültig beendet.


2. Wirst du immer dort wohnen bleiben, wo du nun wohnst?

Und nochmal ein entschiedenes Nein. Ich wohne hier seit 17 Jahren und so langsam reicht es dann auch. Ich mag das Dorf. Ich mag die Lage des Hauses. Aber ich kann mir definitiv nicht vorstellen, hier alt zu werden. Den Traum vom Eigenheim träume ich nicht mehr. Ich besitze eines und habe festgestellt, dass mich das eher belastet als glücklich macht. Abgesehen davon habe ich den Traum, in Barcelona zu leben, definitiv noch nicht aufgegeben. In ungefähr einem Monat bin ich wieder da und freue mich schon tierisch darauf.


3. Wie klingt dein Lachen?

Nette Menschen behaupten, es klingt ansteckend. Andere behaupten, es sei sehr laut. Wieder Andere behaupten, es sei schwer zu stoppen. Mitten in einem Lachflash kann es schonmal vorkommen, dass ich anfange zu quieken, weil ich wirklich nicht mehr kann. Wenn es ganz dicke kommt und mir die Luft ausgeht, grunze ich auch schonmal. Ehrlich gesagt, ich bin froh, dass ich mein Lachen selbst nicht wirklich höre. Damit müssen andere Menschen klar kommen :-)


4. Was war deine weiteste Reise?

Jetzt so richtig mit Flugzeug und allem Drum und Dran? Oder die Reise zum alternativen Ich? Nehmen wir Ersteres: Das waren Dienstreisen in die USA. Hach, waren das noch Zeiten. Da hat man einfach Urlaub hinten rangehängt und sich die Flugkosten gespart… Weiter bin ich also bedauernswerterweise nie gekommen und selbst meine Kinder sind schon mehr in der Welt herumgekommen als ich *schluchz* Aber ich werde das aufholen, sobald sie ausgezogen sind :-)


5. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird?

Stundenlang durch die Botanik - wahlweise auch durch eine Stadt - latschen. Und lesen. Bei beidem ist mir noch nie langweilig geworden. Im Gegenteil: Man taucht ab in eine andere Welt und geht darin auf. Das kann gar nicht langweilig sein.

So ihr Lieben, das war`s für heute. Und nun gebt es mir und erzählt mir, wo ihr schon so gewesen seid. Ich brauche schließlich noch ein paar Inspirationen, um meinen Kindern irgendwann eine lange Nase drehen zu können :-)

Liebe Grüße

Fran

Kommentare

  1. Ich miss mich immer zügeln um nicht immer rauszuhauen was ich denke. Ist einfach manchmal besser so. Wobei ich Fan der klaren Worte bin. Sieht man ja an Deinem Essensbeispiel, grins.
    Meine weiteste Reise bisher war Thailand und dafür musste ich 51 Jahre alt werden. Aber es gab vorher einfach nicht richtig so ein Fernweh.
    Schönen Donnerstag, liebe Grüße Tina

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    1. Echt? Kein Fernweh? Das ist bei mir schon chronisch geworden, das Fernweh. Zuhause ist es ja schön, aber anderswo ist es irgendwie spannender :-)

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  2. Grins ....die Fragen habe ich Gestern bei Sunny schon beantwortet.Musst jetzt die Kopie nehmen .

    Zu 1 ... ja meistens, ich warne aber auch vorher und frage ob man das wirklich wissen möchte wie ich es sehe .
    zu 2 wenn möglich ja
    zu 3 für viele ansteckend, die meisten lachen mit
    zu 4 Schweden
    zu 5 Garten , kreatives

    LG heidi

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    1. Ich nehme auch Kopien :-) Gern sogar.
      Wie fandst du Schweden? Ich war einmal da - ganz schön viel Land und ganz schön wenig Menschen. Aber hübsch war es. Und in jedem See eine Insel :-)

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  3. Manchmal ist es besser, einfach den Mund zu halten. Als Kind konnte ich das nicht. Was teilweise fatale Folgen hatte. Ansonsten bin ich für klare Kante, aber mit Diplomatie.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Sagen wir es so: Das mit der Diplomatie muss ich manchmal noch lernen. Vermutlich haben sie mich deswegen damals, vor 25 Jahren, nicht im Auswärtigen Amt haben wollen *grins*

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  4. Ich sage nicht alles, was ich denke. Manches muss ich diplomatisch verpacken, vor allem beruflich. Aber das ist auch ok, es ändert ja nichts am Ergebnis.
    Du scheinst ja einen interessanten Chat gehabt zu haben. Ob ich immer wissen will, was so über mich gesprochen wird? Wohl eher nicht, aber wenn sich die Möglichkeit ergibt, würde ich sie auch nutzen.
    Das du nicht mehr so an deinem jetzigen Wohnort hängst, ist verständlich. Zu viel ist wohl inzwischen anders. Ich bin dann mal gespannt, ob du in ein paar Jahren aus Barcelona oder von sonst wo schreibst. Oder eben noch aus dem Norden.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Oh ja, der Chat war aufschlussreich... Und nein, ich möchte definitiv nicht immer wissen, was über mich gesprochen wird. Manchmal ist das amüsant, aber immer? Gott bewahre...
      Bis ich tatsächlich aus Barcelona schreibe, wird es wohl noch bis zur Rente dauern. Blöderweise braucht meine Zeitung keinen Spanien-Korrespondenten... Aber mittelfristig mal für drei oder sechs Monate hinzugehen, das ist zumindest schon mal angedacht.

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  5. Moinmoin,

    ich habe diese Fragen auch gerade in einem Blogpost verwurstet, warte allerdings noch darauf, ob mir Bilder dazu einfallen oder nicht ... darum warst Du jetzt schneller! ;)

    Ich denke übrigens auch emotional - das hast Du richtig schön formuliert! Der Absatz hätte sowieso von mir sein können, vor allem das "Klappt nicht immer, muss ich zugeben."

    Aber sag mal: Hast Du etwa mit "ihr" telefoniert??????

    Liebe Grüße
    Gunda

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    1. Ach, Bilder werden überbewertet ;-) Ich habs ja eher mit dem Schreiben und dem Lesen.
      Und nein, telefoniert nicht. Ich fürchte, meine Stimme geht nicht als männlich durch ;-)

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  6. Ich finde sehr gut, so ein Beitrag: Frage- Antwort. Somit erfährt man mehr über den Blogger und man fühlt sich ihm bisschen näher. Schön geschrieben meine Liebe! Schöne Grüße!

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  7. Also, ich freue mich, dass ich durch dieses Interview dich ein bisschen mehr kennengelernt zu haben! Ein wirklich tolles Interview, danke!
    Ich bin fest überzeugt, dass im richtigen Ton kann man alles sagen. Aber den richtigen Ton zu finden, ist für viele wirklich ein Problem! ;)
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Da hast Du recht, liebe Claudia - ich bekomme das leider (und völlig unabsichtlich) oft auch nicht so richtig gut hin ... ;-)

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    2. Ja, der richtige Ton ist das Problem. Ich arbeite dran :-)

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