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Mein Juni - Von der Ostsee in die Kindheit und zurück


Ein erster Vorgeschmack auf einen wunderbaren Sommer mit Meer und vielen lieben Menschen, das war mein Juni. Begonnen hat er an der Ostsee und geendet hat er auch dort. Zwischendrin gab es allerdings durchaus auch Dinge wie Arbeit. Und einen Ausflug an einige Orte meiner Kindheit.

Aber von vorn: Ein langes Wochenende in Kühlungsborn beschloss den Mai und eröffnete den Juni. Habe ich euch ja schon erzählt. Ein genialer Sommer-Auftakt war das. Ich habe das Meer so sehr genossen, nachdem ich Corona-bedingt ja monatelang nicht hinkonnte. Immerhin das hat nun ein Ende. Also Corona leider nicht, aber das "Einreiseverbot".

Sonnenuntergang von meinem Balkon aus - unbezahlbar.



Sieht ein bisschen aus wie Südsee. Ist aber Meck-Pom.

Und endlich fast unbegrenzte Zeit zum Lesen. Die hatte ich viel zu lange nicht.
Ein wenig Corona gab es zwar auch im Juni noch, aber in meinem Alltag macht sich die Pandemie eigentlich nur noch bemerkbar, wenn ich beim Einkaufen eine Maske trage. Ich arbeite längst wieder im Büro und Homeoffice-Tage sind heiß begehrt. Drei Wochen lang gab es für mich leider keinen einzigen davon, weil mein Stellvertreter Urlaub hatte. Das war auch der Grund dafür, dass es im Mai so wenig hier zu lesen gab. So eine Redaktionsleitung macht dann doch jede Menge Arbeit… vor allem, wenn man sie wochenlang ganz allein macht. Glücklicherweise macht mir mein Beruf noch immer einen Höllenspaß. Ich würde ihn um nichts in der Welt tauschen wollen.

Ohne Corona wäre ich im Juni in Wien gewesen und hätte mich über ein Green Day-Konzert freuen dürfen. Naja, Green Day spielt dort im nächsten Jahr und Wien habe ich einfach mal gegen einen Besuch bei meinem Vater getauscht. Den hatte ich seit Februar nicht mehr gesehen, weil Hochrisikogruppe. Und während ich bisher fast immer an einem Tag hin und zurück gefahren bin, habe ich mich diesmal kurzerhand in einem Hotel eingemietet und das ganze Wochenende in meiner ehemaligen Heimat verlebt. Das Hotel war großartig, vor allem der Pool, den ich für mich ganz allein hatte :-) Kunststück, es waren ganze vier Zimmer belegt. Die meisten Menschen bleiben eben nach wie vor zuhause anstatt sich in der Weltgeschichte herumzutreiben.





Neben der Tatsache, dass ich meinen Vater endlich mal wieder knuddeln konnte, bin ich auf den Spuren von Teenie-Fran gewandelt. Da gibt es nämlich ein altes Schloss - naja, eher ein Herrenhaus - das, als ich im Teenageralter war, unbewohnt und ungenutzt vor sich hin rottete. Und weil Jugendliche ja sehr erfinderisch sind, haben wir natürlich einen Weg in das alte Gemäuer gefunden. Heute sind dort ein Museum und eine Galerie untergebracht und es gibt ein tolles Gartencafé. Und nebenan gibt es immer noch die alte Saline, an der ich schon als Kind herumgeklettert bin. Ich habe gleich mal ausprobiert, ob das noch immer funktioniert :-)

Das besagte Gemäuer. Heute beitritt man es durch diese Tür und nicht durch ein kaputtes Fenster...
Funktioniert immer noch.
Die meiste Zeit des Monats war ich aber natürlich zuhause, wie momentan fast jeder andere auch. Arbeit gab es massenweise, siehe oben und auch ein halbes Jahr nach dem Umzug fühle ich mich hier noch immer unglaublich wohl.

Das Wassergeflügel rund um meine Terrasse und im Park zieht langsam, aber sicher seinen Nachwuchs groß. Im Park explodieren die Blumenbeete und auch auf meiner Terrasse und auf dem Balkon blüht und sprießt es. Der grüne Daumen, den ich im riesigen Garten aufgrund akuter Überlastung nie hatte, kommt langsam zum Vorschein, glaube ich. Und wie auch immer die Wohnung das macht: Selbst wenn draußen 30 Grad herrschen, ist es hier angenehm kühl, trotz riesiger Glasfronten. So kühl, dass man nachts eine Bettdecke braucht.




Nachdem die Kontaktbeschränkungen inzwischen gelockert sind, gab es dann auch den einen oder anderen Besucher, der neugierig auf das neue Domizil war. Endlich wieder Freunde sehen und Besuch bekommen ist einfach wunderbar. Ich habe die Ruhe und Stille im April und Mai sehr genossen, aber genauso genieße ich es jetzt, mich endlich wieder mit Menschen, die mir am Herzen liegen, zu treffen und ganze Nachmittage und Abende auf der Terrasse zu verklönen. Davonn hätte ich bitte in den nächsten Monaten noch viel mehr! Und wenn Kind, groß, dann noch eine Torte für uns backt, dann freu ich mich gleich doppelt. Im Gegensatz zu mir kann sie das nämlich wirklich hervorragend. Während meine Torten eigentlich immer windschief daherkommen und zumindest optisch das Gegenteil eines Genusses sind, ist das Kind scheinbar ein Naturtalent. Immerhin habe ich die Zutaten abgewogen und den Abwasch gemacht.



Stille und Entspannung gab es beim Paddeln. Und weil das Boot dazu bisher nur geliehen war, habe ich inzwischen selbst eines erworben, Bootstaufe inklusive. Das gute Stück heißt „Schiffchenbootchen“. So hat ein Mensch, den ich sehr, sehr gern gehabt hat, jedes Boot genannt, das ihm in die Quere kam. Und mit dem Namen lebt dieser Mensch quasi weiter.

Wenn man gleich von der Terrasse lospaddeln kann und im Prinzip auf diesem Wege bis in die Nordsee kommen könnnte, wäre es quasi Verschwendung, wenn man diese Gelegenheit nicht ergreifen würde und ein eigenes Schiffchenbootchen hätte. Naja, bis zur Nordsee komme ich wohl nicht. Muss ich aber auch nicht. Einmal um die Insel würde auch reichen.




A propos Tour. Ich habe mal ausprobiert, wie sich so ein E-Auto fährt. Ergebnis: Hervorragend. Das könnte ich durchaus öfter machen. Das ist aber wohl ein Projekt für den nächsten Monat :-)













































































































Tja, und da sind wir dann schon am Ende des Monates. Und wieder an der Ostsee. Allerdings nur als Tagesausflug. Und ehrlich gesagt: Es war so voll, dass ich froh war, schon um sieben Uhr morgens losgefahren zu sein und mich mittags wieder verdrücken zu können... 

Liebe Grüße
Fran









Kommentare

  1. Deine Terasse ist einfach genial. Und natürlich dass Du für einen Tagesausflug an die See fahren kannst.
    Dein Juni war trotz viel Arbeit doch ganz schön umtriebig 😄
    Die Torte von Kind groß sieht wirklich sehr lecker aus.
    Wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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    1. Ich habe ihn witzigerweise als gar nicht umtriebig empfunden. Eigentlich wäre nämlich noch viel mehr losgegeben. Dank Corona fiel ja alles flach. Auch meine geliebte Extraschicht, auf die ich mich so sehr gefreut hatte. Naja, nächstes Jahr hoffentlich wieder. Dann darf ich wieder auf Fördertürme klettern und unter Tage staunen. Diesen winzigen Anteil Ruhrpott kriegt man aus mir wohl nicht raus.

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  2. :-) Liebe Fran,
    das klingt ja nach einem sehr schönen Juni!
    Ich habe auch endlich "mein" Meer wieder und freu' mich den Sand zwischen den Zehen zu spüren.
    Gratulation zum neuen Boot, Frau Kapitänin!
    Liebe Grüße
    Claudia :-)

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    1. Ich freu mich so für dich, dass du endlich wieder in deine Lieblingsstadt reisen konntest und das Meer genießen kannst. Auch wenn es nur die Nordsee ist *grins*. Und ich komme bestimmt wieder nach Wien. Das Kind jammert auch schon, dass wir mal wieder einen Ausflug dorthin machen müssen. Diesmal dann aber ohne Test.

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  3. Ahh, ich lese solche Posts immer so gerne! Danke für den schönen Rückblick und die vielen schönen Bilder! Ach bei deinen Bildern merke ich einfach wie dringend ich „Vitamin Sunny-Beach“ brauche. ;)
    Das klingt nach einem sehr spannenden und erlebnisreichen Juni bei dir, liebe Fran! Ich freue mich sehr! Deine Looks gefallen mir auch sehr gut! Die Torte auch.....
    Gratulation zum neuen „Schiffchenbootchen“! :) Klasse, viel Spaß damit!
    Dann wünsche ich dir einen tollen Juli!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Dann ab an den Strand mit dir! Schiffchenbootchen fahren würde ich gern, aber im Moment haben wir hier quasi ständig Regen. Da macht das schönste Boot keine Spaß. Aber nächste Woche wird es hoffentlich besser :-)

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  4. Ich bewundere deine Terrasse immer wieder und kann gut verstehen, dass du dich dort wohl fühlst. Und das Boot ist natürlich das i-Tüpfelchen. Wer hat schon solche Möglichkeiten?
    Auf Kindheitsspuren zu wandeln finde ich auch interessant und ich habe mir im Juni dafür auch Zeit genommen. Elternbesuch inklusive. Was endlich wieder möglich ist.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Eltern nicht besuchen zu können fand ich hart. Denn wenn man der Wahrheit mal ins Auge blickt: In unserem Alter hat man sie, wenn sie überhaupt noch leben, nicht mehr so wirklich lang. Wirklich gruselig fand ich die Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheime. Das muss für die alten Leute so furchtbar gewesen sein.

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  5. Liebe Fran,
    was für ein schöner Monat! Ich finde Kühlungsborn so hübsch. Leider habe ich es bisher nur zu einem Tagesausflug dorthin geschafft, aber wir haben es auf unserer Liste.
    Dein Haus ist ja klasse- mit Schiffchenbootchen Steg.
    Ich hoffe, dein Juli wird genauso schön.
    Viele Grüße
    Nicole

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    1. Ich mag Kühlungsborn sehr. Einer der wenigen Orte, in denen die Bäderarchitektur zumindest zum Teil noch überlebt hat. Die Betonburgen der letzten Jahre in Travemünde etwa finde ich schlimm.

      Die Terrasse und der Steg waren der Grund dafür, dass ich hergezogen bin. Alternativ hätte ich noch ein Hausboot genommen, aber die sind pervers teuer...

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  6. Interessante, dass die Zoe auch so ein Dickes Mittelstück beim Lenkrad hat. Das stört mich unglaublich bei Rudis Tesla. Ich habe so kleine Hände, dass ich es super anstrengend finde, das Lenkrad festzuhalten. Alle meine Autos hatten am Lenkrad quasi eine Vertiefung, wo man den Daumen ablegen konnte ungleichzeitig den Wagen mit Leichtigkeit steuern.
    Bei mir hat sich nichts geändert. Ich arbeite zu Hause, wie fast alle meine Mitarbeiter. Wer mag darf ins Büro, aber immer nur einer von dreien (pro Büro) an einem Tag. Es ist unglaublich viel Arbeit. Ähnlich wie bei Dir. Ich könnte eigentlich von früh bis spät am Rechner sitzen.
    Ich gehe nirgends hin. Zum Einkauf, zum Wertstoffhof und sehe die Nachbarn übern Zaun.
    BG Sunny

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    1. Hm, das Mittelstück hat mich noch nie gestört. Ich halte das Lenkrad eigentlich immer mit der linken Hand links unten. Eine Vertiefung habe ich da noch nie vermisst. Glaub ich.

      Ich bin inzwischen verdammt viel unterwegs, allein schon beruflich. Mit Maske und Abstand und allem Zipp und Zapp. Aber es tut gut.

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