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Ostsee auf Vorrat in einer roten Hose


So, nun ist Hamburg also auch Risikogebiet. Damit sind wir Hamburger dann an der Ostsee in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommernn zumindest als Übernachtungsgäste nicht mehr willkommen. OK, als Tagesgäste dürfen wir wohl noch weiterhin aufs Meer gucken. Aber im Hotel übernachten eben nur, wenn wir einen negativen Coronatest vorzeigen können. Das wiederum kommt für mich eher nicht in Frage, denn für ein profanes Wochenende die Testkapazitäten zu belasten ist vielleicht keine wirklich gute Idee. Muss aber jeder für sich entscheiden.

Es war wohl passendes Timing, als ich im August ein Wochenende in Travemünde gebucht habe. Das ist gerade mal zwei Monate her, aber damals sah die Welt der Corona-Zahlen noch wesentlich ermutigender aus. Ich habe im Sommer tatsächlich nicht damit gerechnet, dass die Zahlen so schnell wieder so hoch steigen würden. Und auch wenn der eine oder andere es vermutlich völlig verantwortungslos findet, wenn ich jetzt noch einen Wochenendtrip an die Ostsee unternommen habe, dann ist das eben so. Ich musst keine kranken Verwandten besuchen, es gab keinen zwingenden Grund für diesen Trip. Ich bin trotzdem gefahren. Weil ich Lust dazu hatte. Mit dem Auto und den gebotenen Vorsichtsmaßnahmen. Und mit dem Gedanken daran, dass das vielleicht der letzte Trip für das nächste halbe Jahr sein wird. Also bitte jeder nur ein Stein :-)


Aber es ist wie es ist und nach drölfzig anderen Städten in Deutschland ist dann jetzt wohl auch Hamburg ein Risikogebiet. Da braucht es also quasi ein Warnschild, wenn ich als Hamburgerin des Weges komme ;-) Ein Schild hatte ich gerade nicht parat, aber immerhin eine rote Hose und die ist fast so gut wie ein Warnschild.


Wer hier schon länger liest weiß vermutlich ziemlich genau, dass ich nicht wirklich ein Fan von „bunt“ bin. Meine Lieblingsfarben sind allesamt anerkannte Nicht-Farben wie schwarz, weiß, beige oder irgendwas, was nach Erdferkel aussieht. Dazu gern mal blau. Oder beige. Ach ja, grau wäre auch noch reichlich in meinem Schrank vorhanden. Naja, und beige :-) So richtig farbenfroh werde ich vorzugsweise im Frühling, wenn mir die Nicht-Farbenn ganz schrecklich auf den Senkel gehen. Dann trage ich auch schonmal rot.


Eine Ausnahme allerdings mache ich regelmäßig. Ich trage gerne mal rote Hosen https://fran-tastic-world.blogspot.com/2019/03/rot-und-wei-heit-fruhling.html  und da ist mir auch die Jahreszeit ziemlich egal. Ganz in rot gibt es mich allerdings nur sehr selten. In der Regel kombiniere ich die roten Hosen mit unschuldigem Weiß oder mit - genau, beige. Rote Lederhosen sind ohnehin ziemlich, sagen wir auffällig. Also kam die weiße Bluse in der langen Version dazu und, weil immerhin Herbst ist, auch wenn sich das gar nicht so anfühlte, ein Trenchcoat. Roter Rucksack auf den Rücken und fertig.








So habe ich also eine große Dosis Ostsee auf Vorrat für die nächsten Monate genossen. Sogar die Sonne hat mitgespielt. Eigentlich würde ich ich jetzt gern für die nächsten Wochen einigeln, aber dummerweise werde ich zumindest in den kommenden zwei Wochen täglich im Büro sein müssen. Und ehrlich gesagt vermute ich, dass da die Gefahr einer Virusinfektion höher ist als in einem halb leeren Hotel an der Ostsee…


Liebe Grüße

Fran


Kommentare

  1. Herrlich die Fotos und Du in der roten Hose. War mir so klar dass Du auf diese Leiter steigst als ich das erste Bild gesehen habe. 😁
    Rot mit Weiß schön frisch. Ordentlich durchgewedelt wurdest Du auch.
    Ich werfe keine Steine, vorzugsweise auf Niemanden. Ich bin im Urlaub auch sicherer als im Alltag. Trotzdem würde man mir gern privat dann alle Unternehmungen aberkennen. Was mir ein wenig seltsam erscheint.
    Gibts noch Orte mit mehr als 5 Einwohnern die kein Risikogebiet sind? Es wird immer enger.
    Froh bin ich dass die Tests bei bisher allen Infektkranken unter unseren Patienten negativ ausfallen. Unsere Gartenstädter sind wohl brav und halten sich an Regeln. Ich hoffe das bleibt so.
    Bleib gesund Fran. Schönen Dienstag, liebe Grüße Tina

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    1. An dem Geklettere sind meine Kinder schuld! Ehrlich. Bevor ich welche hatte, hätte ich sowas niemals getan. Aber die lieben jungen Damen haben mich mit ihrem Hang, auf alles raufklettern und runterspringen zu müssen, angesteckt. Ich bin quasi hilflos :-)

      Und das ist es tatsächlich: Ich fühle mich an einem solchen Wochenende tatsächlich sicherer als an einem ganz normalen Arbeitstag, an dem ich mit gut 20 Mitarbeitern auf einer Etage arbeite, pro Tag drei Konferenzen in meinem Büro stattfinden, ich zwei Ratstermine habe und ich im schlimmsten Fall auch noch im Schienenersatzverkehr stecke. An einem Wochenende im Hotel kommt mir kein Mensch jemals so nah wie im beruflichen Alltag. Einer der Gründe, weshalb ich die Ostsee im Herbst und Winter so liebe. Da ist nix los.

      Ich drück die Daumen, dass eure Patienten weiterhin verschont bleiben. Hier hat es gerade wieder mal ein Altenheim erwischt. Neun Tote in zwei Wochen. Der Aluhut würde wohl sagen, dass die ja ohnehin gestorben wären. Wären sie wohl auch, irgendwann. Aber eben nicht jetzt.

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    2. Ach Du lieber Himmel. Das ist ja eine Katastrophe. 9?!
      Tatsächlich ist das Risiko im Beruf viel höher. Im Urlaub an der See wären wir sicher Fran. Da ist das Klettern also auch so eine Art Ansteckung 😂
      In dem Fall hier hätte ich es wohl geschafft den Rucksack ins Wasser zu katapultieren. Du machst das echt gut, 😁
      Liebe Grüße Tina

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  2. Von Deinem Ausflug wirst Du noch lange zehren. Ja, es geht zurzeit ziemlich rasant. In einem Hotel in Timmendorfer Strand gibt es einen Corona-Ausbruch, wie Du ja sicherlich verfolgt hast. Nicht unter den Gästen, sondern unter den Mitarbeitern. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. Deshalb kann ich die momentanen Beschränkungen gut nachvollziehen. Ob ein Beherbergungsverbot zur Reduzierung der Infektionszahlen beiträgt bleibt fraglich. Ich würde dann grundsätzlich eine Weile auf Reisen verzichten. Da steht für mich Solidarität an erster Stelle.

    Deine rote Hose leuchtet jedenfalls mit der Sonne um die Wette. Schön, dass Du die Ostsee noch unbeschwert genießen konntest.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ja, ich habe es verfolgt. Die Vorsichtsmaßnahmen gelten ja nun für die Gäste eines Hotels, weniger für die Mitarbeiter. An meinem Arbeitsplatz gibt es weit weniger Vorsichtsmaßnahmen als in jedem dahergelaufenen Hotel... Ich schätze, dass die Gefahr, mich an einem ganz normalen Arbeitstag zu infizieren, weit höher liegt als an einem Tag an der Ostsee.
      Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, in ein Flugzeug zu steigen oder in einen Zug, ehrlich gesagt. Eine Busfahrt in der vergangenen Woche hat mir schon gelangt. Den Rückweg habe ich zu Fuß gemacht, weil es einfach unerträglich war. Da war ich auch mal solidarisch ;-)

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  3. Liebe Fran,
    ich weiß aus unserem Austausch, wie umsichtig und verantwortungsvoll gerade du mit der Situation umgehst. Deshalb finde ich es auch so ok, wie du es machst. Denn das hat nichts mit Highlife, Party und Verantwortungslosigkeit zu tun. Deshalb keine Steine- denn wenn alle das im Alltag so handhaben wie du, dann wäre für vieles gesortg.
    Liebe Grüße und pass auf dich auf
    Nicole

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  4. Nein, du bekommst keine Steine von mir und ich hasse diese Steine, die in letzter Zeit ins Internet geworfen wurden, bei jedem, der beschließt, etwas draußen zu tun (trotz aller Vorsichtsmaßnahmen) außer nur drinnen zuhause zu bleiben, ohne das Sonnenlicht zu sehen. Aber das ist ein anderes Thema…
    Heute ist deine schöne rote Hose im Fokus! Die Hose sieht einfach klasse aus und steht dir jedenfalls toll! Ich mag ja so Eyecatcher. Mit der weiße Bluse und der Tasche als Accessoire hast du den Look echt gut abgerundet.
    Liebe Grüße,
    Claudia

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  5. Na, komm schon, wenn's nur einen mickrigen Stein für jeden gibt (:-))) werf ich den dann lieber quer links übern Atlantik, in der Hoffnung, der kommt da noch vor dem 3.11. an... ;-)))) Im Ernst: (verbale) Steine, die geworfen werden, finde ich äußerst beknackt, vor allem, weil es daran liegt, dass es Menschen gibt, die scheinbar selbst entweder keine Verantwortung übernehmen oder denken, dass sie selbst die einzigen sind, die sich schützen (wollen). Und um sich noch heiliger erscheinen zu lassen, brauchen die halt wen, der an der 2. Welle schuld sein soll, seien es die Feierwütigen, die Urlauber, die Ausländer (die sind immer gerne schuld!).... ich sag Dir was: rote Hosen helfen da sehr! Alles was ich je über Farbwirkung gelernt hab (und das ist eine Menge) sagt mir, dass wir ganz dringend alle eine rote Hose brauchen in diesem Winter!
    Deine ist superklasse, und mit dem Rucksack und dem Hemd/Mantel kombiniert: sehr schön schaut das aus.
    Lass uns einfach hoffen, das ist der letzte "lange" Winter... den ich übrigens auch liebend gern im Homeoffice verbringen würde, glaub mir, nur würd ich dann dummerweise kein Geld verdienen. Blöd gelaufen...
    Liebe Grüße, Maren

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