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November - ungeliebt und trotzdem schön



So, nun ist er vorbei. Der Monat mit dem wohl miesesten Image ever. Trüber als der Angebermonat Oktober. Kalt, aber noch weit entfernt vom Winter. Dunkel, aber noch weit entfernt vom Lichterglanz des Dezember. Ein Schmuddelmonat eben.


Und wisst ihr was? Er war nur halb so schmuddelig und ungemütlich wie ein durchschnittlicher November. Scheint so, als hätte uns das Wetter ein wenig darüber hinwegtrösten wollen, dass unser Bewegungsradius wieder mal etwas kleiner geworden ist. Und weil Jammern ohnehin nicht hilft – weder gegen Lockdowns noch gegen Viren – hatte ich trotz oder wegen des Novembers eine ganze Menge toller Momente. Und das, obwohl ich es ganz schön mies finde, dass es nachmittags um vier schon dunkel wird. Aber sehen wir es positiv: In drei Wochen haben wir das Schlimmste überstanden und die Tage werden länger.


Im Moment sind sie aber noch arg kurz und deshalb bin ich durchaus froh, dass ich nicht zu nachtschlafender Zeit anfangen muss zu arbeiten. Also kann ich meine morgendliche Runde durch den Park bei Tageslicht machen. Naja, außer an den Tagen, an denen ich definitiv nicht aus dem Bett komme und die Runde abends mache. Dann ist es ein bisschen unheimlich, aber das beleuchtete Wasserwerk ist trotzdem toll. Und sein wir mal ehrlich: Wer mich abends im Park klaut, wird ziemlich schnell merken, was er sich aufgehalst hat und mich sehr schnell wieder aussetzen…







Einen winzigkleinen Ausflug an die Ostsee musste ich übrigens trotz Lockdown unternehmen. Es war mächtig kalt, mächtig windig und furchtbar leer. Und weil es überdies ein sehr nebliger Tag war, war die Stimmung unglaublich morbide. Auf der Strandpromenade in Travemünde, wo normalerweise ganz viele Menschen unterwegs sind, waren gerade mal eine Handvoll unterwegs. Die Hotels und Cafés warem allesamt verrammelt. Selbst die Möwen guckten unglaublich hungrig. Wenn man dann durchgefroren nach einem Strandspaziergang nichtmal einen Kaffee bekommt, weil halt alles geschlossen ist, ist das – blöd. Wenn man dann normalerweise in einem der Hotels oder Cafés arbeitet, ist das vermutlich noch viel blöder…







Der nächste Ausflug ging also nur noch bis zum Hafen, da bin ich in einer Viertelstunde wieder zuhause, wo meine Kaffeemaschine steht. Und das Wetter war auch viel schöner :-) Leer war es trotzdem. Ich weiß nicht, wie es bei euch so ist, aber der Hamburger an sich bleibt zurzeit eher zuhause. Selbst beim Geschenkeshopping in der City war kürzlich absolut nichts los. Dafür gab es schöne Fotos vom beleuchteten Rathaus.








A propos zuhause: Wir haben im Büro jetzt eine strukturierte *grins* Homeoffice-Lösung gefunden, die tatsächlich bisher hervorragend klappt. Das bedeutet für mich, dass ich erstmal die Hälfte meiner Arbeitstage zuhause verbringe. Bisher habe ich dafür die Lounge-Küche genutzt, aber irgendwann war es dann doch etwas blöd, wenn während der Zoom-Konferenzen ständig hinter meinem Rücken ein Kind auf der Suche nach Nahrung herumschlappt. Meine Kollegen können zwar inzwischen die Damen hervorragend auseinanderhalten und grüßen dann auch recht freundlich, aber ich kriege regelmäßig Hunger, wenn die ihre voll belandenen Frühstückstabletts an mir vorbeitragen, ohne abzugeben. Also habe ich mir in dem mangels Gästen zurzeit leeren Gästezimmer ganz oben eingemietet. Da darf ich dann auch das Klingeln der Paketboten ignorieren und warten, dass jemand anderes nach unten hechtet, um meine Bestellungen entgegen zu nehmen :-)








Ach ja, ich habe es tatsächlich geschafft: Ich habe meine gesammelte Weihnachtsdeko in der Wohnung verteilt – so furchtbar viel ist es allerdings auch nicht – einen Adventskranz gekauft (ja, gekauft. Fürs Basteln habe ich weder Zeit noch Nerven) und Terrasse und Balkon leuchten, wenn ich abends nach Hause komme. Und zumindest alle Dinge für den Adventskalender habe ich zusammen. Ungefähr die Hälfte der Weihnachtsgeschenke ebenfalls. Die ersten Kekse sind ebenfalls gebacken und das beste Rezept für Ginpunsch und Gincocktails ist auch gefunden. So früh war ich noch nie. Ich glaube, ich erlege mir im nächsten Jahr einen ganz persönlichen Lockdown auf.








Ha, und dann war da noch ein absolutes Highlight: Mein Fahrrad ist da. Angekündigt war es eigentlich für Ende Dezember und jetzt ist es schon da *in Kreis grins*. Ich werde euch also künftig auf Instagram mit Radtouren zuspammen, dass euch Hören und Sehen vergeht. Mehr über mein „Seniorenrad“ gibt es hier in den nächsten Tagen.





Liebe Grüße

Fran

Kommentare

  1. Guten Mirgen Fran, ich würd mal sagen läuft bei Dir 😊 Der November war echt nicht schlecht. Hatte tolle Tage. Heute am 1. Dezember liegt hier Schnee! Der Weg zur Arbeit wird weiss glitzern.
    Dezember ich kanns kaum glauben, dieses verrückte Jahr geht zu Ende. Und das neue beginnt hoffentlich nicht wie das alte aufhört. Weisst ja ich warte auf DEN Impfstoff .
    Deine Häuserweihnachtsdeko finde ich einfach zauberhaft. Und dass Du draußen Lichter hast. Due dunkle Jahreszeit kann man nämlich super schön hell ausleuchten und dann glitzert alles. 😁
    Eine schöne Woche wünsche ich Dir, liebe Grüße Tina

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    1. Es könnte zumindest wesentlich schlimmer laufen. Schnee hätte ich gern, aber hier gibt es wie üblich nur Nieselregen und grauen Himmel. Hamburger Schmuddelwetter eben.
      Den Impfstoff hätte ich auch gern... der wird vieles einfacher machen. Lichter draußen sind ein absolutes Muss. Ohne Lichter ist mir so ein Winter zu dunkel.

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  2. Liebe Fran,
    ja, ich gebe zu: der November hat an sich gearbeitet ;). Wahrscheinlich war er bei der Imagepflege. Dein Tablett mit den Häuschen ist entzückend.
    Euer beleuchtetest Wasserwerk auch.
    Ich freue mich, dass du jetzt Home-Office genießen kannst und mach es!
    Mit dem Fahrrad wünsche ich dir viele schöne Touren und eine leuchtende Vorweihnachtszeit.
    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Ich schätze, der November will sowas wie ein Oktober werden. Meinetwegen kann er das gern, aber ich würde sagen, er sollte noch eine zweijährige Probezeit haben. Wenn er sich benimmt, befördern wir ihn :-)

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  3. Schön, dass der November und Du fast Freunde wurdet. So lebt es sich doch einen Monat lang besser im Jahr.
    Dein Ausflug an die Ostsee klingt frostig und wie Du schon schreibst, für die, die dort eigentlich arbeiten und Kaffee servieren wollen, ist alles noch viel blöder.
    Bei uns ist der Inzidenzwert derzeit viel zu hoch und so müssen wir hier in Nürnberg ab heute noch mehr zuhause bleiben als sonst schon... nennt sich Ausgangsbeschränkung. Gestern war ich noch mit einer Freundin spazieren, morgen geht das nicht mehr. Keine guten Dezember-Aussichten. Aber bei uns leuchtets auch im und ums Haus, das tröstet.
    Deine Weihnachtsbeleuchtung ist auch wundervoll und so macht Homeoffice bestimmt richtig Freude.
    Einen schönen Dezember wünscht
    Sieglinde

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    1. Ich hab es gehört, Ausgangssperre in Nürnberg - das ist ganz schön blöd. Hamburg liegt in der Inzidenz tatsächlich schon unter 100. Das ist ein Riesenfortschritt, über den ich sehr froh bin. Und ja, die Lichter sind toll. Ich liebe es, wenn am 1. Adventswochenende alles beleuchtet wird.

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  4. Viele schöne Novembermomente. Und wie du schon sagst: Jammern hilft nix. Hier war der November ziemlich nebelig, aber das ist ok. Gehört irgendwie dazu. Da meine Jüngste im November geboren ist, freuen wir uns auch auf diesen Monat. Ich persönlich finde den Februar übrigens „schlimmer“.
    Von den Lichthäusern bin ich ganz angetan. Ich glaube, so etwas brauche ich auch noch. Würde hier gut reinpassen.
    Der Dezember hat mich heute mit Schnee begrüßt. Eigentlich schön, wenn ich nicht eine Stunde im unfallbedingten Stau gestanden hätte und die Straßen total vereist gewesen wären. Aber ich bin dann irgendwann im Büro angekommen- unbeschadet :)
    Schöne Grüße
    Andrea

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    1. Stimmt, der Februar ist schlimm. Aber immerhin ist er kurz. Dafür meist elend kalt. Aber der Frühling ist quasi schon in Reichweite :-) Die Häuser sind von Räder, die gibt es in ganz vielen Größen und Varianten. Ich habe inzwischen ein ganzes Dorf, das überall verteilt ist.
      Schnee hätte ich gern, so für ein paar Tage. Ich muss ja gerade nicht ins Büro fahren, da würde das schon passen.

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  5. Herzlichen Glückwunsch zum Bike und allzeit gute Fahrt. Schön, dass Du jetzt mehr im Homeoffice arbeiten kannst. Bei uns bleiben die Leute auch zu Hause.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Naja, mehr ist relativ. Jetzt wieder zwei Wochen Büro. Aber entweder mein Stellvertreter oder ich müssen halt vor Ort sein. Also werden es maximal 50 Prozent Homeoffice.

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  6. Das war ja ein guter November, liebe Fran! Es ist aber auch schön zu sehen wie eine persönliche positive Einstellung ein riesen Unterschied macht. Ich bin auch gespannt über den Post von dein selbst gekauftes Weihnachtsgeschenk, das Fahrrad sieht ja toll aus, und dann noch mit einer Tasche die farblich perfekt dazu passt, genial!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Ja, der November war eigentlich richtig schön. Und der Dezember wird noch schöner :-) Dass die Taschenfarbe so gut passt, ist absoluter Zufall. Aber ich fand es witzig. Und da ich ja keinen Gepäckträger habe, muss es halt mal wieder ein Rucksack sein :-)

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  7. Stimmt. Auch hier war das Wetter genädig. Zudem musste ich nicht raus. Aber hin und wieder kam er trotzdem hoch, der Novemberblues.
    Ich bin ja hier aktuell in einem weihnachtsdekofreiem Haushalt untergekommen. Kann Deine hübsche Deko also nur aus der Ferne genießen. Wenn ich Euch und die Social Media nicht hätte, würde ich es vermutlich gar nicht mitbekommen, dass Weihnachten vor der Tür steht. Lebkuchen esse ich schon seit September. Das ist ja schließlich schon lange kein Indiz mehr. Möglicherweise merke ich erst, wenn ich ins Netz gehe, dass Heiligabend ist... wir werden sehen.
    BG Sunny
    BG Sunny

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    1. Lebkuchen esse ich auch schon seit September, aber im Moment mehr als vorher :-) Die Weihnachtsvorbereitungen sind in diesem Jahr irre entspannt, finde ich. Ich plädiere dafür, alle Weihnachtsfeiern 2021 in die Monate Januar bis März 2022 zu legen, damit da nicht wieder die olle Hektik aufkommt.

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