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Da war doch noch was – der März-Rückblick



Dass meine Monatsrückblicke eher spät kommen, wisst ihr ja schon. Diesmal ist es quasi später als spät geworden. Aber bevor der März fehlt, gibt es ihn halt Mitte April. Der 15. eines Monats ist meine persönliche Deadline und die halte ich immerhin.

Eigentlich fing er ganz schön an, der März. Mit Vorbereitungen für den Redaktionsumzug, mit mächtig kaltem Wetter und mit einer ganz kleinen Vorahnung von Frühling. Außerdem sah es Anfang März tatsächlich so aus, dass ein paar Dinge in Sachen Corona gelockert werden können. Äh ja, decken wir besser den Mantel des Vergessens darüber. Über das Wetter gleich mit, denn so richtig wollte der Frühling erstmal nicht um die Ecke kommen.







Aber immerhin durfte ich Mitte März endlich wieder zum Friseur! Ein echtes Highlight in diesen Tagen. Ich war inzwischen sehr genervt von den „langen Zotteln“, weil mich das allmorgendliche Föhnen immerhin knapp zehn Minuten kostete. Meine Töchter grinsen immer nur vielsagend, wenn ich mich über die schrecklich lange Föhndauer beschwere. Aber im Ernst: Das sind täglich zehn verschendete Minuten meines Lebens!





Im Prinzip war der Monat also auf dem besten Weg, ein schöner Monat zu werden. Irre gefreut habe ich mich über ein Päckchen von Tina, die einen neuen Besitzer für ihre blauen Plateau-Sneaker gesucht und in mir gefunden hatte. Die sind sowas von bequem und passen wie angegossen. Manchmal ist es eben doch gut, auf großem Fuß zu leben :-) Liebe Tina, ich sie nochmal ganz, ganz herzlichen Dank!





Dann kam der Tiefschlag. Ich hatte mich sehr auf den 90. Geburtstag meines Vaters gefreut und auch wenn diesmal kein großes Familientreffen möglich war, habe ich mich trotzdem auf den Geburtstagsbesuch bei ihm gefreut. Dann rief nur eine Woche vor dem Geburtstag meine Schwester an und erzählte mir, dass unser Vater gerade ins Krankenhaus gebracht worden war. Wir sollten uns keine Sorgen machen, so die Auskunft aus der Klinik. Also blieb ich, wo ich war und rechnete damit, dass er ein paar Tage später wieder zuhause sein würde. Am nächsten Morgen dann die Nachricht: Papa ist gestorben. Und statt zu feiern haben wir ihn an seinem Geburtstag beerdigt. Und natürlich weiß man, dass jemand, der 90 Jahre alt ist, nicht ewig leben wird. Vorbereiten kann man sich auf sowas nicht. Was bleibt, ist eine große Lücke.





Der Rest des Monats war dann auch nur noch so lala. In normalen Zeiten hätte ich mich wohl gefreut, endlich wieder mal ein Wochenende wegzufahren und in einem Hotel zu übernachten. Völlig ungewohnt sowas. Wir waren die einzigen Gäste dort und irgendwie fühlte sich das ein wenig spooky an. Trotzdem hat man sich rührend um uns gekümmert und ich freue mich schon sehr darauf, wenn irgendwann wieder fröhlichere Wochenend-Trips möglich sein werden.






Zuhause gaben meine Terrassen-Enten alles, um mich aufzuheitern. In das wunderbare Nest, das ich für sie vorbereitet hatte, sind sie aber leider nicht eingezogen. Stattdessen haben sich die treulosen Vögel für die Terrasse meiner Nachbarn als Wohnsitz für ihren künftigen Nachwuchs entschieden. Tja, der Ente Wille ist ihr Himmelreich… Alles gegeben hat auch Claudia, die mich mit einem ganz wunderbaren Geschenk anlässlich ihres Blog-Geburtstags überraschte: Eine selbstgemachte Etagere und ein hübsches Lesezeichen samt leckerer Schokolade purzelten aus ihrem Paket :-) Danke, Claudia!





Und dann gab es sogar tatsächlich so etwas wie Frühling und ich durfte endlich wieder in Shorts mit einem Aperol am Seeufer sitzen - ziemlich genau einen Tag lang. Also setze ich mal all meine Hoffnung auf den April :-) Der kann nur besser werden als der März.


Liebe Grüße

Fran

Kommentare

  1. Oh jeh der April, legen wir den Mantel drüber, im wahrsten Sinne des Worten und zwar den Wintermantel. 😂
    Ich weiß dass 90 Jahre ein gelebtes Leben sind und dennoch tut das sehr weh und kam doch unverhofft in diesem Moment. Mein Beileid.
    Ich bin froh dass Dir die Sneaker passen, denn die sind einfach zu schade für im Schrank ihr dasein zu fristen.
    Tatsächlich ist es immer noch furchtbar gruslig wenn man mal um die Welt schaut. Ich war gestern auf der Suche nach einem Reiseland, öhm ja, mittlerweile erwäge ich ja Länder zu bereisen die ich nie auf dem Schirm hatte, aber nix. Nochmal abwarten.
    Wir haben erneut positive Fälle, parallel zum impfen. Irre ich dachte so das hab ich joch nie erlebt eigentlich. Okay bei Gürtelrose vielleicht, da impfe ich den einen und der andere hat es. Aber sonst?! zum Glück nicht.
    Familie mit Kind von Kind bis Eltern bis Großeltern in meinem Alter. Alle positiv. 7 Personen auf einen Streich. Und noch eine junge Familie, Kind mit Eltern in den 30igern. Getestet nur der Vater, an diesem Tag, die Mutter fühlte sich nicht zu schlecht und ging arbeiten! Puh man müsste dringend auch junge Familien impfen.
    Dazu parallel gehen die Leute grad zum Arzt als gäbe es kein Morgen mehr. Da werden alle Fachärzte noch mit abgeklappert, denn sonst kann man ja nicht viel machen. Finde den Fehler.
    Huch sorry ich nutze hier deinen Rückblick um zu meckern. Ich hab immer das Gefühl durch Deinen Beruf interessiert Dich das. Ansonsten hüpfe einfach zu Liebe Grüße Tina 😬

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    1. ich wühle auch ständig nach Ländern, die mich nehmen würden... aber umgeimpft wird das wohl eher nix, weil ich mich ohne Impfung nicht in ein Flugzeug trauen würde, Test hin oder her. Ich habe Anfang Juni eine Woche, in der ich gern was anderes sehen würde. Holland wäre toll! Ich möchte soooo gern wieder nach Den Haag.
      Hm. Junge Familien impfen? Mit Priorität? Dazu habe ich nicht wirklich eine Meinung. Aber eins weiß ich: Wenn ich mich nicht wirklich gut fühle, gehe ich im Moment garantiert nicht arbeiten. Und schon dreimal nicht, wenn da irgendein Verdacht in der Familie besteht. Du ahnst nicht, wie oft ich bis Januar mit dem Hintern zuhause geblieben bin, wenn das Kind wieder mal Corona-Kontakt hatte und sich nicht dolle fühlte.
      Dass die Leute die Zeit nutzen, erstmal eine Ärztereise anzutreten - ohne Worte. Die haben doch den Schuss nicht gehört.
      Und ich freu mich über deine Berichte sehr! Ist immer gut, das alles mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.

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  2. Liebe Fran,
    so ist das mit diesem Lebensding: Du weißt, dass es endlich ist, du weißt dass dieser Tag kommen wird. Aber eine Vorbereitung gibt es nicht wirklich. Wird es wohl auch nie.
    Enten sind sehr eigenwillig, bei Freunden von uns haben sie sich auf dem Balkon eingemietet und die überlegen, wie sie die Kinder 10m in die Tiefe befördern- Ich habe Kopfkino wie er den Kindern das Schwimmen beibringt. Ich muss sagen, bisher erfüllt der April meine Erwartungen leider nicht. Hilft nichts, da müssen wir durch.
    Atmen wir den schönen Tag im März und freuen uns auf alle und alles, die und was noch kommen und kommt.
    Genieß den halben April.
    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Nein, es wird nie eine Vorbereitung geben. Die gab es bei meiner Mutter auch nicht, obwohl wir ziemlich genau wussten, wann sie sterben würde. Vorbereitet ist man auf sowas nicht.
      Uaaaah, auf dem Balkon? Das wird heikel. Das Problem hatten meine Nachbar im vergangenen Jahr in ähnlicher Weise. Da war es kein Balkon, sondern "nur" ein tiefer Blumenkübel. Das Ergebnis war dann ein Entenküken, das übrig blieb und per Hand aufgezogen wurde.
      Und der Frühling, der kommt! Also vermutlich auch nicht so wirklich dauerhaft im April. Aber dann halt im Mai :-)

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  3. Eigentlich waren früher oft der März und der April recht kühl. Wir sind es nur nicht mehr so gewohnt die letzten Jahre. Und natürlich möchten wir gerade in dieser Corona-Zeit einen anderen Frühling, wo wir so viel draußen sein müssen, wenn wir jemanden treffen. Nie war ich soviel draußen wie diesen ganzen Winter und Frühling und nie habe ich soviel frieren auf mich genommen.
    Dass der März für Dich so schmerzlich wird noch dazu, das ist schon besonders traurig. Gut, dass Du Deine Töchter hast in Deiner Nähe und nicht allein durch alles musst.
    Nun hoffen wir auf die zweite Aprilhälfte und dass es einfach etwas wärmer wird.
    Der Frühling selbst ist ja schon da und es grünt und blüht überall.
    Herzlich grüßt Dich, Sieglinde

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    1. Ach, irgendwann wird es auch wärmer. Was lange währt, wird endlich gut :-) Bis dahin freue ich mich einfach über jeden einzelnen Sonnenstrahl!
      Überleg mal, wie schrecklich das wird, wenn wir im nächsten Jahr wieder den ganzen Tag in Innenräumen hocken. Ich glaube, ich bleibe einfach weiter draußen.

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  4. Ich finde das Wetter an sich, mit dem Schnee, dem Regen und der Sonne, die sich mal wieder blicken lässt, sooo ungewöhnlich jetzt auch nicht. Ungewöhnlich fand ich allerdings die wirklich warmen Temperaturen, dies nach meinem Geburtstag gab. Aber wie gesagt, der Winter war sehr zaghaft. Das bissal Schnee was es gab.... und der jetzt, der fällt und fällt zwar, bleibt aber zum Glück nicht liegen. Schneeschauer ohne Schaufeln. Cool.
    Ich glaube ja, dass es schneit, damit die Leute sich darüber aufregen können. Und nicht unbedingt immer über das andere Thema.
    Wenn ich das so sagen darf, Du lächelst wie Dein Pa. Und wenn ich das so überschlage, hat er vielleicht sogar am selben Tag Geburtstag wie ich. Allein schon deshalb muss er einfach eine coole Socke gewesen sein. Ich glaube Dir aufs Wort, dass Du ihn sehr vermisst.
    Lass Dich von den Enten trösten. Ich drücke Dir die Daumen für viele schöne Stunden auf Deiner wunderbaren Terrasse.
    BG Sunny

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    1. Nö, soooo ungewöhnlich ist es nicht. Aber der Frühling hätte ja einfach tun können, was er im letzten Jahr getan hat. War schon deutlich angenehmer als im Moment. Immerhin gibt es hier keinen Schnee mehr.
      Mein Dad hatte am 22.3 Geburtstag. Und ja, er war ne coole Socke.

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  5. Dass der März für Dich alles andere als schön war, glaube ich Dir aufs Wort. Hinzu kommt noch die für uns alle ungewöhnliche Kälte. In den letzten Jahren war es doch recht warm (was auch nicht normal ist). Mir sitzt die Kälte jedenfalls total in den Knochen. Ich könnte glatt in den verlängerten Winterschlaf gehen. Hoffen wir mal das Beste, dass es jetzt aufwärts geht mit dem Frühling.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Inzwischen wird es ja schon ein bisschen wärmer. Jede Woche ein Grad mehr oder so. Das wird!

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  6. Je älter ich selbst werde, desto weniger "alt" kommt mir 90 vor. Die Zeit vergeht ja auch so schnell... aber klar, wir sind alle irgendwann dran. Und vorbereitet ist man nie, wenn jemand stirbt. Es ist einfach traurig.
    Die frechen Enten hingegen heitern Dich hoffentlich ein wenig auf! Und die Friseurbesuche. In Bayern mussten die Schuhgeschäfte ja wieder öffnen laut Gerichtsbeschluss - und ich war neulich mal Schuhe shoppen, das war ein Traum. Einfach so in ein Geschäft zu gehen... Wahnsinn! Tolles Gefühl.
    Ich glaube den März/April, den wir heuer haben ist der, der "eigentlich normal" ist. Aber der Frühling kann sich ja nicht ewig zieren... der kommt schon noch raus und geht dann, fürchte ich, sofort in den Hochsommer über.

    Liebe Grüße Maren

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    1. Geht mir ähnlich: 90? Da geht noch was! Naja, zumindest manchmal. In diesem Fall halt nicht.
      Schuhgeschäfte sind offen in Bayern? Hat das auch was mit Würde zu tun? Ich finde die unterschiedlichen Regelungen echt irritierend. Naja, wir haben Tschentscher. Wir dürfen gar nix. Immerhin wirkt es.

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  7. Ja, deinen Monat war nicht der freudigste, aber ich bin froh, dass ich dafür verantwortlich war, mindestens ein paar Minuten Lächeln auf deinem Gesicht zu zaubern.
    Mit Sicherheit wird der Monat April besser und Aperol-&-Shorts-Stunden werden häufiger sein.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende!

    PS. Interessant, du siehst deinem Vater sehr ähnlich!

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    1. Ich war, seitdem ich denken kann, das Papa-Kind der Familie :-) Und danke nochmal für die schöne Etagere!

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