Direkt zum Hauptbereich

Ich will Sommer!





Vorfreude auf den Herbst? Vermutlich ziemt sich das für jeden Blogger, der was auf sich hält. Nicht dass ich nicht was auf mich halten würde - aber Vorfreude auf den Herbst macht sich bei mir nun wirklich nicht breit. Selbst dann nicht, wenn es hier gerade ständig stürmt und regnet. Der Herbst kann warten. Ich will endlich Sommer! Ihr wisst schon, so einen Rudi-Carell-Sommer: „Ein Sommer wie er früher einmal war“ *träller*


Stattdessen macht mich meine Wetter-App täglich aufs Neue fertig: Ziemlich genau bis zum Dienstagnachmittag prophezeit sie für den Mittwoch ganz viel Sonne. Und wenn am Mittwoch der Wecker klingelt, höre ich den Regen schon im See rund ums Haus plätschern. Falls also irgendjemand einen kleinen, herrenlosen Sommer findet, der möge ihn bitte zu mir schicken! Ich würde ihn auch bis zum Jahresende durchfüttern, ehrlich!


Glaubt es oder glaubt es nicht, aber ich habe in der vergangenen Woche einen Pullover getragen. Ein Pullover Anfang August! Ist das nicht furchtbar? Der Pullover ist schön, das haben mir an diesem Tag mindestens drei Menschen bestätigt. Aber ich WILL keinen Pullover im Hochsommer.


Aber sehen wir der Realität ins Auge: Ich habe in der vergangenen Woche fast täglich Jeans getragen. Und ich liebäugle schon mit der Idee, meine Lederleggings von ganz unten aus dem Schrank nach oben zu befördern. Die hätte immerhin den Vorteil, dass sie etwas regenresistenter ist als eine Jeans. Und die Exemplare aus Kunstleder oder Veganem Leder (klingt irgendwie teurer) sind sogar wasserdicht! Welch Vorteil, wenn es doch täglich mindestens eine halbe Stunde lang gießt, als würde die Welt untergehen.


Erwähnte ich, dass es mich kürzlich auf dem Fahrrad erwischt hat? Richtig erwischt. Anfangs dachte ich ja noch, dass ich unter ein paar alten Eichen trocken bliebe… Der Regen hat dann alles gegeben, die Eichen haben kapituliert und irgendwann dachte ich mir dann, dass es jetzt echt egal ist. War es nicht, weil ein Mountainbike keine Schutzbleche hat. Ich war also nicht nur bis auf die Haut durchnässt, sondern auch schmuddelig bis dorthinaus, als ich endlich zuhause ankam - ohne Schutzbleche wird nämlich nicht nur das Wasser von der Straße in Richtung Rücken befördert, sondern auch sämtlicher Straßendreck... Immerhin hat mein Handy den Guss überlebt. Und das Kind klang etwas verwirrt, als ich es vor der Haustür stehend anrief und um einige Handtücher bat. Das Gelächter, als ich mich auf der Fußmatte aus den nassen Klamotten pellte, gab es dann gratis…


Aber für die Landwirtschaft soll der ständige Regen ja gut sein. Sagte zumindest der Landwirt, den ich kürzlich beruflich besuchte. Ich hatte mir ja in den Kopf gesetzt, ihn inmitten eines Weizenfeldes zu fotografieren. In einer kurzen Sonnenpause. Die gab es dann auch tatsächlich. Dummerweise hatte ich aber keine Gummistiefel dabei. Also bin ich in weißen Sneakers ins Weizenfeld gelatscht. Nach einem ordentlichen Guss. Sah auf den ersten Blick auch gar nicht so schlimm aus - naja, es war Lehm. Anschließend klebten also etwa drei Kilo Lehm an jedem Schuh… 


Ok, nix gegen das, was andere Menschen nach Starkregen in den letzten Wochen erleiden mussten. Schuhe kann man putzen - zur Not auch auf dem Damenklo einer Lokalredaktion. Und mir war immerhin nach dem Gelächter des Kindes auch das meiner Kollegen sicher.


Wenn das mit dem Wetter so weitergeht, dann bringt mich das vermutlich tatsächlich dazu, ein Flugzeug zu besteigen, um wenigstens noch ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Andernfalls müsste ich euch ab sofort Herbstoutfits zeigen. Und das kann nun wirklich niemand wollen.


Liebe Grüße

Fran


P.S. Ja, natürlich weiß ich, dass nur Loser sich übers Wetter beschweren. Denn merke: Das Wetter können wir nicht ändern. Aber wir können unsere Einstellung ändern. Nur: Das will ich gar nicht. Ich liebe den Sommer. Je wärmer und je mehr Sonne, desto besser. Und immerhin kann ich ja mein Urlaubsziel ändern ;-)

Kommentare

  1. Ab in die Sonne Fran. Dann ist es nicht mehr so schlimm. Mich erwischt es manchmal auf dem Weg zur Praxis oder nach Hause. Ehrlich ich will nicht immer einen Schirm mitschleppen.
    Mir fehlen so die lauen Abende draußen im Garten. Müsste jetzt doch bald kommen Dein Urlaub oder?
    Ansonsten habe ich schon geschmunzelt über Deine Aktionen bei nassem Wetter, aber zum Glück, hat meine Oma immer gesagt, bist Du nicht aus Zucker. Lehm ist echt eklig an den Schuhen.
    Liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zwei Wochen dauert es noch... es werden lange zwei Wochen, fürchte ich. Gerade geht es hier wieder los mit dem Regen. Buääääääh. Laue Abende draußen im Garten - wir hatten bisher genau zwei.
      Aber Jammern hilft ja nicht, ich hör schon auf :-)

      Löschen
  2. Liebe Fran,
    eine Freundin hat mir letztens ihren Regenmesser geschickt per WhatsApp und bei uns ...sage und schreibe richtig trocken, Regen - Fehlanzeige - gestern mal kurz, somit schleppe ich das von Dir verfluchte Wasser mit der Gieskanne durch den Garten um meine Pflanzen vor dem Vertrocknen zu retten, also das nenne ich mal sehr sehr ungerecht - während einige "absaufen" - verdursten wir in Brandenburg.
    Mein Mitleid ist dir aber auf alle Fälle sicher - ich weiß ja was Du für ein Sonnen"kind" bist.
    Liebe Grüße Jacky

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sollte ich nach Brandenburg auswandern? Vielleicht ist das ja eine gute Idee :-)

      Löschen
    2. Du, als Großstadtpflanze bin ich gerade dabei mich an die furchtbar neugierigen Nachbarn zu gewöhnen....merkwürdige Mentalität, da ist das geradeaus der Berliner freunlicher. Zwinker!
      Liebe Grüße Jacky

      Löschen
  3. Liebe Fran,
    ich bin bei dieser Ich will Sommer Protestbewegung dabei. Denn obwohl auch Bloggerin mag ich nichts so sehr wie den Sommer. Und auch keine Pullis im August. Und so richtig nass kann ich auch, inklusive meiner Wäsche, die ich wegen der App draußen ließ.
    Also, kämpfen wir für den Sommer!
    Liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich trau mich schon nicht mehr, Wäsche nach draußen zu hängen. Die ist ja nach dem "Trocknen" nasser als vorher. Und fliegt ohnehin weg ;-)

      Löschen
  4. Ich erinnere mich, als ich ein Kind war, habe ich es geliebt, im Regen zu sein, und sobald es regnete, ging ich in den Garten. Gute Zeiten....Heutzutage liebe ich weiter Regen, wenn ich zu Hause bin - dann brauche ich den Garten nicht gießen!
    Ja, der aktuelle Sommer verspricht nicht viel Sonne, aber ich habe noch nicht einmal davon geträumt, einen Pullover anzuziehen!
    Aber jetzt bin ich gespannt, wer dein Foto gemacht hat....Das Kind war zu Hause...;)
    Liebe Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nicht gießen ist ja im Prinzip eine gute Idee. Aber meine Blumenkübel werden täglich geflutet und das mögen sie auch nicht. Die Sache mit dem Pullover war am Dienstag vormittag angesagt. Es war kalt, es war windig und es war regnerisch. Alternative wäre eine Regenjacke gewesen. Aber die vermeide ich, wo ich kann.
      Ha, und ich habe doch zwei Kinder :-)

      Löschen
  5. Hallo Fran,
    der Landwirt hat sich sicherlich auch über die weißen Sneakers amüsiert und ich mich über Deinen wunderbaren Post. :);)
    Wir sind diese Woche auch bis auf die Unterwäsche pitschepatschenass geworden. Ich wünsche mir auch noch ein paar schöne, sonnige Tage und laue Abende, die ich bevorzugt auf der Terrasse genießen möchte und gern auch frühstücken, dafür ist es aber bei 10 Grad am Morgen zu kalt.
    Ein schönes Wochenende und viele Grüße. Grit

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Er hat mich mehrfach gewarnt, er kennt ja seinen Boden. Ich Depp dachte, es könne ja nicht so schlimm sein.
      Heute habe ich tatsächlich draußen gefrühstückt. Die Sonne schien und es war herrlich! Jetzt gießt es.

      Löschen
  6. Mein Rad hat zwar ein Schutzblech, aber trotzdem fahre ich bei Regen nicht gerne Rad. Schon seit ich einen Führerschein habe, fahre ich bewusst nur bei trockenem Wetter. Man kann natürlich nicht ausschließen, dass es einen erwischt, aber es gibt durchaus Strategien es zu vermeiden nass geregnet zu werden. In meinem vorangegangenem Leben war ich Katze. Das muss schon wirklich ein wichtiger Grund kommen, mich von der behaglichen Ofenbank weg zu locken.
    Wir werden auch diesen Sommer überleben. Es kommen bestimmt wieder bessere.
    BG sunny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mit Regen hatte ich an diesem Tag nun wirklich nicht gerechnet. Als ich losfuhr, strahlte die Sonne... nach zwei Kilometern goss es.
      Und klar überlebe ich den Sommer. Notfalls schwimmend ;-)

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Dieser Blog ist mit Blogspot, einem Googleprodukt, erstellt und wird von Google gehostet. Es gelten die Datenschutzerklärung & Nutzungsbedingungen für Googleprodukte.

Wenn Du die Kommentare zu diesem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnierst, informiert Dich Google jeweils durch eine Mail an die in Deinem Googleprofil hinterlegte Mail-Adresse.
Durch Entfernen des Hakens löscht Du Dein Abbonement und es wird Dir eine entsprechende Vollzugsnachricht angezeigt. Du hast aber auch die Möglichkeit Dich in der Mail, die Dich über einen neuen Kommentar informiert, über einen deutlichen Link wieder abzumelden.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Berge, Meer und mehr - mein August 2021

Monochrom: Sand nicht nur im Schuh ;-)

Pauschal und ich