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Ostern und danach. Starring: Meine neue Lieblingshose




Ist Ostern wirklich erst eine Woche her? Mir scheint das viel länger zu sein. Aber nö, heute vor einer Woche war tatsächlich der Ostersonntag. Und mit dem beginnt der Outfit-Rückblick der vergangenen Woche.


Sonntag




Ok, die Sache mit der Sonne an Ostern hat nur teilweise geklappt. Und ja, die schien auch phasenweise am Sonntag. Aber da mussten wir gerade sehr ausgiebig frühstücken. Und dann war da noch das Korrekturlesen der Hausarbeit von Kind, groß, die ich ein wenig vor mir hergeschoben hatte. Da aber just diese Arbeit am Osterwochenende abgegeben werden musste, musste ich halt ein wenig schneller lesen :-)

Für alle, die noch Kinder im Vor-Studium-Alter haben: Falls ihr mit der Zeichensetzung und Orthographie im Deutschen auf sehr vertrauten Fuß steht, verratet das nie. Ich hab es dummerweise getan und damit den Korrektur-Joker für Haus-, Seminar- und Bachelorarbeiten gezogen. Manchmal möchte ich meinen Ex-Verleger über den Tisch ziehen, weil der ja schließlich schuld an diesem Dilemma ist.

Für alle, die hier noch nicht jahrelang mitlesen kurz zur Erklärung: Ich habe 20 Jahre als Redakteurin bei einer Tageszeitung gearbeitet. Irgendwann wurde auch bei uns der Schlussredakteur eingespart und wir mussten halt die Seiten der Kollegen schlusslesen. Und weil ich die Schlusslese-Queen bin (außer bei meinen eigenen Texten, da kann ich das absolut nicht), darf ich das also weiterhin machen. Unbezahlt. Wobei: Das bescherte mir in den vergangenen drölfzig Jahren sehr viel Wissen über die Abrechnung von Pauschalen in Krankenhäusern, über das Thema Priming in der Psychologie und nun eben im öffentlichen Recht. Zivil- und Strafrecht hatte ich schon, Wirtschaftsrecht kommt noch.

Aber irgendwann war auch dieser Kelch geleert und auch wenn es inzwischen ganz schön stürmisch war, haben Kind und ich noch einen langen Spaziergang an der Dove-Elbe gemacht. Und der war richtig schön. Wir haben über Gott und die Welt geredet, Urlaub geplant und einfach die gemeinsame Zeit genossen. Das Outfit war wenig österlich, aber sturmerprobt: Die Hose vom Samstag (ich liebe sie sehr, die geht mit absolut allem. Warum allerdings COS die Farbe mit „beige“ bezeichnet, wird mir ewig ein Rätsel bleiben) mit einer frischen weißen Bluse, der Burberry-Mantel, ein schwarzer Schal, eine braune Tasche und Sneaker. Fertig. Die Haare standen mir ob des Windes ein wenig zu Berge, aber da muss man halt durch. Damit ich sie nicht esse, habe ich mich an diesem Tag für ein Stirnband entschieden, das die Lockenpracht ein wenig aus dem Gesicht hält. Und mal ehrlich: In der kommenden Woche habe ich einen Friseurtermin und ich freu mich drauf. Das ist nämlich inzwischen ganz schön viel Haar…


Montag



Nach dem Osterfrühstück, Ausgabe zwei, haben wir noch eine Runde gespielt, weil das am restlichen Wochenende leider zu kurz gekommen war. Also raus mit den Spielkarten! Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen, denn für die lieben Kinder ging am Dienstag das Semester los und sie mussten ja vorher noch 450 Kilometer zurücklegen. Am Montag gab es für mich eine schwarze Hose, ein weißes T-Shirt und den Blazer vom Samstag. Und glaubt mir: Sobald die Kids weg waren, habe ich mich in eine Jogginghose und aufs Sofa geworfen und noch ein paar Stunden österliche Ruhe genossen, nachdem die vorhergehenden Tage ja ein wenig trubelig waren.


Dienstag

Den Dienstag hatte ich mir wohlweislich frei genommen, weil hier diverse Aufräumarbeiten zu erledigen waren… Und genau deshalb gibt es vom Dienstag auch kein Outfit. Jogginghose und T-Shirt ist nicht soooo vorzeigbar und frische Luft gab es nur morgens um halb sieben zum Schwimmen und abends auf dem Weg zum Qi Gong. Beides geht wunderbar in Jogginghose :-)


Mittwoch




Das Wetter wusste nicht so genau, ob es nun frühlingshaft werden oder bei vier Grad und Wolken bleiben wollte und ich bin zu lange geschwommen, um mir profunde Gedanken um das Outfit zu machen. Und weil ich die Hose vom Sonntag immer noch liebe, habe ich die einfach noch einmal angezogen. Dazu einen Sommer-Hoodie aus Leinen, falls das Wetter sich im Laufe des Tages doch noch für Frühling entscheiden sollte. Spoiler: Tat es nicht. Mantel übergeworfen und dann ab in die Schule. Eigentlich wollte ich ja das Fahrrad aus dem Winterschlaf holen, aber das war mir dann doch ein wenig zu kalt und vor allem zu windig. Ich bin ein absoluter Schönwetter-Radler. Und Warmduscher. Kalt geduscht wird nur vor dem Schwimmen und auch dann nur, damit mir das Wasser im Schwimmbad dann warm erscheint :-)


Donnerstag




Äh ja. Ich trage schon wieder dieselbe Hose! Ich gelobe Besserung in der nächsten Woche. Aber die ist nun mal schön UND bequem. Und außerdem könnt ihr auf diese Weise gleich mal sehen, wie man die kombinieren kann. Quasi mit allem.

Deshalb habe ich fürs Büro den uralten rosa Kurzblazer aus dem Schrank gefischt. Der stammt noch aus Zeiten, als meine Schwester in Paris gelebt hat und ich sie ständig besucht habe. Er hat also schätzungsweise mindestens zehn Jahre auf dem Buckel und ich gedenke ihn noch mindestens zehn weitere Jahre zu behalten.
Ansonsten war der Tag ein wenig hektisch: In Job 1 kurz mal nicht auf die Uhr geguckt und den Feierabend vergessen, dann zu Job 2 ins Homeoffice hasten. Momentan bereite ich das Jahrbuch für das laufende Schuljahr vor und nein, das ist nicht witzig, wenn man die Kooperation von pädagogischem Personal braucht.

Und dann zum vergnüglichen Teil des Tages: Donnerstag ist der Tag der Koch-Experimente meiner Freundin und ich bin die Jury. Heute gab es ein geniales Risotto mit Gin. Ja, tatsächlich. Mit Gin. Und auch wenn ich in der Regel keinen Alkohol trinke, im Essen darf eine Spur davon sein. Es war übrigens köstlich.


Freitag




Äh ja, wie ihr seht, geht das Experiment „Was passt zur neuen Hose“ weiter. Diesmal: Die helle Wildlederjacke. Ok, das Wildleder ist Fake. Aber die Jacke mag ich und ihre Qualität ist hervorragend. Deshalb hat sie schon seit Jahren einen festen Platz im Kleiderschrank.
Nach Homeoffice und Wochenend-Einkauf in Rekordzeit ging es abends ins Kino: „Das Drama“ stand auf dem Programm. Ich hatte mich nicht weiter mit der Filmauswahl beschäftigt und halt irgendwie Drama erhofft. Das gab es auch, aber eher in Form eines Kammerspiels als in Hollywood-Action-Manier. Der Film war eigentlich nicht schlecht, aber meine Erwartungen waren halt doch völlig andere. Ich überlege noch, ob ich ihn weiterempfehlen würde. Aber guckt ihn euch einfach selbst an. Und immerhin war der Schluss ganz schrecklich versöhnlich.


Samstag



Wochenende und Sonnenschein :-) Und da fiel mir dann auch auf, dass ich noch ein paar Vorhänge brauche. Wenn man nämlich auf der Südseite wohnt und von morgens bis abends die Sonne durch die großen Fenster scheint, kann das selbst im April ganz schön warm werden. Und wenn man Fran heißt, dann kommt es durchaus auf vor, dass man die Sache mit dem Zählen der Fenster nicht so richtig drauf hat und zu wenig Vorhäng kauft. Das wollte ich eigentlich schon vor Wochen erledigen, aber die Zeit fehlte.

Also war es heute soweit. Mit dem Outfit endet dann auch zumindest für diese Woche das Experiment: „Wie kombiniere ich die derzeitige Lieblingshose“. Diesmal war es die weiße Neopren-Jacke mit einem Tuch in diversen Grüntönen und die gewohnten Sneaker. Das Neopren-Dings reichte tatsächlich als Jacke aus. Der Frühling stritt sich zwar noch ein wenig mit dem Wind, aber die Sonne hat gewonnen :-) 

Wieder zuhause habe ich dann auch tatsächlich mal rausgefunden, wie man die Vorhänge so an den Vorhangstangen befestigt, dass man  die guten Stücke ohne großen Kraftaufwand zurückziehen kann (Asche auf mein Haupt, aber meine Vorhang-Erfahrung ist nicht sonderlich groß) und jetzt bin ich glücklich. Erstmal. Ein großer Sonnenschirm für die Terrasse steht noch auf der Liste, aber der hat noch ein wenig Zeit.

Und wie habt ihr die vergangene Woche verbracht? Ich hoffe, nicht in ein- und derselben Hose ;-)
Liebe Grüße
Fran

Kommentare

  1. Den rosa Blazer habe ich sofort erkannt. Der steht dir einfach so gut!

    Ich lebe an Tag 4 in Jogpant, orange.

    Wo werden die Haare hingehen?

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