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Die Outfit-Woche: Zum letztem Mal Sandalen?




Ich habe es geschafft! Ich habe die Sandalen, die ich mir aus Kos mitgebracht habe, in der vergangenen Woche tatsächlich noch einmal tragen können. Ok, morgens wäre ich damit vermutlich erfroren. Aber am Nachmittag fühlten sich die Sandalen dann richtig an :-) Und damit willkommen zu den Outfits der vergangenen Woche, die wieder mal zwischen Spätsommer und Frühherbst wechselte - wetter- und outfit-technisch. Aber so langsam gewöhne ich mich an daran und komme ganz gut damit zurecht, mit der Ausnahme vom Donnerstag eventuell gegebenenfalls...


Irgendwann in den kommenden Wochen steht dann das Aufräumen des Kleiderschrankes und der Wechsel von Sommer auf Herbst an. Aber noch mag ich daran nicht denken. Wobei: Das sollte ich vermutlich tun, denn das kommende Wochenende wird voraussichtlich das einzige bis Ende Oktober sein, an dem ich Zeit für solche Unternehmungen habe. Och nöööö, das ist mir alles viel zu früh!


Aber erst einmal zurück zur vergangenen Woche.


Sonntag




Ich frage mich ja regelmäßig, ob meine Nachbarn mich hassen, wenn ich wie heute sonntags den Staubsauger oder morgens um kurz vor sieben das Laufband anwerfe. Bisher hat sich niemand beschwert und wirklich hellhörig scheint es hier auch nicht zu sein. Also mache ich mich nach knapp zwei Kilometern Schwimmen an die gestern liegen gebliebene Hausarbeit. Wäsche, Staubsaugen, ihr kennt das. Und weil ich schnell bin, bleibt am Nachmittag noch Zeit für ein Coffee-Date und da war mir nach sportlich.


So richtig warm war es, das hatte ich am Vortag gelernt, nicht. Also habe ich den Sweater, den ich kürzlich in Rotterdam erstanden habe, übergeworfen, Jeans und Sneaker dazu - und zwar mal keine weite Jeans, sondern eines der wenigen engen Exemplare, die noch in meinem Schrank wohnen, dazu kombiniert, denn wir wollen draußen Kaffee trinken. Und das geht ohne Sweater nur, wenn gerade mal die Sonne scheint. Für einen gemütlichen Sonntagnachmittag genau richtig.


Und wenn ich mir das Foto so ansehe, überlege ich, ob ich im Oktober nicht genau so gewandet zu einer Abendveranstaltung gehen sollte, die unter dem Motto steht: „Sei doch, wer du willst“. Ich bin nämlich genau genommen ausgesprochen gern die Frau mit Jeans und Sweater. Sogar abends.



Montag




Die Jeans und die Sneaker bleiben auch am Montag an mir dran. Diesmal kombiniert mit dem neuen blau gestreiften Hemd und einem ungemein kuscheligen hellblauen Pullover, zumindest für den Vormittag und den morgendlichen Weg zum Schwimmbad und in die Schule. Wisst ihr eigentlich, wie schwierig es war, einen Pullover in just diesem Blauton zu finden? Es gab genau drei Anforderungen an den Pullover: Kein Poly-Dings. Genau dieser Blauton. Und weich sollte er sein. Und irgendwann, als ich die Suche schon aufgeben wollte, fiel er mir in die Hände. Am Nachmittag wanderte der Pullover dann relativ schnell über die Schultern. Aber morgens um kurz vor sechs war er genau richtig. 



Dienstag





Am Dienstag kam dann die Sonne wieder raus und ich blieb bei Jeans. Und solange es geht, werde ich meine weißen Jeans tragen. Im schmuddeligen Novemberregen funktionieren die leider nicht mehr, weil matschanfällig. Also muss das Wetter genutzt werden. Damit die weiße Jeans und das weiße Hemd nicht gar so sehr nach Krankenhaus-Outfit aussehen, kam meine braune Jacke dazu.


Die hat - und das war mir wichtig - eine Kapuze. Denn plötzliche Schauer können die wunderbaren Locken auf dem Kopf ganz schnell in eine Katastrophe (aus meiner Sicht, meine Kolleg:innen finden das rasend komisch) verwandeln. Dummerweise passiert genau das nämlich vorzugsweise auf dem Weg ins Büro, weil die Suche nach einen Parkplatz mich gerne mal in Gefilde führt, von denen aus ich ein gutes Stück laufen muss. Und weil Schirme und ich nicht kompatibel sind - entweder ich verliere sie in weniger als zehn Minuten oder sie gehen beim Kampf gegen den Wind kaputt - muss es halt eine Kapuze sein.


Heute steht tatsächlich wieder ein ziemlicher Fußmarsch an, denn meine Kollegen und ich besichtigen eine Location im schönen Eimsbüttel für eine Abendveranstaltung. Und wer Eimsbüttel kennt, weiß auch, dass man da absolut nie einen Parkplatz findet - zumindest nicht in der Nähe des Zielortes. Immerhin hatte ich einen, habe für die halblegale Parkerei kein Knöllchen kassiert und geregnet hat es auch nicht.



Mittwoch




Nochmal weiße Jeans - am Nachmittag sogar mit Sandalen! Außerdem heute kein Pullover und keine Jacke, sondern weiße Jeans, weiße Bluse, dazu reichlich Goldschmuck (und ja, das ist für mich sehr reichlich: Ohrringe, Kette, Ring UND Armband) und eben diese Sandalen. Gekauft in Kos-Stadt in einem winzigen Laden bei einer unglaublich freundlichen alten Dame. Leider habe ich dann nach dem Urlaub nur sehr selten Gelegenheit gehabt, sie zu tragen. Für lange Fußmärsche sind sie dank Fernsensporn, der momentan Ruhe gibt, aber sich doch immer mal wieder meldet, nicht so sehr geeignet. Und weil ich gerne und reichlich zu Fuß unterwegs bin, gewinnen eben meist die Sneaker. So war das auch noch am Morgen. Aber am Nachmittag habe ich die Sneaker dann gegen Sandalen getauscht und habe gemeinsam mit einer Freundin ein neues Café ausprobiert. Schön war’s und gar nicht kalt an den Füßen.



Donnerstag




Und noch ein Bürotag - das nimmt überhand in dieser Woche. Aber immerhin ist es der letzte. Und das Outfit ist fast das gleiche wie gestern, allerdings beinhaltet es statt der Bluse ein T-Shirt mit einem Sweater. Und Sneaker. Denn der Sommereinbruch vom Mittwochnachmittag hat sich leider schon wieder verabschiedet.


Der Sweater war dann ab mittags zu warm - das T-Shirt zu kalt. Ich muss also das mit den Übergangs-Outfits scheinbar noch üben. Sweater sind da nur halb-optimal, weil ständiges An- und Ausziehen doch ein klein wenig nervt. Am Spätnachmittag habe ich mich dann noch auf den Weg in die City gemacht, weil Kind, groß, einen Schuh-Tipp schickte. Sie hatte nämlich meine Suche nach Schuhen, die endlich mal keine Sneaker sind, live in Rotterdam erlebt und genau die Schuhe entdeckt, die ich gern hätte. Und ja, ich habe sie bekommen :-)



Freitag




Ihr seht richtig: ich trage keine Sneaker, sondern Loafer. Die Loafer, die ich gestern erstanden habe. Und weil es heute früh echt kühl ist, trage ich sie mit Socken. Traurig, aber wahr.


Und dann war da noch diese Jacke, die unschuldig an einem Ständer hing. War irgendwie klar, dass ich die haben musste, oder? Ich hätte sie ja als Zirkusdirektor-Jacke bezeichnet. Aber man erzählte mir, dass die vielleicht vor zehn Jahren so hießen, aber heute einen neuen Namen tragen: Napoleon-Jacke. Nun gut, mir ist es egal. Nennt mich halt Napoleon :-)


Auf jeden Fall ist sie flexibler als der Sweater von gestern, dank Reißverschluss, den man einfach öffnet, wenn einem zu warm wird. So gewandet ging es am Nachmittag zu einer Freundin, auf einen langen Spaziergang mit ihren Hunden und einen kurzen Bummel. Schuhe und Füße haben problemlos überlebt und ich habe mich gefreut.



Samstag




Wie schön, heute steht bis auf den Wocheneinkauf nur ein bisschen Haushalt und ganz viel Faulenzen auf dem Plan. Nun gut, ich habe kurzerhand noch einen Teil der Terrasse herbstfest gemacht, diverse Blumen umgetopft und mich schonmal mental auf das Umräumen des Kleiderschrankes vorbereitet. Aber das kann ich unmöglich jetzt schon machen. Der Hoodie zum Beispiel ist aus Leinen und damit wäre er ein Kandidat, um im Herbst ganz hinten im Schrank zu verschwinden. Aber momentan ist er genau richtig. Also ist es einfach noch nicht Zeit, um umzuräumen. Denn noch ist der Sommer nicht verloren!


So, das war für diese Woche. Habt ihr eine Meinung zu Napoleon und seinen Jacken, die jedem Zirkusdirektor gut zu Gesicht stehen würden? Und wie sieht eure todsichere Übergangs-Kombination für 14 Grad am Morgen und 24 am Nachmittag aus?


Liebe Grüße

Fran

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