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Der Mantel - Mission erfüllt

Ein Wintermantel musste her Nicht dass ich keinen hätte. Da wäre ein Daunenmantel, der ein ganz klein wenig Michelin-mäßig aussieht. Ein kariertes Exemplar, ein klassischer camelfarbener Blazermantel, ein Trenchcoat und sogar eher exotische Exemplare wie ein bunter Desigual-Mantel, ein Fake-Fellmantel oder ein Leo-Mantel. Aber DER Mantel war bisher nicht dabei. Seit Jahren träumte ich von einem Burberry-Mantel. Wenn nur der Preis nicht gewesen wäre... Wenn denn die Portokasse ausreichend aufgefüllt ist, geht garantiert die Waschmaschine kaputt, gefolgt von der Spülmaschine und der Kupplung des Autos. Oder ich beschließe, das Geld dann doch lieber für einen Ausflug nach London, Paris oder Barcelona auf den Kopf zu hauen. Aber Träume soll man sich ja bekanntlich bewahren... Und dann kam dieser Termin für einen PR-Text über einen neuen Second-Hand-Laden im übernächsten Dorf. Große Erwartungen hegte ich nicht. Ich rechnete mit vollgestopften Kiefer-Regalen, mit dem typischen, etwas m...

Spaziergang durch die Hafencity

Altes, Neues und viel Wasser Wochenende? Gutes Wetter? Ausflug! Diesmal ging es in die Hafencity, Hamburgs neuesten Stadtteil.  Gemeinsam mit gefühlt einer Million Touristen. Aber sei`s drum. So ganz genau weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, was ich von der Hafencity halten soll. Ich bin gern dort unterwegs und schaue mir das alles an. Aber irgendwie werde ich nicht so richtig warm damit. Die alten Speicherhäuser sind wunderschön restauriert, die neuen Gebäude architektonisch zum Teil wirklich reizvoll. Aber insgesamt wirkt das alles so - leblos? Künstlich? Leben möchte ich dort nicht. Ich werde aber auch wohl nicht in die Verlegenheit kommen, denn die Mieten übersteigen meine finanziellen Möglichkeiten doch ein wenig. Vielleicht ist es das, was ich dort vermisse. Eine organisch gewachsene Bevölkerung. Vielleicht würde ein Prise sozialer Wohnungsbau der Hafencity gut tun und für Leben jenseits von Touristenströmen sorgen. Egal, für einen Spaziergang ist die Speicherstadt...

Morgens Winter, mittags Sommer, abends Herbst

Wie auf Schienen So nett der Herbst rein optisch ist, so doof finde ich die Temperaturschwankungen. Morgens mal eben bibberige acht Grad. Mittags 22. Abends 14. Ja, und was bitte soll ich da anziehen? Inzwischen bin ich dazu übergegangen, den Morgengang mit dem Hund ausschließlich in Parka, Jogginghose und Waldbrand-Austreter-Schuhen zu absolvieren. Sieht aus wie Schluffi Hempel, aber mich sieht ja keiner. Außer meiner Nachbarin, aber die ist schmerzfrei. Ins Büro fahre ich meist erst gegen halb zehn, wenn vorher kein Termin anliegt. Da darf ich tragen, was ich mag. Kein neudeutscher Dresscode, gottseidank. Aber man sollte Temperaturschwankungen tunlichst einkalkulieren, denn aus unerfindlichen Gründen treffe ich, egal wo ich arbeite, auf Frischluftfanatiker, die auch bei Minustemperaturen die Fenster aufreißen. Gottseidank ist meine Kollegin, mit der ich das Büro teile, da ähnlich wie ich gestrickt. Aber verlässt man das kuschelige Büro, kann es schonmal kalt werden. Also gab ...

Auf Abwegen und hohen Hacken

Völlig ungeeignetes Schuhwerk Eigentlich wollte ich gar nicht bis in den Wald gehen und eigentlich wollte ich auch gar nicht an den Strand. Deshalb hatte ich ausnahmsweise meine blauen Stiefeletten angezogen, als der Hund raus wollte. Tja, und dann war der schöne Platz an der Wiese, der das Ziel des Ausflugs war, von doofen Anglern besetzt. Also ging es doch in den Wald. Nun ja, das bescherte mir dann eine Schuhputz-Session. Aber immerhin weiß ich nun, dass ich mit Absätzen auf Baumstämmen balancieren kann. Und dass Wildleder und Strandschlick eine ziemlich hartnäckige Mischung ergeben. Egal, der Hund hatte Spaß. Ich auch. Ach ja, für alle, die sich fragen, ob der Hund auch einen Namen hat. Hat er. Beziehungsweise sie. Sie heißt Fine. Aber wenn ich sauer auf sie bin,  dann  nenne ich sie Hund. Kaschmirpullover: COS Hemd: H&M Trend Jeans: 7 for all mankind Schuhe: Keine Ahnung Liebe Grüße Fran

London: Sky Garden

London aus der Vogelperspektive Einmal im Jahr fliege ich mit meiner Freundin für ein paar Tage nach London. Das ist schon seit vielen Jahren Tradition. Nachdem abzusehen war, dass das in diesem Jahr  nicht  klappt, schenkte mir mein Mann kurzerhand ein paar Tage London zum Geburtstag. Mit ihm als Reisebegleitung. So ließ sich dann auch diese blöde 50 verkraften. Auf dem Programm stand einmal London von oben. Erste Möglichkeit: Das London Eye. Das hatten wir anlässlich einer Familientour zu den olympischen Spielen vor einigen Jahren aber schon. Möglichkeit zwei wäre das Shard. Aber ganz ehrlich: Fast 30 Pfund, um die Aussicht zu genießen? Och nö. Möglichkeit drei ist neu und umsonst: Sky Garden. Darauf bin ich auch eher zufällig gestoßen, aber in Sachen Aussicht ist das Gebäude, das die Briten wenig liebevoll das „Walkie Talkie“ nennen, kaum zu schlagen. Zwischen St. Pauls und Tower kommt einem beides wie hingeworfenes Spielzeug vor - wer schon mal um die Kirche u...

50 - und jetzt?

Wie dieser Blog entstand Als ich kurz vor meinem letzten Geburtstag der besten Freundin der Welt mein Leid über diese verflixte Zahl klagte, entstand nach zwei Litern Tee, tonnenweise Gurkensandwiches und Scones und zwei Flaschen Wein die Idee zu diesem Blog. Bis vor einigen Jahren war Mode mir schlichtweg egal. Kleidung hatte bequem zu sein, das reichte schon. Doch dann änderte sich das. Ich begann, Modeblogs zu lesen und Mode als spannende Beschäftigung und riesige Spielwiese zu sehen. Die allermeisten Blogs allerdings beschäftigen sich eher mit der Altersgruppe 16-30. Ältere Blogger waren rar gesät und sind es immer noch. Die Idee, selbst zu bloggen, kam schon vor einiger Zeit. Gründe, sie nicht zu realisieren, gab es viele. Zu wenig Zeit - Job, Kinder, Haus und Garten lassen wenig übrig. Zu viel Öffentlichkeit - "darf" ich als jemand, der beruflich gar nicht selten im Kreuzfeuer stehe, etwas so Oberflächliches wie einen Modeblog schreiben oder beschneide ich damit m...