Donnerstag, 30. Juni 2016

10 Tipps, mit denen man ein wahnsinnig erfolgreicher Modeblogger wird ;-)

Warnung: Dieser Text kann Spuren von Satire enthalten. Und Schuhe passen immer nur demjenigen, der sie sich anzieht ;-)

Manchmal, aber nur manchmal, muss ich beim Lesen von Modeblogs von Herzen grinsen. Dann nämlich, wenn man schon beim Laden des ersten Posts oder beim Lesen eines Kommentars merkt, dass hier jemand am Werk ist, der - ja was eigentlich? Mit möglichst wenig Aufwand möglichst laut auf sich aufmerksam machen möchte?

Und ja, es gibt definitiv einen Unterschied zwischen sehr jungen und älteren Bloggern. Vor allem erstere scheinen durchaus in stattlicher Zahl angetreten zu sein, um möglichst viele Leser zu sammeln und irgendwann hauptberuflich zu bloggen, während das Bloggen für viele Ü40-Bloggerinnen eher ein Hobby ist und es auch bleiben soll. Falls ihr aber doch mit dem Gedanken spielt, richtig groß rauszukommen, dann habe ich in mühevoller Kleinarbeit zehn grandiose Tipps für Euch zusammengetragen,  mit denen das garantiert klappt ;-)

1. Blogdesign ist wahnsinnig wichtig. Denn wir wissen ja, Design ist alles. Die Inhalte dagegen sind völlig überbewertet. Wer ein tolles Blogdesign hat, darf im Prinzip auch Blindtext veröffentlichen. LOREMIPSUM...

2. Texte werden sowieso überbewertet. Ignoranz bei Rechtschreibung und Grammatik ist ein Zeichen von Individualität. Und Individualität ist wichtig. Deshalp isses fölig unwichtig wie ein tekst aussiet. Haupsache man schreipt Zara richtich und Google tut einem finden.

3. Für Fashion-Posts ist eine möglichst hippe Tasche wichtig. Wenn man sich die nicht leisten kann, kauft man halt die schlecht gemachte Nachahmung bei New Yorker. Und wenn man für den Sommer sowieso die Pauschalreise in die Türkei gebucht hat, gibt es da tolle Fakes von diesem Luis Vitten. Das merkt das kein Mensch. Wenn doch, sagt man, er sei ein Hater.

4. Beauty-Posts kann jeder. Da reicht es schon, für Fotos ein Blümchen neben den Lippenstift oder die Creme zu legen und den Werbetext abzutippen. Für ein fundiertes Testergebnis müssen fünf Worte reichen. Der Leser will gar nicht lesen. Weiß man ja. Negative Testergebnisse gibt es nicht. Erstens könnte die PR-Abteilung böse werden. Zweitens will man auf seinem Blog nur tolle Dinge haben.

5. Interior-Posts sind auch ganz einfach. Man kaufe die billige Kopie eines Vitra-Stuhles und ein weißes Polyester-Schaffell bei Ikea. Dazu ein Billy, das neben den Stuhl an eine weiße Wand in einer ungenutzten Ecke der Wohnung gestellt wird. Egal ob Duftkerze oder Blumenvase - mit dem Hintergrund sieht alles toll aus. Aber bitte regelmäßig die Spinnweben vom Regal entfernen!

6. Um so richtig wichtig und geheimnisvoll zu erscheinen, schreibt man am besten einmal pro Woche über total wichtige Projekte, über die man noch nichts verraten darf. Aber spannend sind sie, diese Projekte. Also WIRKLICH spannend!

7. Werbung für den Blog macht man mit Kommentaren auf anderen Blogs. Dazu muss man die Posts gar nicht lesen. Es reicht, das erste Foto anzugucken und einen möglichst nichtssagenden Kommentar dazu zu schreiben. "Toller Post" ist schon fast geschwätzig. "Awesome" ist besser, weil international. Darunter kommt der Link auf den eigenen Blog. Immer. Am besten doppelt.

8. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Bloggern kann man seinen Blog prima promoten. Wenn man eine Blogparade vereinbart hat und die anderen den eigenen Blogs sowieso schon verlinkt haben, braucht man sich die Arbeit mit dem entsprechenden Post eigentlich nicht mehr zu machen. Da kann man ganz unschuldig auf eine technische Panne verweisen. Merkt doch keiner!

9. Wer regelmäßig bloggt, macht sich unnötige Arbeit. Es reicht, im vierten Post auf dem Blog anzukündigen, dass man aufgrund der Abi-/Uni-/Sonstwasprüfung jetzt total viel zu tun hat und nicht weiß, wann man wieder bloggt. Vier Wochen später kündigt man an, dass die Prüfungen jetzt vorbei sind und dass man so richtig reinhaut. Dann sollte man aber erst einmal Urlaub machen und sich entspannen. Digital Detox ist wichtig.

10. Wenn es endlich so weit ist und man hat erste Kooperationsanfragen, dann solle man die in jedem Fall annehmen. Vor allem für wirklich tolle Dinge wie äh Klobürsten. Jeder hat ein Klo, jeder braucht eine Klobürste. Da ist der Mehrwert doch enorm! Und weil das so ist, sollte man die Klobürsten-Werbung gar nicht erst kennzeichnen. Weil das ja eigentlich gar keine Werbung ist. Man mag die Klobürste ja wirklich!

So, und jetzt husch husch an die Tastatur und berühmt werden!
Liebe Grüße
Fran

Dienstag, 28. Juni 2016

Schwarz-weiß mit Boyfriend-Jeans



Schwarz-weiß ist wie gestreift: Geht immer. Wenn mir morgens also gar nichts Besseres einfällt, dann greife ich zu schwarz-weiß. Weiße, unbeschädigte Boyfriend-Jeans schienen allerdings in diesem Jahr voll aus dem Trend zu sein. Ich habe tagelang online gesucht, bis ich eine gefunden habe, die ohne Löcher und Risse auskommt und schwimme damit vermutlich voll gegen den Strom. Wenn ich Glück habe, trägt in zwei Jahren jeder die Dinger und ich darf mir einen Button „Trendsetter“ anheften ;-) Wobei Buttons bis dahin vermutlich auch out sind. Mist. Damit das Ganze mit weißer Hose und weißer Bluse nicht nach Arztpraxis aussieht, habe ich mir meine Strickjacke übergeworfen, die ich im vergangenen Jahr in Paris gekauft habe. Dazu dann endlich mal ein Paar Schuhe jenseits von Sneakers. Die musste ich erstmal abstauben, bevor ich sie anziehen konnte.




Gar nicht verstaubt ist unsere hübsche kleine Dorf-Grundschule, die heute die Kulisse bildet. Im Rahmen von diversen Projektwochen dürfen die Kids die Wände immer mal wieder anmalen. Auf dem Bild an der Garagenwand seht ihr, wie es hier aussieht :-) Die Schule liegt nämlich gleich am Elbdeich. Nebenan sind Kirche und Kindergarten. Quasi das Zentrum des Dorfes, allerdings ohne Supermarkt oder gar Arztpraxis. Dafür ist das Dorf viel zu klein. Deshalb ist es auch relativ selten, dass zwölf Kinder pro Klasse zusammenkommen. Dann werden halt zwei Klassen gemeinsam unterrichtet. Meine Töchter haben diese Schule natürlich auch besucht - die Klasse von Tochter, groß war mit 16 Kindern die größte Klasse seit vielen Jahren. Davon können Grundschüler anderswo vermutlich nur träumen. Na, dafür träumen die Kinder als Teenies dann von guten Busverbindungen. Irgendwas ist halt immer.


Witzig sind dann kleine Anekdoten, die das Leben auf dem Dorf ohne Einkaufsmöglichkeiten produziert. In der zweiten Klasse zum Beispiel gab es in einer Mathearbeit eine Aufgabe, bei der die Kinder den Preis für eine Kiste Limonade ausrechnen sollten. Angegeben war der Preis pro Flasche und das dazugehörige Pfand. Mit dem Begriff Pfand allerdings war keiner der Zweitklässler vertraut. Kein Wunder, hier kann man sein Kind halt nicht eben mal zum Supermarkt schicken, um schnell etwas zu holen. Einkaufen erfordert ein Auto und ist deshalb ausschließlich Elternsache. Die Zweitklässler saßen also stirnrunzelnd vor der Aufgabe und hatten keine Ahnung, was da von ihnen gefordert war.



Ich mag das Dorfleben trotzdem. Und meine Nachbarin hat eigentlich immer Eier, Mehl und Milch vorrätig, wenn ich beim Einkaufen wieder mal geschlampt habe. Und wenn mir dann doch nach Stadt ist, bin ich in einer guten halben Stunde in Hamburg. Nur richtig alt werden möchte ich hier dann doch nicht. Wenn ich erstmal 80 bin, hätte ich gern ein bisschen mehr Infrastruktur in Reichweite.


Liebe Grüße
Fran

Jeans: & other stories
Bluse: H&M
Strickjacke: Paule Ka
Schuhe: Zara 

Tasche: Lawrence Grey

Sonntag, 26. Juni 2016

Und sonst so? KW 24/25 Zahnweh, Brexit und London



Nachdem ich den Wochenrückblick in der vergangenen Woche wegen akuter Überarbeitung ausfallen lassen habe, wollte ich so viel Schlamperei nicht einreißen lassen ;-) Weil aber in den vergangenen Wochen wegen akuter Überarbeitung nicht so wirklich viel passiert ist, gibt es diesmal ein paar Gedanken über den Brexit. Der hat mich in der vergangenen Woche natürlich beschäftigt, zum einen natürlich weil es zu meinem Job gehört und zum anderen, weil ich die Briten und ihre Insel sehr mag. Und weil das so ist, gibt es heute auch noch ein paar Bilder aus London obenauf. Zuerst aber zu einer eher schmerzhaften Erfahrung.

Geht ihr regelmäßig zum Zahnarzt? Ich bin ja bekennender Zahnarztphobiker. Mich kriegt man nur auf diesen schrecklichen Stuhl, wenn es gar nicht mehr anders geht. Jetzt stellt Euch mein Gesicht vor, als ich in der Redaktion eine Tüte Studentenfutter aufriss, herzhaft zubiss und plötzlich ein mieser, fieser Schmerz einen meiner Backenzähne befiel. Aua, aua, aua. Ich zog mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Morgenkonferenz und mein Chef wollte mich auf der Stelle zum Zahnarzt schicken. Meinen Einwand, dass mein Zahnarzt sicher keinen so kurzfristigen Termin für mich hat, quittierte er mit der Telefonnummer seines Zahnarztes, der seine Praxis gleich neben der Redaktion hat. Äh ja. Mist.

Feige wie ich nun mal bin habe ich erstmal meine Seite fertig gemacht. Danach war die Praxis dann geschlossen ;-) Nach einem eher schmerzhaften Wochenende war klar: Es muss sein. Das Fachpersonal meines eigenen Zahnarztes wimmelte mich mit einem mächtig unfreundlichen Hinweis darauf, dass sie kurzfristig nun wirklich keinen Termin haben. Also durfte ich den Chef-Zahnarzt doch noch ausprobieren. Und siehe da: Es war eine der besseren Ideen. Mit wackligen Knien ging ich rein, strahlend kam ich wieder raus. Der erste Zahnarzt, der sich wirklich bemüht hat, mir die Angst zu nehmen. Unglaublich nett, humorvoll und mit einer supermodernen Praxis. Ich habe tatsächlich einen weiteren Kontrolltermin gemacht. Freiwillig! 

Ein solches Happy-End gab es beim Brexit-Referendum ja leider nicht. Ich bin immer noch traurig. Was für ein Blödsinn. Dass Nigel Farage noch am Freitagmorgen sein erstes Versprechen zurücknahm, das eingesparte Geld ins Gesundheitssystem zu stecken - war irgendwie klar. Und wenn man darüber nachdenkt, weshalb vor allem die ältere und eher schlecht ausgebildete Bevölkerung für den Austritt gestimmt hat und im Anschluss erstmal gegoogelt hat, was das für Großbritannien überhaupt bedeutet - geschenkt. Aber das macht klar, wie heute Politik gemacht wird. Mit Populismus. Wenn Londoner keine Chance haben, sich eine Wohnung in ihrer eigenen Stadt zu leisten, wenn die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinanderdriftet und der Mittelstand irgendwann nicht mehr existiert, was passiert dann? Mir macht das Angst.

Vermutlich denkt sich jetzt die eine oder andere, dass Politik nun wirklich nicht auf einen Mode- und Lifestyle-Blog gehört. Ich sehe das ähnlich wie Sabina: Sie gehört auch hierher. Ich bin zwar keine Politikwissenschaftlerin, aber zu meinem Job gehört es unter anderem, meinen Lesern Politik verständlich zu machen. Ich finde das wichtig. Und ich finde es wichtig, sich mit Politik zu beschäftigen. Ausschließlich Mode und Beauty ist mir zu wenig. Es gibt Blogger, die behaupten, sich mit Politik und Nachrichten bewusst nicht beschäftigen zu wollen, weil sie den "negativen Schwingungen" keinen Raum geben wollen. Sie führen schließlich ein positives Leben. Klar, kann man machen. Wenn dann irgendwann unsere Demokratie flöten geht, weil sich alle nur noch mit unheimlich positiv schwingenden Zara-Sales oder Anti-Falten-Cremes beschäftigt haben, könnte das trotzdem negativ ausgehen.

Sagte ich schon, dass ich die Briten mag? Weil das so ist, fahre ich einmal im Jahr mit meiner Freundin für ein paar Tage nach London. Ich war natürlich auch schon mit meiner Familie da, zum Beispiel während der olympischen Spiele. Aber ein Kurzurlaub mit meiner Freundin ist etwas ganz Anderes. Wir verstehen uns quasi blind. Außer, was das Shoppen betrifft *grins* Sie hasst es, ich liebe es. Aber bisher haben wir das auch auf die Reihe bekommen.

Da wir schon sehr oft in London waren, habe ich leider keine Fotos der üblichen Sehenswürdigkeiten für Euch. Ich hoffe, Ihr mögt trotzdem mitkommen :-)


Endlich angekommen. Das Reiseoutfit darf natürlich nicht fehlen. In erster Linie muss es bequem sein, denn wenn wir in London sind, sind wir in der Regel 14 Stunden am Stück unterwegs.

Gehören zu London: Die roten Doppeldecker-Busse. Fotografiert aus dem Pub. Der gehört auch zu London. Aber dazu später mehr.

Bus fahren sollte man allerdings nur dann, wenn man genügend Zeit mitbringt. Dann allerdings ist die ersten Reihe oben der beste Platz für geruhsames Sightseeing. Und den armen Fuß kann man auch hochlegen.

Der Lieblingsplatz ist noch immer an der Theke ;-) In Deutschland trinke ich nie Bier. In England durchaus. Auch wenn die Briten vom Reinheitsgebot nicht so wirklich viel halten. Schmeckt.

Zum Pint gehört natürlich auch Pub-Food. Low Carb? Healthy? Superfood? Vergesst es. Burger und Fries!

Der durchschnittliche Mitteleuropäer ist vermutlich kein Fan des englischen Frühstücks. Na gut, die Blutwurst habe ich weggelassen. Aber ansonsten: Besser als jedes kontinentale Frühstück im Hotel.
Natürlich kann man in London an jeder Straßenecke inzwischen Avocadotoast bekommen. Aber es gibt durchaus auch eine Gegenbewegung ;-)
Die Millenium-Bridge ist natürlich ein Muss. Und an den Ufern der Themse tummeln sich die Bausünden der letzten 20 Jahre. Selbst die Aussicht aus dem Shard (das hohe Ding da rechts) kostet ein halbes Vermögen. Über Wohnungen in der City reden wir lieber erst gar nicht. Wer einen Blick über London zum Nulltarif werfen möchte, der möge Sky Garden googeln. Ist auch hässlich, aber gratis.
In einem dieser wunderschönen Häuser in der Nähe der Portobello Road würde ich wirklich gern wohnen. Hey, nur zwei
Millionen Pfund und eine Etage gehört Euch! Und da das Pfund sich eh gerade im freien Fall befindet...

Das einzige noch erhaltene Stadttor zur City of London steht gleich neben der St. Pauls Cathedral. Und es ist definitiv schöner als die Glaspaläste dahinter ;-)
Kontrastprogramm: Streetart in der Brick Lane im ehemals wilden Osten. Dort sieht man übrigens viele Touristen, nicht nur auf der Suche nach dem besten Vintage-Shop, sondern auch nach Bilder des Streetart-Künstlers Banksy.
Mehr aus London gibt es demnächst!
Liebe Grüße
Fran

Donnerstag, 23. Juni 2016

Wickelrock und Jeansjacke zum Sommeranfang


Der eine oder andere war mit dem ersten Sommertag des Jahres nicht wirklich zufrieden - diesen Eindruck konnte man am Dienstag zumindest auf Instagram gewinnen. Auch hier sah es am Vormittag noch nach Regen aus, aber am Nachmittag kam die Sonne raus und es wurde tatsächlich sommerlich. Für uns heißt das: Nix wie raus zu einem langen Spaziergang inklusive Schwimmeinlage für den Hund. Meine armen, blasengeplagten Füße habe ich diesmal in passenderes Schuhwerk gesteckt als beim letzten Ausflug :-)




Dazu gab es den Wickelrock, den ihr aus dem letzten Herbst schon einmal gesehen habt, damals mit Rollkragenpullover und Stiefeln. Diesmal war es warm genug für nackte Beine. Leider waren die allerdings nach dem Selbstbräuner-Event vor dem vergangenen Wochenende schon wieder ziemlich verblasst. Ich hatte keine Zeit zum "Nachfärben", aber immerhin konnte ich die Beine endlich mal wieder in die Sonne halten.




Los ging es also, immer an der Elbe längs. Fine freut sich bei solchen Gelegenheiten ein Loch in den Bauch, wenn sich irgendjemand erbarmt und einen Stock ins Wasser wirft. Sie apportiert nämlich für ihre Leben gern und noch lieber im Wasser. Waren meine Wurfkünste früher wirklich bescheiden, ist das Stöckchen-Werfen ein hervorragendes Training. Wenn ich also heute nochmal an Bundesjugendspielen teilnehmen dürfte *äh, gibt es auch Bundesseniorenspiele?*, dann würde ich ganz bestimmt eine dieser kostbaren Ehrenurkunden mit nach Hause nehmen ;-)




Eines allerdings ist traurig: Kaum ist der Sommer im Anmarsch, kampiert gefühlt die halbe Welt an der Elbe. Ich gönne einen schönen Sommerabend am Fluss wirklich jedem, aber die Hinterlassenschaften dieser "Besucher" sind jedes Jahr schlimmer. Warum sollte man einen ausgedienten Campingstuhl auch sachgerecht entsorgen, wenn man ihn doch so lustig ins Lagerfeuer werfen kann? Ringsum lag selbstverständlich eine Menge Grill-Müll und auch leere Bier- und Schnapsflaschen machen sich zerbrochen im Sand viel besser als im Pfandautomaten. Danke auch.




Danken würde ich auch für gedrückte Daumen. Ich habe heute in der Mittagspause einen Zahnarzttermin, nachdem einer meiner Backenzähne vor einigen Tagen den Kampf gegen eine Tüte Nüsse verlor. Seitdem zieht es im Zahn und obwohl ich der größte Zahnarzt-Angsthase vor dem Herrn bin, habe ich mich überwunden und einen Termin vereinbart. Drückt mir bitte die Daumen, dass es nicht allzu schlimm wird!

Liebe Grüße
Fran


Rock & Top: Zara
Jacke & Schuhe: H&M

Montag, 20. Juni 2016

Völlig unpassend gekleidet: Schwarze Spitze, weiße Hose und Schnürballerinas im Dschungel


Eigentlich hatten Frau Tochter und ich einen harmlosen Spaziergang auf befestigten Wegen zur Elbe geplant und wollten dabei ein paar Fotos machen. Denkste. In der ersten Viertelstunde lief alles nach Plan. Bis Frau Tochter diesen winzigen Pfad entdeckte. Winzige Pfade inmitten von Brennnesseln, Disteln und ganz viel mannshohem Grünzeug sind gefährlich. Eigentlich war mir das auch klar. Aber so entdeckt man halt die schönsten Plätzchen an der Elbe, die von doofen Anglern noch nicht besetzt wurden. Also rein in den Wald.






Wir waren übrigens nicht die ersten, die den Dschungel entdeckten. Vor uns hatten schon ein paar Steppkes ihre Hütte hier gebaut. Ein Vorteil davon, im Dorf groß zu werden: Hier dürfen die Kinder eigentlich ab dem Grundschulalter - vorausgesetzt sie können schwimmen - unbewacht von engagierten Muttertieren losziehen und echte Abenteuer erleben. Verloren gegangen ist dabei übrigens noch kein Kind, zumindest in den letzten 30 Jahren nicht. Die kunstvoll erbaute Hütte haben wir natürlich in Ruhe gelassen.





Nach ziemlich viel Dickicht und ziemlich viel Klettern und Balancieren auf umgestürzten Bäumen landeten wir endlich an der Elbe. Für ein Picknick fehlte leider die Verpflegung, aber das wird definitiv noch nachgeholt. Die Hose hatte übrigens am Ende des Ausfluges ein paar winzige Fleckchen. Und meine Füße diverse Blasen, denn die Schnürballerinas sind zwar nett anzusehen, aber für derartige Ausflüge leider völlig ungeeignet. Vermutlich wäre es meinen Füßen auch nicht wirklich besser ergangen, wenn ich auf dem Weg geblieben wäre. Also haben wir gelernt: Sitzschuhe brauchen gar keine Absätze! Die gibt es auch in flach!





Dass gestern der gewohnte Wochenrückblick fehlte, hat vielleicht der eine oder andere von Euch bemerkt. Den habe ich leider diesmal nicht geschafft, weil ein großes Familienfest zu einem runden Geburtstag anstand. Und weil sich an den kommenden Wochenende die Termine hier wirklich knubbeln, Mitte der Woche die Sommerferien beginnen, ich im Büro vor meinem ersehnten Urlaub noch unglaublich viele Dinge aufarbeiten muss, der Garten sich aufgrund des ständigen Regens gerade in einen Dschungel verwandelt und ich nebenbei noch ganz viel Zeit für Picknicks an der Elbe brauche, läute ich hier auf dem Blog mal eine Sommerpause ein. Ganz still wird es nicht. Ich versuche, zwei- bis dreimal pro Woche zu posten. Mal schauen, was ich schaffe.

Liebe Grüße
Fran


Spitzentop: H&M
Hose: Zara
Schnürballerinas: Mango

Freitag, 17. Juni 2016

Let`s go party im Hosenrock mit Schlitz


Hat irgendjemand vielleicht den Sommer gesehen? Er ist scheinbar mit unbekanntem Ziel aus dem Norden Deutschlands geflüchtet  - mit unbekanntem Ziel. Hinterlassen hat er kaltes und nasses Wetter. Ich hätte ihn gern zurück, vor allem mit Blick auf ein paar Gartenparties, die in den nächsten Wochen anstehen. Sich im Zeltling - ihr wisst schon, diese schrecklichen Plastik-Pavillons, die vor ein paar Jahren plötzlich in allen Gärten Westeuropas auftauchten - zu drängeln und statt kalter Caipirinhas nach heißem Kakao zu verlangen macht nur den halben Spaß. Außerdem kann ich dann mein Partyoutfit nicht ausführen. Und das wäre schade.





Hosenrock mit Schlitz - das klingt zumindest in meinen Ohren irgendwie nach englischer Landlady, die mit Kapotthütchen auf dem Kopf ihre Rosen beschneidet. Irgendwie so - praktisch. Praktisch ist der Hosenrock, den ich schon vor einigen Jahren bei COS gefunden habe, nicht wirklich. aber für Sommerparty hervorragend geeignet. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein züchtiger Maxirock. Ein bisschen bieder vielleicht. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass es gar kein Rock, sondern eigentlich eine Hose ist. Und auf den dritten Blick entdeckt man dann den hohen Schlitz. Sollte der Sommer zurückkommen, beschert der Schlitz Luftkühlung nach zu wilden Tanzeinlagen. Und falls er wegbleibt, der Sommer, dann wickle ich mich einfach in den Stoff ein und gucke mitleiderregend.





Obenrum ist es ebenfalls luftig, nämlich schulterfrei. Und falls es regnet, kommt das Kunstlederhemd ins Spiel. Das verträgt einen Regenguss ohne Probleme und wärmt, wenn es zu etwas späterer Stunde kälter wird. Ja, ich weiß, die Schuhe sind dazu suboptimal. Aber so richtig viele, flache, schwarze Schuhe gibt mein Schrank einfach nicht her. Eigentlich würde ich hochhackige Sandalen dazu tragen, aber das macht mein Fuß noch nicht mit. Und da meine Schnürballerinas, die ich schon vor Monaten gekauft habe und die furchtbar lange auf ihren Einsatz warten mussten, sich leider als die unbequemsten Schuhe ever entpuppten, habe ich halt zu den Slippers gegriffen. Die sind zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber in denen lege ich problemlos wahlweise einen 10-Kilometer-Marsch oder einen Tanzmarathon hin.





Die Fußball-Party gestern Abend fiel allerdings leider flach. Hey, unsere Fußball-Helden spielen 0:0 gegen Polen? Boah, war das langweilig. Da war es dann auch nicht schlimm, dass ich die erste Viertelstunde sowieso verpasst habe, weil ich arbeiten musste. Und dieser Post noch nicht existierte. Ich hatte mich schon wieder die halbe Nacht am Rechner gesehen. So ist der Post zum Spielende fast fertig. Aber meine lieben Jungs, so wird Frankreich Europameister! Oder Nordirland! Beiden würde ich es gönnen :-)

Liebe Grüße
Fran


Hosenrock: COS
Streifenshirt: H&M
Lederhemd: Mango