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5 Tipps, mit denen man das Urlaubsgefühl mit in den Alltag nimmt



Für die meisten von uns ist das Thema Sommerurlaub inzwischen abgeschlossen. Der schnöde Alltag mir Arbeit und täglichem Wahnsinn ist wieder eingekehrt und der eine oder andere wird denken, dass die Halbwertzeit von Urlaub bei gerade mal drei Tagen liegt - nach drei Tagen ist die Hälfte der Erholung schon verflogen, nach sechs Tagen sind es drei Viertel und so weiter… Aber man kann vorhindern, dass der Alltag einen gar so schnell wieder packt. Ich hab`s ausprobiert :-) Und deshalb gibt es heute fünf Tipps, um das Urlaubsgefühl möglichst lange mit in den Alltag zu nehmen.


Tipp 1 - Nicht gleich wieder zurück ins Büro

Ich berücksichtige schon bei der Planung, dass ich nicht gleich nach Ende der Reise wieder im Büro sein muss. Ich plane, wenn möglich, mindestens zwei Puffertage zwischen Heimkommen und Arbeitsbeginn ein. Nichts ist schlimmer, als abends um elf am Flughafen respektive in der heimischen Garage anzukommen und am nächsten Morgen um sieben wieder auf der Büromatte stehen zu müssen. Da sind Hektik und schlechte Laune vorprogrammiert. Also besser am Tag nach dem Heimkommen gemächlich auspacken und erstmal frühstücken gehen.Danach ziehe ich sämtliche Urlaubsfotos von der Kamera auf meinen Laptop und versinke in Erinnerungen.


Tipp 2 - Ein bisschen Post-Urlaubs-Freizeit

Damit der Alltag nicht gleich wieder regiert, plane ich außerdem ganz bewusst ein paar freie Stunden in den Wochen nach dem Urlaub ein. Wir gehen dann mitten in der Woche einfach mal frühstücken - dank meines Jobs ist es kein Problem, wenn ich mal erst um elf im Büro aufschlage - oder gehen ins Theater. Oder ich schaufle mir einen Tag frei und fahre an die Ostsee. Haushalt und Garten dürfen derweil ruhig ein bisschen verwildern. Die laufen nicht weg, sondern sind zuverlässig auch in ein paar Wochen noch da.


Tipp 3 - Der Urlaub nach dem Urlaub

Für die Zeit nach der großen Reise, die hier mit einem Schul-Teenie (Kind darf ich es nicht mehr nennen) meist in den Sommer fällt, wird gleich mal ein Wochenende geplant, an dem mein Mann und ich uns zu zweit noch einmal die Luft um die Nase wehen lassen. Die Kinder kommen inzwischen ein paar Tage lang allein klar. Damit hat man dann auch nach Urlaubsende und nach dem ersten Stresstag mit gefühlten tausend Überstunden gleich etwas, worauf man sich freuen kann. Das muss keine Super-Riesen-Reise nach ganz-weit-weg sein. Ein feines, verlängertes Wochenende am Meer reicht völlig aus und kostet im September, wenn kein Bundesland mehr Schulferien hat, nicht die Welt.


Tipp 4: Kulinarische und sonstige Urlaubserinnerungen

Nächster Punkt: Essen. Im Urlaub entdeckt man die eine oder andere Köstlichkeit, an die man sich mit leuchtenden Augen erinnert. Warum die nicht zuhause einfach nachkochen? Dank Chefkoch braucht man keine Kochbücher mehr zu horten - andererseits ist es auch ganz nett, Kochbücher aus dem Urlaub mitzubringen. Außerdem stöbere ich für mein Leben gern in Supermärkten, egal wo. Deshalb wohne hier Senf und Tee aus England, Paellapfannen und Gewürze aus Spanien oder Messer und Gemüseschneider aus Frankreich. So kann auch in der Küche in Urlaubserinnerungen schwelgen. Typische Urlaubsmitbringsel gibt es bei mir natürlich auch. Jedes Familienmitglied hat die Pflicht, von jedem Trip einen Magneten mitzubringen, der an den Kühlschrank im Wohnzimmer kommt. Dabei ist es wichtig, einen möglichst kitschigen Magneten zu erwischen :-) Möglichst kitschig muss übrigens das Urlaubsmitbringsel für meine beste Freundin sein. Wir tauschen nach jedem Urlaub echte Scheußlichkeiten aus. Sie hat bereits eine ganze Vitrine voll :-)


Tipp 5: Das Urlaubs-Notizbuch

Nun aber wieder zu den konventionelleren Urlaubsverlängerern :-) Sobald ich wieder zuhause bin, sortiere ich den Papierkram, den ich mitgebracht habe. Ich gehöre nämlich zu der Spezies, die Straßenkarten, Metrotickets, Speisekarten, Museumsflyer und was mir sonst so in der Fremde in die Hände fällt, mit nach Hause schleppt und dort fein säuberlich aufbewahrt. Die kommen irgendwann in ein Notizbuch und bei akutem Fernweh wird das hervorgeholt. Klappt garantiert und ich weiß immerhin genau, wo meine Oystercard für die Londoner Tube ist, wenn ich sie suche.

Und wie verlängert ihr Euren Urlaub?

Liebe Grüße
Fran


Kommentare

  1. genauso wie du verlängern wir unsere REISEN!!
    (kein "sommerurlaub" als kinderloses paar)
    hab bei jedem punkt mächtig mit´m kopp genickt wie ein wackeldackel auf´ner brandenburger dorfstrasse.
    der BW & moi erzählen uns auch ganz oft unsere eigenen, uralten reiseerlebnisse, so als wären sie gestern erst passiert. und ich muss auch sagen, dass die reisen immer einen riesen einfluss auf unsere "persönlichkeitsentwicklung" haben......
    xxxxx

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    1. Ob Urlaub oder Reisen - das ist im Prinzip egal. Als die Kinder klein waren, haben wir den typischen Sommerurlaub in irgendeiner Hotelanlage gemacht - selbstverständlich in den Ferien, wenn alles einfach nur teuer ist - heute sind wir mehrmals im Jahr unterwegs und der Pauschalurlaub gehört ein- für allemal der Vergangenheit an.
      Die Reiseerlebnisse sind auch für die Kids prägend. Das ist toll, was die alles noch wissen und was die aufnehmen. Inzwischen sind sie auch schon teilweise allein unterwegs - was mich riesig freut.

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  2. Gleich nach der Rückkunft ins Büro, geht leider auch für mich gar nicht. Und wie Du mache ich mich dann auch nicht zwangsläufig umgehend über die Wäsche her. Steh ich jetzt auch nicht so wirklich drauf.
    Dieses Jahr ist die grauer Star OP von meinem Dad dazu gekommen. Den Urlaub mit eine "schönen" Ausflug abzurunden hat nicht geklappt. Dafür saß ich gefühlt 3 h im Auto und 5 Stunden im Wartezimmer. Und habe gena das getan. Gähn.
    LG Sunny

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    1. Die meiste Arbeit machen gottseidank Waschmaschine und Trockner. Und wenn die ihren Job nicht gleich erledigen, werden die Berge bei vier Leuten ganz schön hoch... Das ist dann auch kein Vergnügen. Wobei ich Wäsche eh nicht als Vergnügen bezeichnen würde - Maschinen hin oder her.
      Wartezimmer klingt aber auch nicht, als wäre das vergnügungssteuerpflichtig.

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  3. Ich selbst versuche auch immer, im Urlaub meinen Blickwinkel zu erweitern. Und sei es nur durch ein ganz bestimmtes Feeling oder eine Stimmung, was ich im Alltag gerne von Zeit zu Zeit mal wieder abrufe. Das erinnert mich dann auch daran, dass man zwischen den Urlauben unbedingt genauso schöne Momente einplanen und auf sich schauen sollte. Und wenn ich in meinen freien Wochen etwas Neues sehe, erlebe bzw. lerne, dann zehre ich natürlich ebenfalls noch lange davon.

    Nach einer Reise gleich am nächsten Tag wieder in die Arbeit zurückzukehren, das mag ich auch überhaupt nicht. Totales No-Go *lach*! Da muss auf jeden Fall ein bisschen Pufferzeit dazwischen sein.

    Liebe Grüße

    Hasi

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    1. Nur auf Reisen das Leben zu genießen wäre ja auch blöd - zuhause sollte man sich die Zeit dafür genauso nehmen. Ist manchmal schwierig, aus dem Hamsterrad zu entkommen. Klappt aber immer besser :-)

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  4. Den klassischen Sommerurlaub hab ich nicht. Ich gehe lieber öfter verteilt im Jahr mal weg. Ich brauche das auch, verteilt übers Jahr mal kurze Auszeiten. Die Berufswelt ist stressig. Schöne Tipps sind das. Puffertage brauche ich auch, mindestens zwei, gern mehr. Landestypische Spezialitäten nehmen wir auch gern mit nach Hause. Wobei ich immer finde im Urlaubsland schmecken sie am besten! :)
    Am genialsten ist es dann wenn ich hinterher nochmal Blogposts drüber verfasse, da erlebe ich die Zeit irgendwie nochmal nach :)
    Toller Post, ich hab auch bald wieder Urlaub 3.0 :))
    Schönen Sonntag Abend, liebe Grüße Tina

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    1. Als die Kinder klein waren, haben wir schon den klassischen Sommerurlaub gemacht. Heute nicht mehr und damit geht es mir wesentlich besser als die klassischen drei Wochen im Juli/August.
      Und jetzt mache ich mir meinen türkischen Apfeltee. Der war sooooo gut. Mal gucken, ob er hier genauso schmeckt.

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  5. Nicht gleich wieder in den Alltag abzutauchen ist eine große Herausforderung für mich. Ich muss mir das wirklich immer bewusst machen, dass die Dinge jetzt auch ruhig noch 1-2 Tage warten können.

    Liebe Grüße
    Gabriele

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    1. Es gibt nur wenig Dinge, die nach ein bis zwei Tagen weggelaufen sind. Bis ich das begriffen habe, hat es allerdings auch gedauert ;-)

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  6. Urlaubsbilder anschauen hilft auch. Nach Jahren schwelge ich immer noch gern in Erinnerungen. Ein paar Tage Puffer gönne ich mir nach einer Reise. Erst mal sacken lassen und richtig ausschlafen.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Urlaubsbilder anschauen ist klasse. Das mache ich unglaublich gern. Und dabei suche ich dann gleich welche für den nächsten Blogpost raus. Also müsst ihr Euch demnächst Istanbul angucken :-)

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  7. Normalerweise habe ich damit kein Problem, außer wenn ich nach Brasilien fliege und ein paar Tage brauche um "hier wieder zu sein"! Brasilien ist mit so viele Familie-Gefühle verbunden, der Abschied fällt immer schwer! Sonst..das Leben geht weiter...
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Wenn du aus Brasilien von deiner Familie wieder nach Hause kommst, ist das sicher nicht so ganz einfach. Ist halt eine irre lange Strecke, da kann man nicht eben mal vorbeischauen. Das ist der Grund, warum meine Schwester gerade ein bisschen mit New York hadert. Sie wäre dann weit weg von unserem Vater und das gefällt ihr nicht so richtig gut.

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  8. Liebe Fran,
    ich habe so einen ähnlichen Post vor kurzen geschrieben und ihn sogar befolgt. :-) Diesmal habe ich echt ein paar Tage zwischen Office und Urlaub frei gelassen. Morgen geht es los und ich werde mir garantiert Gewürze aus Griechenland mitnehmen.
    GLG
    Natascha

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  9. :-) Liebe Fran,
    ich bringe auch immer Magneten für meinen Kühlschrank mit. Auf den freien Flächen gibt's darüber hinaus noch Urlaubsgrüße von den Menschen, die noch Postkarten schreiben. Herrlich!
    Dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Claudia :-)

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