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Vom Pütt an die Elbe




Bevor es endgültig zu kalt wird für Radtouren, müsst ihr mich unbedingt noch auf einer Tour entlang der Elbe begleiten! Wenn man sich erstmal durch das Touri-Gedränge zwischen Övelgönne und der Strandperle gezwängt hat, herrscht irgendwann relativ freie Fahrt und man kann Sportboothäfen und dicke Pötte bewundern. Ich weiß nicht, wann genau die Touristen den Elbstrand erobert haben, aber sie haben ihn zu Tausenden erobert. Vor vielen Jahren, als ich noch in einem Verlag im Fischereihafen gearbeitet habe, gab es da tatsächlich noch Fischgroßhändler und keine berühmten Sushi-Köche. Die Strandperle war damals fast noch ein Geheimtippp für ein lauschiges Feierabend-Bier und im weißen Haus in Övelgönne habe ich meine Hochzeit gefeiert. Damals kannte das allerdings noch keine Sau. Den Besitzer, Tim Mälzer, kannte da auch noch keine Sau. Aber kochen konnte er definitiv :-)





Jetzt müsste eigentlich ein eleganter Bogen zu meinem Hend kommen. So richtig elegant kriege ich den allerdings nicht hin. Denn zwischen der Elbe und der Entstehung des Hemdes liegen ein paar Kilometer. Was nämlich auf den ersten Blick aussieht wie der Stoff eines Seemannshemdes, stammt mitnichten aus Hamburg, sondern von einem Grubenhemd. Entdeckt habe ich es während der Extraschicht auf der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen an einem Stand der „Grubenhelden".  Ich war ziemlich begeistert von dem guten Stück, aber mein Bargeld reichte leider nicht mehr. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich das gute Stück ein paar Wochen später zum Geburtstag bekam :-) Ich bin zwar nicht auf Kohle geboren, sondern ein paar Kilometer daneben, aber Bergbaugeschichte und -geschichten fand ich halt schon immer spannend. Wem es genauso geht, dem sei übrigens ein ganz besonderer Podcast empfohlen: Der Kohlenpod  begleitet das letzte Jahr des Steinkohlebergbaus in Deutschland und liefert wirklich interessante und spannende Unterhaltung.

Aber zurück zum Outfit: Weil ich weiße Hemden immer noch am liebsten in der ganz klassischen Kombination zur Jeans mag, kriegt ihr das jetzt aufs Auge. Dazu ein schwarzer Blazer, falls der Wind dann doch mal pfeift und schwarze Schuhe, die noch ein kleines bisschen Luft an die Füße lassen, bevor es endgültig für solche Eskapaden zu kalt wird. Trend-technisch vermutlich keine Offenbarung, aber ich mag es :-)







Liebe Grüße

Fran

Kommentare

  1. Oh ja das Hemd ist klasse. Toll dass Du es zum Geburtstag bekommen hast. Ich mag es wenn aufmerksame Menschen dann die richtigen Geschenke machen :)
    Sieht jedenfalls klasse aus, ein Look zum Wohlfühlen. Na und bei uns ist warm, morgen wieder 26 Grad! Da geht man ein in kuschligen Herbstlooks :))
    Wünsch Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

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    1. Hier wird jedes Familienmitglied (und auch die, die noch keines sind) ständig auf Aufmerksamkeit getrimmt, was Geschenke angeht. Es gibt nix Schlimmeres als lieblose Geschenke.

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  2. Das Hemd hätte meine Begierde auch geweckt. Hat was von Fischerhemd-Upcycling. Schön, dass Dein Wunsch erhört wurde.

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    1. Mir war nie klar, dass Bermannshemden und Fischerhemden verwandt sind. Aber im Prinzip ist das logisch: Beide müssen ganz schön was abkönnen.

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  3. Sehr schönes Hemd! Danke für den Kohlenpod-Link, sehr interessant!

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    1. Der Kohlenpod ist total klasse, den höre ich jede Woche, wenn ich es schaffe.

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  4. Das Hemd sieht echt cool aus. Momentan kann man es ja fast ohne Jacke tragen.

    Liebe Grüße Sabine

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  5. Ein ganz besonderes Hemd. Solche Stücke, die mit einem was zu tun haben, liebe ich besonders. Manchmal kann es dann auch ein Trachtenstück sein wie z.B. der Rieser Kittel, den ich als Kind und junge Frau auch gern getragen habe, weil ich dort in der Nähe aufgewachsen bin.
    Man sieht, dass Du Dich wohlfühlst damit und es steht Dir einfach gut.
    Die Elbe ist richtig touristisch geworden. Als ich vor vielen Jahren mit Freunden und kleinen Kindern dort war, konnten die noch richtig am Strand toben. Und wir waren die einzigen mit Picknick dort... Lang ist es her.
    Gibts noch Fotos davon... Tim Mälzer ist auch ein Stück älter geworden. So wie wir alle. Gut, dass Du damals schon auf ihn aufmerksam geworden bist und so eine schöne Erinnerung hast.
    Mit dem Rad kann man ja zum Glück auch im Winter fahren, das machen wir jedenfalls. Allerdings keine großen Touren, nur Alltag.
    Ein schönes Herbstwochenende wünscht Dir Sieglinde

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    1. Solltet ihr noch einmal an der Elbe picknicken wollen - ich kenne noch ein paar Stellen, an denen man ganz allein ist. Sag also Bescheid!
      Das weiße Haus war damals schon ein geniales Restaurant. Das Essen war auf jeden Fall ganz, ganz toll.

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  6. Keine elegante Überleitung zum Hemd- na so was. Macht aber nix, wir lesen trotzdem weiter.

    Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, wenn etwas zum Hot Spot wird, was vorher keiner kannte. Die Veränderungen sind dann meist nicht so toll.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Elegante Überleitungen werden sowieso überschätzte ;-) Die Welt sucht pausenlos nach neuen Hot Spots. Da trifft es halt auch mal Orte, die vorher einfach nur schön ruhig waren.

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  7. Das Hemd schaut ganz schön aus und mit dieser Kombi kann man eigentlich nicht viel falsch machen! Tolle Fotos!
    Liebe Grüße und ein schönes sonniges Wochenende,
    Claudia

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  8. Weißt Du was, mir ist jetzt gerade ein Licht aufgegangen.
    Eine echt gute Location ist wie das perfekte Outfit, eine Lieblingsklamotte.
    Es ist heute perfekt
    es passt zu Dir
    es passt zur Stimmung
    und das ist es, was die Erinnerung an ein Gefühl beschreibt. Wie man sich an diesem Abend fühlte, als man in dieser Location war, an diesem Ort oder in dieser Kleidug.
    Es muss zu einem passen. Alles andere ist Verkleidung.
    Eigene Erfahrungen kann man nicht abfärben, nicht übertragen und auch nicht erklären.
    LG Sunny

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    1. Stimmt. Es passte. Eine Symbiose aus Elbe und Pott, die vermutlich niemand außer mir nachvollziehen kann. Aber ich liebe sie :-)

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