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Jeans und T-Shirt - back to the past

Kinners, ich bin verliebt :-) Klar, natürlich in den besten aller Ehemänner. Aber es gibt da einen Nebenbuhler. Er ist schwarz. Und er heißt Vespa Primavera 125. Eigentlich war die Sache ja so gedacht, dass Kind, groß, dieses coole Stück Technik fährt, damit das Taxi Mama entlastet wird. Denn Taxi Mama jongliert ständig mit Dutzenden von Terminen, weil das Leben auf dem Dorf durchaus einige Schattenseiten hat. Eine davon ist, dass alles, was sportlich über Fußball hinausgeht, mindestens 20 Kilometer Fahrt erfordert. Busverbindungen? Zur Schule klappen die ganz gut. Aber wehe, man will nachmittags oder gar abends weg hier. Oder gar zurück nach Hause. Fehlanzeige. Die Mofa mit 15 habe ich glattweg verboten. Denn damit ist man auf der Landstraße lediglich ein Verkehrshindernis. Ein gefährlich lebendes Verkehrshindernis. Führerschein mit 17 ist ja ganz nett und wird auch gemacht. Aber es muss halt immer ein erwachsener Fahrer daneben sitzen. Hilft dem Taxibetrieb also auch n...

Eine haarige Angelegenheit

Und da war er, ein Kommentar irgendwo unter einem Instagram-Bildchen. Es ging um Haare. Für viele Frauen quasi der wichtigste Körperteil. Genauer gesagt ging es um kurze Haare. Darum, dass man doch mit über 40 unmöglich kurze Haare tragen kann. Weil man damit seine Weiblichkeit aufgibt. Und weil kurze Haare per se trutschig sind. Über den „feschen Kurzhaarschnitt“ wird mit süffisantem Unterton gern in Verbindung mit „Rentnerbeige“ gelästert. Er scheint, ist man modebewusst und fühlt sich mit 40 oder 50 noch wie 25, wie sich das für eine moderne Frau gehört, das haarifizierte Grauen zu sein. Ach ja, und dann gibt es noch die Gegenfraktion, die Frauen über 40 nicht nur den Minirock, sondern auch lange Haare verbieten will. Sobald frau Kinder hat/ein gewisses Alter überschritten hat, hat sie doch bitte die Haare kurz zu tragen. „Altersangemessen“, nennt man das dann. Fein. Wer sich also bereits fortgepflanzt hat und/oder die bösen Wechseljahre überschritten hat, ist zum Zwecke...

Nicht auf der Gästeliste: Jeans-Bermudas

Tragt ihr Jeans-Bermudas? Ich mag die eigentlich total gern, weil sie a) aufgrund ihrer Länge für mich bürotauglich b) so ziemlich für jede Lebenslage geeignet c) eben Jeans sind. Und Jeans trage ich gern. Im Hochsommer - oder was davon in Norddeutschland im Allgemeinen so ankommt - ist mir aber eine lange Jeans zu warm. Vor vielen, vielen Jahren *hüstel* erlitt meine Liebe zu Jeans-Bermudas allerdings einen herben Rückschlag. Fast wären die auf dem großen Müllhaufen der Geschichte gelandet.  *das war jetzt der Bezug zum Schild auf dem Bild* So ungefähr 25 Jahre muss es her sein.*herrje, bin ich alt*. Die Bürobesatzung beschloss, den sommerlichen Freitag mit einem Picknick im Hamburger Stadtpark ausklingen zu lassen. Futter, Frisbee und faul sein hieß die Devise. Da passt eine Jeans-Bermudas ganz gut. Dachte nicht nur ich, sondern auch meine Kollegin. Der Abend wurde lang und länger, es war längst dunkel, alles Essbare vertilgt und selbst den Frisbee konnte man...

Mein liebster Frühlingstrend: Offshoulder

Es begab sich eines schönen Nachmittages, eines der zahlreichen Gewitter war schon wieder im Anzug, dass die beste Mutter der Welt, also ich, das große Kind mit einem herzzerreißenden Blick (ha, den kann ich. Sagt auch mein Mann) dazu bewegte, "eben mal schnell" Outfit-Fotos zu machen. Weiter als bis in den Garten kamen wir aber nicht, wegen akuter Zeitnot. Es grummelte bereits. Und dann sagte das Tochterkind, was es bei solchen Gelegenheiten immer breit grinsend sagt: "Biete mal was an". Das hat sie bei Frau Klum gelernt. Die GNTM-Aspirantinnen müssen auch immer was anbieten. Ich kann fehlerlos Kaffee und Kuchen anbieten, wenn ich Besuch habe. Aber bei Outfit-Fotos im eigenen Garten ist das echt schwierig. Die Nachbarn halten uns sowieso schon für reichlich schräg, vermute ich. Und vermutlich rätseln sie seit Monaten, warum da ständig fotografiert wird. In freier Wildbahn ist es mir inzwischen relativ egal, was Passanten denken. Im eigenen Garten blöderweise nic...

Befördern wir uns selbst auf die Resterampe?

„Ich bin Fran. Und ich bin 50.“ Klingt ein ganz kleines bisschen nach einer Vorstellung in einer Selbsthilfegruppe? Finde ich auch. Ich mache zwar kein Geheimnis aus meinem Alter. Das finde ich albern. Aber im normalen Leben ist mein Alter in der Regel auch kein Thema. Wer mich sieht, sieht, dass ich keine 20 mehr bin. Und auch keine 30. Nichtmal 40 ;-) Auf vielen "erwachsenen" Blogs ist es das Alter aber zur Zeit sehr wohl ein Thema. Auf meinem bisweilen auch, ich nehme mich selbst da überhaupt nicht aus. Nicht nur dass im Blogtitel Üirgendwas steht (wie bei mir). Oder die Frage „Kann man das mit Üirgendetwas noch tragen“ in den Raum gestellt wird (habe ich auch schon getan). Oder die Tatsache thematisiert wird, dass man mit Üschießmichtot NICHT unsichtbar ist (ebenfalls schuldig im Sinne der Anklage). Möglichst oft Üirgendwas als Wettbewerb? Zur Zeit findet man die Formulierung "Üirgendwas" allerdings bei einer Reihe von Blogs wirklich in jedem Post. ...

Auf Großwildjagd, diesmal ganz in Grün

Kürzlich las ich irgendwo in irgendeinem Kommentar auf irgendeinem Blog, dass ein richtiger Modeblogger seine Fotos gefälligst in der Stadt zu machen hat. Mit Natur im Hintergrund ginge als Ausnahme mal durch, aber ansonsten gehöre Mode in die Stadt. Äh ja. Blöd gelaufen für mich. Die nächste Kleinstadt ist zwar mit dem Auto in zehn Minuten zu erreichen, aber wenn ich ehrlich sein soll - Stadt geht anders. Und für jedes Outfit nach Hamburg eiern? Nur um ein "richtiger" Blogger zu sein? Och nö. Ihr müsst mit Natur Vorlieb nehmen. Diesmal im Vorder- UND im Hintergrund. Alle mit Grün-Phobie also bitte wegsehen:  Mein erster Blog-Auftritt als Großwildjäger! Den habe ich in der vergangenenWoche tatsächlich gespielt. Allerdings nicht im Wald, sondern im Keller. Daran, dass niedliche kleine Mäuse da unten Nahrung und Schutz suchen, habe ich mich nach einigen Jahren Landleben gewöhnt. An die riesigen Spinnen, die vorzugsweise im Herbst einziehen, werde ich mich wohl nie g...

Ich bin eine wandelnde Wettervorhersage

Wenn morgens irgendwann rund um fünf *ja, ich will Mitleid* mein Wecker dröhnt, dann weiß ich ohne einen Blick aus dem Fenster neuerdings schon, ob draußen gleich die Sonne rauskommt oder ob wieder mal norddeutscher Nieselregen angesagt ist. Ich bin nämlich ein wandelnde Wettervorhersage! Genauer gesagt: Mein rechter Fuß übernimmt diesen Job. Ist es nass, kommt er so überhaupt nicht in die Gänge. Scheint dagegen die Sonne, gestaltet sich der Weg zur Kaffeemaschine die Treppe runter schon deutlich angenehmer. Ich bin gerade nicht ganz sicher, ob mir das auf Dauer so gefällt. Im Prinzip ist es ja ganz witzig, den Rest der Familie schon morgens um kurz nach fünf mit einem fröhlichen Ruf "Es regnet. Nehmt lieber den Bus anstatt des Rades" zu wecken. Man hasst mich schon des Weckrufes wegen, da macht der Regen als Zugabe die Sache im Prinzip auch nicht schlimmer. Aber irgendwie kommt man sich, wenn man bei Regen erstmal eine Stunde herumhumpelt, ganz schön a...