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Älter werden ist nix für Feiglinge - die Brut zieht aus

So, nun ist sie weg. Kind, groß (das eigentlich die kleinere von beiden ist, also das wunderbare Kind links im Bild), ist heute ausgezogen. So ein Umzug mit allem Zipp und Zapp. In ihrem ehemaligen Zimmer steht noch eine Kommode und im Kleiderschrank liegen ungefähr 50 Kleiderbügel. Heute früh haben wir den Transporter gepackt und am Ziel warteten schon ganz viele Umzugshelfer, die nicht nur alles in den zweiten Stock getragen haben, sondern auch noch sämtliche Ikea-Einkäufe mit einer Engelsgeduld zusammengebaut haben.
Bin ich jetzt traurig? Nein, keine Spur. Denn als ich heute nachmittag nach vollendetem Umzug auf dem Nachhauseweg mit dem Kinde telefonierte, sagte sie aus vollem Herzen „Mama, ich freu mich so“. Und genau deshalb bin ich keine Spur traurig, sondern freue mich aus vollem Herzen mit.
Das Kind ist fast 20 und es wurde Zeit für sie, auf eigenen Füßen zu stehen. Dass sie Verantwortung für sich übernehmen kann, hat sie in den letzten beiden Jahren seit dem Abitur bewiesen. Ic…

Tretroller für Große

Was macht man, wenn für den einzigen, halbwegs arbeitsfreien Tag in der Woche mitten im Sommer 17 Grad und Nieselregen angesagt sind? Netflix and Chill? Kann man machen. Ist auch wirklich gemütlich. Ich würde aber nach siebeneinhalb Minuten einschlafen und das wär`s dann. Ich brauche frische Luft und Bewegung. Also vertraue ich einfach darauf, dass das mit dem Nieselregen schon nicht so schlimm wird. Und weil ich die ganze Woche über das Dorf- und Kleinstadtleben genießen durfte - wobei die Kleinstadt es in dieser Woche dank eines bekannten Online-Kaufhauses und seiner Retourenbehandlung bundesweit in die Medien geschafft hat - fahre ich in die große Stadt. Da gibt es nämlich seit zwei Wochen E-Tretroller an fast jeder Straßenecke, die man per App ausleihen kann. Und weil mich die Dinger schon im April in Barcelona fasziniert und kürzlich in Wien fasziniert haben, muss ich die dringend testen. Also ab in den Zug und auf in die große Stadt :-)
Ungefähr fünf Schritte vom Hauptbahnhof ent…

Früher war alles besser? Nö. Aber es war gut...

... und wenn man die Finger davon gelassen hätte, wäre es das immer noch. (Frei nach Jochen Malmsheimer)
Kürzlich stieß ich in uralten Bookmarks auf einen Blog. Nicht irgendein Blog, sondern der erste Ü30-Blog, den ich vor ungefähr acht Jahren entdeckt habe. Damals gab es nicht wirklich viele Blogs und diejenigen, die es gab, wurden zu 98 Prozent geschrieben von jungen Mädchen zwischen 20 und 25. Dass jemand, der knapp 40 war, bloggte, war damals eher ungewöhnlich. Ich fand’s toll und habe den Blog mit viel Begeisterung verfolgt.
Kooperationen gab es damals kaum. Und wenn es sie gab, dann waren es Kooperationen mit China-Shops, die Kleidung gegen Blogposts tauschten und die waren ebenso fest in der Hand der 20-jährigen wie die Blog-Landschaft selbst.
Ich habe diesen Ü30-Blog geliebt. Die Fotos würden, gemessen an dem, was heute Standard ist, wohl unter „geht gar nicht“ laufen. Es waren Fotos voller Leben, mit einer aus vollem Halse lachendem Bloggerin, vor unkuratierten Kulissen, Fotos a…

Braun, mal ganz unpolitisch

Braun, braun, braun sind alle meine Kleider, weil mein Schatz ein UPS-Fahrer ist… Nö, stimmt nicht. Also letzteres. Der UPS-Fahrer, der hier von Zeit zu Zeit klingelt, ist kein sonderlich sympathischer Zeitgenosse. Als Schatz ist der mal völlig unbrauchbar. Aber braue Kleider - davon wohnen inzwischen einige Exemplare in meinem Kleiderschrank.
Braun ist zumindest politisch gesehen ja nun nicht unbedingt die Farbe der Stunde. Also genau genommen weder der Stunde noch des Tages noch des Jahres noch des Jahrhunderts. Sehe ich genauso. Völlig unpolitisch gesehen mag ich Braun allerdings sehr gern, und zwar nicht nur für Winterboots. Es gab mal eine Zeit in meinem Leben, da trug ich ausschießlich das, was meine Freunde damals „Erdferkelfarben“ nannte. Dann ging es eher in Richtung schwarz, grau und weiß. Auch, weil meine geliebten Ferkelchen kaum noch zu finden waren. Und dann kam in diesem Jahr das Revival. Alles zwischen beige, braun und oliv darf man wieder ungestraft anziehen. Finde ich…

Was Timm Thaler mit Blogfotos zu tun hat oder: Der Rock, der nicht weiß, dass er ein Rock ist

Erinnert sich irgendjemand an die Serie „Timm Thaler“? Das war die erste Weihnachtsserie im ZDF ever und ich habe sie geliebt. Der Junge, der sein Lachen an einen bösen Baron verkaufte. Timm gewann ohne sein Lachen zwar jede Wette, aber sein Leben war so ganz ohne Lachen dann doch etwas freudlos. Hach, was habe ich Tommi Ohrner angeschmachtet…
Der moderne Timm Thaler, der findet sich inzwischen in weiblicher Form auf ganz vielen Blogs wieder. Während nämlich vor 30 Jahren noch Lächeln befohlen war, sobald jemand auf den Auslöser der Kamera drückte, scheint es heute wahnsinnig wichtig zu sein, genau das nicht zu tun. Zu viel Lebensfreude ist heutzutage nämlich auf Blogfotos nicht gefragt. Also zumindest dann, wenn man ein richtiger Influencer sein will.
So ein Amateur-Blogger, der keinerlei Ambitionen hat, der darf ruhig lächeln oder sogar aus vollem Halse lachen. Wer aber auf sich hält, der guckt bitteschön mit möglichst gelangweiltem Blick zur Seite. Das wirkt nämlich gleich viel coole…

Der Sommer braucht Farbe - soll er haben :-)

Der wirklich farbenfrohe Typ bin ich ja nun nicht. Leuchtende Grün- und Blautöne überlasse ich Anderen. Wenn schon Farbe, dann trage ich am liebsten Rot oder Rosa. In einem hübschen Königsblau sehe ich nämlich aus wie gerade gestorben. Und auch wenn ich mich nach einem 12-Stunde-Tag bei über 30 Grad so fühle, muss ich ja nicht so aussehen. Also trage ich am liebsten Weiß, Beige, Braun oder Oliv.
Es gibt allerdings auch Momente, da packt es sogar mich und ich brauche ein bisschen Farbe. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr eine rote Jeansjacke gekauft. Getragen habe ich sie allerdings eher selten. Als Farbklecks im Schrank macht sie sich allerdings hervorragend :-) Als ich kürzlich nicht an dem blau-roten Blumenrock vorbeigehen konnte, ohne ihn endlich zu adoptieren, war mir ja eher nach einer Kombination mit unschuldigem Weiß. Oder mit einer Jeansjacke. Die habt ihr ja schon hier gesehen.
Wenn es dem Esel zu langweilig wird, geht er aufs Eis. Und wenn die Fran Farbe braucht, dann wühlt …

Fünf Fragen am Fünften - Vom Essen über TV bis Kunst

Der Kalender sagt, dass heute der fünfte Juli ist. Und weil das so ist, gibt es heute die Antworten auf die fünf Fragen am Fünften, die Luzia Pimpinella jeden Monat aufs Neue aufwirft. Also los!
1. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche? Aber nein, definitiv nicht. Das wäre ja langweilig. Für mich und für den Koch. Da ich ein so-ziemlich-alles-außer-rote-Beete-Esser bin, muss ich auch möglichst viel probieren. Deshalb esse ich in der Regel nicht nur das, was ich selbst bestelle, sondern klaue auch gern auf fremden Tellern. Eine Ausnahme mache ich hier allerdings: In meinem Lieblings-Frühstücks-Café (für Gunda: Annas Café in Lüneburg) bestelle ich immer, wenn ich mit dem großen Kinde da bin, das Schlemmerfrühstück für zwei in der vegetarischen Variante. Bin ich mit dem kleinen Kind unterwegs (und ja, es ist 1,80 m groß und 17 Jahr alt, also nicht klein), dann geht das nicht, weil das kleine Kind vegan isst. Dann mach ich es wie oben: Ich probiere etwas anderes aus.





2. Genierst du di…