Direkt zum Hauptbereich

Posts

Lounge oder Küche? Egal. Hauptsache, da ist Leben drin.

Die besten Parties enden in der Küche. Das war schon vor gefühlt hundert Jahren in meiner kleinen Studentenwohnung so und das ist bis heute nicht anders. Lediglich die Küche ist größer. Das muss auch so, hier wird nämlich beim Kochen furchtbar viel getanzt. Das funktioniert hervorragend, weil man um den Herd herumtanzen kann :-) Die Kochinsel aus poliertem Granit war so ziemlich das erste, was ich bei der Besichtigung der Wohnung gesehen habe und ich war auf der Stelle verknallt. Da wusste ich allerdings auch noch nicht, wie lange es dauert, die Insel nach dem Kochen wieder in den Ausgangszustand zu versetzen… Mindestens genauso begeistert war ich von der Tatsache, dass zwei Seiten des Raumes verglast sind und man durch die Glaswände aufs Wasser sieht. Ok, da wusste ich noch nicht, wie sehr ich es lieben würde, diese Glaswände zu putzen. Aber keine Sorge, inzwischen habe ich die hoch gehandelte Telefonnummer eines Fensterputzers. Wegen dieser Glaswände heißt das Geschoss übrigens

Freundliches Schwarz und ein Konjäkchen ;-)

  Eine sichere Bank nannte Sabine die Farbe Schwarz am Sonntag. Sabine hat Recht :-)  Es gibt zwar Menschen, die der Meinung sind, dass schwarz, genauso wie grau oder beige kreuzlangweilig ist und schon dreimal für eine Frau über 50. Da muss Farbe her, höre ich oft. Finde ich nicht. Ich mag ein freundliches Schwarz, ebenso wie ein fröhliches Grau. Schwarz kann nämlich nicht nur wunderbar allein stehen (und die Kollegen fragen betroffen, ob man gerade von einer Beerdigung kommt), sondern lässt sich auch prima kombinieren. Mit fröhlichem Grau genauso wie mit Cognac. Trinken mag ich das Zeug zwar nicht, aber die Farbe ist ok :-) Außerdem passt Cognac wunderbar zu Herbstlaub und das muss man nutzen, bevor sämtliches Herbstlaub unter die Räder gerät und zermatscht irgendwo liegenbleibt. Dann taugt es nämlich nicht mehr als Fotokulisse, sondern nur noch zum Ausrutschen. Glaubt mir. Ich kenn mich da aus. Abgesehen davon wird der Herbst in der nächsten Woche offiziell beendet und Lederjacken m

Besserwisser, Stänkerer, Nörgler, Motzer...

. ..Querulanten, neidische Zippe, Hater, Neidhammel – das ist nur ein Auszug aus den Bezeichnungen, die ich kürzlich im großen, weiten Internet unter einem Blogpost fand. Gemeint war ein Leser, der etwas kritisierte. Äh ja. Kann man machen. Aber, um mal meine Tochter zu zitieren. „Dann isses halt Scheiße“. Aber von Anfang an. Es begab sich also, dass eine Bloggerin einen Werbepost veröffentlichte. Das ist nicht weiter ungewöhnlich. Auf Blogs wird für so ziemlich alles geworben. Das ist eben so und das soll jeder halten wie er möchte. In diesem Fall gab es einige wenige Leser, die sich das Produkt, für das geworben wurde, näher ansahen und äußerten, dass die Dienstleistung, die da verkauft werden sollte, ganz objektiv vielleicht doch nicht das Größte unter der Sonne ist. Das wurde im Post natürlich ganz anders dargestellt. Es liegt schließlich im Wesen von Werbung, dass sie Vorzüge herausstreicht und über weniger positive Seiten eines Produktes den Mantel des Schweigens hüllt. Die

Wenn ihr schon da seid – kommt doch rein :-)

  So, ich habe mal kurz aufgeräumt und jetzt dürft ihr gern hereinkommen :-) My home is in Kassel, äh nein. Selbstverständlich in der schönsten aller Hansestädte. Aber my Castle ist es, my home. Und wie es sich für ein ordentliches Castle gehört, muss man erstmal über eine Brücke gehen. Logisch, wenn man im Wasser wohnt. Entweder Brücke oder nasse Füße. Da nimmt man doch gern die Brücke. Und dann ist man auch schon da. Im Eingangsbereich. Den mag ich gern ordentlich. Ich habe viele, viele Jahre mit einer Garderobenecke gelebt, in der ungefähr hundertdrölfzig Jacken an drölfzig Haken hingen und es immer aussah, als wären dort Hempels zuhause. Über die fünfunddrölfzig Schuhe rede ich gar nicht. Über die fiel man immer, wenn man fix Malin Richtung Gästetoilette entschwinden wollte. Zwischen all den Jacken flogen im Winter Horden von Mützen und Handschuhen herum und wenn man wirklich viel Glück hatte, fand man zwei Handschuhe, die zueinander passten. Jeder, der Kinder hat, kennt solche Gar

Warum ich Tage in grau trotzdem liebe

In der vergangenen Woche gab es einen von diesen Novembertagen wie er klischeehafter nicht sein könnte. Grauer Himmel, grauer Nebel, es war eiskalt und so richtig hell wurde es den ganzen Tag lang nicht. Normalerweise hasse ich solche Tage wie die Pest. An diesem Tag nicht. Da fand ich ihn klasse. Diese geheimnisvolle Stimmung während meiner Morgenrunde durch den Park, als die Seen langsam aus dem Nebel auftauchten und der Nebel die Geräusche meiner Schuhe auf dem Boden verschluckte. Der Moment, wenn auf der letzten Gerade des Weges das beleuchtete Erdgeschoss meines Zuhauses auf dem Wasser in Sicht kommt - ich liebe das. Im Bad war es muckelig warm, die heiße Dusche tat gut. Und dank Homeoffice durfte ich einfach zwei Treppen in mein Arbeitszimmer hochlaufen, von wo ich in den Wald nebenan sehe, der immer noch im Nebel lag. Ich liebe es, zuhause konzentriert arbeiten zu können, während in der Redaktion gefühlt alle drei Minuten irgendjemand irgendetwas von mir will, während links

Zuhause auf dem Wasser

Fast ein ganzes Jahr lebe ich jetzt schon in der Großstadt. Mittendrin quasi. In zehn Minuten bin ich mit der S-Bahn in der City. Und doch ist es hier so ruhig, dass ich manchmal selbst nicht glaube, dass ich hier mitten in einer Großstadt bin. In zehn Minuten bin ich zu Fuß mitten im Szeneviertel mit Cafés, Bars und Restaurants. In einer halben Minute im Park, der gleich neben dem Haus beginnt. Seen, Wälder und ein riesiges, ehemaliges Gartenschaugelände. Da kann man laufen oder spazierengehen, Skatern zusehen oder einfach nur auf dem Steg sitzen und aufs Wasser gucken. Aufs Wasser gucken kann ich allerdings auch aus jedem Fenster der Wohnung oder von der Terrasse oder dem Balkon aus. Denn DER Grund, warum ich genau hierher gezogen bin, war die Tatsache, dass das Haus, in dem ich wohne, im Wasser steht. Viele Male habe ich am Ufer gesessen, die Häuser angeschmachtet und mir gewünscht, dort zu leben. Gebaut wurde das Viertel, in dem ich wohne, für die Internationale Bauausstellung, di

Berufsoptimist im Sonnenschein :-)

Weia, war das ein turbulentes Wochenende. Nachdem ich eigentlich schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, dass die Stimmenauszähler in diversen amerikanischen Bundesstaaten jemals mit dem Zählenn fertig werden, kam dann doch irgendwann die offizielle Bestätigung dessen, was wir uns vermutlich alle gewünscht haben. Trump muss nach vier verdammt langen Jahren aus dem Oval Office ausziehen. Ich würde gern höchstpersönlich seinen letzten Kram auf den Rasen werfen *grins* Während die Welt also gebannt auf die Magic Wall bei CNN starrte und wir alle ein bisschen atemlos warteten, habe ich mir immerhin ein endlos faules Wochenende gegönnt. Ein Ausflug in die Hobenköök, ein bisschen Aufräumen hier und da, leckeres Essen, umwerfender Gin-Punsch, Lichterketten auf dem Balkon und der Terrasse anbringen und lange Spaziergänge bei herrlich sonnigem Wetter. In der Sonne war es so warm, dass die Daunenjacke getrost zuhause bleiben konnte. Dafür durfte das neue „Shacket“ mit. Früher mal, da nannte