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Posts

Ab 53 keine Jeans mehr? Entrüstet Euch bitte.

Ein neues Thema erschüttert die Blogger-Welt ab 40. Oder ab 50. Naja, genau gesagt ab 53. Eine britische Studie, die uns sagt, dass Frauen ab 53 gänzlich auf das Tragen von Jeans verzichten sollten. Huch? Im Ernst? Ein gefundenes Fressen für alle Blogger ab 50. Denn wir entrüsten uns über nichts lieber als über Vorschriften, was man ab 40 oder 50 nicht mehr zu tun hat. Abgesehen vom Tragen von kurzen Röcken. Denn da sind sich viele Blogger einig: Das muss nun wirklich nicht mehr sein. Cellulitis lässt grüßen.

Aber Jeans? Die kann man doch nun wirklich auch mit der größten Bindegewebsschwäche noch tragen. Anstatt zur rituellen Jeans-Verbrennung bei Vollmond zu schreiten entrüstet sich die Blogger-Gemeinde also über die Unverschämtheit, so etwas zu verlangen. Denn nichts garantiert mehr Wir-Gefühl als sich über ungerechtfertigte Forderungen gemeinsam zu entrüsten. Keine Jeans mehr ab 53? Geht gar nicht. Bei diesem Thema kann man sich sicher sein, 98,5 Prozent aller Leserinnen wie eine Wa…

Plisseerock an Ostsee

Ich bin schon wieder Ostsee-reif… Und das, obwohl ich heute einen freien Tag hatte. Aber der Handwerker, der mir diesen freien Tag eingebracht hat, hat ganze Arbeit geleistet. Aber von vorn.
Anfang November habe ich einen neuen Fußboden für den Flur und ein Zimmer im Erdgeschoss ausgesucht. Der Fußbodenleger hatte allerdings keine Zeit, sich gleich darum zu kümmern. Zwischendurch hatte ich dann leicht andere Prioritäten ;-) Aber im letzten Monat wollte ich dann doch Nägel mit Köpfen machen - immerhin dürfte ein neuer Fußboden den Wert des Hauses nicht gerade mindern - und erinnerte die Firma daran, dass ich immer noch auf einen Termin warte. Den bekam ich dann auch. Heute früh sollte es werden.
Nicht nur, dass der gute Mann sich mal eben um zwei Stunden verspätete - egal, ich hatte mir ja den ganzen Tag frei genommen. Nein, er kam auch allein und in mächtig mieser Stimmung. Eigentlich sollte er einen Kollegen mitbringen, aber der war krank. Er machte sich also eher schlecht gelaunt an d…

Mein Februar/März 2019

Da ist es nun passiert: Seit Dienstag kein Post. Tse. Aber es ging einfach nicht. Die Zeit fliegt geradezu an mir vorbei und selbst der Monatsrückblick, den ich eigentlich am Freitag posten wollte, kommt erst heute. Woran liegt das? Ich habe gerade das Gefühl, dass ich von Montag bis Freitag entweder arbeite  oder versuche, wenigstens rudimentär die Sache mit dem lästigen Haushalt unter Dach und Fach zu kriegen und am Wochenende unterwegs bin. Die letzten vier Wochen waren turbulent. Aber ich mag es turbulent, also war es genau richtig. Auch wenn der eine oder andere Blogpost ausfallen musste.
Diesen Post tippe ich übrigens auf der Autobahn zwischen Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Nein, ich sitze derweil nicht selbst am Steuer. In die alte Heimat verschlägt es mich im Moment quasi jedes Wochenende, an dem ich nicht gerade an der Ostsee bin. Elternrunden sind anstrengend, aber je älter die Eltern werden, desto häufiger sind sie halt erforderlich. Inzwischen wird immerhin an Plänen gefe…

Frauentag reloaded

Na, habt ihr den Internationalen Frauentag am letzten Freitag auch gefeiert? Mit Blumen und Glückwünschen und vielleicht sogar einem Geschenk von den Liebsten?
Ich nicht. Ich habe zumindest die Hälfte des Freitags damit verbracht, um die Rede von Rita Süssmuth zu rekapitulieren, die ich am Vorabend gehört hatte, als sie zu Gast im hiesigen Kreishaus zur Frauenhaus-Feier war. Frau Süssmuth, ehemalige CDU-Politikerin, ehemalige Ministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit ehemalige Bundestagspräsidentin. Aber auch Begründerin der Initiative „Die letzte Entscheidung muss bei der Frau liegen“ zur Reform des Abtreibungsparagraphen Anfang der 90er und Vertreterin der Frauenquote im Bundestag. Frau Süssmuth ist inzwischen 82 Jahre alt. Sie tritt noch immer für die Gleichberechtigung der Frauen ein und hinterlässt dabei eine Eindruck, den ihr andere 82-jährige erstmal nachmachen sollen.

Sie hatte vor allem eine Botschaft im Gepäck: Wir Frauen können viel erreichen. Wir Frauen sollten u…

Wie viel Glücklichsein ist eigentlich erlaubt? Und schon wieder das Lederhemd.

Darf man eigentlich ungestraft vor Glück fast platzen, einfach nur so? Ist es erlaubt, aus eigentlich gar keinem Grund Luftsprünge am Strand zu machen, nur so, weil man so unbändig gute Laune hat? Genau so ging es mir nämlich am letzten Wochenende in Kühlungsborn. Das Wetter war zwar so lala, aber das war egal. Da war die Ostsee, und da war ich und da waren keine Verpflichtungen und keine Termine. Nur ein Wochenende voller Strand und Wind und guter Laune.
Und dann kommt diese völlig bescheuerte Frage: Darf ich das überhaupt? Sollte ich nicht eigentlich nachdenklich und in mich gekehrt sein, weil doch eigentlich in meinem Leben gerade Vieles drunter und drüber geht? Haut mir das Schicksal gleich eins über die Rübe, weil ich gerade glücklich bin, obwohl ich doch eigentlich gar keinen wirklichen Grund dafür habe?
Andererseits: ich habe genau genommen jeden Grund der Welt, glücklich zu sein. Ich lebe, ich bin gesund und munter, ich habe Menschen um mich, die ich lieb habe und die mich lieb …

Fünf Fragen am Fünften, diesmal am Siebten ;-)

Das Linkup „Fünf Fragen am Fünften“ habe ich bei Luzia Pimpinella entdeckt. Den Blog mag ich, beschäftigt er sich doch ausführlich mit dem Thema Reisen - und für Reisen bin ich immer zu haben - und Hamburg. Nic hat vor einem Jahr die „Fünf Frage am Fünften“ ins Leben gerufen.  Jetzt aber los, ich bin eh schon zwei Tage zu spät dran. Wenn ich so arbeiten würde wie ich blogge, wäre mein Chef not amused ;-)
1. Sagst du immer, was du denkst?Kurz und bündig: Nein. Also wenn ich etwas sage, dann definitiv das, was ich denke. Mir würde nicht im Traum einfallen, irgendetwas Anderes zu sagen. Das kann ich auch bei anderen Menschen nicht leiden.
Paradebeispiel waren bis vor einigen Jahren meine Kinder. Ich kochte, sie aßen. Und behaupteten, dass das nun wirklich lecker sei. Zwei Wochen später: Ich kochte das Gericht, das ja so lecker war, gleich nochmal. Am Tisch machten sich lange Gesichter breit. Ich habe meine lieblichen Blagen dann erklärt, dass es absolut nichts bringt, mir zu sagen, dass da…

Von furchtbaren Montagen und frühlingshaften Winterkleidern

Irgendwo habe ich kürzlich behauptet, dass ich Montage eigentlich gern mag. Ich nehme das jetzt mal offiziell zurück. Ich hasse Montage. Zumindest der gestrige Montag war das Paradebeispiel eines Montags des Grauens.
Eigentlich fing er ganz gut an. Ich habe es tatsächlich geschafft, relativ mühelos aufzustehen und habe nichtmal wirklich viel Zeit vertrödelt. Das kann ich frühmorgens nämlich am allerbesten. Der Morgenspaziergang war sonnenbeschienen und ich dachte beschwingt an das wunderschöne Wochenende in Kühlungsborn zurück. Die Elbe musste zwar die Ostsee ersetzen, aber das war fast egal.
Auf dem Weg zum ersten Termin des Tages wurde es dann das erste Mal dunkel. Also so richtig wortwörtlich. Hatte gerade noch die Sonne geschienen, zogen plötzlich dicke Wolken auf, es begann zu stürmen und zu gießen wie aus Eimern. Irgendwelche Dumpfbeutel hatten entlang der Landstraße, an der ich unterwegs war, den Baumschnitt liegen lassen. Der wehte mir Karacho auf die Straße und ich hatte alle H…