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Unspektakulär: Mein Juni und Juli

Ich habe keine Ahnung, ob es irgendjemand außer mir gemerkt hat, aber den Juni-Rückblick habe ich mir einfach mal gespart. Und der Rückblick für den Juli kommt auch ziemlich spät… Der Grund? Ganz einfach. Ich habe völlig unspektakulär den Sommer genossen. Das darf man angesichts von europaweiter Dürre, Waldbränden und Rekord-Hitzewellen vermutlich kaum sagen. Aber hier in Hamburg war es die meiste Zeit absolut erträglich. Die Rekordtemperaturen hatten wir zwar auch, aber nur für wenige Tage und im Anschluss hat es dann das getan, was anderorts fehlt: Es hat geregnet. Und wenn es das nicht tat, habe ich fast pausenlos draußen auf der Terrasse gelebt. Da gibt es nämlich nicht nur fast den ganzen Tag irgendwo ein schattiges Plätzchen, sondern jede Menge zu sehen. Entenküken im Dutzend zum Bespiel. Die ließen in diesem Jahr ganz schön lange auf sich warten, waren dann aber so hinreißend wie immer und ließen sich in den Entenhäusern gleich vor der Terrasse häuslich nieder. Ein Rekordjahr,

Diagnose Burnout: Wann hat man es "geschafft"?

Ich fand es sehr, sehr lieb von Nicole with a glow ;-), dass sie meinen letzten Post in Sachen Burnout in ihrem Juni-Rückblick erwähnt hat. Darin schreibt sie, dass es sie sehr bewegt, wie ich es geschafft habe. Und ja, ich habe es geschafft, endlich zum Arzt zu gehen, als nichts mehr ging. Freiwillig habe ich das nicht getan… erst als meine Familie mir drohte, mich hinzutragen, wenn ich nicht selbst gehe. Rückblickend war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich habe keine Ahnung, was passiert wäre, wenn meine Ärztin mich nicht sofort aus dem Verkehr gezogen hätte. Seitdem sind fast neun Monate vergangen. Ich habe lange auf einen Therapieplatz gewartet. Das ist normal in diesem Land und ich habe keine Ahnung, ob es Länder gibt, in dem das schneller geht. Vermutlich nicht. Eine private Krankenversicherung hilft dabei übrigens nicht unbedingt weiter. Ich nehme gerade an einer Studie zur Rückkehr in den Beruf teil. In meiner Studiengruppe sind einige Betroffene, die pr

Was ich im Juli gelernt habe

Diese Rubrik habe ich wie immer schamlos bei  Ines  kopiert. Ich finde sie nämlich großartig. Und deshalb klappt es auch, mich jeden Abend hinzusetzen und mich zu fragen, was ich heute gelernt habe. Es mag ja Menschen geben, die mit dem Ende der Schule das Lernen eingestellt haben. Dazu gehöre ich nicht. Man sollte jeden Tag Dinge lernen und man sollte jeden Tag Dinge zum ersten Mal tun. Sonst wird das Leben nämlich irgendwann furchtbar langweilig ;-) 1. Ich werde mich künftig von allen Umzügen fernhalten, bei denen es keinen Lift gibt. Vor allem wenn es in den dritten Stock mit einem engen Treppenhaus geht. Für so einen Quatsch bin ich zu alt. 2. Riesige Kühlschränke sind zwar unhandlich, aber nur halb so schwer wie kleine Waschmaschinen. 3. Einen kompletten Tag auf der Couch verbringen - das werde ich wohl nie lernen. Aber unter uns: Das erscheint mir auch gar nicht erstrebenswert. Asche auf mein Haupt. 4. Vom Qi Gong bekommt man Muskelkater im Hintern. Ehrlich jetzt. 5. Din

Beige macht unsichtbar - Grün hoffentlich nicht

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Aber ich stolpere in den Weiten des Internet ständig über Frauen über 50, die wehklagen, dass Frauen über 50 so schrecklich unsichtbar sind und dass das daran liegt, dass man sich in diesem biblischen Alter ja gern mal in beige kleidet. Und jedes Mal rolle ich mit den Augen - das kann ich echt gut - und frage mich, ob es noch klischeebehafteter geht. Am vergangenen Wochenende war ich wieder mal in Travemünde. Ich mag Travemünde, aber die Wahrheit ist nun mal auch, dass dort in der Hautsaison jede Menge Familien mit kleinen Kindern und vor allem Rentner urlauben. Eine wunderbare Gelegenheit also, um nicht nur ein Franzbrötchen und einen Kaffee am Strand zu genießen, sondern gaaaaanz viel Rentner in Rentnerbeige anzugucken und obige Theorie zu überprüfen.   Beige war allerdings kaum vertreten. Tausende von Rentner*innen (immerhin war Travemünder Woche), aber die rentnerbeige praktische Popelinejacke aus der Klischeeschublade habe ich kein einzige

Hellbraun statt beige - kein Grund zum Färben

Dass ich beige in allen Abstufungen mag, obwohl dieser Farbe der leicht säuerliche Duft von alten Menschen anhaftet, wisst ihr. Und ihr wisst, dass ich alles mag, was oversized ist. Um Figurbetontes zu tragen, muss ich schon in einer besonderen Stimmung sein. Oversize geht dagegen immer - und vor allem im Sommer. Da brauche ich nun wirklich nix, was eng anliegt. Aber zurück zu beige. Als ich kürzlich Tinas Färbe-Post las, habe ich innerlich ziemlich gegrinst. Denn im Gegensatz zu Tina, die aus dem beigefarbenen Kleid eines in einem zauberhaften Orange gemacht hat, das ihr phänomenal gut steht, sind meine Do-it-yourself Färbeversuche bisher immer in einer Katastrophe geendet - und zwar sowohl bei Textilien als auch bei Haaren. Es begab sich zu einer Zeit anno Tuck (ich wohnte noch bei meinen Eltern, muss also unter 19 gewesen sein), dass das Selbstfärben wahnsinnig angesagt war. Und ich hatte da eine Hose, der ich dringend eine neue Farbe verpassen wollte. Ich kann mich beim beste

Sommerpause und Urlaubsgedanken

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch so aussieht, aber hier macht der Sommer gerade mal Pause. Keine 28 Grad mehr, sondern gerade mal 18 mit Regen. Finde ich jetzt nicht soooo schlimm und gibt dem Park vor meiner Tür Gelegenheit, sich ein wenig von der Hitze zu erholen. Und ich war in den vergangenen Tagen sowieso reichiich ausgeknockt, nachdem ich mir angesichts Tonnen von Coronafällen im meinem Umfeld die vierte Impfung abgeholt habe… Abgesehen davon ist die nächste Hitzewelle ja schon im Anmarsch. Solange es aber erträglich kühl ist, hätte ich da noch ein Outfit aus dem letzten Sommerurlaub, das schon lange auf meinem Rechner herumliegt. Gedacht war der Urlaub zumindest als Sommerurlaub. In der Realität war er zwar großartig, aber wenig sommerlich. Was auch nicht tragisch war, denn beim Bergwandern sind 17 Grad kein Beinbruch, sondern eher angenehm. Und die zwei Tage mit Schauern konnte man prima im wirklich großartigen Spa unseres Hotels verbringen: Innen- und Außenpool, jede Menge

Warum ich nicht im eigenen Kleiderschrank einkaufe ;-)

Den Tipp, im eigenen Kleiderschrank einzukaufen, liest man häufig. Ich kann das nicht. Blöderweise vergesse ich nämlich höchst selten, was sich darin befindet. Zweimal pro Jahr räume ich meinen Schrank aus, säubere ihn und räume ihn wieder ein. Aussortiert wird dabei inzwischen herzlich wenig. Das passiert nur, wenn etwas nicht mehr passt oder wenn es Alterserscheinungen zeigt. Auf diese Weise ist aber dafür gesorgt, dass ich ziemlich genau weiß, was in meinem Schrank wohnt. Mit großen Überraschungen ist also nicht zu rechnen, solange mein Gedächtnis noch einigermaßen verlässlich arbeitet. Sollte ich mal tüddelig werden, ist der Schrankinhalt halt jeden Morgen aufs Neue eine Überraschung ;-) Bis dahin trage ich einfach ungeniert Kleidungsstücke doppelt und besitze auch noch die Frechheit, sie hier zum wiederholten Male zu zeigen. So wie mein heutiges Kleid zum Beispiel. Gekauft habe ich es in Danzig vor drei Jahren. Bei meinem Lieblings-Klamottendealer, bei dem ich fast alle meine