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Mathelehrerträume…

Die einen sagen ihn für den kommenden Winter mausetot und begraben ihn drei Meter unter der alten Eiche. Die anderen bezeichnen ihn als Trend - ja, was ist Cord denn nun? Definitiv ein Stoff, aus dem Mathe- und Physiklehrerträume sind. Zumindest meine Mathe- und Physiklehrer trugen Cord, gern als Hose in dunkelbraun. Ha, und mein allerliebster Maschinenbau-Dozent in der Uni auch. Naja, der Schritt von Mathe und Physik zu Maschinenbau ist ja mal nicht besonders groß… Ob also Cord aktuell Trend ist oder nicht, werden wir vermutlich nicht klären können. Genausowenig wie die Frage, warum ein Hemd aus dickem Stoff, das im vergangenen Jahr noch Shaket hieß, nun als Overshirt um die Ecke biegt. Vermutlich gibt es einen kleinen, feinen Unterschied, den nur ich nicht kapiert habe… oder schlicht und ergreifend ein probates Mittel, um die Dinger einfach mal neu zu verkaufen. Dieses Trend-Gedöns geht mir zuweilen mächtig auf die Nerven. Skinny Jeans etwa sind ja sowas von out. Frau von Welt t

Gelernt im Oktober

Diese Rubrik habe ich wie immer schamlos bei  Ines  kopiert. Ich finde sie nämlich großartig. Und deshalb klappt es auch, mich jeden Abend hinzusetzen und mich zu fragen, was ich heute gelernt habe.  1. Der Preis für ein Currywurst an meinem Lieblings-Currywurststand in der City ist auf 4,90 geklettert. Aber Currywurst ist eh ungesund und macht dick. Püh. 2. Vegan backen fand ich immer problematisch. Aber wenn man sich einmal davon gelöst hat, dass Butter und Eier in einen Teig gehören, fluppt es. Apfelmark und Öl gehen nämlich auch. Und das Ergebnis schmeckt wirklich richtig gut. 3. Ich kann immer noch fehlerfrei auf einer Wiese einen Champignon identifizieren. Habe ich zuletzt vor 45 Jahren gemacht…. 4. Die vollständige Induktion ist eine mathematische Beweismethode. Das Kind kann es, ich versteh nur Bahnhof. 5. Alte Menschen erkennt man daran, dass sie Slim Fit Jeans tragen. 6. Werbung behauptet, dass die typischen Disney-Prinzessinnen den kleinen Zuschauer*innen wichtige

Ich leide an psychischer Gesundheit…

… konstatiert eine Teilnehmerin einer Influencer-Reisegruppe zu einem Event der besonderen Art, Eingeladen hatte eine bekannte deutschen „content creatorin“ aka Spielerfrau, Ex-Spieler-Frau oder Spieler-Exfrau - ich bin im Fußballgeschäft eher so gar nicht zuhause - zu einem Mental-Health-Retreat. „I suffer from mental health“, stand wirklich unter ihrem Bild in der Vorstellung der Teilnehmer. Der erste Lacher des Tages. So ein Influencer-Leben ist aber auch schwierig, wenn man an psychischer Gesundheit leidet. Vermutlich ist mindestens eine ordentliche Neurose oder eine psychische Störung in dem Business echt hilfreich. Gesund ist sowas kaum durchzustehen. Aber das soll gar nicht das Thema sein. War quasi ein Side-Gag bei der ganzen Geschichte, der mich aber prächtig amüsiert hat. Aber zurück zum Retreat. Da war, wie sich das für so ein Mental Health Retreat gehört, die ganze Palette an psychischen Problemen und Störungen aus Influencerhausen vertreten: Sucht, Essstörung, Depress

Mein Oktober: Alte Traditionen und neue Entwicklungen

Eigentlich gehört der Oktober ja nicht zu meinen Lieblingsmonaten. Allein die Tatsache, dass beide Töchter im Oktober Geburtstag haben, fand ich viele Jahre lang einfach nur stressig. Zwei Kindergeburtstage innnerhalb von drei Wochen - das war für mich Höchstsrafe. Zumal spätestens der zweite Geburtstag fast immer mit richtig miesem Wetter verbunden war, so dass man die Bande nicht mal ruhigen Gewissens in den Garten schicken konnte. Aber Kindergeburtstage sind längst Geschichte und der Oktober gab wettermäßig alles. Er fühlte sich weit mehr wie ein unendlicher Spätsommer an denn als waschechter Herbst. Und Spätsommer ist genau mein Ding :-) Im Hause W. hat das Geburtstagskind traditionsgemäß an seinem Ehrentag das Sagen. Der Rest nimmt Urlaub und macht ohne Widerspruch alles mit. Und deshalb habe ich in diesem Jahr etwas getan, was ich zuletzt vor mehr als 40 Jahren getan habe: Ich war zum Pilzesuchen im Wald - einen ganzen Nachmittag lang. Und das hat riesigen Spaß gemacht. Ok

Putzen gegen das Empty Nest-Syndrom

Kinners, ich hab selten so dämlich geguckt wie gestern, als ich nach langer Zeit mal wieder auf Instagram unterwegs war und mir Werbung für Putzmittel auf das Display gespült wurde. Ok, genau genommen war ich natürlich erstmal entrüstet. Putzmittel? Mir? Warum? Ich besitze genau einen Allesreiniger, der bei mir tatsächlich alles reinigt. Ok, zusätzlich gibt es noch eine Flasche Spülmittel. Aber ich bin mir wirklich keiner Schuld bewusst, jemals Interesse für Putzmittel bekundet zu haben. Geheimnisvolle Social-Media-Welt halt. Immerhin war das Putz-Zeug angeblich nachhaltig. Behauptet die Firma. Eine Mini-Recherche (ja, mir war eventuell etwas langweilig) ergab, dass das auch nicht so wirklich stimmt, aber egal. Darum soll es eigentlich gar nicht gehen. Vielmehr um die Lebenshilfe, die mir dieser Putzmittelhersteller angedeihen lassen wollte. Im Prinzip ein schöner Gedanke. Aber die Ausführung? Nun ja. Die beschäftigte sich nämlich mit dem Gedanken, wie frau sich den Abschied von der

Barfuß statt Daunenjacke

Dass das Wetter Anfang Oktober, wenn das große Kind Geburtstag hat, regelmäßig noch einen T-Shirt-Tag bereithält, ist normal. Doch normalerweise ist spätestens Ende Oktober, wenn das kleine Kind Geburtstag feiert, eher eine Daunenjacke angesagt. Dass ich in diesem Jahr am letzten Oktobertag barfuß zehn Kilometer am Ostseestrand entlang wandern würde, hätte ich also eher nicht gedacht. Eigentlich war der nächste Kurztrip an die Ostsee auch erst für November geplant und gebucht. Bis das Kind auf die Idee kam, eine rauschende Geburtstagsparty zu feiern. Selbstredend ohne Beteiligung des Muttertieres ;-) Also habe ich kurzerhand die Buchung für das kommende Wochenende storniert und nach einem netten Ziel für das ohnehin längere Wochenende gesucht. Das war nicht ganz einfach, denn aus unerfindlichen Gründen hatten wohl viele Menschen sich überlegt, dass das lange Wochenende ein hervorragender Termin für einen Ostsee-Kurztrip ist. Das Ziel sollte Binz sein. Warum? Weil es eine direkte I

Beige bleibt. Heute mit schwarz kombiniert.

Auch wenn ich mittlerweile das eine oder andere Quäntchen Farbe trage, bleibt beige scheinbar doch meine Lieblingsfarbe. Vermutlich bin ich doch nicht „mittelalt“ wie meine Töchter regelmäßig versichern, sondern wirklich alt. Ihr wisst schon, so mit Altersstarrsinn. „Mein Beige gehört mir“ und so. Könnte auch sein, dass ich blind bin. Oder vergesslich. Denn eigentlich wollte ich, als ich kürzlich ein Wochenende auf dem Darß in Zingst verbrachte, einen schwarzen Gürtel in meine Tasche packen. Daraus wurde auf wundersame Weise ein brauner Gürtel wie ihr am heutigen Outfit seht. Keine Ahnung, ob die Modepolizei mich jetzt nachträglich verhaftet, wegen schwarzer Lederleggings, schwarzem Shirt und braunem Gürtel zum Hemdblusenkleid. Möglich ist das. Solltet ihr also in den nächsten Wochen nichts von mir hören, sitze ich im Modeknast ein… Ich hoffe nur, die Haftstrafe für einen falschen Gürtel ist nicht allzu hoch! Es ist übrigens furchtbar egal, wie oft ich für ein Wochenende wegfahre,