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Lang ist’s her, aber ich bin immer noch da



Also wegen mir kann die Zeit von Ende Januar bis Mitte März im kommenden Jahr ausfallen. Ende Januar wurde ich krank. Grippe. Und bis ich wieder fit war, dauerte es ziemlich genau drei Wochen. Dann war ich eine Woche lang im Urlaub - und kam Anfang März krank zurück.  Zur Erkältung gesellte sich Heuschnupfen. 60 Jahre habe ich kein Problem mit Allergien sämtlicher Art gehabt, aber in diesem Jahr hat es mich voll erwischt… Triefend und schniefend schlich ich durchs Leben und war mir nie ganz sicher, ob das jetzt die Erkältung oder irgendwelche Pollen waren. Nur der Husten, der war eindeutig. Danke auch. Für dieses Jahr ist mein Bedarf gedeckt.


Damit wäre also das Geheimnis gelöst, wo ich in den letzten sechs Wochen gesteckt hab. Aber immerhin war die Urlaubswoche richtig schön. Die Kids hatten ganz kurzfristig eine Woche von Praktika, Klausuren und Hausarbeiten freigeschaufelt und ich hatte ohnehin die Nase gestrichen voll vom Winter. Also  sind wir kurzerhand auf nach Mallorca geflogen und haben dort den Frühling bei Wanderungen und Aperol auf diversen Dachterrassen genossen :-)


Und weil der Frühling inzwischen auch hier angekommen ist, müsst ihr auch keine Winter-Outfits sehen. Die hingen mir im Februar auch ehrlich gesagt zum Halse raus. Also rein in weiße Jeans und los :-)


Sonntag




Frühling ist Lederjacken-Zeit. Und nachdem ich das gute Stück - da schon seit vielen, vielen Jahren hier wohnt und das ich regelmäßig gegen Kidnapping-Versuche in Richtung Jena verteidige - im vergangen Jahr gar nicht getragen habe, war es wieder an der Zeit. Helle Jeans dazu, helle Sneaker und ein Shirt. Fertig war das Outfit zum Sonntags-Spaziergang. Nachdem ich nämlich in den vergangenen Wochen meist auf meinem Sofa schimmelte, ist es endlich an der Zeit, das Stadtviertel hier mal tiefer zu erkunden und dabei habe ich die Steganlage quasi quer durch einen Teich gefunden. Bisschen rutschig und bisschen wackelig, aber hat gepasst :-)



Montag





Und dann war es nach dem Job (und nachdem der Regen endlich aufgehört hatte…) an der Zeit, mich endlich um die „Dachterrasse“ - also den durchaus groß geratenen, aber für eine Terrasse meiner Meinung nach etwas zu kleinen Balkon zu kümmern. Die Aussicht allerdings, die ist von hier oben großartig. Und damit ich die in Zukunft und hoffentlich bei ganz viel Sonne so richtig genießen kann, habe ich Pflanzen geschnitten, meinen Lieblings-Sessel geschrubbt und festgestellt, dass mein Tisch zu groß ist… Das Outfit dazu: beigefarbene Hose, die mindestens genauso bequem ist wie eine Jogginghose, T-Shirt und Jeanshemd. Passt fürs Büro und auch für die Terrasse.



Dienstag




Dienstage beginnen bei mir in der Regel ein wenig hektisch, weil ich um 5.15 Uhr aufstehe, um pünktlich um kurz vor sechs zum Schwimmen zu fahren. Das ist echt hart, vor allem, wenn man am Montag den Weg ins Bett nicht so recht findet. Voraussetzung ist außerdem, dass ich schon am Abend vorher meine Schwimmtasche gewissenhaft packe. Da kommen neben Schwimmbrille, Flossen, Badelatschen, Badekappe (bei der Haarlänge, die ich inzwischen erreicht habe, würde ich ohne blind durchs Becken randalieren) und natürlich das Outfit of the Day. Ins Schwimmbad geht es nämlich im Schlabberlook - Jogginghose plus Hoodie. Ach ja, die Kulturtasche muss natürlich auch dabei sein, genauso wie der Fön. Ich schleppe also einiges mit mir herum und das wird am Abend zusammengepackt. 


Und just an diesem Abend habe ich etwas vergessen: Meinen Gürtel. Die Hose stammt nämlich aus Zeiten, in denen ich noch einige Kilo mehr wog. Ohne Gürtel kann ich keine zehn Meter laufen, ohne dass mir der Hosenbund an den Knien baumelt. Und da ich anschließend ins Büro muss und absolut keine Zeit habe, vorher noch zuhause vorbeizufahren, war das ein ziemliches Problem.


Dummerweise gab es in der Schwimmtasche nichts, was als Ersatzgürtel funktioniert hätte. Absolut nichts. Ich habe kurz überlegt, meine Schwimmbrille zu zerlegen und das Gummiband zu zweckentfremden, aber dann hatte ich einen Geistesblitz: Ich habe den freundlichen Bademeister mit Zopf gefragt, ob er nicht vielleicht ein Haargummi für mich übrig hat. Hatte er. Und damit plus Gürtelschlaufen plus Knopfloch und Knopf habe ich dann die Hose überlistet.


Hat funktioniert und den ganzen Tag gehalten - und trotzdem war ich froh, als ich das Haargummi dann am Nachmittag wieder gegen den Gürtel getauscht habe. Und jetzt wohnt in meiner Schwimmtasche für immer ein Haargummi.



Mittwoch




Am Mittwoch war kein Gürtel nötig - die Hose stammt aus neueren Zeiten und passt auch ohne :-) Mir ist erst kürzlich aufgefallen, dass ich tatsächlich keine schwarze Hose besitze. Natürlich an einem Tag, an dem ich eine benötigt hätte. Das gute Stück habe ich dann in meinem Lieblingsladen gefunden. 100 Prozent Wolle, schön weit mit Bundfalten - was will man mehr? Und das gute Stück ist tatsächlich ziemlich vielseitig. Mit Bluse und Blazer für den offiziellen Job-Termin oder mit T-Shirt und kurzem Fake-Wildlederhemd samt Sneakers. Geht quasi immer.



Donnerstag




Und weil ich Wildlederhemden einfach sehr gern mag, habe ich am Donnerstag gleich ein zweites Exemplar aus dem Schrank gefischt. Wobei: Ich mag Wildlederhemden, die nur so aussehen, aber gar nicht aus Wildleder sind, ehrlich gesagt noch ein bisschen mehr. In meinem Schrank gibt es beide Varianten. Nur: Beim Hemd aus Echtleder (das sich wirklich großartig anfühlt und das ich den ganzen Tag lang streicheln könnte) gibt es ein Problem: Wenn mein Essen oder mein Kaffee drauf landet, ist es hin. Fake-Wildleder dagegen kann man waschen. Das vom Mittwoch war schon unzählige Male in der Waschmaschine und ist immer noch so gut wie neu. Also habe ich Ende des vergangenen Jahres auch ein Exemplar in Cognac in der Fake-Variante erstanden - das „echte“ Stück in der gleichen Farbe wird vornehmlich dann getragen, wenn ich nicht die Absicht habe, etwas zu kochen oder zu essen :-)

Ansonsten mag ich die Kombination von Jeansblau und Cognac einfach unglaublich gerne. Dazu gab es braune Stiefeletten und fertig. 



Freitag




Die Jeans vom Donnerstag durfte am Freitag gleich nochmal raus, dazu gibt es einfach nur ein weißes Hemd, und zwar das mit Kapuze. Wenn ich es nicht gerade bügeln muss, gehört dieses Hemd noch immer zu meinen absoluten Kleidungsstücken in meinem Schrank. Ich habe es vor gut einem Jahr mal bei COS erstanden und liebe das Dinge einfach. Geht zum Blazer oder einfach nur wie hier zur Jeans. Überhaupt liebe die simple Kombi von Jeans und weißem Hemd sehr. Und wenn ich dazu dann keinen Pullover mehr brauche, weil der Winter vorbei ist, dann bin ich einfach glücklich. Äh ja, die Schuhe haben nicht mehr aufs Foto gepasst. Aber sie waren braun, wie die Tasche. Outfit fertig.


Samstag




Jeans gab es auch am Samstag, diesmal aber eine dunkle Variante. Und obwohl ich Jeans mit Jeans kombiniert eigentlich nicht so richtig toll finde, habe ich das einfach mal ausprobiert, weil das Hemd vom Montag noch an der Tür hing. Und ehrlich gesagt fand ich es ziemlich klasse. So gewandt ging es dann am Abend zum Basketball. Da ist robuste Kleidung eh Pflicht, weil dem einen oder anderen Menschen in der Reihe hinter mir auch mal der Becher mit dem Bier entgleitet… Abgesehen davon weiß man nie, ob es in der Halle gerade warm oder eiskalt ist. Falls ersteres der Fall gewesen wäre, hätte ich das Hemd ausgezogen und ein weißes T-Shirt präsentiert. Warm wurde mir allerdings erst im letzten Viertel, als die 20-Punkte-Führung der Hamburger Mannschaft lässig verspielt wurde und es den Siegtreffer dann 0,6 Sekunden vor Schluss gab… herrje, war das spannend. Aber Ende gut, alles gut und die Heidelberger Fans weinten leise ;-)


So, das war sie nun, die Woche in Outfits. Und falls ich nicht wieder irgendwelche Viren von der Straße auflese, gibt es hoffentlich in der nächsten Woche auch wieder eine Fortsetzung.


Liebe Grüße

Fran


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