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Winter, viel Eis und ein bisschen Sonne




Ok, ein bisschen Verspätung habe ich noch immer, aber immerhin bin ich outfit-technisch schon in der vorletzten Januarwoche gelandet. Das war die Woche, in der nach gefühlt wochenlanger grauer Suppe plötzlich wieder die Sonne auftauchte :-) Und nachdem ich mich bei Schnee, Eis und Temperaturen unter dem Nullpunkt am liebsten auf dem Sofa einkuschle und mein Strickzeug hervorhole, darf es bei Sonne gerne ein ausgedehnter Spaziergang sein. Für den empfehlen sich allerdings momentan Spikes unter den Schuhen und die besitze ich noch nicht :-)


Montag




Aber fangen wir erstmal ohne Spikes an - dafür mit Sneakers. Bei plus fünf Grad darf man die nämlich tragen, dachte ich mir :-) Und weil ich endlich mal wieder KEINE orange Daunenjacke tragen wollte, wurde es halt ein Look ganz in schwarz. Die schwarze Bomberjacke ist für den herkömmlichen Nieselregen-bei-sieben-Grad ganz gut geeignet, aber wenn es kälter ist, muss noch eine Jacke drunter. Wie gut, dass ein Exemplar aus Walkwolle in schwarz noch im Schrank hängt. Der Einfachheit halber habe ich dazu dann noch eine schwarze Hose mit Nadelstreifen aus dem Schrank gezogen und das Ganze nach Wochen in Boots und Stiefeln endlich mal wieder mit Sneakers getoppt :-) So war ich dann im Büro, habe die übliche lästige Hausarbeit erledigt und das letzte Tageslicht noch für eine Expedition durch den Park genutzt. Die Steganlage, auf der man quasi über den halben Teich wandern kann, hat es mir dabei besonders angetan :-) Es gibt auch ein paar Plattformen, auf denen man es sich im Sommer vermutlich recht gemütlich machen kann - mitten auf dem Wasser mit einem Buch oder so. Darauf freue ich mich schon sehr :-)


Dienstag




Bei Sonnenschein packt mich gern der Aktivismus. Also habe ich am Dienstag nach dem Büro erst einmal meine Terrasse von den letzten Schneeresten befreit, bevor es weiter zum Qi Gong ging. Dank Schneematsch habe ich dann doch lieber die Sneakers gegen Stiefel getauscht und Hose in Stiefeln trägt zwar kein normal denkender Mensch mehr, aber ich habe das einfach mal gemacht - spart ziemlich viele Schmutz-Spritzer auf der Hose. Zur Jeans gab es einen uralten grauen Pullover, der vorn aus zwei Lagen besteht und damit irgendwie besonders ist. Fürs abendliche Qi Gong ist es wichtig, dass das Outfit vor allem eines ist: bequem. Denn umziehen tut man sich da nicht. Die Stiefel habe ich dann aber doch wieder gegen Sneakers getauscht.


Mittwoch




Der Schnee war weg, die Sonne schien und was es war trocken. Also raus mit der hellen Jeans aus dem Schrank! Dazu gab es meine braun-weiß gestreifte Bluse und, weil die Bluse allein nicht warm genug war, das leichte Merinoshirt mit Kapuze drunter. Der Tag war nicht sonderlich aufregend: Vormittags in der Schule arbeiten, dann ab nach Hause, Kuchen backen, denn am Nachmittag hat mich ein alter Freund und ehemaliger Kollege besucht. War ein richtig schöner Nachmittag mit viel Quatschen und Lachen. Ich mag das :-)


Donnerstag




Der Donnerstag war dann wieder vollgestopft mit Alltäglichem: Job, der große Wocheneinkauf, denn der Kühlschrank gähnte vor sich hin, Kochen, ein bisschen Haushalt und am Abend ein Treffen mit einer Freundin. Das Ganze wieder in heller Jeans und Wollpullover samt Boots. Den Sonnenschein muss man ausnutzen, denn für die nächsten Tage ist schon wieder Schnee angesagt. Aber noch ist es nicht soweit und so wandert die Jeans halt über Nacht in die Waschmaschine und den Trockner, damit ich sie am nächsten Tag wieder anziehen kann - solange das trockene Wetter eben anhält.


Freitag



Am Freitag war denn nach Homeoffice und anschließendes Durchschnaufen angesagt. Den Nachmittag habe ich zuhause einfach nur herumgetrödelt, hier getüddelt, da geräumt und ganz viel gestrickt und gelesen. Schön war das. Und weil das so war, habe ich vom Freitag auch nur ein Ich-bleibe-heute-zuhause-Outfit für euch. Dass ich Hoodies liebe, wisst ihr. Dass ich Jumpsuits liebe, wisst ihr auch. Was liegt also näher, als Jumpsuit und Hoodie zu verbinden und das Ganze aus Kaschmir zu machen, damit man an solchen Tagen ein herrlich bequemes Outfit hat? Eignet sich übrigens auch ganz hervorragend, um damit morgens zum Schwimmen zu fahren: Badeanzug drunter und so schnell wie ich ist niemand sonst im Becken :-)


Samstag




Am Samstag standen gleich zwei Unternehmungen an: Das große Geburtstagsfrühstück meiner Freundin, die jedes Jahr ein Dutzend Frauen zum gemeinsamen Frühstücken einlädt und Eis-Sightseeing. Das Outfit dafür musste warm sein, fürs Eisklettern einigermaßen bequem und ein kleines bisschen geburtstagstauglich - wobei das Geburtstagsfrühstück absolut kein modisches Event ist. Also reichte mir eine weite Jeans, die Wickeljacke in grau, ein Longsleeve, ein Schal und - heute wichtiger denn je: Boots.


Das Frühstück ist jedes Jahr wieder klasse: Viele der Frauen treffe ich tatsächlich nur dieses eine Mal im Jahr, aber es ist immer wieder witzig, was in einem Jahr so passiert. Und da das Frühstück im Dorf an der Elbe stattfand, in dem ich 20 Jahre lang gewohnt habe, war die Gelegenheit günstig, gleich mal Eisberge gucken zu gehen. In diesem Bereich gibt es in der Elbe Ebbe und Flut. Und eine Staustufe, die die Tide-Elbe quasi abschließt. Oberhalt der Staustufe war der Fluss soweit zugefroren, dass in diesem Jahr endlich mal wieder Eisbrecher unterwegs waren. Und die Eisschollen, die die Staustufe herunterdonnern, bleiben bei Ebbe eben gern am Strand liegen und türmen sich manchmal ganz schön hoch auf. Da halb Hamburg direkt an der Staustufe unterwegs war, habe ich mich mit weniger Eis dort vergnügt, wo es nicht ganz so voll war und eigentlich nur die Einheimischen - zu denen ich ja lange gehörte - zu finden sind. Witzig war es trotzdem, über das Eis zu klettern. Sollte man übrigens besser nur bei Ebbe machen - bei Flut landet man leicht auch mal im eiskalten Wasser.




Sonntag



Der Sonntag gehörte dann - bis auf eine Verabredung zum Kaffee und ein bisschen Haushalt - dem genüsslichen Nichtstun. Und weil mir nichts anders einfiel, durfte die weiße Jeans nochmal raus, diesmal mit dem Kapuzenshirt vom Mittwoch und einer kurzen Strickjacke, ebenfalls in braun. Nur die braunen Socken, die waren verschwunden. Müsst ihr halt mit grau leben :-) Aber mal ehrlich: So langsam reicht es mit Winterkleidung doch. Ich mag keine Pullover mehr anziehen! Ich habe mich wirklich bemüht, den Winter einigermaßen zu mögen. Aber langsam reicht es mir… Ich mag keinen Schnee mehr, keine Boots, keine Pullover und ich hätte gern ein ganz kleines bisschen Frühling!


Liebe Grüße

Fran

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