Ich habe sie im Dezember sträflich vernachlässigt, die wöchentlichen Outfits. Aber mal ehrlich: Sind Weihnachtsmärkte, Besuche bei den Kindern, Bummeln mit Freundinnen und eine Advents-Punschparty nicht wichtiger? Zumindest bei mir hat in der Vorweihnachtszeit das Zusammensein mit Familie und Freunden leider haushoch gegen das Bloggen gewonnen. Jahrelang habe ich mich beschwert, dass die Adventszeit soooo stressig ist und ich sie gar nicht richtig genießen kann. Nun ja, und im vergangenen Advent habe ich den Spieß einfach umgedreht und einfach nur genossen. War schön :-)
Aber im neuen Jahr müsst ihr halt wieder Outfits gucken. Ok, die ersten Tage des Jahres spare ich mal besser aus. Die habe ich nämlich im Lümmel-Look auf der Couch verbracht und mich gerade mal in etwas Ähnliches wie ein Outfit geschmissen, wenn der Gang in den Supermarkt unabwendbar war oder ein Kind zum Bahnhof gebracht werden musste. Und sein wir ehrlich: Die Fahrt zum Bahnhof erfordert keinesfalls besonderen Chic.
Montag
Am Montag nach all der Festlich- und Gemütlichkeit gehört dann aber wieder dem „normalen Leben“ mit Job und Co. Und weil in mir noch ein Rest von Festlichkeit steckte, habe ich mich in ein Kleid geworfen. Weil aber inzwischen der Winter in Hamburg Einzug gehalten hatte und es nicht so richtig dolle warm war, habe ich ein Wollkleid gewählt. Normalerweise sind mir Strickkleider aus Wolle im Büro viel zu warm. Ich bin ein Mensch, der am liebsten in Bewegung ist. Stundenlanges Sitzen ist nicht so meins. Und wenn man durch die Gänge und Stockwerke flitzt, wird einem im Strickkleid ganz schön warm… Also kam mir dieses Modell durchaus entgegen: Es ist aus gekochter Wolle und hat keine Ärmel. Also kommt eine Bluse drunter und das Kleid ist zwar wunderbar wintertauglich, aber man kann es auch im geheizten Büro tragen, ohne an Überhitzung zu sterben. Für den Weg ins Büro kommt eine Daunenjacke dazu und die Stiefel und eine Thermoleggings sorgen an den Beinen für Wärme. Ich würde für mich sogar so weit gehen zu behaupten, dass ich im Winter sehr viel lieber Röcke oder Kleider trage als Hosen, denn die kann man mit Thermoleggins (und nein, Strumpfhosen kommen mir nicht an die Beine, die finde ich furchtbar, weil ich sehr freiheitsliebende Füße habe) und Stiefeln wärmender ausstatten als jede Jeans. Abgesehen davon sind die Stiefel allwettertauglich. Bei Schneematsch würde ich sie nicht gerade tragen, aber Schnee in fester Form machen sie problemlos mit.
Dienstag
Die Sache mit dem Kleid am Montag fand ich dann so gut, dass ich sie am Dienstag gleich wiederholt habe, diesmal mit einem leichteren Kleid plus Cardigan in diversen Brauntönen. Die Wildlederstiefel haben allerdings tatsächlich nur funktioniert, weil ich mit dem Auto unterwegs war - im ÖPNV wird zurzeit geschnieft und gehustet, als bekämen die Menschen es bezahlt - und der Weg vom Parkplatz zum Büro sehr kurz war. Wenn Wildleder und Schnee innigere Bekanntschaft schließen, geht das für das Wildleder zuweilen nicht so gut aus. Vorteil des Cardigans: Wenn es zu warm wird, landet er auf dem Schreibtisch. Möchte jemand lüften, landet er wieder an mir. Und braun in allen Varianten mag ich sehr - ob Kleid oder Sofa.
Mittwoch
Eine weitere Variation des Braunthemas fand am Mittwoch statt. Das Montag-Dienstag-Donnerstag-Büro habe ich mit dem Schulbüro getauscht, statt Kleid einen Rock gewählt, die Stiefel blieben gleich. Was ich nicht bedacht hatte: Gleich im Anschluss an den Bürotag durfte ich noch einmal quer durch die City stapfen und das haben die Stiefel zwar problemlos überlebt, weil bei 25 Zentimetern Schnee und sechs Minusgraden absolut nix taut, auch wenn man ein wenig Salz streut, aber die Leggings war leider nicht aus der Thermo-Fraktion und meine Beine haben durchaus jämmerlich gefroren. Mache ich also nicht nochmal. Und mal ehrlich: Auch mit einem Merinoshirt unter der Jacke ist Cord nur begrenzt kuschelig warm. Ich würde dieses Outfit künftig also nur noch bei leichten Plusgraden tragen.
Donnerstag
Und ehrlich gesagt gefiel mir persönlich auch der Donnerstag rein optisch besser. Da ging wieder die Thermo-Version in Sachen Leggings an den Start und zusammen mit Stiefeln und Strickjacke war mir ausreichend warm. Was allerdings auch ganz eventuell daran liegen könnte, dass das Montag-Dienstag-Donnerstag-Büro besser geheizt ist als das Schulbüro. Und auch wenn ich eigentlich nicht soooo sehr Fan von Outfits ganz in schwarz bin: Diesmal fand ich es total klasse. Immerhin ist ja auch die Bluse weiß :-)
Freitag
Joa, und dann kam der Sturm-Freitag. Den Freitag verbringe ich sowieso in der Regel im Homeoffice und diesmal wäre ich auch nicht wirklich auf die Idee gekommen, das anders zu machen. Ich habe mir den wehenden Schnee also durchs Fenster angesehen und dabei fast den ganzen Tag in Jogginghose und Hoodie verbracht. Nur abends, da musste ich noch fix in den Supermarkt flitzen und habe mich in irgendwas geworfen. Die Jeans wurde übrigens ganz einfach dann doch winterfest: Mit der Leggings vom Vortag drunter. Aber mal ehrlich: Bequem ist das dann auch nicht wirklch. Und für Innenräume völlig ungeeignet, weil man dann schwitzt wie nix Gutes. Der Pullover ist mein Lieblingskauf für diesen Winter, weil wunderbar warm am Hals, aber kein Rollkragen, der mir das Gefühl gibt, gleich erwürgt zu werden, und die Boots gehen bei absolut jedem Wetter und haben ordentlich Grip. Also ab in den Supermarkt und möglichst schnell wieder aufs gemütliche Sofa!
Samstag
Das Wochenende war dann eigentlich nur eines: Sehr eingeschneit und sehr kalt. Aber wenn hier schonmal so viel Schnee liegt, dann sollte man das auch genießen. Also ab an die frische Luft. Am Samstag in Daunenjacke, klassischer Wollhose plus Leggings (die Hose ist weit genug für solche Sperenzchen und solange man nur draußen ist, stirbt man auch nicht an Überhitzung). Dass Pullover und meine Lieblingsboots farblich genau passen, finde ich großartig und die Daunenjacke in orange sorgt halt sowieso für einen kräftigen Farbklecks. Man beachte dabei die Harmonie mit den Hamburger Mülleimern am Wegesrand!
Sonntag
Hose und Boots blieben auch am Sonntag meine Favoriten für den nächsten Schneespaziergang. Obenrum gab es dann allerdings eine Wickelstrickjacke, ein Daunenmantel und der farblich genau dazu passende Schal, der bei Bedarf auch den kompletten Kopf wärmt. War bei minus neun Grad auch tatsächlich notwendig. Aber die Kombination aus Schnee und Sonne war einfach toll und ich bin zwei Stunden lang durch die Kälte gestapft.
Grundsätzlich würde es mir jetzt denn auch reichen mit dem Thema Winter. Aber scheinbar hat das Wetter noch ein bisschen war vor in diesem Jahr. Normale Hamburger fünf Grad mit Nieselregen haben durchaus auch ihre Vorteile :-) Auf jeden Fall kommt man damit schneller von A nach B. Seid also gespannt, was die nächste Woche bringt!
Bis dahin bliebt die Frage: Bin ich die einzige, die das schwarze Rock-Outfit liebt und die Cord-Vatiante irgendwie suboptimal findet? Und was sagt ihr zum Thema Strickkleider im Büro? Ok oder zu warm?
Liebe Grüße
Fran


Guten Morgen Fran, mir gefallen alle Looks am Freitag mag ich den Pulli. Thermoleggings unter Hosen habe ich bei minusgraden jetzt auch getragen, bequem ist das wirklich nicht. Aber ich sitze gegenüber der Praxistür. War einfach nötig. Ich mag das schwarze Outfit an Dir mit der weißen Bluse und finde auch das Cordoutfit klasse nur vielleicht nicht bei Minusgraden.
AntwortenLöschenSuper die Abstimmung mit den Mülleimern😂 Du bist in jedem Outfit ein Hingucker. Ich werde heute für einen gemütlichen Restaurantbesuch mein streifenkleidoutfit von letztem Freitag tragen. Plusgrade da ist es perfekt.
Liebe Grüße Tina