Ok, ich bin zwei Tage zu spät dran. Aber am Osterwochenende waren die Kinder hier und da werde ich den Teufel tun und mich an den Rechner setzen. Soooo oft sind sie nicht in Hamburg und die Zeit gehört dann natürlich voll ausgekostet :-) Aber nun sind sie ja da, die Outfits aus der Osterwoche.
Sonntag
Nachdem ich gestern viele Erledigungen auf dem Zettel hatte, widme ich mich mal der Planung des Osterwochenendes, vor allem in Sachen Futter und Unternehmungen und dem Blog. Und natürlich gehe ich morgens schwimmen, weil das am Wochenende doch sehr entspannt ist. An Wochentagen fahre ich gleich von der Schwimmhalle ins Büro, am Wochenende darf ich nach dem Schwimmen zu Frühstücken nach Hause - ein nicht zu verachtender Vorteil, weil dann darf die morgendliche Jogginghose auch auf dem Heimweg an der Frau bleiben. Zum traditionellen Spaziergang am Nachmittag habe ich mich dann aber doch noch halbwegs „ordentlich“ angezogen. Und weil ich gerade die Woche der Latzhosen feiere, habe ich das zweite Exemplar aus dem Schrank gefischt :-)
Trägt eigentlich außer mir noch jemand Latzhosen? Vermutlich nicht. Ist aber auch nicht tragisch, ich mag die Dinger einfach. Also ein weißes Hemd mit Stehkragen dazu, um den advanced-Blaumann-Look perfekt gemacht und einen dunkelblauen Sweater über die Schulter geworfen - so geht dann auch eine kurze Pause im Café. Die liebe ich während meiner Spaziergänge durchs Viertel. Die Zahl der Cafés um mich herum ist allerdings ausbaufähig.
Montag
Ab in die kurze Arbeitswoche. Draußen ist es kalt und es regnet. Aber ich darf zuhause bleiben, weil ich heute im Homeoffice arbeite. Sehr viel Spannenderes passiert auch heute nicht, außer einem kurzen Lebensmittel-Einkauf, bei dem ich schonmal für den Besuch der Kinder abhake. Die versorgen sich nämlich sehr gern aus meinen Vorräten und damit ich nicht anschließend mit leeren Regalen zurückbleibe, kaufe ich einfach alles doppelt. Funktioniert hervorragend.
Und an einem Tag, an dem ohnehin nicht viel los ist, darf ich den Blaumann-Look auch fortsetzen. Also gibt es heute meinen Jeans-Jumpsuit. Das Ding ist einfach höllisch bequem und hervorragend zum Lümmeln auf Sesseln und Sofas geeignet.
Dienstag
Es regnet nicht mehr! Aber kalt ist es immer noch. Und wenn mir mal jemand verraten könnte, warum es auf meiner Dachterrasse im sechsten Stock morgens nass ist, mein Auto, das vor dem Haus geparkt ist, aber eine vereiste Frontscheibe hat? Das ist blöd, weil der Aufbruch am Dienstag zum Schwimmen quasi minutiös geplant ist. Ich muss spätestens um zwei Minuten nach sechs losfahren, um pünktlich da zu sein und nicht um eine Bahn kämpfen zu müssen. Wenn ich mich also um Punkt sechs in den Fahrstuhl begebe und dann erst noch die Scheibe frei kratzen muss, könnte das dazu führen, dass der Kampf um die Bahn dann doch droht. Und das ist doof.
Aber egal, ich schaffe es trotzdem pünktlich und werfe mich nach dem Schwimmen ins Büro-Outfit. Beigefarbene Hose, weißes Kapuzenhemd und - auch wenn ich ihn eigentlich schon weggepackt hatte - ein langer Cadigan dazu. Ohne war mir die Sache dann doch zu kalt. Und bevor jemand meckert: An den Beinen friere ich eher nicht. Obenrum muss es warm sein :-)
Am Nachmittag wird dann der Einkaufsmarathon für die Ostertage schonmal fortgesetzt…
Mittwoch
Letzter Arbeitstag der Woche! Heute ist Schule und nachmittags Homeoffice angesagt. Dazu gibt es die olivfarbene Hose aus der vergangenen Woche, kombiniert mit dem Hemd vom Sonntag (das ich zwischenzeitlich nicht nur gewaschen, sondern auch gebügelt habe) und einem ebenfalls grünen Sweater. Scheinbar befinde ich mich in meiner Grün-Phase. Anders kann ich mir nicht erklären, dass das Outfit weder beige noch braun enthält ;-)
Die Hose mag ich sehr. Sie hat nur einen Nachteil: Sie ist ganz schön weit, so dass ohne Gürtel nix geht. Und genau deshalb habe ich vor ein paar Tagen eine olivfarbene Alternative für den Frühling bestellt, die auch ohne Gürtel geht. Am Spätnachmittag rase ich dann noch in die Nachbarstadt, um einen Balkontisch abzuholen, den ich bestellt hatte. Das Riesenexemplar, das auf der alten Terrasse stand, ist einfach zu groß. Also muss ein kleiner Tisch her, denn ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir Ostern vielleicht doch am Nachmittag auf der Terrasse Kaffee trinken können. Und wie soll man das ohne Tisch bewerkstelligen?
Donnerstag
Juhuuu, ich habe frei! Also nicht wirklich. Auf dem Plan steht: Den Balkontisch zusammenbauen. Den Rest einkaufen und noch ein Geschenk besorgen. Die Gästezimmer für die Kinder vorbereiten und die Betten beziehen. Das Essen vorbereiten. Und dies. Und das. Zeit für ein Buch und einen Milchkaffee bleibt trotzdem. Outfit: Braune Barrel-Hose, weißes T-Shirt, Lederhemd.
Abends dann großes Hallo, als die Kinder endlich eintreffen und gemeinsames Futter samt laaaaaanger Gespräche. Man muss sich ja Auge in Auge auf den neuesten Stand bringen. Wir telefonieren zwar oft, aber irgendwie ist das nicht das Gleiche. Und wir haben uns immerhin seit Anfang März nicht mehr gesehen. Da gibt es viel zu erzählen. Von Praktika inklusive OP-Geschichten und Obduktionen, von Hochzeiten und der Kleidersuche (und nein, hier heiratet niemand, man ist nur Gast), von Klausuren und Prüfungen und und und. Auf jeden Fall wird es spät und später…
Freitag
Aber es hilft nix, am Freitag müssen wir früh raus, denn heute steht ein Ausflug in die Kindheit an. Nachdem ich mit Kind, klein, im Spätsommer 25 spontan an einem Tag, an dem wir beide nicht so recht wussten, was wir unternehmen sollen, in einen Freizeitpark gefahren waren, den wir mit den Kindern, als sie noch liebliche kleine Schülerinnen waren, regelmäßig besucht haben, hatte das Kind vorgeschlagen, das doch einfach mal zu probieren. Es war ein herrlicher Tag. Und Kind, groß, war, als wir ihr Fotos schickten, sehr traurig, dass sie nicht dabei sein konnte. Also sind diesmal alle gemeinsam gefahren.
Früher mal war der Karfreitag ein hervorragendes Datum für „so was“. Der protestantische Norddeutsche machte sowas nämlich nicht, scheint mir. Also war es am Karfreitag immer sehr, sehr leer. Nun ja, kaum vergehen 13 Jahre, ändert sich das. Es war mächtig voll, obwohl es ganz schön kalt war. Die Sonne schien zwar, aber der Wind war eisig. Egal, beim Achterbahnfahrten wird einem warm :-)
Das Outfit: Dunkle Barrel-Jeans samt weißem Hemd und grauem Cardigan, schwarze Jacke und, sehr wichtig, Schal. Und Proviant im Rucksack. Darauf hatten die lieben Kinderlein bestanden. Priviant wie früher: Üppig belegte Laugenstangen und der obligatorische, geschnittene Apfel. Nur Apfelsaft in kleinen Tetrapacks, den ich als Gag eigentlich auch offerieren wollte, den gab es in keinem der drei Supermärkte, in denen ich war. Egal, Mineralwasser ging auch.
Samstag
Mir wäre eine kurze Erholungspause ganz recht gewesen, aber die gab es leider nicht. Am Samstag ging es für die Alten von der Elbe an die Weser, um einen 80. Geburtstag zu feiern. Ich glaube, die Kinder waren nicht böse drum, die konnten nämlich ohne schlechtes Gewissen ihren Tag mit Freunden in Hamburg verbringen, während die Eltern eben Eltern-Dinge machen.
Ich fand`s sehr lustig, denn der Geburtstag wurde auf einem Schiff gefeiert und wir sind ein paar Stunden lang bis in die Wesermündung und Richtung Bremen geschippert und schippern mag ich sehr.
Das Outfit bestand aus der neuen olivfarbenen Hose, die glücklicherweise rechtzeitig angekommen war und die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie ist weit, knöchellang und aus 100 Prozent Wolle, die sich hervorragend trägt. Außerdem fällt sie einfach großartig. Dazu gab es einen gegürteten Blazer, um wenigstens ein wenig Figur vorzutäuschen und, um nicht allzu seriös auszusehen, die Kapuzenbluse. Sneaker (man will auf dem Schiffsdeck ja nicht ausrutschen) und Burberry dazu. Fertig.
Schön war’s und das Geburtstagskind ist derart topfit (täglich ein Kilometer Schwimmen und 7 Kilometer Walken sei Dank), dass ich in zehn Jahren damit rechne, auch zum 90. Geburtstag eingeladen zu werden :-)
Eine etwas anstrengende, aber auch sehr schöne Woche. In Sachen Outfits war vom Blaumann bis zum Blazer alles dabei. Und bei euch so?
Liebe Grüße
Fran







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