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Mein April/Mai 2019


Äh ja. Ich schulde Euch noch einen Monatsrückblick. Den gibt es hier eigentlich immer Mitte des Monats... und diesmal habe ich es einfach nicht geschafft. Asche auf mein Haupt. Aber weil die Monatsrückblicke auch für mich so eine Art digitales Tagebuch sind, gibt es den Rückblick trotzdem, diesmal halt mir ein wenig Verspätung. Verspätungen kann ich nämlich gut. Irgendwas muss ja jeder gut können. Ich komme eben einwandfrei und zuverlässig zu spät.

Da ist er also nun, der Frühling. Meine liebste Jahreszeit. OK, er ist ganz schön nass diesmal und Lichtjahre von dem Frühsommerwetter des letzten Jahres entfernt, als ich im Mai täglich schwitzend am Schreibtisch saß und den Architekten unseres Bürogebäudes im Geiste täglich ein Dutzend Mal verflucht habe. Aber schön ist er trotzdem. Die Deichschafe sind zurück, mein Rhododendron - der Jahr um Jahr meine nicht existente Pflege überlebt - blüht ohne Ende, morgens machen die Schwalben, die wieder mal ihr Nest vor meinem Schlafzimmerfenster gebaut haben, einen Höllenkrach und manchmal scheint sie eben doch, die Sonne. Ich liebe ihn einfach, den Frühling :-)


Neben Frühling gab es in den letzten Wochen jede Menge Theater, und zwar Krimitheater. Ich habe mir die aktuelle Produktion gleich zweimal angesehen. Passiert auch eher selten, aber musste sein. Einmal reichte einfach nicht, weil das Stück und die Kostüme einfach nur großartig waren. Außerdem haben die Proben meiner plattdeutschen Theatergruppe wieder begonnen und diesmal darf ich die klatschsüchtige Nachbarin spielen - wenn das mal nicht die Rolle meines Lebens wird *grins*. 



Außerdem gibt es im Mai das eine oder andere lange Wochenende. Eines davon habe ich für einen Ausflug an die Ostsee genutzt. Diesmal war wieder Kühlungsborn an der Reihe und es war einfach nur wunderschön dort. Dumm nur, dass genau an diesem Wochenende der Basketball-Saisonabschluss und die große Aufstiegsparty stattfanden. Aber wenn man bescheuert genug ist, kann man am Spätnachmittag von Kühlungsborn nach Hamburg fahren, dort ein Basketballspiel gucken und ein bisschen feiern und nachts zwischen eins und zwei wieder in Kühlungsborn sein, damit man vor dem Frühstück noch eine Runde schwimmen gehen kann. Nein, nicht in der Ostsee. Ich bin ja nicht wahnsinnig. Aber im Hotelpool ging das wunderbar. Und wenn man nur entschieden genug seine Bahnen angeht, veranlasst das die schwimmenden Kaffeekränzchen auch ganz schnell dazu, das Becken zu verlassen und die frisch ondulierte Dauerwelle in Sicherheit zu bringen vor solchen Möchtegern-Kampfschwimmern wie mir...







Dann war da noch eine wirklich tolle Schiffstour zum Hafengeburtstag nach Hamburg bei traumhaftem Wetter. Der Hafengeburtstag war mir zwar ehrlich gesagt ein wenig zu überlaufen, aber die Schiffstour war toll und durch den Hafen zu schippern, in dem wirklich auch das letzte schwimmende Gefährt der Region unterwegs war, war einfach schön.





Den Rest des Monats habe ich mit ganz viel Arbeit verbracht - sowohl privat, wo Eltern betüddeln, Wohnungssuche für Kind, groß, und Umzugsorganisation anstand. Dazu kam jede Menge Job, wo der Wahlkampf sich mächtig bemerkbar machte. Die Europawahl ist halb so tragisch, aber wenn die Kreisstadt einen Bürgermeister wählt, dann ist der Lokalredakteur gefordert ;-) Dank Wahlkampf habe ich immerhin zwei wirklich interessante Menschen kennengelernt: Robert Habeck und Kevin Kühnert. Das ist eine Seite an meinem Job, die ich wirklich liebe. Man darf sich jeden Tag mit anderen Dingen beschäftigen und die meisten davon sind hochspannend - sogar wenn Politik draufsteht. Oder genau deswegen.


Von den Polit-Promis unserer Tage ging es für mich dann auch gleich und die provinziellen Polit-Niederungen mitten rein in den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt einer niedersächsischen Kleinstadt. Weil ich wieder mal laut "hier" gerufen habe ohne vorher nachzudenken durfte ich dann eine ganz besondere Premiere absolvieren. Nämlich die Moderation einer Podiumsdiskussion. Ich habe mir ein paar Profi-Tipps von meinem Schwesterlein geholt und gehofft, dass nicht mehr als 50 Zuschauer beim großen Auftritt zugegen sind.... Es waren dann gut 200 und ich wäre vor Nervosität fast gestorben. Aber auf wundersame Weise waren fast alle begeistert. Ich auch. Die Moderation hat mir Riesenspaß gemacht. Ich sollte also darüber nachdenken, in die Fußstapfen von Anne Will zu treten ;-)


Und ganz zum Schluss habe ich dann noch eine ganz alte und innige Beziehung wiederentdeckt. Nein, nicht das, was ihr jetzt denkt. Es ist die Beziehung zu einem Glas Alt-Schuss. In meiner Jugend war das quasi das tägliche Brot. Also flüssiges Brot eben. Dann habe ich das Zeug jahrelang nicht mehr getrunken und am letzten Wochenende beim Besuch in NRW wieder entdeckt. Lecker. Wirklich lecker. Sollen Andere den Champagner trinken, ich nehme ein Alt-Schuss, bitte.


Liebe Grüße

Fran

Kommentare

  1. Du hast einiges erlebt im Frühling und das nicht nur beruflich. Ich liebe das Foto mit den Schafen.
    Alt Schuss? Was kommt da für ein Schuss rein?
    Schönes Wochenende Fran, liebe Grüße Tina

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    1. In ein Alt-Schuss kommt entweder Cola oder Erdbeersirup. Das ist regional unterschiedlich. Der Ostwestfale nimmt Cola. Der Münsterländer Sirup.

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  2. Wow, bei dir ist was los! Ich liebe deine Outfits mit Trench <3

    Liebe Grüße!

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    1. Der Trench ist einer der besten Käufe der letzten Jahre gewesen. Das ist auch so ein Stück für die Ewigkeit.

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  3. Stimmt Frühling geht anders. Trotzdem gut was los bei Dir. Krimi Theater ist bestimmt spannend. Ebenfalls, "berühmte" Politiker zu treffen. Ich kann mir auch vorstellen, dass Dir die Moderation steht, obwohl ich Dich noch nicht persönlich reden gehört habe.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Krimitheater ist einfach toll. Das Theater ist grandios, die Kostüme sensationell und die Stücke sind immer richtig, richtig gut. Ob Politiker berühmt sind, ist mir eigentlich egal. Aber die beiden oben haben eine Ausstrahlung, das ist schon irre.

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  4. So Prominente Männer treffe ich eher selten. Aber der ein oder andere Kunde ist durch die Presse und Tv auch bekannt. .
    So wird Dein Job auf jeden Fall immer besonders sein :)
    LG heidi

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    1. Naja, manchmal ist er auch besonders doof *lach* An Wahlsonntagen zum Beispiel... das war echt superstressig und ich hatte den ganzen Montag noch Kopfweh. Aber egal. Erstmal geschafft.

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  5. Und du bist sicher, dass du uns keinen Halbjahres-Rückblick gegeben hast? :-) Gratuliere zu deiner Podiumsdiskussion ich hätte schon bei der Frage "Wer will das übernehmen" gestorben :-) Ins Theater will ich auch bald wieder. Denn ich merke gerade wie mir das fehlt!
    LG Natascha

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    1. Frag mich nicht, welcher Teufel mich geritten hat, als ich "hier" gerufen habe. Was das heißt wurde mir leider erst später so richtig klar. Aber da hatte mich dann der Ehrgeiz gepackt. Und ich war zwar sterbensnervös, aber es war richtig, richtig geil.

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  6. :-) Liebe Fran,
    schöner Frühling, trotz Regenwetter - von dem ch auf den Fotos aber nix entdecken konnte.
    Was ist denn das für ein Getränk? Sieht aus wie Malzbier.
    Danke für den Theater Tipp!
    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Claudia :-)

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    1. Altbier ist ein dunkles Bier, aber ohne Malz glaube ich. Schmeckt nicht so herb wie helles Bier, sondern eher süßlich. Das war in meiner Schulzeit das Standardgetränk, aber hier im Norden gibt es das fast gar nicht. Obwohl: In Lüneburg habe ich es gerade entdeckt :-)

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