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Als noch Frühling war…



Nein, ich habe nicht vergessen, dass ich euch noch einen Look aus der vergangenen Woche schulde. Ich habe es bisher nur nicht geschafft, weil ich ganz viel über Krisenkommunikation lernen musste. Und auch wenn es gerade ziemlich surreal erscheint, dass ich vor ein paar Tage noch mit unbestrumpften Knöcheln und einer dünnen Jacke an der Ostsee unterwegs war, kriegt ihr heute die volle Sonne.


Die hat sich vermutlich nicht nur hier in Hamburg rar gemacht, leider. Der Frühling scheint erstmal vorbei zu sein, Regen, Wind und zehn Grad regieren hier gerade wieder mal. Ich habe sogar meine Winterboots wieder rausgeholt… Da passte der Workshop Krisenkommunikation irgendwie zum Thema. Denn ich kriege regelmäßig eine Krise, wenn ich eigentlich auf Frühling gepolt bin, das Wetter aber meint, sein eigenes Ding machen zu müssen. Nun ja. Bald ist Mai und dann wird ganz sicher alles gut :-)


Eine Krise habe ich übrigens auch zeitweise im Krisenkommunikations-Workshop bekommen. Da saßen also ungefähr 20 Menschen, die eigentlich etwas über Öffentlichkeitsarbeit für Bildungseinrichtungen im Krisenfall lernen wollten. Und gleich zu Beginn merkte eine Teilnehmerin an, dass sie eigentlich überhaupt keine Lust hat, mit Journalisten zu kommunikzieren - auch nicht im Krisenfall. Weil die Journalisten nämlic sowieso alle lügen. Und als sie dann merkte, dass nicht nur der Referent, sondern auch ich - quasi eine Kollegin - mal sehr leidenschaftliche Journalisten waren, fand sie das überhaupt nicht witzig. So schnell kann man zum Feindbild werden :-)


Ihr Vorschlag: Falls ihre Schule sich auf unerfindliche Weise mal in eine Krise geraten sollte, dann redet sie ganz einfach gar nicht mit der Presse darüber. Sie hat dazu keine Lust und würde also folglich jedes Gespräch ablehnen. Der Referent war absolut nicht amused, die anderen Teilnehmer des Workshops ebenfalls nicht. Es wurde diskutiert und argumentiert, aber das überzeugte sie nicht wirklich, Und als es dann auch noch daran ging zu lernen, ein kritisches Interview vor einer Fernsehkamera zu überleben, verließ die gute Frau die Veranstaltung. Warum sie sich überhaupt angemeldet hatte, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben… Der Rest hatte auf jeden Fall jede Menge Spaß und mit Kameras kann man jetzt niemanden von uns schocken :-)


Aber zurück an die Ostsee. Meine Wetter-App hatte zeitweise Sonne und erträgliche Temperaturen angekündigt und anstatt den Wochenendeinkauf zu erledigen fand ich einen Ausflug weit verlockender. Und auch wenn die Strandkörbe momentan noch fehlen und auch die Strandbar in Travemünde gerade erst aufgebaut wird, lohnt ein Ausflug ans Meer eigentlich immer. Immerhin ist die Seebrücke, die unter der Sturmflut im letzten Spätherbst ganz furchtbar gelitten hat, inzwischen repariert. Ich durfte also wieder auf dem Geländer herumturnen. Allerdings habe ich der Versuchung widerstanden, darauf zu balancieren. Das Wasser hat momentan gerade mal sieben Grad und ich dusche zwar jeden Morgen kalt, aber ein Bad wäre mir dann doch zu frisch gewesen.


In dem Outfit wäre ich heute vermutlich erfroren. An dem Tag reichte aber eine knöchelkurze Jeans mit Sneakers, mein heißgeliebtes Kapuzenhemd und die schwarze Jacke aus gewalkter Wolle. Und die dürfte sogar offen bleiben! Der aufmerksame Hingucker hat eventuell gemerkt, dass die Tasche, die fast genauso aussieht wie das Exemplar aus diesem Post ein wenig größer geworden ist. Es begab sich nämlich, dass Kind, klein, die schwarze Tasche nach den Semesterferien nach Jena entführte, weil sie sie so schön fand. Kann ich verstehen. Ich finde sie so schön, dass ich sie gleich in dreifacher Ausführung besaß. Und heute habe ich sie sogar in weiß gesehen…. Wüßte ich nicht genau, dass eine weiße Tasche bei mir keine drei Tage lang weiß bleibt, wäre sie mein geworden. So habe ich sie schweren Herzens im Laden gelassen.


Ich dachte also, dass ich bis Mitte Juli ohne das schwarze Exemplar leben kann. Kann ich aber nicht. Und weil es ein sehr ähnliches Exemplar gab, das sogar so groß ist, dass ich mein unvermeidliches Notizbuch darin unterbringen kann, hat jetzt das Kind eine schwarze Tasche und Muttern ebenfalls. Win-win nenne ich das.








Ansonsten sind alle Zutaten zum Outfit altbekannt. Aber ich mag es trotzdem. Sehr. Und meine Winterjacke werde ich in der kommenden Woche nur zähneknirschend tragen.


Liebe Grüße

Fran

Kommentare

  1. Das Wetter war wirklich schon traumhaft im Norden. Für Sneakersocken war es mir aber immer zu kalt. Meine Winterjacke zu waschen zum Weglegen, war vorgestern in jedem Fall verfrüht. Wie gut, dass ich mehr als eine habe ...

    Viele schöne Ostseeausflüge in diesem Frühjahr wünscht Dir
    Ines

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    1. Ich habe heute alles außer Sneakersocken in die Kiste unter meinem Bett verbannt. Es ist Frühling und basta. Und die Winterjacken sind jetzt alle in der Wäsche. Ich habe beschlossen, dass ich die nicht mehr brauche.

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  2. Dieses Wetter macht mich kirre. Obwohl es im letzten Jahr vergleichbar frisch war. Nur eben nicht mit Appetizer Superschönwarm.

    Das Outfit und die Tasche gefallen mir.
    Mein Kaschmirschal ist wieder bei Tageslicht unterwegs, der Sommerschlaf wurde unterbrochen

    Diese Teilnehmerin- ich staune immer wieder über solche Menschen.. und begreife es einfach nicht.
    Nun denn, Hauptsache, ihr hattet danach Spaß.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Nicole

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    1. Oh, wir hatten viel Spaß :-) Und die paar Tage mit kaltem Wetter schaffen wir jetzt auch noch. Ab dem Wochenende soll ja angeblich die Kälteperiode vorüber sein.

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  3. Ich leide auch gerade ein wenig an den einmal Sommer und zack Winter Temperaturen. Ich muss immer lachen, wenn ich Dich irgendwo turnen oder balancieren sehe. Das bist einfach Du.😁 Die Hoodiebluse ist echt cool.
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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    1. Das mit dem Rumturnen haben mir die Kinder beigebracht. Ehrlich!

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  4. Ich war jetzt auch schon auf Frühling eingestellt, das ist grad wie frei nach Rudi Carrell: "Gestern noch im Sommerkleid - heute schon wieder im Wintermantel!" - brrrr.
    Bei Krisenkommunikation dachte ich zuerst an Krisengespräche mit Klienten/ Betroffenen. Aber es ging ja um Öffentlichkeitsarbeit, scheinbar darum, wie man die Krise "nach außen" kommuniziert...? Na ja, vielleicht war die Kollegin (Schulpsychologin?) auch erst aufm falschen Dampfer? :-)))) Warum hätte sie sonst das Seminar besuchen sollen, schon merkwürdig... wie auch immer, so ist das bei Menschen - nicht alle verhalten sich immer logisch.
    Einen schönen Sonntag trotz Wintereinbruchs :-), liebe Grüße, Maren

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    1. Mir war auch schon nach Frühling. Naja, er wird schon kommen. Mein Blauregen findet das auch und fängt an zu blühen :-)
      Ups, es ging tatsächlich um meinen Job in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Und die Kollegin war definitiv nicht auf dem falschen Dampfer, es gab vorher eine ausführliche Workshop-Beschreibung und eine sehr detaillierte Tagesordnung. Warum sie dann da war, weiß ich ehrlich gesagt nicht so wirklich. Nix sagen kann man ja auch ohne Workshop ;-)

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  5. Habe auch immer noch den Daunenmantel griffbereit im Schrank hängen, auch wenn der Mann das gute Stück lieber eingemottet im Keller sehen würde - zusammen mit all den anderen Winterklamotten, auf die ich aktuell noch so gar nicht verzichten kann (auch, wenn ich möchte). Solange der Platz im Schrank ausreicht, müssen in der Übergangszeit einfach Sommer- und Winterklamotten koexistieren. Der eine oder andere sockenfreie Tag mischt sich ja schon unter das Aprilwetter.

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    1. Ich hab heute alles Winterliche rigoros weggeräumt. Socken, Pullover und Winterjacken. Pah, das muss doch funktionieren!

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  6. Das Wetter hat uns allen schon ne Menge abverlangt in den letzten Wochen. War aber nicht normal diese Wärme für die Jahreszeit. Jetzt haben wir einen April wie im Bilderbuch. Zum Glück ist die Winterjacke noch nicht eingepackt.

    Ein schöner Look von Dir. Taschen kann man eh nie genug haben.

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Ich bin ja ehrlich gesagt ein Taschen-Faultier. Gewechselt wird meist gerade mal zwischen zwei Exemplaren und selbst das ist mir manchmal zu aufwendig... Vor allem, weil in meinen Taschen echt alles landet und das Umräumen furchtbar viel Müll und viele zerdrückte Schokoriegel zutage fördert...

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  7. Vielen Dank, dass du Fotos zeigst, auf denen das Meer auftaucht – nur so sehe ich es! Aber ich sehe auch eine coole Fran, in coolen Jeans, wie sie Spaß daran hat, für den Fotografen zu posieren – besser geht es nicht!
    Ach und keine Sorge, der Frühling wird noch kommen...;)
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Am Wochenende soll er wieder hier eintreffen, der Frühling. Sagt man. Ich bin sehr gespannt :-)

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