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Notre Dame und Paris von oben

Eigentlich war ich ja Ende Juli ein letztes Mal für dieses Jahr in Paris. Naja, bis ich auf die Idee kamen, dass der Oktober in Paris doch auch ganz hübsch ist. Und weil der Reformationstag in diesem Jahr ein Feiertag war und ich das Wochenende frei hatte, war der Entschluss schnell gefasst, ein allerletztes Mal für dieses Jahr nach Paris zu fliegen. Die Damen Töchter schlossen sich völlig selbstlos an, damit die arme Mutter sich nicht ganz allein in der großen Stadt verirrt - man weiß ja, dass alte Menschen manchmal Hilfe brauchen… Und weil ich und selbst meine Schwester (nach sechs Jahren Paris, Schande über sie) zwar schon ganz oft IN Notre Dame waren und noch viel öfter über die Ile de la cité AN Notre Dame VORBEI Richtung Marais gehastet sind oder wegen eines Anschlages draußen bleiben mussten , aber noch nie AUF Notre Dame, ging es diesmal mehr als 400 Stufen in die Höhe. Tochter, klein, war zwar wenig begeistert von der Tatsache, dass da noch niemand einen Aufzug e...

Ich bin ich - sogar in Cord und Tannengrün ;-)

Mit ein bisschen Verspätung kriege ich es doch noch auf die Reihe. Heidi hatte eigentlich am vergangenen Freitag darum gebeten, eine Aktion mit dem Titel „Ich bin ich“ auf die Beine zu stellen. Und eigentlich wollte ich mich daran auch in letzter Minute beteiligen. Dann kam ein beruflicher Termin dazwischen und als ich endlich um halb elf abends wieder zuhause war, war ich etwas matschig im Hirn. Also besser spät als nie :-) Ich bin also ich. Logisch eigentlich. Wer sollte ich sonst sein, wenn nicht ich? Und wer ich bin, das möchte ich auch gar nicht ändern :-) Ich bin gern ich. Mit allen Ecken und Kanten. Mit allen Irrationalitäten und allen „Fehlern“. Das Ergebnis von 52 Jahren Leben. Und mit dem Ergebnis bin ich eigentlich sehr glücklich. Die harten Zahlen und Fakten sind schnell aufgezählt. Geboren 1965 im schönen Münsterland, Abitur 1984, immer noch im schönen Münsterland, Abstecher nach Hessen zum Erststudium, Zweitstudium in Hildesheim, Volontariat in Düsseldorf ...

Kleid, Overknees und der Energiebunker

Ich wohne zwar schon seit 25 Jahren in der Nähe von Hamburg, aber ich muss gestehen, dass ich einige Ecken der Hansestadt nur rudimentär kenne. Wilhelmsburg zum Beispiel, liebevoll „Willy-Town“ genannt. Genau wie die Veddel für viele Hamburger ein Stadteil, der als ein bisschen schmuddelig gilt. Bis die IBA kam, die Internationale Bauausstellung. Im Rahmen dieser Ausstellung und der damit verbundenen Stadtentwicklung entstanden in Wilhelmsburg tolle Projekte. Eines davon ist der Energiebunker. Gebaut wurde der Bunker 1943, als man noch glaubte, quasi unbesiegbar zu sein. Der Bunker ist Wilhelmsburg ist quasi ein Zwilling des Bunkers auf dem Heiligengeistfeld. Das Ding diente nicht nur als Flakturm, sondern auch als Luftschutzraum für die Bevölkerung. Bis zu 30000 Menschen suchten hier bei den Bombenangriffen auf Hamburg Schutz. 1947 sprengten die Briten den Bunker. Dummerweise ging nur innen alles kaputt. Die Außenhülle bliebt stehen. So stand sie denn da, bis die IBA ka...

Das Grauen hat einen Namen: Die Funktionsjacke

So sollte ein Outfit für einen Städtetrip aussehen, wenn man nicht für einen Touristen gehalten werden will. Als äußeres Zeichen, dass man nicht zur Gattung "armes Schwein" gehört: Die Apple Watch. Es fehlt: Die teure Handtasche. Sorry. Wer nicht nur ein schnödes Leben führt, sondern einen gewissen Lifestyle für sich beansprucht, für den gehört Reisen zu eben diesem Lifestyle. Der macht keinen Urlaub, der reist. Urlaub, das klingt so gruselig nach 80er-Jahre-Pauschalurlaub. Reisen dagegen, das klingt schon wesentlich besser. Also reisen wir, was das Zeug hält. Im Frühjahr und Herbst sind vorzugsweise Städtetrips dran, als Ergänzung zur großen Sommerreise. Kann man sich halt leisten. Auf der Reise in die Stadt nach Wahl droht allerdings ganz furchtbares Ungemach. Man könnte für einen TOURISTEN gehalten werden. Und das will nun wirklich keiner. Winken vorm Kolosseum UND Socken in Sneakers. *mööööp* *mööööp* Touri-Alarm. Denn der Tourist, das ist doch dieses ...

Neu im Kleiderschrank: Ganz viele Blumen im Herbst

Eigentlich wollte ich nur ein bisschen frische Luft schnappen, nach drei Stunden Autofahren, einem üppigen Frühstück und zwei Stunden Rommée. Wie ich dabei ausgerechnet in die Fußgängerzone geraten bin, weiß ich überhaupt nicht. Mein Unterbewusstsein hatte mich dahin geführt, ehrlich! Ich war ihm quasi ausgeliefert! Und als ich so gedankenverloren durch die Fußgängerzone schlendere und überlege, warum ausgerechnet ich beim Rommée immer verliere (ok, ich weiß das ganz genau. Wenn mich jemand mit Hundeaugen anguckt, weil er die gerade abgeworfene Karte habe möchte, lasse ich sie ihm. Egal ob sie mir zum Sieg verhelfen würde oder nicht), sehe ich diesen Rock. Diesen wunderschönen, mit Blumen bestickten Tüllrock. Boing. Einen ganz ähnlichen Rock hatte ich im Juni in Paris gesehen. Da hing er, bei Maje im Bon Marché und ich hätte ihn soooooo gern für den Abiball gekauft. Dummerweise hätte mein Geld entweder für diesen Rock oder für das Geschenk zum Abitur für Frau Tochte...

Fran im karierten Blazer zur Lacklederhose und im Aufräumwahn

Kennt ihr das? Immer, wenn der Herbst kommt, es draußen regnet und stürmt, die Gartenmöbel im Keller gelandet sind, der Kleiderschrank umgeräumt ist und die eine oder andere Thekla ein sicheres Plätzchen im warmen Haus sucht *kreisch*, dann springt mich jede Schublade und jeder Schrank an, in dem sich über den Sommer Krims und Krams gesammelt hat. Es dauert dann ungefähr drei Tage und ich beschließe: Hier muss Ordnung rein. Und ich werde zum Minimalisten. Also nehme ich mir einen Raum nach dem Anderen vor und fange an, auszusortieren. In der Hoffnung, den Tesa-Abroller demnächst sofort zu finden, wenn ich ihn brauche. Der hat zwar einen angestammten Platz, aber den kenne wohl nur ich. Der Rest der Familie -  natürlich  mit Ausnahme des Gatten, der liest hier mit ;-) - lässt ihn gern da liegen, wo er benutzt wurde - vorzugsweise auf dem Ess- oder Schreibtisch. Um ihn ein paar Stunden später in die nächste Ecke zu befördern, weil man gerade Platz auf dem Ess- oder Schre...