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Posts

Bloggeraktion All about fashion - und was soll ich da?

Ich sollte wohl zu Beginn ein Geständnis ablegen: Ich habe von Mode im Prinzip keinen blassen Schimmer. Klar kenne ich die Namen gängiger Designer und weiß, dass das kleine Schwarze von Madame Chanel geprägt wurde. Dann ist aber auch Schluss mit lustig. Weder würde ich irgendwelche Designerroben erkennen noch weiß ich, wen genau welcher Stil auszeichnet. Bei mir gibt es in Sachen Mode genau zwei Kategorien: Gefällt mir. Oder gefällt mir nicht. Ehrlich gesagt sind das auch die für mich wichtigsten Kategorien. Es würde mir nicht im Traum einfallen, etwas anzuziehen, das mir nicht gefällt, nur weil ein mehr oder weniger berühmter Name draufsteht. Genausowenig wie ich Schlagjeans trage, wenn ich im Trend liegen. Sorry, aber ich liebe meine engen Jeans immer noch. Mir doch egal, ob die totgesagt werden und auf den Müllhaufen der Geschichte gehören, um in spätestens zwei Jahren reanimiert zu werden. Nicht dass ich keine weiten Jeans mögen würde. Aber Schlagjeans - ihr wisst schon, die ...

Schwarze Latzhose, die zweite

Ich hatte mal, lang ist es her, eine wunderbare schwarze Latzhose, Gefunden hatte ich die beim Warten auf meinen Flieger am Flughafen in Barcelona - bei Zara. Damals machte sich noch kein Mensch Gedanken darüber, dass fast Fashion fragwürdig ist und die Welt liebte Zara. So sehr, dass es sogar im Flughafen eine Filiale gab. Diese schwarze Latzhose habe ich jahrelang rauf und runter getragen. Weil ich Latzhosen nämlich sehr mag. Die meisten Menschen in meinem Alter würden wohl nie im Leben eine Latzhose tragen - außer, sie arbeiten als Klempner oder Maler. Ich habe seit vielen, vielen Jahren eigentlich immer eine Jeans-Latzhose im Schrank - für den Fall, dass mir danach ist. Und dann kam ebenjene schwarze Latzhose dazu und fühlte sich sehr wohl. Bis ich diesen Autounfall hatte. Dieser Depp aus dem Heidekreis war leider nicht in der Lage, auf seiner Spur auf der Landstraße zu fahren, kam beim Gegenlenken ins Schleudern. Und dann kam der Frontalzusammenstoß. Im Rettungswagen haben di...

Keine Gedanken um das Altern?

 „I don`t think about age much“, so ein Zitat von Martha Steward, die gerade vom Cover der Sports Illustrated lächelt. Mit 81 Jahren. Glückwunsch, möchte man da sagen. Endlich mal eine ältere Frau, die richtig prominent in Szene gesetzt wird und die sich über das Alter so gar keine Gedanken macht - die macht sich vermutlich irgendein Manager. Das ist doch super. Wenn, ja wenn man auch nur ansatzweise erkennen könnte, dass sie 81 Jahre alt ist. Kann man nicht. Martha Steward wirkt auf dem Coverfoto jünger als viele Frauen, die 30 Jahre weniger zählen. Ist das jetzt tragisch? Nö. Genau genommen ist mir persönlich das furchtbar egal. Meinetwegen hätten sie auch eine 20-Jährige mit grauen Haaren nehmen können. Oder einen 60-Jährigen mit Bierbauch…  Trotzdem tobt gerade eine Riesendiskussion. Ist es nun wirklich eine tolle Entwicklung, wenn auf dem Cover einer Zeitung eine 81-Jährige promoted wird, die 30 Jahre jünger wirkt? Ist Frau Steward ein echtes Vorbild für jede Frau, wie...

Zwei auf einen Streich: März und April

Einen März-Rückblick gab es hier genausowenig wie die „Gelernt“-Rubrik für den April. Und auch der April-Rückblick ist längst fällig. Nicht dass ich nix gelernt  oder auf nichts zurückzublicken hätte - im Gegenteil. Aber ich habe es nicht geschafft, allabendlich zu notieren, was genau ich so gelernt habe. Und auch der März-Rückblick fiel, genauso wie der eine oder andere Post in den letzten Wochen - der Tatsache zum Opfer, dass ich abends lieber ein Buch gelesen, mich mit Freunden getroffen oder andere Dinge nur für mich getan habe als mich um den Blog gekümmert habe. Naja, und für Outfits fehlte mir ohnehin die rechte Motivation. Weil aber die Monatsrückblicke auch für mich selbst eine Art Tagebuch darstellen, gibt es den März nun als Nachschlag. Und weil sowohl März als auch April neben den Folgen der Schlaganfällle meines Liebsten wenig zu bieten hatten, passt das schon so. Dabei hatte der März so schön begonnen. Naja, wettertechnisch eher nicht. Ich gehöre ja zu der Sorte...

Bloggeraktion: Essentials

Um Essentials soll es also heute bei den Ü30-Bloggern gehen. Und was heißt das? Essentials kann man auf viele Arten übersetzen. Ich muss das wissen, schließlich habe ich in einem früheren Leben mal ein Studium zur Diplom-Übersetzerin absolviert. Essentials könnte man mit dem Kern der Dinge, dem Wesentlichen übersetzen. Und was ist in meinen Augen das Wesentliche? Kein Kleidungsstück. Kein Lippenstift. Das, was für mich wesentlich ist, bin ich selbst - und eine gute Handvoll anderer Menschen. Meine Kinder, mein Liebster, meine Freundinnen und Freunde. Menschen, die ich sehr, sehr lieb habe. Aber essentiell für mich bin ich erstmal selbst. Klingt egoistisch? Ist es gar nicht. Vor zwei Jahren hätte ich vermutlich meinen Job an die erste Stelle im Leben gesetzt. Nein, Stop. Der rangierte immerhin noch hinter den Kindern. Aber durchaus sehr, sehr weit oben. Dann kam der Burnout und mit ihm viele, viele Stunden Nachdenken über mich und mein Leben und diverse unangenehme Wahrheiten, üb...

Ist Achtsamkeit nur ein Zirkus?

Wer achtsam lebt, der steht um sechs Uhr morgens auf, duscht eiskalt, wandet sich in nachhaltig selbstgepflückte Hanffasern, bevor er sich einen ökologisch korrekten Tee in einer rituellen Zeremonie braut, auf der Yoga-Matte sein Seelenheil findet und anschließend selbstgebackene Chia-Brötchen ganz achtsam und langsam kaut. Ommend geht man dann an den Schreibtisch, immer bewusst, dass die Tastatur der natürliche Feind des Menschen ist. Daher sind viele Kräutertee-Pausen mit Meditation nötig, um den Arbeitstag achtsam zu gestalten. Abends geht es dann in die Schweigegruppe, bevor der Kleiderschrank noch ein wenig achtsam aufgeräumt und der Tag mit lauter positiven Gedanken beendet wird. So ähnlich hat die Autorin einer Kolumne das Prinzip Achtsamkeit verwurstet. Vor 15 Monaten hätte ich da noch begeistert eingestimmt und mitgelästert. Der Achtsamkeits-Trend war mir ein Riesenrätsel und was der eine oder andere Influencer draus gemacht hat, war einfach nur hanebüchen. Mein Fazit: Ohne...

Was ich im März gelernt habe

Übernommen habe ich die Gelernt-Liste vor inzwischen recht vielen Monaten von Ines . Weitergeführt wird sie nicht nur hier, sondern auch von Tina und von Nicole . Ich freu mich jeden Monat auf die Beiträge, weil man darin irre viel über die Blogger erfährt. Diesmal sieht die Gelernt-Liste ein wenig anders aus als bisher. Bis zum 12. März um 11.15 Uhr war meine Welt so in Ordnung wie sie eben gemeinhin ist. Das änderte sich dann tatsächlich von einer Sekunde zur anderen. Ohne Ankündigung, ohne Vorwarnung, als der Mensch, den ich unglaublich lieb habe, beim Spazierengehen einfach neben mir umfiel. Gerade hatten wir noch geblödelt, im nächsten Moment lag er am Boden. Aber erstmal das, was ich bis zum 12. März so gelernt habe:  1. Nachdem die Wechseljahre vom verschämten Tabuthema zum echten Gassenhauer geworden sind und das Gynäkologen-Bashing durch ist, gibt es die „guten“ Gynäkologinnen jetzt ganz zufällig auch online. Eine fast einstündige Beratung für knapp 600 Euro - ein...